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19131918
  1. 1916-08-01 · 33 (August 1916) · p. [Seite]

    Während er Herzls „Altneuland" ironisch kritisierte und auch über die ersten Zionistenkongresse abfällig urteilte, hat er später nach einer Reise nach * Palästina seine Ansichten geändert. Der Zionismus stellte die These auf von der öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. … Später hat er milder geurteilt, so schreibt er im Jahre 1912 über seine Reise nach Palästina und aeinc Eindrücke vom X. Kongreß in Basel: „Alks, was ich in Basel und in Palästina gesehen habe, hat in mir die Zuversicht ge-

  2. 1916-08-01 · 33 (August 1916) · p. [Seite]

    306 es nicht angängig sei, wenn in Palästina Nichtjuden schalteten und daß man daher den Einfluß des Judentums in Palästina erweitern müsse. Als Mittel hierzu nahmen sie besonders in Aussicht: Ackerbau-Kolonien, Erziehungsanstalten und wohltätige Stiftungen. … Palästina kann keine Zufluchtsstätte sein für die Judenheit, aber sie kann und muß eine sein für das Judentum. Wofür

  3. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    «20 ist jede Möglichkeit, Kolonisten in Palästina anzusiedeln, auf das Freudigste zu begrüßen und mit aller Macht zu realisieren. Aufs schärfste aber erhebe ich Protest, wenn diese Tendenzen durch Dilettanten und Literaten — zum Teil höchst ehrenwerte Männer -- diskreditiert werden, indem man insbesondere in IXmtschland die Landwirtschaft als das einzig mögliche Betätigungsfeld für jüdische Einwanderer in Palästina erklärt und jedes andere in Acht und Bann tut. … Diese Klarstellung ist notwendig, da unter der zionistischen Jugend in IVutscbland völlig irrige Anschauungen, über die bisherige Wirtschaftsweise in Palästina, über seine künftigen Ent- \\ ickelungsmöglichkciten herrschen. Es ist eine Tatsache, die jeder Zionist kennt, daß von den hunderttausend Juden, die vor dem Kriege schätzungsweise in Palästina lebten, nur ' ,„ in den Kolonien wohnte.

  4. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    Die Vorstellungen, die Hcrzl im Judenstaat und nachher von dem künftigen Palästina hatte, sind bekannt. Er und seine Zeit plante die Kolonisation im groben, nachdem auf politischem Wege die „öffentlich rechtliche Siedelung" für das Land erlangt war. … Nach j Her/N träumerischen Ideen im ^Judcnstaat" ist zum ersten Mal in unseren Tagen wieder ausgehend und getragen von der Jugend ein Gedanke durchdrungen, der zunächst nur negativ formuliert war: Palästina darf niclrt der „Abklatsch' irgend eines europäischen Staates sein. Martin Buber hat in jungen Jahren, in seiner dritten Rede, die so oft von mir zitierten Worte gesagt, dar) Palästina nur dann die Heimat des jüdischen Volkes sein wird, wenn es „aus der Erneuerung und nicht um der Erneuernug willen entsteht", und hat später in seiner Rede in Breslau, Februar 1<)14 hinzugefügt: auch in Palästina kann <mluth sein.

  5. 1917-04-01 · 35 (Apri 1917) · p. [Seite]

    Die wenigen Stunden, die wir in der Woche der beruflichen Arbeit abtrotzen, genügen höchstens, uns soviel Inhalt anzueignen, daß wir palästinensischer Entwicklung rezeptiv mühsam folgen können; sie werden uns unterstützen, in unserem Judentum standhaft zu bleiben. Eine Gewähr ist nur Palästina selbst. Nur weltfremde Optimisten können wirklich an ein jüdisches Leben im Gallith glauben. Unser aller Streben muß datier sein, nach Palästina gehen zu können. … Und für die Erhaltung der seelischen Voraussetzungen unterschreibe ich alles, was Blumcnfeld gesagt hat: Wir müssen unser zionistisches Leben im Club, in der Ortsgruppe, in der Familie, in der Ehe, in der Gemeinde intensivieren, es so gestalten, daß es ganz nach Palästina tendiert. Es ist nicht richtig, daß die Uebersiedlung nach Palästina — wie Erich Roth schreibt „bisher immer der neuen Generation zugeschoben wurde."

  6. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    822 Neben .den'oben genannten Pflanzungs-Produktionen >pielt du* (MiVe, wie bekannt ist, in Syrien und in Palästina eine ganz Iktvorragcnde Rolle. Die jüdisclicn Olivenpflanzungen sind noch jungen Datums, sodali ihre Produktion in Palästina noch nicht sehr ins Gewicht fällt, doch ist schon in sehr kurzer Zeit ein Umschwung zi! … Kolonien, die eine Getreidemühle besitzen — in Jerusalem, Jaffa, und wie Trietsch bemerkt, sogar an manchen Orten, in denen keine oder nur wenige Juden wohnen, so in Jebna (Jahne in Beerseba), in Faludsche und in Burer. Es ist charakteristisch für Palästina wie für die meisten Orientländer, daß es zur Mehlcinfuhr genötigt ist, obwohl die Mehrzahl der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt.

  7. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    623 Die Fabrikation von Weizenstärke hatte bisher in Palästina keinen Eingang gefunden, wohl aber an anderen Teilen Syriens, sx) befinden sich, wie Ruppin bemerkt, zahlreiche kleine Fabriken in Aleppo und Damaskus. … Ich erwähnte am Anfang dieser Betrachtung, daß das Land arm an Mineralschätzen sei, insbesondere Kohle und Eisen kaum vorhanden sein werden; dagegen ist wahrscheinlich, daß Petroleum in Palästina erbohrt wird. Die Bohrungen, die die Standard-' Hl- Company beabsichtigte, sind durch den Weltkrieg verhindert worden; man wird die Versuclie bald nach dem Kriege aufnehmen.

  8. 1915-06-01 · 29/30 (Juni/Juli 1915) · p. [Seite]

    240 nach Palästina und diese beginnen das Geschalt. Diese Bundes Leben notwendige Gehalt und prozentuale Gewinnbeteiligung. Der B-T. ist die Aufsichtsbehörde und die Aktienbesitzer die Genossenschafter. … Was für einen Wert sollten heute, wo wir uns im Hauptstadium des Krieges befinden, wo eine Klärung zu irgendeiner Seite noch nicht abzusehen ist, praktische Anregungen haben, die — falls Palästina wirklich unter türkischer Herrschaft bliebe — evtl. richtig wären, von uns aber dennoch nicht ausführbar wären. Ja — im Freundeskreise könnten wir Pläne schmieden, Pläne, die von der Errichtung einer Handelsgesellschaft zum Einkauf von Produkten für Palästina und dem Vertrieb der erzeugten Dinge usw. handeln.

  9. 1915-06-01 · 29/30 (Juni/Juli 1915) · p. [Seite]

    Wenn der Krieg vorbei ist, werden wir ja sicher etwas in Palästina unterstützen oder neu errichten wollen. Es könnte dann das Präsidium eine Rundfrage an die Klubs erlassen, welcher Betrag für eine Palästinaarbeit des H. … Nach Feststellung der Summe können wir uns dann evtl. an das Palästina-Amt wenden und uns Vorschläge machen lassen, was mit dem monatlichen Betrag am praktischsten auszuführen ist. Die Frage, ob wir die Arbeit für den H.

  10. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    Wir verlangen von dem zionistischen Kaufmann, daß für ihn bei der Berufswahl, ja bereits bei der Ausbildung, der entscheidende Gesichtspunkt der ist, ob seine Branche in Palästina Aussichten hat, ob nicht: die spätere Tätigkeit in Palistina muH bereits in der Diaspora für die Berufswahl bestimmend sein. … Sie werden in Europa naturgemäß niemals dieselben Verhältnisse finden wie in Palästina, sind sie aber bereit in dem Sinne, wie ich es eben angedeutet habe, ihren Gesichtskreis zu erweitern, so werden ihnen diese Kenntnisse in Palästina zweifellos gut zu statten kommen. •) Wenn in die«rm Aufhat; vom .Kaulmann" die Red* im.

  11. 1918-03-01 · 38 (März 1918) · p. [Seite]

    Rosenbaum, Königsberg, „Nationale Jugenderziehung" (alt Oäste der Führerschaft des Blau-Weiß). Lomnitz, Zyklus ,,Kulturarbeit in Palästina" a) Sanitätsverhältnisse b) Landarbeiterfrage, c) Schulangelegenheiten (wird fortgesetzt). W. Danziger „Der Kreis um Moses Mendebohn". 3. … Leon Schlesinger „Die Handelssprachen des Orients". Wachsmann „Drogen und Chemikalien in Palästina". Wachsmann „Der Bergbau in Palästina". Ferner waren von den Tageszeitungen gebrachte Notizen häufig der Anlaß, uns über orientalische Wirtschaftsverhältnisse zweckmäßig zu unterhalten.

  12. 1916-08-01 · 33 (August 1916) · p. [Seite]

    Wie vollzieht sich die Uebersiedelung des einzelnen Juden nach Palästina? 3. Jiddisch und Hebräisch. 4. Der Zug der deutschen Juden nach den Großstädten; seine Ursachen und Folgen. 5. Die Juden in Spanien. 6. … Jüdisch-soziale Arbeit. Dr. Fritz Loewenstein: Die Lehren des Krieges für Palästina. Nachum Goldmann: Die Ostjudenfrage. Fritz Sternberg: Europäsierung der palästinensischen Wirtschaft Rechtsanwalt Max Strauß: Betrachtungen zu Kurt Hillers Buch „Das Ziel".

  13. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    Auch für das Ausland kommen Produkte des Buchdruckerei-Gewerbes in Frage, da die in Palästina hergestellten religiösen Werke von den Juden der ganzen Welt bevorzugt werden, sobald sie in ihrer äußeren Ausstattung auch nur einigermaßen buchhändlerischen Anforderungen genügen. … Ich bin am Ende: wir verlangen von unseren Kaufleuten, dal! sie ihren Beruf mit Palästina verbinden, sowie wir von unseren Akademikern verlangen, daß ihre wissenschaftlichen Studien jüdischen Problemen gewidmet sind; unser Volk braucht die Arbeit, die Kraft jedes Einzelnen.

  14. 1917-07-01 · 36 (Juli 1917) · p. [Seite]

    434 Bundesbrüder! Palästina, das Land unserer Hoffnung und unserer Zukunft wird auch jetzt durch die Schrecken des Krieges verwüstet. Unser Stolz, unsere Pioniere mußten Haus und Hof, die sie sich mit Mühe und unter Entbehrungen errichtet haben, verlassen. … Jeder sammle überall bei Zusammenkünften, Feldgottesdiensten oder wo er immer mit Juden zusammen ist für das „Hilfswerk für Palastina" und für die Juden in Polen und jeder gebe selbst >«> viel er irgend geben k.mn. Keiner von uns darf Palästina in der (iefahr im Stich lassen.

  15. 1915-06-01 · 29/30 (Juni/Juli 1915) · p. [Seite]

    Ohne sie hätte es, das scheint außer Zweifel, bei weitem eine so rasche und gesunde Entwicklung Griechenlands, jener damals ihres wahren nationalen Charakters bei weitem mehr entkleideten türkischen Provinz als heute Palästina, gegeben, als wir sie bewundern durften. ' * Die skeptische Folgerung, die sich für den Kritiker :;us dem Satze ergab, daß wir ein Volk von Händlern seien, wäre demnach wenig haltbar — und der Streit bald beendet, wenn nicht in dem Satze selbst der Keim zur schärferen Kritik läge. … Anbahnung und Belebung wirtschaftlicher Beziehungen zwischen Palästina und den anderen Ländern. Verbesserung seiner Handelsbilanz. Umwandlung seiner Küstenorte in blühende Handelsstädte unser Programm, die Erziehung widerstandsfähiger tüchtiger Kaufleute und Unternehmer unser Mittel.

  16. 1917-04-01 · 35 (Apri 1917) · p. [Seite]

    Und denkt an die Zukunftsaufgaben: Woher sollen bei der Schaffung einer Agrarbank, eines Kolonisationsfonds die nötigen kaufmännischen Verwalter und Organisatoren kommen? Woher die Menschen für ein großes Palästina-Landbureau, das ich mir nach dem Kriege mit dem Sitz in Berlin, Wien, London, Petersburg und Odessa denke, das alle Kraft daransetzen müßte, jeden bewußten Juden für Landkauf in Palästina zu interessieren, ihm mit Informationen und Offerten zur Seite zu stehen, seine Empfehlungen zu verwerten usw. Je größer unsere Arbeit in Palästina wird, desto mehr Kaufleute werden wir dort brauchen. Und um schließlich auf ureigenstes Gebiet zu kommen: Sollen wir die zionistische Propaganda unter der kaufmännischen Jugend in derselben schlechten, planlosen, aller Iniative baren Weise geschehen lassen wie bisher?

  17. 1917-12-01 · 37 (Dezember 1917) · p. [Seite]

    Wir, die wir als Einzelne und als Bewegung auf eine Verpflanzung unseres Volkes nach Palästina hinarbeiten, werden gewiß immer nur das Interesse des Staates im Auge haben, in dessen Besitz sich Palästina befindet. Sejne Interessen sind in Wahrheit die unseren. Für Palästina selbst, das langsam ein ziemlich geschlossenes jüdisches Wirtschaft srtntrum wird, gelten diese Ueberlegungen noch in erhöhtem Maße.

  18. 1914-11-01 · 22/23 ( November/Dezember 1914) · p. [Seite]

    Darum berichtet über unsere Arbeit, schreibt, wie es in Palästina ausschaut, und ob dort für das Land Befürchtungen bestehen? Du- Naturalisierung der russischen Juden durch die Türkei war mir eine große Freude . . . . . . … Nun gut, wir kennen ja unsern Weg! Doch wie wird es nach dem Kriege in Palästina aussehen, nachdem nun auch die Türkei brennt. Ich habe eigentlich den Plan, nach dem Kriege zu versuchen, in Palästina eine Stellung zu bekommen.

  19. 1916-12-01 · 34 (Dezember 1916) · p. [Seite]

    34« terem Wullen nationalistisch sein. Die Uebersiedlung nach Palästina ist unbedingte Forderung. Die parteipolitische Lösung des Problems, das diesen beiden Anschauungen zu Gründe liegt, ist einfach und selbstverständlich. … Das Problem liegt darin, den zionistischen Menschen so zu „/ionisieren", daß Palästina ihm eine innere Notwendigkeit wird. Die Lösung dieses Problemwird (muß nicht) die Lösung eines anderen mit sich bringen.

  20. 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

    Gegenüber Aegypten hat es den Vorteil, daß dort das für haumwollc geeignete Land fast 15—20 mal so teuer ist als in Palästina, und die Organisationen, die das Kolonisaiionswcrk in Palästina, leiten, werden eine starke Erhöhung der Bodenpreisc ZU verhindern wissen. … Der Eukalvptusbaum ist in den jüdischen Kolonien immer mehr angepflanzt worden; bislicr hat man nur das Holz weder für Baunoch für Tischlereizwecke verwenden können, aber Nawratzki sagt mit Recht: „Wahrscheinlich würden aber \on den Hunderten von Lukalvptusartcn die existieren, und die zum Teil äußerst wertvolle Holzer liefern, sich auch eine Anzahl zur Anpflanzung in Palästina eignen " So wird man allmählich einen Teil der Baumaterialien im Lande selbst herstellen können und nach und nach denkt man auch Zementfabriken im Lande zu schaffen, die, wie Ruppin bemerkt, nach der Erhöhung der Schutzzölle und der Erweiterung dett eigenen Bahnnetzes eine gute Zukunft haben.