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18671868
  1. 1867-12-29 · 48 (29.12.1867) · p. Seite 379

    — Doch jene auch vermehren Die Mühen mix, die schweren! — Leider zu wahr, uin poetisch zu sein! «in Palästina-Werk. Wie Eonrad Furrer — über dessen Werk wir in Nr. 37 und 38 d. Bl, ausführlich referirten — so hat auch E.Hergt dg-! … Bon der SodomS-Rulne will der Verfasser wiffen, daß .') Palästina, beschrieben von E. Hergt, Weimar 1866. *) Do berühmte Geograph Gtrabo hat vor 1900 Jahren zu Amasea in Lapadocien <Griechenland)!

  2. 1867-05-24 · 21 (24.5.1867) · p. Seite 165

    Dieser Tage hat sich iu Wien ein LvmitL gebildet, um in Angelegenheit der Geldfammlungen für die armen Juden Palästina» definitive Ordnung zu schaff«. Bisher erschimen iu der Regel alle 2—3 Jahre eigme ״Beglaubigte" au» Palästina, welche auf ihrer Rundreise durch Europa die tu dm Synagogen — in eigenen Opferstöcken — aiedergelegtrn Spmdm übernahm«. … Uebelstande soll nun dadurch abgehol« fen werden, daß in den Gemeind« Vertraum-männer da» Ein« sammeln der Spmden übernehmen und die gesammelten Gelder dem Eentral-Eomitä in Wien überwach«, welche» nach gmaum statistisch« Erhebung« in Palästina, unter Intervention de» Koasulate» die Bertheilung nach Maßgabe der wirklich« Bedürftig« keit einzuleitrn und zu überwachen hätte.

  3. 1868-02-14 · 7 (14.2.1868) · p. Seite 30

    E« kam überall nur darauf an, die Ideen, nicht die Formen zu couserdiren; die Form hat sich wie in Palästina, so auch anderwLrt« den Umständen gefügt. Wenn nun auch vielfach noch, theil« der Theorie, theil« der Praxi« nach, die palästinensischen Beziehungen im Heutigen Iudenthuw festgehalten werde«, so liegt da kein Widerspruch mit der universellen Bestimmung de« Indenthum», sondern vielmehr die Anschauung zu Grunde, daß, weil die jüdischen Gotte«- und Religion«brgriffe noch nicht allgemeine Anerkennung gefunden haben, Israel auch seiner ursprünglichen Aufgabe und Mission noch nicht enthoben sei, wofür e« von Palästina au« auf die Warte gestellt worden ist. … Diejenigen, welche jene palästinensischen Beziehungen auch nicht mit dieser in Zusammen- Hang bringen wollen, werden doch darum die universelle Bestimmung de« Judenthum« nicht leugnen, sondern jene Beziehungen zu Palästina durch einen Stillstand in der historischen Entwickeluig de« Iudenthum« erklären. (Schluß folgt.) 1'_ —ץ — Zu dem Aufsätze ״Muntere und trübe Gedanken am Düchertische."

  4. 1867-06-07 · 23 (7.6.1867) · p. Seite 181

    **) Letztere sprachen nämlich aramäisch, welche« die zur Zeit in Palästina herrschende Bolwsprache war. * Aueiner Stelle in Josephu» Werken ant XVIII. 6, 10 scheint übri. gen« hervorzugehen, daß selbst da» Hebräische noch i«n erstm Jahrhundert «• Ehr. in Palästina gesprochen wurde. … Andernfall« würde er zur Erklärung de« höhnenden Ruse« ״Maria" ,Mar oder Maran), mit welchem nach seiner Erzählung der ein Jahr nach dem erwähnten^ Borgange, über Alexandrien nach Palästina heimkehrende neue König von den leichtfertigen Alexandrinern »er. spoUet wurde, nicht hinzugesetzt haben, daß jene« Wort die Bezeichnung d«r Syrer für ,^err" sein ״solle".

  5. 1867-03-29 · 13 (29.3.1867) · p. Seite 103

    Wieder aufgebaut, verherrlichte sie die Schule der Propheten; sie blühte auf» Neue und wurde nach Jerusalem die erste Stadt Palästina'». Zur Zeit Augustu» hielt hier Herode» seinen königlichen Hofhalt. Große Paläste ragtm über da» Blätterdach der Palmen empor, mächtige Wasserleitungen versorgten die volkreiche Handelsstadt mit frischem Labettank, ein Amphitheater lockte die schaulustige Menge, und in der Schauburg kam da» Volk zu Berathungm zusanimen; reiche Handelsherren, welche die vornehme Welt Rom'» und Alexandrien'» mit dem kostbaren Harze der Balsamstaude versorgten, hattm ausgedehnte Magazine angelegt, und auf kunstreichen Straßen, die über da» felsige Gebirge zog«, strömten hier die Karawanenzüge zusammm. … Dornhecken, die da» Eindringen der Schakale zur Nachtzeit abwehren sollen, umzäuneu da» Dorf, mm die Stätte wilder Räuber-Romantik, einst die herrllchste Domäne Palästina'», die Antoniu» der schönen Eghpter-Königin Kleopatra zum Geschenk gemacht. R. Fr. Pr. Vermifchle». — Die hiesige jüdische Gemeinde-Knabenschule zähtt jetzt 627 Schüler in 14 Klaffen (8 Stufen und 6 Parallel-Klassen) nach folgender Uehersicht: «lasse.

  6. 1867-09-06 · 36 (6.9.1867) · p. Seite 288

    So nimmt AcneaS die Penaten von Troja mit nach Latium (Aeneiv. III. 148) und Rahel die ihre« DaterS mit nach Palästina!! (Gen. 31, 19). Erweist man diesem Landesschutzgott nicht die ihm gebührende Verehrung, so rächt er sich an den Bewohnern. Daher kommt eS, daß (unterworfene oder) von ihrem Lande versetzte Völkerschaften ihre religiöse Eigenthümlichkeit verlieren; sie müffen auf fremdem Boden der LandeSgottheit dienen, wenn ihnen diese nicht schaden soll, Ein sehr treffende« Beispiel sind die von Salmanaffar nach Palästina versetzten Völker au« Kmha u. s. f. II. König. 17, 15: Sie fürchteten Jahwe nicht, heißt eS, und eS wurden von ihnen Viele von den Löwen aufgezehrt.

  7. 1867-01-25 · 4 (25.1.1867) · p. Seite 27

    Wie wir aus einer Notiz der „Arch. iSr." ersehen, hat sich in Jernsalem ein Verein gebildet, der sich „Juda und Israel" nennt und dessen Zweck es ist, den Ursachen deS Proletariats unter den Juden in Palästina nachzuforschen und die Wege zur Abhilfe aufzusuchen. E« ist vor der Hand ein Circus lar in hebräischer Sprache erlassen worden, das zur Theilnehmerschüft auffordert und von sehr geachteten Namen der jüdischen Einwohnerschaft Jerusalems unterzeichnet ist. Wir halten dieses Unternehmen, das in gesunder rationeller Weise seinen Zweck verfolgt, für ebenso verdienstvoll als wir die bisher nach Palästina reichlich geflossenm Spenden jüdischer Mildlhätigkeit für verfehlt erachten, da diese, statt die Erwerbsfähigkeit der dortigen Juden zu fördern, nur trägem Bettelwesen, das sich darauf verläßt, von den Gaben gutherziger Glaubensgenossen genährt werden, Vorschub leisten.

  8. 1867-04-19 · 16 (19.4.1867) · p. Seite 124

    Kur; vor der Reise Montefiore'» hatte die Cholera in Egypten und Palästina schrecklich gewüthet, von der ärmeren jüdischen Bevölkerung Jerusalems waren nicht weniger als fünfzehn Prozent der Krankheit zum Opfer gefallen. … Maclcod genannt wird, niemals Consul in Safed gewesen ist. Wie sehr im Gegentheil die Juden Palästina'- sich bestreben, ihrem Ziele in dieser Beziehung näher zu konimen, hatten wir Gelegenheit ans dem Munde der Herrn Dr.

  9. 1867-07-26 · 30 (26.7.1867) · p. Seite 239

    Da«, selbe liegt zu fern, als daß e» für unfern Fall hier in Betracht kommen könnte. Wir könnten noch ein dritte» Sebaste, in Palästina, aufführen, da auch da« am mittelländischen Meere gelegene Eäsarea. an und für sich schon von Herodezu Ehren de- AugustuS mit dem Namen ,/Kaiserstadt" geschmückt, zur nähere» Bestimm»ng Sebaste genannt wird, indeß war dienur ein Beiname de» in der talmudischen Literatur so häufig vorkommendeu קיסרץ• WünschenSwerth wäre e«, daß eine kundige Hand ihr Urtheil über den fraglichen Gegenstand abgeben möchte. … Für meine Deutung möchte ich noch anführen, daß Abulfeda die Stadt ״Nablu«" und den in Rede stehenden Berg ״Rablu«.Berg" nennt svrrgk. Reland« Palästina *. ▼. Sichern) wie andrerseit» der samaritanifchr VibelerNLrer Ibrahim, s. Seiger Ztschr. d. dtschm. SeseRsch. XX. t«Sff., jene Stadt ספרה und den Berg הר ספרה nennt.

  10. 1867-09-13 · 37 (13.9.1867) · p. Seite 294

    Das Erlösungswerk MoseS war also ein Doppeltes, aber ein einziger Akt. (Schluß folgt.) Zur Literatur über ״Palästina." Bon & Weyl in Frankfurt a. O. ״Wanderungen durch Palästina" sind von sehr Bie« lm schon unternommen, von Vielen auch schon — theil» mit mehr, theil» mit weniger Ausführlichkeit — beschrieben worden.

  11. 1867-09-13 · 37 (13.9.1867) · p. Seite 295

    Ja, der Verfasser schildert ausführlich seine ganze Rundreise durch Judäa, über Hebron, Gaza rc. und ebenso die Rückreise durch Samaria und Galiläa, wobei auch Damaskus und Sidon mitgenommen werden. Da» ״Mission-wesen" in Palästina und Shrien an« langend, so will unser Schweizer von demselben überall nur den ״äußern Schein," nirgend« aber die ״Frucht innerer Ueberzeugung" angetroffen haben, und indem er über diese Wahrnehmung bitter klagt, bemerkt er ganz treffend, wie gute Beispiele allenthalben weit besser und nachhaltiger wirken müßten, als alle die Mittel und Mittelchen, welche rein zum Zwecke der ״Bekehruug" angewendet werden. … Kapernaum soll nämlich, nach seiner Ansicht, immer um so viel, wie Kephar Nachum (כ©־* נחוגו ״Weiler Rachum'S) bedeutet haben. — Wir erlauben un» hier, an den Genezareth iu Galiläa zu eriunern und den Leser auf Rathgeber'» ״Palästina" V. und X. zu verweisen. ■ Bei Gelegenheit der Besprechung der Provinz Samaria und ihrer gleichnamigen Hauptstadt verfehlt der gründliche Schwei« zer natürlich nicht, sich de» Weiteren auch über die ״alten Samaritaner" auszulaffen, von welchen er u.

  12. 1867-11-01 · 44 (1.11.1867) · p. Seite 349

    Leader" gemachte Bemerkung ist geeig« net, uns weiter zu führen und zu zeigen, wie gerade der Wein bei ben Hebräern eine ganz hervorragende Rolle als Sulturele« ment spielt. ' Der Wein bildet ein Hauptprodukt Palästina'- und muß mit der Poesie, die in seiuem Genüsse liegt, den alten Hebräem früh lieb und werth geworden sein und hat selbst nicht wenig zu ihrer geselligen Kultivirung beigetragen. … Auch auf den makkabäischen Münzen erscheint eine Traube als Symbol Palästina'«. CS ist ein durchaus poetische- Gewächs. Zur Bezeichnung behag« lichen Glücks und eine« seligen ungestörten Friedens wußte der.

  13. 1867-09-20 · 38 (20.9.1867) · p. Seite 304

    Berechtigung herleiten zu der uralten Sage, daß Lot'« Weib auf der Flucht nach Zoar in einen Salzblock sich verwandelt habe. Wie andere Palästina-Schriften der neueren und neuesten Zeit zu dieser biblischen ״Sage", so «ne überhaupt zu de«, aus da- Salzmeer sich beziehenden, biblischen Stell«« sich verhalte», werden wir s.

  14. 1867-03-01 · 9 (1.3.1867) · p. Seite 71

    So blieb er in der Schwebe bis zu dem Zeitpunkte, wo der religiöse Konservatismus zu einer politischen Tugend erhoben, und das AbsvnderungSprincip des rabbinischcn Judenthums, das man früher als ein Grundübel im sozialen Organismus der christlichen Staaten perhorrescirte und nur durch die Taufwasscrkur beseitigen zu können meinte, plötzlich als ein in der geschichtlichen Weltordnung begründetes providentielleS Moment erkannt wurde, deflen Bestimmung es sei, daS jüdische Volk wie in einer schützenden Hornhaut für seinen letzten Beruf, daö ist: die Bildung eincü jüdischen MufterstaatS in Palästina, zu konserviren. Seitdem diese Anschauung auf dem Katheder, der Tribüne und in den Organen der herrschenden politischen Partciecn Anklang gefunden, brauchte auch ein weltmännischer Jude sich keiner der Absonderlichkeiten und Schrullen, die je ein rabbinischcS Gehirn ausgeheckt, mehr zu schämen, ja er durfte sich damit sogar brüsten und interessant machen, und mit Stolz gleichsam auf die alttestamentlichen Schaufäden Hinweisen, die unter den Schößen seines salonfähigen Fracks hervorlugten. r Herr Bonnheim erklärte jetzt Jedem, dem es zu wisse» frommte, daß er zu den „Strengorthodoxen" oder „Altgläubigen" gehöre, und wies, wen« er zu einem christlich» Thee geladen war, mit dem Selbstbewußtsein eine» Glaubenshelden,- und zugleich Mit aller graziösen Verbindlichkeit eine- Weltmanns , den ihm von der Hausfrau präsentirten Teller mit der verbotenen Speise zurück, während er bescheiden nach dem marinirten Hering, oder andren unschuldigen Imbissen die Hand auS« streckte." — (Fortsetzung folgt.)

  15. 1867-09-13 · 37 (13.9.1867) · p. Seite 289

    . — Ueber de» Entwicklungsgang de« SottheitSbegrisfc« x. (FortsrtzMg.) — Zur Literatur über Palästina. — Notiz- — *«ranzentiste. -Inserate. Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau. (Fortsetzung zu S. 282.) Woher rührt nun jene Unwissenschaftlichtkit in der Erklä- - rvng-ds«.

  16. 1867-09-20 · 38 (20.9.1867) · p. Seite 297

    . — Ueba dm SntwiLnngSgang de» Gottheittbegriffes re. (Schloß.) — Zur Literatur über Palästina. (Schluß.) — Vermischte». — Varanznüistt.-Inserate. Wegen de« Berichte« üba die ״Ueberficht de« Semeindr^an«halle«" »am da Schluß de» Artikel« ,cha« jüdisch.theologische Seminar in Bre-lan" ast in da nächpm Nmnma gegebm wadm.

  17. 1867-07-12 · 28 (12.7.1867) · p. Seite 219

    Isaaks rc., sowie die Beschlüsse über die Berwendung de» Palästina-Fond» habm für da» größere Publikum wmiger Interesse. Zum Schlüsse sei hier der Wunsch auSgesprechm, die Board of DelegateS möchte nicht bloS den Kreis ihrer Thätigkrit, sondern auch dm ihrer Theilnrhmer erweitern.

  18. 1867-11-01 · 44 (1.11.1867) · p. Seite 347

    Dieser wahrhaft religiöse und doch auch von schöner Bildung zeugende Vorgang de» Rabbiners Horowitz erleichterte dem Prediger vr. gellinek sich diesem Versahren anzuschließen und in einer Ansprache die Gemeinde Prag» zu begrüßen und dem Dahingeschiedenen einen kurzen Rachruf zu widmen. Hierauf wurde der Leiche ein Säckchen wir Erde au» Palästina unter daS Haupt gelegt (I) und da» Gra» schloß sich über der entseelten Hülle. ן Rappoport hat seine reichhaltige Bibliothek der Prager Gemeinde vermacht mit der Bedingung, daß von den Ranvgloffen, die er vielen Büchern beigesetzt Abschrift genommen und dieselben dereinst mit seinem übrigen literarischen Nachlasse zugleich veröffentlicht werden.

  19. 1867-02-22 · 8 (22.2.1867) · p. Seite 62

    In dem zahlreich besnchten Collegium eines berühmten Lehrers der Geographie bemerkte er eine- Tage« einen Mann von schon vorgerückten Jahren, der mit in sich gekehrtem Sinnen und doch mit eifrigster Aufmerksamkeit den Vorträgen über die alte Geographie von Palästina folgte. Diese halbverfallenen Züge, diese gebückte Haltung, der sanfte Strahl der Keinen grauen Augen, undvor allein die stereotype Art, wie der seltsame Mann die Hände in einander verschlang, ließen in ihm sofort den fast ganz vergessenen Mentor wiedererkennen. ' Bender suchte eine Annäherung, und der vereinsamte alte Bachur empfand eine lebhafte Freude über diese Wiedererkennung.

  20. 1867-03-29 · 13 (29.3.1867) · p. Seite 100

    Auch hier in Fa» (Fez) herrschten die Almohaden, und der dortige Aufenthalt konnte nur al» vorübergehender DurchgaugSpunkt gewählt werden, bi» sie zur See über Palästina nach Egypten entkommen konnten, um dort unter einem hochsiunigen Regenten — Saladin — wieder als Juden zu leben. Aber auch in den Zeiten de» Drucke» war, wie später, da Mose» wieder ftei athmete, seine GeisteSthätigkeit nimmer unterbrochen.