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18921896
  1. 1893-10-22 · 81 (22.10.1893) · p. [Seite]

    Tie heutige Nummer enthält den Schluß des Werkes: Die Men unb bei* Aiitiskinitisiinir, Israel unter den ^Hattonen von anatote Leroy Aeaukieu r>e»nr srcrnzeisiseHe»».Anstitrrt. -u._-——■-- Auf, auf nach Palästina! ' Ein Weckruf der Zionisten. Die Sehnsucht der Inden »nch Palästina ist nicht von heute und nicht von gestern, vielnzehr eines ziemlich älteren Datums. … Die Zionisten finden sich damit leichten Herzens ab. Anstatt selber nach Palästina auSzuwandern und die Bedingungen zur sicheren Unterbringung eines größeren Zuzuges weiterer Arbeitskräfte zu schaffen, erschöpfen sie ihre Stimm- und Schreibmittel in der leichtsinnigen Verlockung einfältiger, bedrückter Juden zur Ansiedlung in Palästina.

  2. 1893-03-12 · 49 (12.3.1893) · p. [Seite]

    Die Zionisten wünsche» nichts mehr und nichts weniger als die Rück i Wanderung der Juden »ach Palästina. Wohl ist daö gelobte band der Bibel viel zu klein,-um alle in der Diaspora lebenden Juden aufjunchmt». Die Zionisten würden sich aber damit zufrieden geben, wen» »nr Palästina in jüdischen Besitz käme, gewissermaßen einen Ralionalstaat bilden würde und als solcher de» außerhalb desselben weilenden Juden ein moralischer Stützpunkt wäre. … Herb Stöcker und die Zionisten stimmen also in dem Punkte überein, den Antisemitismus durch Rcpatriirung der Juden nach Palästina zu beseitigen.. Bon allem Anderen abgesehen, müßte ein solcher Borschlag, welchen übrigens schon Schiller dem Banditen Spiegclberg in den Mund gelegt hatte und den in unsere» Tagen zuerst B.

  3. 1894-10-14 · 132 (14.10.1894) · p. [Seite]

    Wie Ücr „Rowoje Wrcmja" geschrieben wird, steht die Bewegung mit der beginnenden Answandcruüg der Juden nach Argentinien und Palästina in Verbindung. Die Ssubbotniki bekennen sich vollständig zur jüdische» Lehre, halten sich nur an daS alte'Testament und erwarten noch ebenso wie die Inden den Messias. … Urheber dieses Gerüchts ist ein gewisser Dmitri Gratschcw oder „Awrum", wie er sich selbst nennt, der während seines Dienstes als RcgimcntSschrcibcr von den Judcncolonicn der Barone Hirsch uitd Rothschild in Argentinien und Palästina die Glocken hatte läuten hören. Im Kopfe dcS eifrigen Ssubbotnik verwirrte sich das Alles unter einander, er hielt Argentinien gleichfalls für Palästina, Hirsch und Rothschild für Boten des Messias und begann die Ankunft des Messias und die Sammlung Israels zu predigen.

  4. 1894-10-14 · 132 (14.10.1894) · p. [Seite]

    In erster 9i»ie müssen Tic, meine Herren Zionisten, zweimal soviel Tcrritorinm in Palästina haben, als ganz Galizien nncfaßi, unc siebe» Millionen Menschen, welche in einer neuen Heimat doch bcgucm wohnen und sich ernähren wollten, unlerbringen zu können. … Gesetzt den Fall aber, daö Randgebiet in Palästina wäre vorhanden und angckauft, die paar Milliarden dem Sultan bezahlt, würden wir denn alle unsere Synagogen und Friedhöfe, woselbst unsere braven Vorfahren sanft ruhen, nach Palästina auch mitführen können?

  5. 1895-11-17 · 189 (17.11.1895) · p. [Seite]

    Wegen Ermordung eines Ruffen, der in dem erwähnten Streite für die alte Frau eintrat, wurden zehn Juden verhaftet. (Einwanderung von Juden in Syrien und Palästina.) Tie „Politische Correspondenz" veröffentlicht folgendes Communiquö: „Unter Hinweis auf di« in der .Wiener Zeitung* vom 21. October 189;$ erfolgte Verlautbarung wird uns von autoritativer Seite mitgetheilt, daß die türkische Regierung das Verbot der Einwanderung fremdländischer Juden nach Palästina noch immer aufrecht hält: Solchen Israeliten ist bloß ein dreißigtäziger Aufenthalt in Palästina gestattet, um die heiligen Orte Jerusalem, Hebron, Tibcrias und Safed zu besuchen; doch muffen sie bei der Landung in Jaffa der Hafenpolizci Sicherstellung leisten, daß sie nach 30 Tagen das Land verlaffen.

  6. 1893-10-15 · 80 (15.10.1893) · p. [Seite]

    Bon ihnen kann man nicht sagen, wie von den Türken, datz sic in Europa nur lagxr». Palästina Tie Blicke unserer Israeliten des Breitens find nicht nach dem Trientr und den »»fruchtbare» Hügeln Judäas geeichter sogar in - den schmutzigen russisch-rumänischen Iudenichaileu blickt die Biasse weniger nach Syrien als nach den Ländern 'des Unterganges. … In dem berge eine Börse, Banke», Parlamentshäuscr, Alles das errichte», was Maße, wie der Jude sich über die Well verstreut, befreit er sich man zu den Geschäften braucht, nach deren Monopol sic geizen. Was sich nach Palästina ans den Weg macht, ist der mindest unternehmende Theil Israels, welcher am wenigsten Ehrgeiz oder Bildung besitzt, der wenigst junge, wenn man so sagen darf.

  7. 1896-03-08 · 205 (8.3.1896) · p. [Seite]

    Tie nach 2000 Jahren aus Europa nach Palästina zurückkehrenden Juden kämen in Conflict mit der autochthonen mohammedanischen Bevölkerung, zumal die Türken, die immer mehr aus Europa hinansgedrängt werden, ihren Stützpunkt in Asien suchen müssen. Nicht einmal in Palästina, geschweige denn in Syrien und Mesopotamien, woselbst die Zionisten ebenfalls jüdische Colonien gründen wollen, könnten die Juden in solch einem Maße Herren des Landes werden, um dort an die Bildung eines Judenstaates zu denken.

  8. 1896-06-28 · 221 (28.6.1896) · p. [Seite]

    Zn diesem Bcriclnc fällt deli silvineru der Lölveiiaulbeil an der Laildesriillnr in Palästina zu. sehr aber mit Unrecht: denn, wld man sich leicht, an? jedem b.rlbwe.gs bencrc» l''.stchich!swerlc belehre» tan», baue schon dt onig T.iloiiro ein ausstedclniies BTanernep siber das Land ziehen lauen, und z!:r Zcil de? Hall? vor l'.stül Zähren zählte Palästina nach der Bsrechiunig moderner Tianstiler ej„e Bevölkerung von Ttiimli.ill, bi? iiiut Biilkiouen Teelen Uiiker den :>iömern erlebte da?

  9. 1893-10-29 · 82 (29.10.1893) · p. [Seite]

    DaS Bestreben aller europäischen - und amerikanischen Juden geht darauf hin, sich mir den übrigen Völkern zu assimilircn, und.ihre Rationalisirung ist nur noch eine Frage der Zeir, cs sei denn, daß cs der Rcaction des Anlisemilismus gelänge, die Juden je länger, je mehr in jenem Bestreben zu hemmen, was cineui furchtbaren Rückfall und einem nngcheucreu Nachthcil für die Ehristcnhcit glcichküme. An eine Rückkehr der Juden -nach Palästina kann Leroy-Bcaulicu nicht glauben, einmal weil die ungünstigen wirthschaftlichen Verhültniffe des heilige» Landes es nicht gestatten würden, und dann weil die meisten im "Abendlande ansässigen Juden schwerlich ihr jetziges Wohlgchaben mit dem unsicheren und ärmlichen Leben in Palästina vertauschen würden. … Das auch der Schluß des bedeutenden Werkes des französischen Gelehrten, welches zum Siege der von diesem Blatte verfochtenen Idee gewiß wesentlich beitragen muß. („Auf, auf nach Palästina!") Von Herrn Dr. Nathan,Birnbaum, Herausgeber der Zeitschrift „Sclbstemancipation", Organs der Zionisten, erhalten wir ein Schreiben, welches gegen den Artikel deS

  10. 1896-03-08 · 205 (8.3.1896) · p. [Seite]

    Was wird der sittenstrenge Stein - wcndcr dazu sagen? (Zilin Bluihcschilldiguiigsproccß in Palästina.) Mit Bezug aus die in Rr. 202 dcS „Freien Blattes"- ciithaltenc sicotiz, welche „Ein Blutbeschuldigüngsprokeß in Palästina" betitelt war, schreibt nns Herr Alfred (Zeiger, Schriftführer des Bcrcincs zur Erziehung jüdischer Waise» in Palästina, anö F rankfurt a.

  11. 1896-03-29 · 208 (29.3.1896) · p. [Seite]

    Hamerling hat im „Homnnculns" scherzhaft de» Rückzug der Inden nach Palästina geschildert. Ist der Jndenstaat also ein parodistischcs Seitcnstück zu jenem Zerrbilde'? beider scheint ta, daß Dn die Sache ganz ernst nimmst. … Das Gefühl einer hebräischen Rationalität ist uns längst abhanden gekomme». Die Wiedervcrpflanznng der Inden nach Palästina kann sich ans kein historisches PräccdenS weder in der Geschichte nnsercs eigenen Volkes, noch in der anderer ihres ursprünglichen Vaterlandes beraubter Stämme berufe».

  12. 1893-01-15 · 41 (15.1.1893) · p. [Seite]

    Auch int Mittel aller hak die Arbeit den Ttand des EdelmanneS und des Ritters ent ehrt. Im lKegensatze hiezu galt in Palästina die Arbeit als Besliminnng und Pflicht des Menschen. „Goll setzte den ersten Menschen in den (harten Eden, ihn zu bearbeiten und zu behüten. … Tiesep Pflege des Ackerbaues und des Handwerks gegenüber war' die Beschastignng mit dem »Handel in Palästina eine sehr geringfügige. Telbstverständlich gab es den einem jeden Bolke zur Tecknng seiner eigenen Hebeiisbediirsnisse ttuentbehrlichen Binnenhandel.

  13. 1893-06-11 · 62 (11.6.1893) · p. [Seite]

    Tic ollöcir in Paläskiim. Ter TlMvandernng von Inden nach Palästina werden, wie ans Iernsalem berichtet wird, fortwährend Hindernisse in dev. Weg gelegt Im Ucbrigen sind die Schätzungeii der in Palästina lebenden Inden stark übertrieben. ’ In Iernsalem leben nicht nrehr als 2.Y bis .‘iO.rttti Iatdcn und' in ganz Palästina nicht mehr als 4:>.<iimi, während bisher die Zahl irrthümltch mit J'M* bis l.')O0tMi angcnouiincn wurde. Tic (Kolonien öcs Baron Hirsch i» Rrgtiikinic».

  14. 1893-10-29 · 82 (29.10.1893) · p. [Seite]

    Daß seit mehr als einem Jahrzehnt jährlich Zionisten nach Palästina auSwandern, um daselbst die culturellen Borbcdingungen einer gedeihlichen. Colonisation zu schassen, und dieser Aufgabe ihre ganze Carriöre opfern. 2. … Was bis nun von Belang Segensreiches zu Gunsten der Inden in Palästina geschaffen worden, ging weder von Dr. R. Birnbaum, noch von seinem Freundeskreise aus. Auch ist eS, gelinde gesagt, eine Flunkerei, wenn sich gerade Dr.

  15. 1894-03-18 · 102 (18.3.1894) · p. [Seite]

    S'ieiibar Hai -Ahlwardl .nnr. für die Bcralchung der Juden »l:d der eu Berneibung ge sprochen, nickt 'aber zu ihrer Ermordung ausgeiordert. . - 2lus antisemitischen Blättern. y iTer «egen nno Palästina.! Ter „Desterreichi'che Volks're.und" schreibt: Ter Segen zum liberalen uugariichen xatbolitentag lat» diesmal nicht aus Roiii, sondern aus Palästina". Hat den» Rom seine Macht, zil segnen, nicht'au» Palästina geschöpfte Sdcr ist auch sthon P'cnner unter, die"Gegner der palästincusischen Anschauungsweise, unter die Tühringianer gegangene l Inden, geht nicht »ach Höritzll Ull'cre Bemerknngi'n über dg» Höriycr Paisious'picl haben de>i Preßpaler Tpitz zu der» höchst <a»kenswcitbc» Gesläudnisse bewogen, daß daS Höriver Bübnenipicl lbal>achiich-T»pe» von Inden wie sie zwar nicht in Wirltickleit. wohl aber in den xüpu'ii. der Anii'emitcil cristiren, also zu.Hohn lind Spott beranssoidernde Earieaturen von -Inden, zur Darstellung bringt.

  16. 1896-05-31 · 217 (31.5.1896) · p. [Seite]

    Und wer Herrn Sturdza keunt, zweifelt keinen Augenblick, daß sie Recht behalten werden. iTit jüdischen (Kolonien in Palästina. Ein Bericht, welche» der englische Eoninl in Jerusalem. Mr. Tickson, seiner Regierung erstattet hat, äußert sich lehr günstig über die jüdischen Eolonien in Palästina und fülirl im Weicntlichen aus: „ Tie verschiedenen jüdischen Eolonien, welche durch die Mildthätigkeit von Pereinen und Privat perionen im heiligen Lande errichtet wurden, können zwar noch nicht aUeianiint der Unterstützung vollständig enlrathen, erstarken aber immer mehr und gewäbren zahlreichen Familien Beschäftigung und Brot. Tie Arbeit wird nach europäischen Porbildern mit allen Errungen scharten-der modernen Landwirthlchait ausgesührt: die Eolonien können als Musterfarms dienen und werden in wenigen fahren einen sehr vortheilhaften Eiuslnß auf die agricnlturelle Entwicklung des Landes ausüben. Riichoii le Zion, die größte Eolonie in Palästina, beschäftigt sich ausschließlich mit deni Anban von Weinreben und der Herstellung von Wein, t^roße Kellereien sind in letzter Zeit angelegt und die'besten französischen Reben augepflanzt worden.

  17. 1893-10-08 · 79 (8.10.1893) · p. [Seite]

    „Wenn jemals Israel wieder ein Boik würde," äußerte zu nur ein ^Lnde von der 'Weichsel, „so wünsche ich nichts weiter, als cmmil für Palästina in Warschau zu werden." Wie viele tausende von euiarleten Söhnen Laeob's hätten denselben Wunsch, dieser für Paris, jener für Berlin, dieser für Nom, jener für Washington! … Ueberlassrn wir die Westjuden, deren Bcr schmelzuug mit den modernen Böikeru litt Zuge ist, ihrem Schicksale. stönutc» wir nickil dort, wo wir zahlreich sind, in russische», volnisäien, rumänischen 'Sauden, eine Nationalität inmitten der ' älalioueu bilden, welche stch die Obergewalt über den Cfirn streitig machen? Warum selbst sollten'wir nicht Palästina und Shunt zu besiedeln, wieder einen jüdischen Staat auszurichten, mindestens gleich den »'•’vicrfH'u einen unabhängigen nationalen Schwerpunkt wiedzt zustudeu vermögen, wo uns gestattet wäre, nach' uitscren Gesetzen und Sitten, unserem historischem Genie gemäß, zu leben?

  18. 1894-02-18 · 98 (18.2.1894) · p. [Seite]

    Während der babylonischen Gefangenschaft befanden sich die Juden in einci» Lande, wo die älteste Unterschicht eine akkadlsch luranische war, über welche sich semitische Assyrcr hinlagertcu — ein Volk von hoher Entwicklung. In Palästina selbst saß, wie die neueren Forschungen gezeigt haben, vor Alters eine lhrakische, somit de» Deulschen und Standinaven verwandle Bevölkerung. … Tie „Riesen" dcS alten Testamentes sind offenbar nichts Anderes, als diese einst »ach Palästina gedrungenen Thraker. Roch heute trifft mau, wie in Deutschland so auch in der Levante^ häufig auf Juden von einem Gesichlsschnitt, einer Haar- und Arzgenfarbe, die eine theilweisc Abstammung von diesem arischgermanischen Thraker-Bolke »ahclege».

  19. 1893-05-14 · 58 (14.5.1893) · p. [Seite]

    Ganz Asien zählt kaum 34)0.000, deren größerer Theil auf das ottomanische Reich,' in Klcinancn, Syrien, Palästina selbst kommt, wo die allmälig aus dem Abendland heimgckehrten Juden in Jerusalem vorherrschen. Die Ethnologen haben einige lausend Juden in Persien, Mittelin'icn, Indien und bis nach Ehina hinein vorgefunden; dort haben sich Reste uralter Eolonicn Israels auf geheimnißvolle Weise erhallen. … Sie bewohnen zum größten Theile Europa oder Eolonien Europas, und in manche Gegenden Asiens und Afrikas sind, ganz wie in Palästina, die Juden aus Europa hingekommen und haben die europäischen . Sprachen mitgcbracht. Alle diese'Ziffern sind, selbst für Europa, nur annähernd.

  20. 1893-10-08 · 79 (8.10.1893) · p. [Seite]

    Talmud, aill Mnimonides, die tilnrchiche» liebele berief und mir mir aller tRstehrfamkeil nncknvies, daß een richtiger Jude kein anderes Bnierinnd als Palästina haben lgnne. Er zählte mir leine Anloriläten her und ließ inir zn meiner besseren Ueberzengnng Tags darauf eine geschriebene Liste derselben znkoinme». … Es war das Jahrhundert, wo so viele' Franken aller Westländer -niil h'em Ruse: Gott wil'l's! fort »ach Palästina stürmten. Jerusalem ist ja auch .einigermaßen das Baierland von uns Ehrislen. Allein die Zeilen sind andere geworden; der fromme Sturm uild Drang nach dem heiligen Lande hak aufgehört; das Auge der Inden und Ehrislen wird nicht mehr durch den Zionshügel hypnotisirt.