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Dagegen wissen die Zionisten viele Gründe anzuführen, welche geradezu für Palästina und nur für dieses sprechen. Sie beginnen damit, daß sie auf die mit deu seit zwölf Jahren dort gegründeten Kolonien gemachten günstigen Erfahrungen verweisen. … Ja, es ist sogar schon der Gedanke einer hebräischen Universität in Palästina ausgetaucht. Das Kampsorgan der Rationalen in Palästina ist „Hazwi"; eine hebräische Wochenschrift, deren Redakteur Ben-Jehuda vor einem Jahre wegen Hochverrats angeklagt war.
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August Nachniittag erscheint Referent in den Räumen der „Palästina- Ausstellung"; die Zionsmänner sind zur Stelle, der Zeitungsschreiber nicht minder, nur der Frachtbriesbewahrer ist nicht da; — er sei — plötzlich — krank — geworden. … Dagegen ging er oder einer seiner Beauftragten zum Handelsrichter und meldete eine „Import-Gesellschaft Palästina" an, die vornehmlich den Verkauf der „Palästina-Weine" forcieren, Herrn Moses Hildesheimer zum Direktor ernennen und mit — wie ich höre — 8000 Mk. p. a. salairieren soll ... .
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Mail sollte es kaum für möglich halten, was fleißige Menschenhände in einem so kurzen Zeitraum unter so vielen Schwierigkeiten geschaffen haben. Palästina, namentlich Galiläa und das Jordanland, war stets ein fruchtbarer Boden, wo „Milch und Honig floß", wie der biblische Ausdruck lautet. … Und so sah ich all' die schönen Produkte, die das heilige Land durch den Fleiß seiner jüdischen Kolonisten hervorbringt: der schöne, fette, vollkörnige Weizen, die Gerste, den Sesam, Erbsen, Bohnen, Mais und andere Feldfrüchte, oft von einer Qualität, wie man sie in Europa kaum kennt. Alle Südfrüchte, an denen Palästina reich ist, werden in der Palästina- Ausstellung gezeigt. Dann die angenehm und gut schmeckenden unverfälschten Weine, der edle Kognak, die feinen Liköre, Honig von süßduftendem Aroma, Olivenöl von seltener Schönheit und Schmackhaftigkeit und all' die Erzeugnisse des gelobten Landes.
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Bekanntlich hat ein Komitee in der Ausstellung „Kairo" die Produkte einiger jüdischer Dörfer in Palästina ausgestellt, darunter auch weiße und rote, hauptsächlich süße Weine. In diesen insbesondere wurde ein ziemlich lebhaftes Geschäft abgewickelt und namhafte Mengen davon abgesetzt. … Auf der hiesigen Gewerbe - Ausstellung sind bekanntlich auch die jüdischen Kolonien in Palästina vertreten, und zwar vornehmlich mit dem in diesen Kolonien produzierten Wein Die Ausstellungsgruppe erfreut sich großen Zuspruchs, und die Weine werden in beträchtlicher Menge, in Flaschen und Gläsern, gekauft.
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„Warum in Palästina? Ich habe keine Erziehung, aber ich habe beobachtet, daß ein und dasselbe nicht zweimal im Leben des Menschen geschieht, und ich glaube ebenso wenig, daß ein und dasselbe sich zweimal im Leben eines Volkes ereignet. Palästina ist unsere herrliche Vergangenheit, unser Ruhm .... aber heute ist Palästina nicht mehr für uns das gelobte Land . . .
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Die nach 2000 Jahren aus Europa nach Palästina zurückkehrenden Juden kämen in Konflikt mit der antochthonen mohammedanischen Bevölkerung, zumal die Türken, die immer mehr aus Europa hinausgedrängt werden, ihren Stützpunkt in Asien suchen müssen. Nicht einmal in- Palästina, geschweige denn in Syrien und Mesopotamien, woselbst die Zionisten ebenfalls jüdische Kolonien gründen wollen, könnten die Inden in solch' einem Maße Herren des Landes werden, um dort an die Bildung eines Judenstaates zu denken.
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Ich stand damals dem Orient auch räumlich näher und glaubte die Gelegenheit benutzen zu können, meine Sehnsucht, die Stätte, auf der die gottbegnadeten Propheten geweilt, mit meinen Augen zu schauen, endlich zu befriedigen. Palästina war von jeher das Land meiner Träume; es ist der Erdpunkt, der für die Entwickelung der menschlichen Kultur die höchste Wichtigkeit hat, der. … Man kann sich ja, wenn man durch die Straßen Berlins wandelt, kaum vor den vielen Tingel-Tangels retten, die uns aus Schritt und Tritt daran erinnern, wie bestialisch schmutzig der Mensch sein kann; und als ich hörte, daß die Palästina-Ausstellung in der Nähe jenes Raumes sich befinde, in dem der Ekel erregende Bauchtanz
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Diese Worte würden nur im Mund' eines Schriftstellers passen, zu dessen Zeit die kanaanitische Urbevölkerung nicht mehr in Palästina wohnte; ein solcher könnte von der Wanderung der Patriarchen durch Palästina berichten und dabei die Bemerkung machen, daß zu jener Zeit der Kanaanite noch im Lande wohnte. … Wir haben bereits oben berichtet, daß unter den jüdischen Lehrern in Palästina die Meinung vertreten war, wenigstens die letzten acht Verse habe Josua der Thora hinzugefügt. In dieser Bemerkung Jbn-Esras würde man somit nicht viel Verfängliches finden, wenn er sie klar und deutlich niedergeschrieben hätte.
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Ein deutscher Staatsmann, der mit dem Kaiser Wilhelm II. die Reise nach Palästina gemacht und dort mit dem lebhaftesten Interesse von den Verhältnissen Kenntnis genommen hat, soweit diese sich einem immerhin flüchtigen Besucher offenbaren, hatte dieser Tage mit einem Freunde unseres Blattes eine Unterredung. Der Inhalt dieser Unterredung ist, soweit sie uns Juden vornehmlich angeht, im Folgenden möglichst wortgetreu — unter Ausschaltung der Zwischenbemerkungen — wiedergegeben: „Wer Palästina ein Mal gesehen, wird einen unverwischlichen Eindruck davon dauernd bewahren. Religiöse und historische Erinnerungen sind hier, wie sonst an keinem Ort der Erde, zusammengedrängt.
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Man müßte die Argentiner über die wesentliche Verschiedenheit der neuen Illdemvanderung ausklären. Palästina ist unsere unvergeßliche historische Heimat. Tiefer Name dicht wäre ein gewaltiger, ergreifender Sammelrus für tlnser Volk. Wenn Seine Majestät der Sultan uns Palästina gäbe, konnten wir uns dafür anheischig machen, die Finanzen der Türkei gänzlich zu regeln. Für Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden.
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Seite 813. mehr Eindruck, als der Verfasser des Brieses, Herr Eisenstadt in Jaffa, als Leiter des Arbeitsausschusses des Odessaer Palästina-Vereins uns genannt und von uns bezeichnet wurde. Nun sendet uns Herr Etsenstadt folgendes Schreiben: „ . . . In der Nr. 39 Ihrer geschätzten Zeitschrift steht ein Artikel, der eine Uebersetzung meiner hebräischen Arbeit im Achiaffaf sein soll. … Richtig scheint nur eines, daß nämlich Herr E. nicht Vorsitzender, sondern Mitglied des Arbeitsausschusses ist; dieses eine jedoch hatten wir nur als eine uns gewordene Mitteilung registriert, diese Rangverschiebung ändert aber auch nicht das mindeste an der Wahrheit des düsteren Berichts und an der Kompetenz seines in Palästina lebenden, mit den Zuständen in den Kolonien vertrauten Verfassers. Wir stellen die heutige Nr. Herrn Eisenstadt rekommandiert zu, und sollte er trotz dieser Widerlegung den Mut haben, unsere Reproduktion in Nr. 39 als ungenau und tendenziös hiuzustellen, so werden wir seinen hebräischen Bericht abdrucken und übersetzen, damit sich die Leser überzeugen, daß diesmal die Wahrheit nicht von Palästina ausgegangen ist. — Anklage und Rechtfertigung.
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Um ein Beispiel anznsühren: Eine Anzahl Studenten der Ehersoner Universität faßte den Beschluß, die Studien auszngeben, nach Palästina zu ziehen und dort als einfache Landlente den Boden zu bestellen. Die jungen Männer führten diesen recht unrationellen Entschluß aus und hatten dann in Palästina die furchtbarsten Leiden zu erdulden, ans welchen sie auch jetzt nicht ganz befreit sind. … Aus dem ersten zionistischen Kongresse, der in Kattowitz (Oberschlesien) im November 1884 stattsand und zum geringen Teile auch aus Deutschland, England unb Frankreich beschickt war, gründeten sie den „Montesiore-Berband", der einige Jahre später die offizielle Bestätigung durch die russische Regierung und ixm Namen „Verein zur Unterstützung jüdischer Ackerbauer und Handwerker in Syrien unb Palästina" erhielt. Der Verein, welcher gegenwärtig viele tausende Mitglieder zählt, hat seinen Zentralsitz in Odessa und ein erekutives Organ in der palästinischen Hafenstadt Jaffa.
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In Amerika speziell kommt mehrfach eine Form der Förderung der Palästina- Kolonisation zur Anwendung, welche auch in Rußland in einem Beispiele vorhanden ist, nämlich die Form von Genossenschaften, mit 500 oder 1000 Anteilen. … Unmittelbar nach dem Berliner Kongresse tritt der Schriftsteller Sir Lawrence Oliphant in Verhandlung mit der Pforte, die er sür eine großangelegte jüdische Ansiedlung in Palästina gewinnen will, was ihm jedoch nicht gelingt. Er widmet nichtsdestoiveniger auch sein ferneres Leben der ihn beseelenden Idee.
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Nnmänicn zu verlassen, und mir unterrichtet find, daß Herr Baron Rothschild in Wie» angeblich israelitische Familien in Palästina behufs Agrikultur kolonisiert, so haben wir uns diesbezüglich an Herrn Baron Rothschild gewendet. Hierorts wären äv Familien zur Auswanderung nach Palästina bereit. Wir sind sämtlich hierorts ansässig/ dein Arbeiterstanbe ergeben, zumeist unbemittelt und sind mit Leib und Seele für Agrikultur in Palästina, um uns von hier kmr entkernt zu wissen und anf diese Art unser» Kindern eine Zukunft zu gründe». Wir sind durchaus tüchtige Arbeiter und werden uns auf diese Weise in diese unsere Beschäftigung.hineinfinden.
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Ta wir entschlossen sind, Rumänien zu verlassen, und wir unterrichtet sind, daß Herr Baron Rothschild in Wien angeblich israelitische Familien in Palästina behufs Agrikultur kolonisiert, so haben wir uns diesbezüglich an Herrn Baron Rothschild gewendet. Hierorts wären 50 Familien zur Auswanderung nach Palästina bereit. Wir sind sämtlich hierorts ansässig, dem Arbciterstande ergeben, zumeist unbemittelt und sind mit Leib und Seele für Agrikultur in Palästina, um uns von hier nur entfernt zu wissen und auf diese Art unfern Kindern eine Zukunft zu gründen. Wir sind durchaus tüchtige Arbeiter und werben uns auf diese Weise in diese unsere Beschäftigung hineinfinden.
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Da sollen die Juden ihre Heimat verlassen, ganz auf legalem Wege, mit Reisepässen versehen, sich einschiffen oder die Eisenbahn besteigen, ihre Habe nach dem üblichen Tarif verfrachten und in Palästina bei der türkischen Zollbehörde verzollen, dort Boden ankaufen, sich langsam zu Bauern ausbilden, um nach Jahren eine große Ansiedlung in Palästina zu schassen, die später sich würde selbständig machen können. … Abgesehen davon sind auch die politischen Verhältnisse der Türkei nicht so einfach, daß man glauben könnte, so ohne weiteres eine große jüdische Kolonie in Palästina gründen zu können- Herr Dr. Herzl hat zwar zugestanden, der „Judenstaat" könne auch anderswo gegründet werden; nur hat er leider vergessen, uns irgend einen geeigneten Erdpunkt dafür zu bezeichnen.
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Der wohlverdiente Erfolg, den dieser Aufruf bereits gehabt hat und hoffentlich auch weiter findet, mag den Gönnern der Chalukah ein deutliches Zeichen sein, daß der Rückgang in den Eingängen der Chalukah weder ans einer Minderung des werkthätigen Interesses für Palästina, noch in einer religiösen Gegnerschaft ihren Grund hat, sondern durch sachliche Bedenken bewirkt ist. Ursprünglich beruhte die Chalukah auf einer hübschen Idee, welche aber bedeutungslos geworden ist, nachdem kluge Grundstücksspekulanten und wohlhabende Händler neben den Gelehrten, Greisen re. sich einen Anteil an der Chalukah zu schaffen wußten. Eine weitere Verfälschung trat durch den „Kolel" ein. Es ist ein häßlicher Gedanke, daß man in Palästina die Landsmannschaft in die Wohlthätigkeit hineingetragen hat und von jeder Nation gewissermaßen ihre Leibrentenempfänger getrennt unterhalten läßt.
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. - Der Verein in Bukarest, der sich zur Aufgabe gestellt hat, unbemittelte jüdische Familien in ihrem Bestreben, in Palästina Bauern zu werden, zu unterstützen, tritt zum ersten Male in Wirksamkeit. Seine nach Paris entsandten Delegierten sind von dort zuriickgekehrt, wo sic mit dem „Zentralkomitee der europäischen Palästina-Vereine" Unterhandlungen gepflogen haben, welche z» einem günstigeren Resultat geführt haben, als sie selber erwartet hatten. Infolgedessen wird schon in wenigen Monaten eine Anzahl jüdischer Familien mit Unterstützung dieses Vereins nach Palästina übersiedeln. Auch werden sich mehrere wohlhabendere Familien, die auf Unterstützung!>> K h.
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. — Ter Verein „Azaramizar“ in Bukarest, der sich zur Ausgabe gestellt hat, unbemittelte jüdische Familien in ihrem Bestreben, in Palästina Bauern zu werden, zu unterstützen, tritt zum ersten Male in Wirksamkeit. Seine nach Paris entsandten Delegierten sind von dort znrückgekehrt, wo sie mit dem „Zentralkomitee oer europäischen Palästina-Vereine" Unterhandlungen gepflogen haben, welche zu ciiiem günstigeren Resultat geführt haben, als sie selber erwartet hatten. Infolgedessen wird schon in wenigen Monaten eine Anzahl jüdiscker Familien mit Unterstützung dieses Vereins nach Palästina übersiedeln. Auch werden sich mehrere wohlhabendere Familien, die ans Unterstützung
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Es kann auch uicht eineil Angriff der zwölf Stämme bedeuten, nachdem sie sich in Palästina niedergelassen, weil weder in der Geschichte noch in dem Buche der Richter eine Spur von einem solcheii Ereignis zu finden ist. … Es ist also anzunehmen, daß während das Hauptkorps der Israeliten sich erst in Palästina niederließ, nachdem Ramses 111. seinen großen Einfall in Syrien ansgesührt hatte — aus diesem Griuide ivird in der heiligen Schrift nichts von dem Einfall berichtet — sich wahrscheinlich zur Zeit des Exodus oder kurz nachher Israeliten in Kanaan befanden, also in der Zeit Merenptuhs, welcher der Pharao des Exodiis ist.