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Nr. 28 „Die £ Welt* Seite 19 zeigt, abgesehen von den bedeutenden Schwankungen der Importziffern, welche sich aus der mit dem Ernteausfall zusammenhängenden Mehr- oder Mindereinfuhr von Nahrungsmitteln, insbesondere Mehl, ergeben. Der Gesamtwert der aus Palästina ausgeführten Waren blieb gegen das Vorjahr um 1 800 000 Francs zurück. Während für die Einfuhr des Landes ausschliesslich Jaffa in Betracht kommt, spielt rücksichtlich der Ausfuhr noch Gaza eine bedeutende Rolle, über welche Reede ansehnliche Quantitäten von Getreide, namentlich Gerste, aus den südöstlichen Teilen Palästinas zur Ausfuhr gelangen. … Den folgenden Details über die Einfuhr- und Ausfuhrverhältnisse sei vorausgeschickt, dass die den einzelnen Artikeln ohne weitere Angabe beigesetzten Zahlen den bezüglichen Ein-, respektive Ausfuhrwert in Francs pro 1902 bedeuten, dass die Daten im allgemeinen die besterhältlichen sind, aber auf absolute Genauigkeit leider keinen Anspruch machen können, da es kein verlässliches statistisches Material gibt. Konserven (36 000 Frcs.). Palästina ist wegen des häufigen Mangels guter, frischer Provisionen und infolge des bedeutenden Bedarfes für die Exkursionen und Landreisen der Pilger und Touristen ein verhältnismässig guter Abnehmer für diesen Artikel.
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Die oft versumpften Gegenden forderten Opfer. Unsere Leute aber harrten aus und blieben Sieger. In Palästina nehmen sie den Städtern gegenüber keine untergeordnete gesellschaftliche Stellung ein. Im Gegentheil, sie sind die Geachtetsteil unter den Juden des Landes und auch Andersgläubige beugen sich vor diesen Männern der Arbeit.
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Der russische oder galizisehe Jude aber,, der, wie es in den meisten Fällen geschieht, mit zahlreicher Familie nach Palästina kommt, kann mit diesem Hungerlohne nicht auskommen. Er ist das Klima nicht gewohnt und kann ohne unbedingte Gefährdung seiner Gesundheit nicht so leben wie der Araber. … Alles andere in Palästina Geschaffene ist auf Sand gebaut. Wir aber wollen auf Stein bauen, damit die Burg Zion zur'wahren Feste unseres Volkes werde!
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Nr. 46 „Die s£ Welt" Seite ♦> welches da an Aegypten kam, war ein Stück Palästina! 1000 km2 Palästina tdnd mehr als der dreissigste Theil des ganzen Landes. Wenn Palästina imstande sein sollte, drei Millionen Menschen aufzunehmen, so wäre bei gleicher Bevölkerungsdichügkeit dieses Stück gross genug für Hunderttausend! … Eine extensive Landwirtschaft, so wie sie in Argpntinien getrieben wird, kann aus diesen und anderen Gründen für den Orient zur Zeit nicht in Betracht kommen. Aber auch intensivere Wirtschaft, wie in Palästina, kann nur in geringem Umfange zur Lösung der Frage herangezogen werden. Man weiss ja, wie wenigen Juden auf dem Wege der landwirtschaftlichen Colonisation in Palästina mit, sagen wir, einer Million Francs geholfen werden kami: — etwa 50 Familien!
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Das sollte eigentlich einen Zionisten zum einzig richtigen und wahren Urteil veranlassen : „Wir haben bis jetzt eine Weinbauprovinz mit praktischen erprobten Winzern. Auf geeignetem Boden in Palästina werden unsere Brüder sicherlich ebenso schöne AckerbaukoloLien zustande bringen.'' Herr Dr. F r iedemann klagt ferner über Rentiers, welche Araber beschäftigen. … Als man aber einsah, dass man auf besonders günstige Resultate noch warten müsse, wurden die Preise herabgesetzt, so dass hier in Palästina für Bordeaux-Reben bei den deutschen Weinbauern höhere Preise ei zielt werden als bei uns. Will man bei den herrschenden Preisen die Arbeitskoäten, Gemeinde- und Regierungsspesen abziehen, so bleibt bei hiesigen Verpflegungfcverhältnissen kaum das nötige Brot!
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Ich verzichte selbstverständlich auch darauf, mich mit dem Einsender darüber auseinanderzusetzen, ob es in Palästina erwähnenswerte nichtjüdische Erinnerungen gibt. Das ist keineFrage der Diskussion, sondern eine der allgemeinen Bildung. … Was will der Einsender ali£o'üirt sein^Hdiesbezüglicheni Auseinandersetzung? Dass viele Frauen in Palästina krank und augenleidend sind, ist richtig. Gerade darum hatte ich sorgfältig vermieden, darauf einzugehen, weshalb anderwärts die Frauen nicht arbeiten.
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Was von hebräischer Kunst bis auf die Gegenwart fich erhalten hat — leider sehr wenig, hauptsächlich die in Palästina noch vorfindlichen Felsengräber — zeigt eine Ornamentation, welche der Kunst der zeitgenössischen Völker, der Babylonier, Assyrer, Perser, durchaus nicht nachsteht und durch nationale Eigenart gekennzeichnet wird. … Es gibt schon heute eine große Zahl jüdischer Gotteshäuser in Palästina, ihre Zahl würde mit der Nnwanderung zunehmen, aber der Tempel allein, der Nachfolger des salomonischen, wäre daS Symbol der wiedererstandenen jüdischen Freiheit und Selbstständigkeit.
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(An dieser Stelle geben wir gerne Zuschriften Raum, die in schicklichem Ton Angelegenheiten von allgemeinem Interesse oder gerechtfertigte Beschwerden enthalten. Die Redaction.) Curorle in Palästina. Ein hervorragendes und dankenswerthes Moment in den Colonisations- und Culturfragen Palästinas bietet das köstliche Klima und das Vorhandensein der zahlreichen Thermen. … Im Gegensätze dazu stellt er nun die Behauptung auf, daß die Juden schon vor Jahrtausenden in Palästina und Vorderafien eine Mischung mit indogermanischen Elementen und wahrscheineich auch mit Angehörigen der mongolischen Race eingegangen hätten.
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Ganz anders bei dem Bauernhause, bei dem die Kostenfrage von Bedeutung ist, und zu dem das Material leicht beschafft werden muß, womöglich aus nächster Nähe. Ziegel find heute in Palästina wie im ganzen Oriente wohl bekannt, aber ziemlich theuer — fie kommen gegenwärtig nur in den Städten zur Anwendung. … Durch Beimischung von Cement erhält man nach der Erhärtung kräftiges, starres Baumaterial, das in Europa viel angewendet werden wird. ES müffen ferner noch eine Menge Steinbrüche in Palästina jahrtausendelang brach liegen, fie wieder zu eröffnen ist ja ein Leichtes. Biel schwieriger ist die Beschaffung des Holzes.
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Heinrich Lo ewe, der sich in letzter Zeit diesbezüglich in Palästina genall liuigesehen hat. Nur so viel will ich bemerken, daß die Chaluka auf keinen Fall abgeschafft werde» darf, so lange nichts Besseres an ihre Stelle gesetzt ist. … Viele Rohprodukte oder nur Halbfabricate werden nach Europa expvrtirt, anstatt im Lande zu marktfähigen Artikeln verarbeitet zu werden. Arbeit ist in Palästina billig, und das Land bietet für nutzbringende Capitalsanlngen ein weites Feld. Die Entwickelung von Industrie und Handel in Palästina ist außerordenlich vielversprechend.
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Versammlungen haben darüber verhandelt, Zeitungen darüber geschrieben, und gerade in Palästina ist das alles ungehört und unverstanden geblieben. Ausser in den bereits erwähnten zwei Anstalten, sowie vielleicht noch in der Lämmelschule in Jerusalem und dem damit verbundenen Waisenhause wird der Turnunterricht fast nirgends systematisch durchgeführt.
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Adolf Stand. Er plaidierte für Colonisationsthätigkeit in Palästina, sowie für die Anstellung von Lehrern der hebräischen Sprache in den jüdischen Gemeindeschulen. Es wurde beschlossen, an die „Jewish Colonization Association" ein Memorandum zu richten, worin diese Gesellschaft aufgefordert werden soll, durch Gründung und Förderung von industriellen Unternehmungen in Galizien, sowie durch Unterbringung von galizischen Juden in den Colonien der Gesellschaft an dem Hilfswerke zugunsten der galizischen Juden mit- Kundmachung des Jewish Colonial Trust (Jüdische Colonialbank) Limited.
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Im Gegentheile dürfte sogar das reichhaltigste Material in London zu finden sein, dessen British Museum von jeher Palästina und Kleinasien grosse Aufmerksamkeit gewidmet hat. Es ist daher Pflicht aller Landesorganisationen, eifrig mitzuarbeiten, die Arbeiten entsprechend zu vertb eilen und, soweit ihre Mittel es gestatten, das Archiv auch durch Bücher-, Karten- und Planspenden zu bereichern. … Londoner „Föderation" könnte mit der geodätischen Aufnahme des Obersten Conder den Grundstein zum Palästina-Archiv in würdiger Form legen.*) *) Anm. d.Red. Eine in diesem Artikel enthaltene Anregung ist, bevor sie noch zu unserer Kenntnis gelangte, schon ausgeführt worden.
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Nr. 42 „bie # Weit" Seite 3 „Wir müssen uns für Palästina so sehr als möglich interessieren/ schloss U ssischkin unsere Unterhaltung, da mehrere Reporter von Tagesblättern darauf warteten, vorgelassen zu werden, „wir werden nun an dem Charter von unten nach oben bauen. Wenn wir in Palästina einen gesunden jüdischen Kern haben werden, dann kann der Charter nicht ausbleiben, den wir von Palästina aus anstreben wollen.