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Nur der Verzicht auf jegliche zionistische Bestrebung in Palästina iann uns die Mitarbeit an der dortigen Kolonisation ermöglichen. Niemand wird den Zionisten einen Vorwurf daraus machen, daß sie das nicht tun. Aber ebenso müssen auch wir an unseren Grundsätzen festhalten, und ohne deren äußerste Gefährdung ist ein Zusammenarbeiten mit den Zionisten in Palästina, unter Verzicht auf jene Voraussetzung nicht möglich. Es ist nun eine Utopie za glauben, daß sich diese Verhältnisse durch den starken Einfluß wesentlich ändern, . den im Zionismus augenblicklich die Brandeissche, nur auf rein wirtschaftliche und administrative Arbeit in Palästina eingestellte Richtung, hat.
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Das große weltpolitische Ereignis in der Geschichte der Juden seit Beginn dieses Kalenderjahres ist das englische Palästina-Mandat, dessen Entwurf vom „J e w i s h C h r onicle“ am H. Februar veröffentlicht wurde, das aber noch der Genehmigung durch den Rat des Völkerbundes bedarf. … In'der Einleitung zu dem Mandatsentwurf heißt es, daß nachdem durch den Friedensvertrag von 8evres die Türkei auf alle Rechte und Ansprüche auf Palästina verzichtet habe, nunmehr die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina verwirklicht werden solle, womit die Anerkennung ^der geschichtlichen Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina festgestellt werde.
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Ist die Schätzung von \2 Millionen zu hoch oder zu niedrig gegriffen? Daß von diesen nach 50 Jahren in Palästina j1/? Millionen sich befinden werden, das würde meiner Meimmg nach schon eine weitgehende Annahme sein. Mir ist gesagt worden, daß selbst optimistische Zionisten die Zahl von \% Millionen Juden für $69 hochgegriffen ansehen. … Das heißt: Nach 50 jährigem Bestehen des jüdischen Staates werden die Juden außerhalb. Palästinas fünfmal so viel betragen, als in Palästina. Das höchste Glück dieser Juden in Palästina würde keineswegs eine Entschädigung bilden für die Leiden der anderen Juden.
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Bei ihrer Zerstreuung unter die Völker befanden sich die Juden in einem Zustande der Verbannung; ihre Jahrhunderte lange Leiden sind eine Strafe für die von ihren Vorfahren in Palästina begangenen Sünden; wenn das Maß der Sühne voll ist, wird die Zurückführung vor sich gehen. Gegen diese Lehre legt das Reformjudentum Verwahrung ein. Die nationale Existenz der Juden, behauptet es, hörte auf, als die Römer den Tempel in Flammen setzten und Jerusalem zerstörten. Der Aufenthalt in Palästina war nur eine Vorbereitung für Israels Arbeit in allen Teilen der Welt. Als einstige Heimat des Glaubens, als das Land, in welchem die Propheten ihre weltbezwingenden Gedanken aussprachen und die psalmdichter ihre weltentzückenden Hymnen sangen, ist Palästina eine wertvolle Erinnerung an die Vergangenheit, aber es ist kein Gegenstand der Hoffnung ftir die Zukunft.
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Er ist groß in der Negation und sieht seine Hauptaufgabe darin, die deutschen Juden dem Interessenkreis ihrer Eltern und ihrer Umgebung zu entziehen und sie geistig auf Palästina vorzubereiten. Der amerikanischen Iudenheit liegen diese Tendenzen fern. Der Zionismus dort ist positiver Natur. Ihn beseelt der amerikanische Drang zu praktischer Tätigkeit. Seine Aufgabe sieht er darin, ein jüdisches Palästina aufzubauen. Daß im amerikanischen Zionismus der Gedanke lebendig fei, die jüdischen Massen Amerikas würden irgendwann einmal Veranlassung nehmen, in Palästina ihre Zukunft zu suchen, kann billig bezweifelt wer-
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Man weiß, daß das Baseler Programm dieses Endziel in die Morte gefaßt hat: „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina." Man weiß aber auch, welch unendliche Debatten notwendig waren, um das Endziel des jüdischen Staates, das offen zu bekennen bedenklich, ja gefährlich war, in eine Form zu bringen, die jene Bedenken und Gefahren ausschloß. … Mit all diesen Verschleierungen wird man Niemanden über das wahre Endziel hinwegtäuschen, wenn der Zionismus hat überhaupt nur Sinn, wenn er die Wiedererrichtung des jüdischen Staates in Palästina beabsichtigt.
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Auf diese Art rettet marr nicht., So stärkt man nicht das jüdische Gemeinschaftsgefühl und weckt verantwortungsbewußtsein für das Sästcksal der jüdischen Brüder im Osten! Alexander Ccoy, vom Bauen und wohnen im neue n Palästina. Herausgegeben von der Palästina - Baugesellschast. Br. BK. <0.—. 56 Seiten in Großquart. 53 Abbildungen. Das vornehm ausgestaltete Werk behandelt zum erstenmal zusammenfassend das Bauwesen für das in Aussicht genommene Siedlungswerk in Palästina in technischer, wirtschaftlicher, sozialer und künstlerischer Hinsicht.
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Durch die Erinnerung daran, daß ihre Borfahren einst, bis 70 n., eine eigene Nation, im eigeAdn Vaterlande (Palästina), mit einer eigenen Sprache (der hebräischen) und mit eigenen Sitten (Wallfahrt nach Jerusalem und dergl.) geblldet haben. 3. … Dieser will das alte Vaterland der Juden für die Mitglieder des Judentums wieder gewinnen und dort einen jüdischen Staat mit der hebräischen Muttersprache gründen. Wenn das erreicht sein wird, werden die Juden in Palästina wohl eine jüdische Nation sein; aber die außerhalb Palästinas unter den andern Völkern zerstreuten Juden, die keine Staatsangehörigkett in Palästina besitzen, werden nach wie vor unter einander und auch mtt den Juden in Palästina, nur eine Religions- Gemeinschaft bilden.
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Ihre na- Lonale bseimat war bewohnt von Serben, Griechen ufw. Mit Palästina und den Juden Regt der Fall anders und die.Lage ist. gänzlich verschieden.— Werden wir glücklich und zufrieden fein? … Nochmals wollcra wir nachdrücklickstt be- , tonen, daß diejenige^ die den Juden rvirk- >. lich helfen wollen, esdadurch am besten bewirken würden, daß sie nickst eine nationale Heimstätte für eine kleine Minderheit in Palästina schaffen, Indern daß sie die große Mehrheit glücklich üM zufrieden dort machen, wo sie sich jetzt bHndet. Rönnen zwei eine Hilfe sein für zrh n?
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Denn außerhalb palästina's und in einem gewissen Grade auch in Palästina selbst bezeichnet das Wort „Jude" jemanden, der zu einer besonderen Religion gehört und wird kn demselben Sinn gebraucht wie „Christ" oder „Mohammedaner". … Juden außerhalb Palästinas, die nur Juden aus Religion sind. 2. Juden in Palästina, die keine Juden im Sinne der Religion sind,. denn wir wissen, daß viele Zionisten der Religion vollständig fern stehen. 3. leiden in Palästina, die beides sind, Juden von Nation und Juden aus Religion. ' 7- .
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Dann würde das Dudentum uLder nur die Religion einer kleinen Gruppe, eines Volkes, einer Nation werden, und die Zeiger der Uhr würden gewaltsam zurück^stellt werden. welche Art von religiösen Ereignissen wird aller Wahrscheinlichkeit nach in einem neuen Gemeinwesen in Palästina sich abspielen? Dch gebrauche die Worte „religiöse Ereignisse" lieber als die Worte „religiöse Entwicklung". Mm kann erwarten, daß zwei ganz entgegengese^ Strömungen chren Einfluß geltend-machen werden, —' zwei entgegengesetzte Extreme. … Alles, was das liberale Dudentum scharf bekämpft, wird in- Palästina vorcussichtlich am meisten begünstigt werden, dagrgen wird alles, was das liberale Dudentum erstrebt, in Palästina voraussichtlich unterdrückt und geächtet werden.
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44 Moniefiore: Die Gefahren des Zionismus für ^uden und Judentum / „jüdisch" inden Augen der Außenwelt die Bedeutung annehmen, die sie in Palästina erlangen werden. Palästina wird den Ton angeben. Daher werden die Bezeichnungen „Sude" und „jüdisch" .hauptsächlich nickst die Religion, sondern die Nationalität umfassen. … Sch gebe zu, daß das liberale Sudenturn sich wenig um das wirkliche Zion kümmert, um so mehr aber uiii das geistige, unsichtbare, von Raum und Zeit unbegrenzte Zion. Wenn der wahre Sude derjenige ist, der in Palästina lebt oder den Wunsch hegt, daselbst zu leben, dann muß das wahre Sudentum am reinsten und treuesten innerhalb Palästinas zum Allsdruck fommen und viel mehr als außerhalb Palästinas Geltung erlangen.
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Nationale Kriterien sind weder Wille noch Geistesartung, sondern nur das Land und die Sprache, lies: Palästina und hebräisch. Lin Märchen ist der Glaube an.die Unvergänglichkeit des Judentums. Bisher lebte es vom tragbaren Staat, den ejs im Zeremonialgefetz besaß. … Mit aller Schärfe wendet sich Klatzkin gegen die Inkonsequenz der Nationalisten, die' Palästina und die Diaspora, Hebräisch und Jiddisch, Staatsbürgerrechte in den Gastländern und eigene Nationalität haben wollen.
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Ls gelte, heute die Zeichen der Zeit zu erkennen und .mit allen Kräften an der Errichtung des neuen Palästina mitzuarbeiten. . wenn sich die -600 000 Juden Deutschlands gegenüber den ^Millionen Juden der Welt ausschließen -wollten, so schlössen sie nur sich selber aus, aber nicht das Werk, das ohne sie entstehen würde. .Die geschichtliche Bedeutung des Judentums erfordere seine eifrige Mitarbeit. Von -der Erneuerung des Judentums in Palästina erwarte er auch eine fruchtbare Bereit Herungdes religiös-liberalen Gedankens. Mit größerer Berechtigung und Autorität würden von Palästina aus jüdische Gedanken der Welt verkündet werden können. während der größte Teil des konser- Dativen Judentums sich um die misrachi- -stische Fahne schart und um der religiösen Erhaltung und Erneuerung des Judentums willen, unter gewissen religiösen Bedinggungen, für den Aufbau j)a!
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Im mod ernenStaat hat es sich gezeigt, daß die Bürger nicht ein und derselben Religion anzugehören brauchen, wollen die Leiter der neuen jüdischen Nation in Palästina die gleich Richtschnur anneh- '.leu für den neuen jüdischen Staat und das neue jüdische Bürgerrecht? wollen sie uns bestimmt versichern, daß so wie ein Franzose nach Lngland kommen und dort ein naturalisierter Lngländer werden kann, gleichgittig. ob er Christ oder Jude ist, ebenso ein Franzose, wenn er nach Aol'Lstina reist und den Wunsch hat, ein natursEsierter Jude zu wer- -den, in dem neuen jüdischen Staat ausgenommen werden wird, Aeichgiftig ob er der christlichen oder jüdischen Religion angehört? … Ihr beansprucht, daß ein RumÄre, welcher Religion er auch angehören mag, ein Rumäne werden und bleiben soll und ihr selbst wollet in Palästina anders handeln? Ihr beansprucht, daß ein russischer Bürger seiner nationalen und bürgerlichen Rechte nicht im geringsten verlustig gehen darf, falls er zum Judentum Übertritt und ihr wollt einem jüdischen Bürger seine nationalen und bürgerlichen Rechte in Palästina nehmen, wenn er zum Christentum Übertritt?
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Ist das die UÄÄrzeugung, die in uns selbst lebt und für dar wir auch bei der jü dischen Jugend werbm wollen, so treten wir denen nicht hinderlich m den Meg, die sich in ihrem bisherigen Vaterland seelisch und leiblich so bedrückt stöhlen, daß sie ihr Heil nur in einer neuen Mischen Heimat in Palästina finden zu könmn glauben. Ihre Siedelnng in Palästina bedeutet uns ein großes jüdisches Hilfswerk. Mir aber, die wir um unserer religiösen Auffassung des Judentums willen und aus Liebe zu unserer deutschen Heimat in jeder Beziehung uns mit unserem deutschem Vaterland verbunden fühlen, beanspruchen das Recht, unser Leben in unserer Heimat mch unserem Milten z» gestalten. - Diese )lufgaben aber bilden nur die vor - aussetznng und den äußeren Rahmen unserer
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Hillel Zeitlin, Aufgaben der polnischen Juden. Ad. Böhm, Jüd. Positionen in Palästina. Gskar Epstein, Grundsätzliches zur zionistischen Gegenwartsarbeit. L e h n e r t, Jüd. volksarbeit. ArnoNadel, Jüd. … ZTawratzki, Die wirtschaftlichen Lehren des 'Krieges für Palästina. Siegfried Bernfeld, Zum Problem der jüd. Erziehung. Glenn, Imperialismus und Judentum. Bileski. Die deutschen Juden in der deutschen Politik.
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Diese gesammelten Aufsätze des bekannten zionistischen Schriftstellers und Zugendführers enthalten wertvolle Auseinandersetzungen über Nationalismus, Religion, Palästina und insbesondere über den Ausgleich zwischen politischem und kulturellem Zionismus. Ausgehend von der Einsicht, daß mit leerer Grganisationstätigkeit nichts getan lei, sucht der Verfasser die innere Synthese zwischen dem jüdischen Geist und der jüdischen Wirklichkeit herzustellen. … Die historische' Entwicklung hat die denkwürdigen Worte bestätigt: „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen!" Richard Lichtheim: „Der Aufbau des jüdischen Palästina". Jüdischer, Verlag Berlin W9preis 60 pfg. Um die Verwirklichung der palästiüakolonisation tobt der Streit der Alaximalisten und Akinimalisten, derer, welche die sofortige großzügigste Einwanderung befürworten und der vorsichtigen, welche nur langsamen systematischen Aufbau empfehlen.
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Regierungs- Verklärungen, Gesetze, Internationale Verträge) jumfaßt diese Sammlung alle, sonst weit zer- Weuten und schwer zugänglichen amtlichen Erklärungen und Aeußerungen zur politischen ^Iudenfrage, soweit sie sich auf die Anerkennung der jüdischen Nation, des Anspruchs auf Palästina und der bürgerlichen Gleichj berechtigung in den Diasporaländern be- ■] Kehen. Selbstverständlich erhält das Werk durch die in der Einleitung deutlich ausgesprochenen Tendenz eine speziell zionistische Färbung, insbesondere darum, weil die von der überwiegenden Mehrheit der westeuropäischen und amerikanischen Juden immer wieder verlautbarte antizionistische Stellung-! … Eine genauere Kenntnis des Liedermaterials wird vorausgesetzt, sodaß die Schrift nur für Fachleute und spezielte Kenner von-Mert sein wird. Dr. L. Meinüerg: Das jüdische Palästina. Verlag der jüdischen Rundschau^ BerÜn W9- Seiten. In populärer und anziehender Meise schildert der Verfasser die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aussichten deszionistischen Palästinawerkes mit dem durch ernste Kritik wemg beeinflußten Optimismus des begeisterten parteimann.es.
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gab sogar in pinem der bayerischen Zionisten-vereine ein christliches Mitglied. Der Zionismus will nicht die jüdische Religion in Palästina betätigen, sondern er will in Palästina einen jüdischen Staat errichten. Dem gegenüber stehen alle die Juden, die einen jüdischen Staat nicht wollen, die im Judentum der heutigen Tage nur eine Religionsgemeinschaft sehen und die dieser Religionsgemeinschaft zu weiterem Blühen und Gedeihen und zu gleichen Rechten in dem bseimatsstaat eines jeden Juden verhelfen wollen.