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  1. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 126

    Er war, nach dem Namen seines Vaters 52) zu urtheilen, ein Babylonier, der sich in Palästina aufgehalten hatte 63) und, nach der Heimat zurückgekehrt, im Namen Jochanan’s und besonders auch Josua b. Levi’s 54) tradirte. Er hielt agadische Vorträge, aus denen einige Sätze auch in Palästina bekannt wurden; 56) einen dieser Sätze theilte Dimi dem Abaji mit 57). Doch kennt weder der palästinensische Talmud , noch die Midraschliteratur nehmster Fürst und erhielt erst später die Bedeutung Herrscher, die es im Talmud, wo der König über den Pardaksckäk zürnt (Sabb. 94a) noch nicht hat.

  2. 1882-01-01 · [5.] für das Schlujahr 1881-1882 (1882) · page 11

    Wohl musste es zehnmal seinen Amtssitz verlegen, 24) allein sein Eifer und seine Pflichttreue blieben ungeschwächt; überall wurden in alter Weise Ordinationen vorgenommen, 25) bis es endlich der feindlichen Macht gelang, den herrlichen Ring der Ordination zu durchbrechen und jede fernere Semichah unmöglich zu machen. 26) Hiemit erlosch die Strafrechtspflege.2 7) Aber auch um die Civilgerichtsbarkeit würde es nicht besser bestellt gewesen sein, wenn die Rabbinen nicht kraft ihrer Autorität verordnet hätten, dass selbst Richter, die nicht ordinirt waren, so sie nur die nötige Fähigkeit besassen, und die Autorisation (דשות) erhalten hatten, in Civilrechtssachen als Richter, selbst mit Anwendung von Zwang, fungiren dürfen, damit das gegenseitige Vertrauen in der Gesellschaft nicht erschüttert und das Recht geschützt werde.•28) Die Autorisation zum Richteramte (רשות) wurde in Palästina von dem Oberhaupte der Schule, das selbst autorisirt war, ertheilt; sie hatte Geltung für Palästina und für die Grenzstädte; in Babylon aber von dem Exilarchen (ריש גלותא) mit der Wirksamkeit für Babylon und alle übrigen Länder, ja selbst für Palästina. 29) Nach dem Erlöschen des Exilarchats 30) war jedes Oberhaupt der Schule 24) Rösch Haschana 31 a und b. 25) Um die Ordination nicht fallen zu lassen, ordinirte Rabbi Juda b.

  3. 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 194

    Würdigung der Buehpreise. bylonien der Schreiberlohn ein geringerer war als in Palästina, mithin werden auch die Bücher billiger gewesen sein. Dies lehren augenscheinlich die obigen Daten. Zauberbücher, die sich einer grossen Nachfrage erfreuten, wurden sicherlich gut bezahlt. … Eine gewöhnliche Torarölle stand demnach mit 3—4 Hektar Feld in gleichem Werthe und der Schreiberlohn für eine Esterrölle in Babylonien — ein Taglohn für den Arbeiter im Weinberge des Herrn — war genau soviel wie der Taglohn eines Arbeiters im Weinberge in Palästina. *) Herzfeld 194 f. Andere Preisangaben ebenda 185—197. Die Litteratur über den jüdischen Handel verzeichnet Schürer, Geschichte des jüdischen Volkes3 II 50 n. 150.

  4. 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 95

    Das Heiligthum war, wie bekannt, mit allen mögliehen Privilegien ausgestattet; dennoch wird die Frage aufgeworfen, ob denjenigen, der sein Vermögen dem Heiligthum schenkt, eine Torarolle anzuschaffen sei3). Ein Proselyt (in Palästina) hatte naturgemäss keine Verwandten und sein Vermögen fiel, da es keinen Staat gab, demjenigen zu, der sich dessen bemächtigte. … Jahrhunderts, in einer Zeit, wo die jüdische Bevölkerung schon stark geschwächt war, in Palästina lebte, und mit Juden in rdgem Verkehr stand, die!) j. Ned. 39 b: חד בר נש קידש בספר תורד, . ... . רב יוסד, אינה .מקודשת ף Gittin 52 a: ולוקחים להם ליתומים ספר תורה . ... .

  5. 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 80

    Die Reduzierung des Scheidungsgrundes auf Ehebruch liegt am Ende der mit dem unbeschränkten Scheidungsrecht des Mannes beginnenden Entwicklungslinie, welche das Scheidungsproblem in Palästina durchlaufen hat. Mit dem Babylonier Hillel setzt eine Opposition ein. Im Gegensatz zur Volksanschauung und zweifellos auch in Palästina zu der befolgten Praxis erkennt das neue Schulhaupt auch außerhalb der Sphäre der Moral liegende Scheidungsgründe an.

  6. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 92

    92 gemeine Grösse mancher Meeresthiere zum Ausgangspunkte haben und mit der hyperbolischen Beschreibung derselben das Wohlgefallen der Hörer am Ungeheuerlichen befriedigen. 28) — Solch eine Erzählung ohne die groteske Übertreibung Rabba’s haben wir noch von seinem Lehrer Jocbanau, ^der von einem Fische erzählt, welcher seinen Kopf aus dem Meere' erhob, mit Augen, leuchtend wie Monde, während aus den Nasenlöchern Wasserstrahlen schossen. 29) Wie diese phantastischen Schilderungen Rabba’s von seinen Collegen in Palästina aufgenommen wurden, erfahren wir durch ihn selbst, indem er zu zweien derselben die sarkastischen Bemerkungen, welche sie hervorriefen, selbst mittheilt. 30) Sein Ansehen scheint in Palästina nicht gross gewesen zu sein; denn zu einer Erzählung über ein zwischen ihm und Simon ben Lakisch Stattgefundenes Gespräch wurde der Einwand erhoben, dass der Letztere, der nicht so bald Jemanden der öffentliehen Ansprache würdigte, damit gewiss auch Rabba b. b.

  7. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 97

    Jech.eskel, seinem Vorgänger als Schulhaupt von Pumbeditha, auch dessen Zeitgenossen, die Meister der babylonischen Schulen, zu Lehrern. Ob er auch in Palästina gewesen und namentlich den Vorträgen Jochanan’s beigewohnt, ist eine alte und ziemlieh dunkle Frage der Amoräergeschichte. Doch zeigt eine Beleuchtung der Gründe, die dafür gebracht zu werden pflegen, dass Rabba, im Geiste seiner Lehrer handelnd, die babylonische Heimat nicht verliess und der an ihn ergangenen Einladung seiner in Palästina weilenden Brüder x) keine Folge leistete. * 2) 34) 7iU מורגים n Sam. 24,22, Ab. zara 24b; ספד Jes. 82,12, M. Kat. 27b.

  8. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 116

    Raba sagte dies zugleich mit ironischem Hinblicke auf Jeremia, der in seiner Heimat zu den Unbedeutenden Jüngern gehört hatte und in Palästina die Babylonier als die .,narriselten“,בבלאי טפשאי, zu bezeichnen bebte; einmal hatte er sich dieses Ausdruckes sogar in Bezug auf Rabr selbst bedient, Joma 57a. Die Gesinnung Raba’s gegenüber den palästinensischen Gelehrten zeigt auch die Erzählung in Gittin 29b: Zu der Nachricht, dass Safra, ein babylonischer Gelehrter, den er sehr hoch schätzte (s. Baba bathra 144a), während seines Aufenthaltes in Palästina drei angesehene dortige Gelehrte des Irrthums überführt hatte,

  9. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite VI

    Schüler Jochanan's............. 85—97 Beziehungen zwischen Babylonien und Palästina. Sätze Jochanan s (st. 279) und anderer palästinensischer Amoräer im babyl. Talmud. Levi. Isak. Chijja b. Abba .... 85—87 1. … Die Schule von Puinfoeditha..........97—113 1. Rabba bar Nachmani (st. 331). Ob er in Palästina gewesen. Angebliche Autorschaft der.Rabboth . . 97—101 2. Josef (st. 333). Gegensatz zu Rabba. Das T arg um zu den Propheten.

  10. 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 25

    Noch im 3. nachchristlichen Jahrhundert, also 700 Jahre später, gab es in Palästina Ehekontrakte, in welchen, ganz wie in unserem Papyrus, für den Fall, daß der eine der Ehegatten die Fort- Setzung der ehelichen Gemeinschaft mit der .Erklärung ״ich hasset verweigert, Vorsorge getroffen war1). Da die jüdische Militärkolonie zumindest vor 525, vielleicht gar schon im 7. vorchr. Jahrhundert von Palästina nach Ägypten eingewandert war und die väterlichen Sitten beibehielt, kann man das bei ihr geltende Recht der Ehescheidung auf Grund der einfachen Erklärung: ״ich hasse“ getrost in die biblische Zeit hinauf datieren.

  11. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 87

    87 Tode Jochanan’s auf eine Zeit lang Palästina verliess. 6) Der Andere, aus Rab’s Familie stammend, war Schüler Jochanan’s, kehrte aber in seine Heimat zurück und darf unter die Amoräer derselben gezählt werden. … Abba, der Sohnessohn Chana’s, war Sohn Abba bar Ch ana's x) wurde aber, wahrscheinlich weil sein Name mit dem seines Vaters gleichlautend war, nicht nach diesem, sondern nach seinem Grossvater Chana, dem Bruder Chijja’s und Oheim Rab’s benannt. Nach längerem Aufenthalte in Palästina, kam er nach Babylonien, wo wir ihn sowol in Pumbeditha als in Sura antreffen. An erstermOrte wollte er Anfangs die Vorträge Jehuda’s nicht besuchen, * 2) wurde aber bald vertraut mit ihm und in schwierigen Fällen von ihm zu Rathe gezogen. 3) Als er einmal erkrankte, besuchen ihn Jehuda und dessen Schüler Rabba, um eine halachische Frage an ihn zu richten; plötzlich erscheint ein Geber — Feuerpriester — und löschte die Lampe aus. 4) Da rief Rabba b. b.

  12. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 52

    דרגא , Treppe ist דרך גג , Weg zum Dache; לבישא , Gewand ist לא בושה Mittel, um sich ״nicht schämen“ zu müssen. 30) Aus Jerem. 27,22 entnimmt er, hierin weiter gehend als Samuel (Kethub. lila), dass, wer Babylonien verlässt, um nach Palästina zu gehen, ein religiöses Gebot verletzt, Berach. 24b; aus Zach. 2,14, dass das Wohnen in Babylonien mit dem in Palästina gleichen Werth hat, Kethub. lila. — ip 44,23 wendet er auf die Makkabäermutter mit ihren sieben Märtyrersöhnen an, deren Geschichte er erzählt, Gittin 57b. — S. noch seine Deutungen zu 1p 06,7, Arachin 8b; zu Zach. 11,13, Chullin 92a; zu ip 126,6, Taan. 5a; seine An- Wendung von Kohel. 7,26 beim Bibelunterrichte seines Sohnes Isak, Jebam. 68b, Synh. 22a b. 31) Vom Stamme Levi, Joma 66b; Michal, Synh. 21a; Joab, Synh. 49a; Chiskija zu ip 11,3, Synh. 26b. 32) Zu Deut. 8,10, Ber. 21a; ,Deut. 32,3, ib.; Exod. 28,32, Joma 72a; Deut. 1.16, Synh. 7b; Kohel. 12,9, Jebam. 21a.

  13. 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 119

    Leipzig 1860. Theoionische Literaturzeitung. 1910. Thomsen P., Palästina-Literatur. II. Leipzig 1911. Traltato d. Quattro Nomate guttu- . rali lettere etc. Venezia 1768. TrieUch D., Palästina. 2.

  14. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 4

    *Jakob (Megilla 14a, Synh. 44a, 82b), Amrain (B. batlira 104b, Aboda zara 19a, Synh. 104a). Auch aus Palästina brachte man Kunde Rab’scker Sätze nach Babylonien 10), und wir finden palästinensische Amoräer im babylonischen Talmud als Gewährsmänner für solche, wie Abba b. … Isak. 18) Der palästinensische Talmud selbst hat auch viel Nichtkalackisches von Rab erhalten, und in den ältern Midraschwerken begegnen wir oft seinem Namen, in den zu Genesis, Leviticus, Echa und Esther. 19) In den meisten Fällen ist da die Vermittelung nach Palästina eingewanderter Schüler Rab’s, wie Kahana’s, oder späterer Rab’s. S. Seder haddoroth s. voce. Er unterrichtete Rab’s Sohn, Joma 19a. 14) An letzterer Stelle ist für חייא zu lesen חנן♦ lft) Samuel b.

  15. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 53

    Huna’s Agada wurde auch vielfach ausser Babylonien bekannt, gleich der seines Lehrers Rab, indem seine Schüler so manchen Ausspruch von ihm in Palästina lehrten, der dann in der Midraschliteratur einen Platz fand. Als Zeira, der wie Jehuda’s, auch sein Schüler war, nach dem heiligen Lande kam, theilte er dem berühmten Eleazar b. … Ende, wo berichtet wird, wie Zeira bei seiner Ankunft in Palästina Gelegenheit nimmt, einen Satz Huna’s zu eitiren; j. Sabb 12a, wo er dem Abahu in Caesarea eine Ansicht Huna’s ״des grossen Mannes“ — אינשא לבא — mittheilt.

  16. 1915-01-01 · 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915) · p. Seite 22

    Der Name Asaf weist nach dem Orient, oder dem griechischen Reiche hin1), wo wir die Heimat Asafs suchen müssen, auf welche in der Schrift selbst gar keine Andeutung gemacht wird. An drei Stellen spricht Asaf von Palastina mit solcher Kenntnis der Beschaffenheit des Landes und mit dem Ausdruck solcher Ehrfurcht für den heiligen Boden, daß aus seinen Worten nicht allein die tiefgefühlte Sehnsucht der jüdischen Seele nach dem heiligen Lande herausgelesen, sondern auch das gefolgert werden kann, daß er aus Palästina stammte.

  17. 1899-01-01 · [22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899) · p. Seite 23

    Orleans 1898. 8° Soloweitschik Leonty, Un proletariat meconnu Bruselles 1898. W. Bambus; Berlin: Palästina Land u. Leute. Reise- Schilderungen. Berlin 1898. Dr.Ludwig Blau, Professor Budapest: Erzsebet kiralyne emlekezete.

  18. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · page 5

    Angebliche schriftliche Agada. Die Tradenten Rab's. Kenntniss seiner Sätze in Palästina. Verkehr mit Chijja, Chanina, Levi.— Agadische Vorträge. — Geschichtliche Agada. König David. Bath Kol. Moses. Abraham und Adam.

  19. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · page 17

    Abba *), ein Babylonier ans edlem Geschleehte, war der Urbeber einer neuen Entwickelung im geistigen Leben der Juden seines Heimatslandes. Aus Palästina zurückgekehrt, ausgerüstet mit dem ganzen Wissensstoffe der galiläiscben Schule, wurde er der Begründer eines regen und auf der Mischna seines Lehrers Jehuda, des Patriarchen, beruhenden Studiums, welches die Aufnahme und Erläuterung des vorhandenen, seit mehr als zwei Jahrhunderten angesammelten und nun auch in übersiehtlieh geordneter Darstellung vorliegenden Traditionsstoffes zum Gegenstände hatte, und, indem es die Vorkommnisse und Erfordernisse des Lebens forwährend in die Discussion der Schule zog, die Keime weiterer Fortentwickelung in sich barg.

  20. 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite XIV

    Bei der Bearbeitung dieser, so zu sagen, persönlicher Seite der Geschichte der Agada, gilt es in erster Reihe auch festzustellen, welcher Antheil den babylonischen Lehrern an ihrer Entwicklung zuzuschreiben ist. Denn die Heimat der Agada war anerkanntermassen Palästina, nicht bloss zur Zeit der Tannaiten, sondern auch in den Jahrhunderten nach Abschluss der Mischna, während welcher auch in den Gegenden des untern Euphrat und Tigris bedeutende Männer in blühenden Schulen die Traditionswissenschaft pflegten und das rege geistige Le^en herrschte, dessen Denkmal der babylonische Talmud wurde.