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18851893
  1. 1891-07-16 · Heft 14 (16.7.1891) · page 1

    Armes Palästina, das du vergebens ein ganzes Alterthum hindurch eine Stätte des entwickeltesten Handels seitens der Phönizier und des blühendsten Ackerbau's seitens der Hebräer gewesen bist; armes Palästina, daß du vergebens von den größten und anerkanntesten Geographen der Erde e i n fruchtbaresLand genannt wirst; armes Palästina, daß du vergebens in den letzten zehn Jahren bei zwanzig jüdische Colon i e n trotz Mangel an ausgiebiger Hilfe und einheitlicher Organisation zu nie geahnter Pracht auf deinem Boden erblühen ließest, — und nach Allen dem doch vor der — Thatsache stehst, daß die Thatsachen lügen! … Palästina ist der am meisten umstrittene und blutgetränkteste Boden der ganzen Erde. Opferten doch zur Zeit der Kreuzzüge Hunderttausende begeisterter Kreuzfahrer Blut und Leben."

  2. 1891-07-02 · Heft 13 (2.7.1891) · p. Seite 3

    'Noch wichtiger wird in neuerer Zeit die Seidenraupenz u ch t, mithin auch die Maulbeerbaumcultur, welche erst unlängst in Palästina begonnen wurde, im Libanon jedoch schon seit den Kreuzzügen der ivichtigste Erwerbsziveig der Einwohner ist. Die Cochenillezucht könnte in Palästina sehr gut ge- Die Jagd ist in Palästina und Syrien gegemvärtig nicht lohnend. … Ein «vichtiger Ausfuhrartikel ist Erdpech, «velches in Europa zur Bereitung von Firnis dient. Großen Reichthum, besitzen Palästina und Syrien an Bau- und Werksteinen, welche bei er«

  3. 1891-06-17 · Heft 12 (17.6.1891) · p. Seite 5

    Waldreich war Palästina, von den westlichen Gebirgsabhängen abgesehen, wohl nie, jedoch sind auch die einst bestandenen Waldungen fast gänzlich ausgerodet. … Löwen, Leoparden und Bären, letztere im Libanon, werden immer seltener. Hund und Katze leben in Palästina seit jeher im halbwilden Zustande. Das Wildschwein findet sich in ganz Palästina. Der milde indische Büffel lebt im Jordanthale zahm.

  4. 1891-07-16 · Heft 14 (16.7.1891) · p. Seite 5

    Als solches beantragt Dr. d'Arb e la die Palästina ungemein nahe Insel C Ypern. England, dem die Insel gehöre, werde, er habe sich dessen versichert, die Colonisation mit Freuden begrüßen. … Es muß daher für russische und griechische Juden zugleich gesorgt werden, und fordern ivir speciell alle Palästina-Colonisationsvereine und die übrigen die Palästina-Colonisation fördernden Factoren auf, die griechischen sowie überhaupt alle anderen von den Streichen des Golus getroffenen Stammesbrüder geradeso ivie die russischen Juden bei der Realisirung ihrer Pläne zu berücksichtigen.

  5. 1892-02-01 · Heft 3 (1.2.1892) · p. Seite 37

    Er liebte Palästina ohne jede Ziffermäßigkeit, ohne an seinen Ertrag zu denken, sowie der Sohn seine Mutter liebt, ohne daraus zu .achten, ob sie noch jung und schön, oder ob sie noch reich ist. … „Die Behörden in Palästina" übersetzt aus der Zeitschrift „Das heilige Land".

  6. 1892-05-15 · Heft 10 (15.5.1892) · p. Seite 92

    Man denke nur an den Eifer dieser Herren, wenn es galt, den geringsten Mißerfolg der Palästina-Colonisation zu einem Feldzug gegen die Zionsidcn selbst zu benützen. Und doch gehört nur ein klein wenig Urthcslsfähigkcit dazu, um zuerkennen, wie trotz aller Übclständc, Hindernisse und Rückschläge die Palästina-Colonisation nie solche Zustände gesehen hat, als die Argcntinien-Colonisation. … Es kam erstens nicht zu Blutvergießen, denn die Araber in Palästina sind auch als Feinde nicht blutdürstig/ sic sind harmloser Natur und beugen sich im Allgemeinen vor der jüdischen Gcistesübcrlegenheit.

  7. 1892-07-02 · Heft 13 (2.7.1892) · p. Seite 135

    Palästina wird, wenn es von einer intelligenten Bevölkerung bewohnt wird, zu einer Pflcgcstätte der Cultur und Brücke zwischen Europa und Asien werden. Palästina, rationell bebaut und bewirtschaftet, wird wieder zum Lande werden, wo Milch und Honig fließen, und wird mehrere Millioneu Menschen ernähren können.

  8. 1892-07-18 · Heft 14 (18.7.1892) · p. Seite 146

    Anstatt sich in eine unfruchtbare Polemik mit dem Gegner einzulassen, luden die Leiter der Association Herrn Major Cond er, einen christlichen Engländer, der durch vieljährigen Aiffenthalt in Palästina Land und Leute besser kennt, als irgend ein Mann im vereinigten Königreiche und allgemein als die erste Autorität über Palästina hierzulande gilt, ein, in einer öffentlichen Versammlung über das östliche Palästina zu sprechen. Major Conder ist aber nicht nur mit Palästina sehr vertraut, wovon seine Artikel in der klassischen „Encyelopaedia Britanniae“ über Palästina und dasselbe betreffende ' Angelegenheiten Zeugniß ablegen, sondern ist auch mit der jüdischen Bewegung der neuen Zeit zur Colonisation Palästinas bekannt, deren Entwicklungsgang er aufmerksam zu folgen scheint.

  9. 1890-11-16 · Heft 16 (16.11.1890) · p. Seite 5

    Wiewohl nun die Idee der Palästina-Colonisation überhaupt bereits bei 9 Jahre cxistirt, so hatte doch dieselbe nicht diesen Charakter und nicht diese Dimcnfionen und Aussichten erlangt, als heute. … —.Was das Dünaburg'schc jüdische Publikum anbetrifft, so kann ich von demselben., nur folgendes sagen: Der Palästina- Verein existirt hier zwar schon 8 Jahre, aber seine Existenz war bis jetzt, den oben auseinandergcsetzten Gründen zufolge, durchaus keine rühmliche; jetzt aber, seitdem die Masse sich ihm anzuschlicßcn beginnt, lebt der Palästina-Verein förmlich auf.

  10. 1892-04-07 · Heft 6-7 (7.4.1892) · p. Seite 58

    Und noch eines ist zu bedenken. Palästina ist ein semitisches Land, Palästina liegt im Orient. Die Juden sind ein orientalisches Volk. Dort ivcrden sie sich heimisch fühlen, dort aber auch eine Culturmission übernehmen können, welche nach dem ganzen Laufe ihrer Geschichte ihnen und nur ihnen zukommt. … Rechnet man zu allen diesen prinzipiellen Gründen . noch hinzu, dass Palästina, trotz aller verleumderischer Angaben seiner Gegner ein fruchtbares Land ist, welches nur der Bebauer und einer geordneten Verwaltung harrt, dass Palästina leicht und schnell von den Hauptländern der jü-, bischen Diaspora zu erreichen ist, dass das türkische Volk, die türkische Regierung, der türkische Sultan, — Palästina gehört bekanntlich zur Türkei, — den Juden besonders gewogen sind, so wird es noch mehr klar, dass die Wahl der Stätte für das jüdische Ccntrum. nur auf Palästina fallen kann.

  11. 1885-04-03 · Heft 5 (3.4.1885) · p. Seite 6

    Die Jude» suchen in Palästina nichts als unter dem Schutze eines gnädigen Monarchen, wie es Seine Majestätder Sultan ist, ein Heim zu finden, ein Heim, w o N i e m a n d w a g e n d ü r f t e, ihnen den drolligen Bor Wurf zu machen: „Hier seid Ihr Fremd l in ge!" … Ich wiederhole: Alle zurechnungsfähigen Juden machen sich keine Träume, sie wollen in Palästina nichts weiteres als nur treue Unterthaiien Seiner Majestät ves Sultans auf dem Boden ihrer Ahnen s>in und sich unter feinem gnädigen Schutze rin ruhiges Heim gründen.

  12. 1891-07-02 · Heft 13 (2.7.1891) · page 1

    -tnlmlt: Petition. — Die Zionsidee auf der Tagesordnung. — Palästina und Syrien. (Fortsetzung.) — Original-Correspondenzen: Wien. Wien. Lemberg. Berlin. Berlin. Berlin. Charlottenburg. … Es kommt noch der Vortheil hinzu, daß für die nächste Zukunft keine Concurrenz zu befürchten ift da sonstige Einwanderer, welche gewöhnlich arm sind, durch rin noch ödes und unbewohntes Land nicht angezogen werden. 2. Palästina ist überall fruchtbar; ivo der Boden zum Ackerball nicht geeignet ist, kann Wein gepflanzt werden. Nach den Behauptungen vieler Fachleute wird der in Palästina hervorgebrachte Wein nach kurzer Zeit großen Absatz auf dem Weltmärkte finden und vielleicht sogar die Alleinherrschaft französischer Weine verdrängen.

  13. 1893-11-15 · Heft 18 (15.11.1893) · p. Seite 2

    Nr. 18 Major C o n d c r: The future of Palestiiie und Eastern Palestine und schließlich die Artikel über Palästina von Dr. Otto Ankel in der'„Frankfurter Zeitung" (Jahrgang 1892), so müßte er ersehen, daß Palästina in klimatischer, agronomischer und wirthschaftlicher Beziehung zur Colonisation besonders geeignet ist. … Ankel, der erst in den letzten Jahren zu wissenschaftlichen Zwecken Palästina bereiste, heißt cs: „Palästina kann wie dereinst ein Land voll Milch und Honig werden, kann wieder für die civilisirte Welt von hoher Bedeutung sein und eine ähnliche Blüthe schauen, wie in den Tagen -Davids und Salomos".

  14. 1893-11-15 · Heft 18 (15.11.1893) · page 1

    Krauß bezüglich des Klimas, der Bodcnbeschaffenheit, der Lebensnnd Cnltnrvcrhältnisse in Palästina falsch und entstellt sind. Es ist nicht richtig, daß die armen Einwanderer dem Klima erliegen, nicht richtig, daß es schwer ist, Boden zu erwerben und noch schwerer, denselben zu behaupten; vollständig erfunden ist es, daß in Palästina die Fruchterzeugnisse „im günstigsten Falle" kaum an den Mann zu bringen sind. … Kohn, den er jetzt gegen Andere ausspielen will, lieber ein Buch über Palästina in die Hand genommen, nicht nur das vorzügliche Werk von Salvmon Munk, sondern eines der Werke christlicher Gelehrter und Forscher, wie: S ch u b e r t: Reise in's Morgenland; Ban der Velde: Reise durch Syrien und Palästina; von Rath: Durch Italien und Griechenland nach dem heilige» Lande; Robinson: Palästina; V o l n c y : Voyage en Syrie et en Egypte;

  15. 1891-07-02 · Heft 13 (2.7.1891) · p. Seite 4

    Hafenreich dagegen ist die syrische Küste, doch ist dieselbe im Mittelalter cheilweise versumpft. Die wichtigsten Häfen in Palästina sind Iaffa und Akko, in Syrien Beyruth und A l e x a n d r e t t e. Zn Syrien concenürt sich der durch den vorerwähnten Commuuicattonsmangel erschwerte Handel auf Damaskus und Aleppo. … Das Mühlwesen entwickelt sich schon jetzt. Außerdem wären ick Palästina Gerbereien und' Seifen Stärke-, Filz-, Firnis- und Sodäfabriken/ Salinen u. s. w. am Plätze. Von Bedeutung wären Seiden- und Leinenspinnereien, Insektenpulver-, Baumwoll-, Garn- und Tuchfabrikatton.

  16. 1892-04-07 · Heft 6-7 (7.4.1892) · p. Seite 52

    Das wäre erspart geblieben, wenn man das Allernotwendigste nicht vergessen hätte, nämlich Palästina in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht auf seine Rolle als Heimstätte, als Mittelpunkt der jüdischen Nation vorzubereiten. … Nicht aus sanitären und auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen, wiewohl beide mit Recht geltend gemacht werden könnten, sondern einzig und allein aus politischen Gründen hat die Pforte die weitere Einwanderung russischer Juden in Palästina untersagt. Das beweist die äußerst strenge Praxis des Verbots, welche auf die höchsten Machtfactoren des Staates zurückzuführen .ist, das beweist auch der letzthin erhobene Prötest gegen die Ausiedlung der Friedmann'schen Expedition in dem Palästina benachbarten, aber noch auf ägyptischem Boden liegenden Midjan.

  17. 1891-06-17 · Heft 12 (17.6.1891) · p. Seite 4

    (§man c i p,a. t i o n. dieser große Bodenankauf einen vielversprechenden Anfang,' für tausende unserer'Brüder Rettung; nur mögen' diese nicht übereilt vörgehen, sondern ruhig zu Hause abw arten, bis die Perfektion des Kaufvertrages feststeht und die Details bekannt werden. Jacob KonstantinowSky. Palästina und Syrien. Eine geographische Skizze von M. Sz. Literatur: Die ersten genaueren Beschreibungen Palästina schaben TitusTobler (Eine Reise im Orient. 1835) und Edward Robinson (Wanderungen durch Palästina. 1841) gelicsert. … Von der Küste führen nur wenige gangbare Päffe über die Höhen des Libanon und Antilibanon in die Mitte des Landes, und auch diese sind steil und gekrümmt und daher für den Verkehr von geringer Bedeutung. Längs der Wüste kommen in Syrien und Palästina noch einige Gebirgszüge vor; in Palästina speciell werden sie unter dem Namen Gilead zusammengefaßt. Die eben beschriebene Gestalt des Landes läßt keine größeren Ströme und Flußgebiete sich entwickeln.

  18. 1891-07-16 · Heft 14 (16.7.1891) · p. Seite 3

    Eins dieser Vorurtheile ist, daß Palästina nicht groß genug sei, um einer größeren Menge von Einwanderern Platz zu bieten und das zweite, daß es wohl für Wein und Oel fruchtbar, aber zum Getreidebau nicht geeignet sei. … Robinson „Palästina" Fol. 164 von Samaria: „Das Becken von Sebastieh ist schön, allein wir hatten jetzt so viele fruchtbare Gegenden gesehen, daß es im Vergleich zu verlieren scheint.

  19. 1893-09-15 · Heft 14 (15.9.1893) · p. Seite 7

    Linie in Form der Subventionirung eines hebräischen Sprachunh Conversationsvereincs gedacht. — Die Förderung von . Palästina-Uilternehmungen wird in 8 6 besprochen. Dieser Paragraph kantet: Die Section für Palästina-Angelegenheiten (§ ' IS). hat die Mitglieder stets von dem Stande der . Palästina-Colonisiation unterrichtet zu halten, sie über die wirthschäftlichcn Vortheile derselben aufzuklüren, und stellt sich jedem Unternehmen von der in .§ 3 alineaf erwähnten Art behufs tatkräftigster Mithilfe zur Verfügung.

  20. 1891-07-02 · Heft 13 (2.7.1891) · p. Seite 7

    Schließlich ivurde eine Resolution angenommen, wonach sich alle Anivesenden moralisch verpflichteten, keine Corfu-, sondern Palästina-Ethrogim für das bevorstehende Sukkoih-Fest zu karlfen. Neuerdings wünschten der Genossenschaft „Sch'wi Zion" für Bodenkauf in Palästina weitere Theilnehmer beizutreten. … Wenn die in der „Habazelerh" geäußerte Meinung bezüglich der in Palästina gegenwärtig anfzubringenden Ouantität von Ethrogim richtig ist,*) so müßte für einige Jahre das Manco aus türkische» Gegenden gedeckt werde».