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  1. 1935-08-02 · Heft 31 (2.8.1935) · page 6

    Dies trifft insbesondere für den Handel zwischen Palästina und Japan zu. (Dabei ist Japan gar nicht mehr Mitglied des Völkerbundes. Anm. d. Red.) Mehr als alle anderen Länder hat Palästina jetzt unter dem japanischen Dumping in Seide und anderen Gütern zu leiden. … Quoten, verschiedenerlei Beschränkungen und Dumping waren damals unbekannte Dinge. Das Resultat ist, daß Palästina in seinen Handelsmöglichkeiten durch Ar t 18 des Mandats heute vollkommen gehandikapt ist Palästina ist besonders deshalb leicht verwundbar, weil sich seine Wirtschaft mit Hilfe des Geldes, welches Juden aus allen Teilen der Welt ins Land bringen, entwickelt Sein Außenhandel ist nicht aus bilanziert Einige Beispiele: 1934 führte die Türkei für £ 500.000 Waren nach Palästina ein, hingegen bezog die Türkeit aus Palästina Waren für nur £ 173.000; Rumänien exportierte 1934 nach Palästina Waren für rund f 1,000^)00, bezog aber aus Palästina Waren für nur £ 60.000.

  2. 1927-09-26 · Heft 39-40 (26.9.1927) · page 29

    Leider kann der aufrichtige Kritiker hier das große graue Fragezeichen nicht übersehen. Wird Palästina die sachliche Arbeit der Palästina-Exekutive, die diesmal nur aus englisch-amerikanischer Kühle und Besonnenheit besteht, vertragen? … Weizmann selbst hat eindeutig die schweren Gefahren ausgesprochen, die hierin liegen. „Nur wir selbst", rief er aus, „pflegen Palästina zu zersetzen, es in Grund und Boden zu kritisieren. Die schwersten Anklagen gegen Palästina kamen aus Palästina, vor allem aus Tel-Awiw, wo alles, was Palästina betrifft, aufs schwärzeste gefärbt wird.

  3. 1920-08-04 · Heft 12 (4.8.1920) · page 7

    Daß Palästina das Judenproblem lösen wird, können wir nicht hoffen. Palästina kann nicht alle Juden ausnehmen und könnte es, wir würden eS nicht wünschen." … „Die Frage deS leiblichen Wohles der Juden", so sagt er ebenfalls, „kann Palästina nicht lösen, aber das Problem des Judentums kann nur in Palästina gelöst werden, nicht nur für die Juden in Palästina, sondern für die Juden der ganzen Welt".

  4. 1920-05-12 · Heft 6 (12.5.1920) · page 3

    April verkündete die „Wiener Morgenzeitung in großen Lettern: „Die Konferenz in San Remo hat Palästina den Juden zugesprochen". Dann hieß es nach Reuter: „Die Konferenz von San Remo hat beschlossen, die Balfour-Erklärung, welche Palästina als nationale Heimstätte für die Juden bestimmt, dem Friedensvertrag mit der-Türkei einzuverleiben". … Damit ist der Statuierung einer Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina eine Grenze gezogen für ihre Stellung in Palästina gegenüber den anderen Bewohnern und gegenüber den Juden außerhalb Palästinas.

  5. 1930-08-01 · Heft 31 (1.8.1930) · page 1

    W a r b u r g, der soeben aus Amerika eingetroffen ist, und Colonel Kisch zu einer Besprechung in Paris. Die Palästina-Debatte im Unterhaus wird aller Wahrscheinlichkeit nach in der nächsten Woche stattlinden. Der gegenwärtig in London auf Urlaub weilende High Commissioner für Palästina, Sir John Chancellor, verweigert Unterredu nge n. Die in London eintreffenden Berichte über eine, wenn auch geringe Steigerung der Arbeitslosigkeit in Palästina erregen Sorge. Die Steigerung der Arbeitslosigkeit ist zu einem Teil auf die wirtschaftliche Krisis in der ganzen Welt zurückzuführen, von der auch Palästina berührt wird, zum anderen Teil auf den entmutigenden Einfluß, den die Suspendierung der Einwanderung auf die Juden in Palästina und im Ausland ausgeübt hat.

  6. 1926-10-15 · Heft 43 (15.10.1926) · page 6

    Sir Herbert weist daher — was für einen englischen Staatsmann selbstverständlich sein muß — den ursprünglich zionistischen Ausspruch — „Palästina so jüdisch wie England englisch" — durchaus zurück. Es kann sich also nicht um ein „jüdische s" Palästina nach seiner Ansicht handeln, sondern um ein Palästina, in dem Juden und mohammedanische Araber, aber natürlich auch Christen, friedlich nebeneinander wohnen; also kein „Nationalstaat", sondern ein Staat, in dem neben anderen Bevölkerungselementen auch Juden wohnen; sie alle unter dem Schutz des Vereinigten Königreichs; natürlich! … Aber den geistigen und sittlichen Mittelpunkt der Judenheit werde Palästina bilden, ^ind deshalb müßten alle Juden aller Länder mithelfen, das jüdische Aufbauwerk in Palästina zum Erfolg zu führen."

  7. 1934-11-16 · Heft 46 (16.11.1934) · page 1

    Es würde viel zu weit führen, wollten wir im Rahmen unserer heutigen Betrachtung alle die Momente aufzählen, die man bei den gewaltigen Anstrengungen, Palästina zu einem Rettungsanker für die Juden zu gestalten, nicht miteingerechnet hat. Wir wollen aber heute nicht von der Aussichtslosigkeit einer durchgreifenden, .dauernden und endgültigen Rettung der Juden durch Palästina sprechen, sondern von der moralisch-religiösen Seite dieses Kolonisationsunternehmens. … ist, daß unsere Jugend dem modernen Nationalish mus in den Rachen geworfen wird, der letzten Endes Geist und Seele aushöhlt; daß wohl im heutigen Palästina Sport und Jazz, viel weniger aber die Thora zur Geltung kommt, daß Tausende und Abertausende nach Palästina nicht wandern, um dort Erfüllung ihrer religiösen Sehnsucht zu finden, sondern um Geschäfte zu machen, daß sich dort ein ungeheuerlicher Wucher breitmacht, kurz, daß die religiöse und geistige Formung des Judentums in und durch Palästina vollkommen versagte, wie dies zum Teil Chaim Nachmann B i a 1 i k vor seinem Tode mit tiefster Betrübnis und gequält von schwerer Sorge für die geistige Zukunft des Judentums öffentlich geißelte.

  8. 1933-05-12 · Heft 19 (12.5.1933) · page 6

    In den letzten Wochen werde ich und, wie eine Umfrage ergab, auch jeder andere, der im Gerüche steht, etwas von den Verhältnissen in Palästina zu wissen, geradezu überlaufen von Menschen, die Auskunft, Rat und Hilfe für die Ausführung ihrer Absicht suchen, nach Palästina auszuwandern Es sind fast ausschließlich junge Menschen, zum großen Teil Akademiker, die an der Ausstellt verzweifeln, lüer Arbeit und Verdienstmöglichkeiten zu finden, und die günstigsten Vorbedingungen dafür in Palästina vermuten. … Sicher ist es nicht leicht, geeignete Menschen zu finden; sie müssen Zeit urid Geduld haben, mit jedem Interessenten eingehend zu sprechen, müssen gleich weit davon entfernt sein, jeden nach Palästina locken und jeden von Palästina abschrecken zu wollen, vor allem aber sollten es womöglich Menschen sein, die Palästina aus eigener Anschauung kennen (natürlich nicht von einem dreitägigen Trip mit einer Reisegesellschaft).

  9. 1903-11-20 · Heft 43 (20.11.1903) · page 5

    Das ist die stamme, aber beredteste Antwort des jüdischen Volkes auf die Frage: Palästina oder Ostafrika? Das Volk will Palästina. Es will Palästina auf dem Wege der langsamen Kolonisation erreichen und es hat recht. … Diese Gebiete müßten wir aber unter allen Umständen in's Auge fassen, auch wenn wir heute über das türkische Palästina frei verfügen könnten. Palästina ist zu klein, um die auswanderungsbedürftigen jüdischen Massen in ihrer Totalität aufzunehmen.

  10. 1930-05-16 · Heft 20 (16.5.1930) · page 1

    Mai 1930 Nummer 20 Indien und Die arabische Delegation aus Palästina, die sich gegenwärtig in London aufhält, veröffentlicht folgenden Beschluß der Allindischen Moslemkonferenz über Palästina (All-India Moslem Conference for Palestine), welche in Bombay getagt hat. Der Beschluß wurde einstimmig gefaßt und lautet folgendermaßen: „Die Konferenz der Mohammedaner von Indien erklärt hiermit, daß das Heilige Land von Palästina, welches in das Jazirat ul Arab eingeschlossen ist, dem Schutz der ganzen muselmännischen Welt und nicht der Muselmanen von Palästina allein untersteht und daß infolgedessen die indischen Mohammedaner tief berührt werden von der bestehenden Lage in Palästina und seiner zukünftigen Verwaltung.

  11. 1936-05-08 · Heft 20 (8.5.1936) · page 5

    Man schätzt die in Palästina durch den Phönix versicherten Summen auf rund 900.000 Pfund (24 Millionen österr. Schilling). Aber dazu kommen Versicherungen in vorläufig noch unabsehbarer Höhe, welche im Ausland mit der Klausel: „Zahlbar in Palästina" abgeschlossen wurden. … Die Zahl der Polizzeninhaber des Phönix in Palästina beträgt rund 3000. Ein großer Teil davon entfällt auf Volksversicherungen von durchschnittlich pal. Pf. 100. Die Gesamtsumme der Phönix-Versicherungspolizzen in Palästina macht pal.

  12. 1929-09-20 · Heft 38 (20.9.1929) · page 4

    Er hatte die Liebenswürdigkeit, einem Bekannten unseres Schriftleiters folgendes Interview über Palästina zu gewähren: Ich war gerade in Amerika, als die Kämpfe in Jerusalem ausbrachen. Es war mir sofort klar, daß hinter diesen Wirren einige hochgestellte arabische Persönlichkeiten stehen müssen, die schon seit Jahren einen geheimen Kampf gegen die englische Politik in Palästina und für ein freies Arabien führen. … Lediglich der Zuzug arabischer Flüchtlinge aus dem Hedschas-Gebiet, also solcher Elemente, die weit unzivilisierter als die arabischen Eingeborenen in Palästina sind und für die ein Leben in Gemeinschaft mit einer fremden Rasse noch völlig unbekannt war, hat es mit sich gebracht, daß Wühlereien und hetzerische Umtriebe in Palästina wieder aufkamen.

  13. 1934-05-18 · Heft 21 (18.5.1934) · page 3

    Schließlich ist das ganze jüdische Palästina sich einig im Urteil darüber, daß die nun vom englischen Unterhaus beschlossene Zwei-Millionen-Pfund-Anleihe für Palästina und deren Verwendung, wie sie im englischen Weißbuch vorgezeichnet ist, einen weiteren Schlag gegen die Interessen de-s Palästina-Judentums bedeuten. … „Es ist sehr wohl bekannt, daß während das anti-nationalsozialistische Braunbach von der Palästina-Regierung verboten worden ist. eine Flut der übelsten Dokumente der antijüdischen Hetze der Nazis in Palästina verbreitet werden darf.

  14. 1936-03-06 · Heft 11 (6.3.1936) · page 7

    Man versteht, von Illusionen befangcm, m diesen Kreisen nicht die Hartnäckigkeit, mit der Wauchope sein Council-Pro. jekt verfolgt, und ist deshalb um so peinlicher berührt, daß auch » die englische Regierung unnachgiebig an diesem Projekt festhält. Das bewies die letzte Palästina-Debatte im englischen Oberhaus. In der Abendsitzung des englischen Oberhauses vom 26. Februar fand eine Aussprache über den Plan der Einsetzung eines Legislative Council in Palästina statt. … An diese Bemerkungen knüpfte Lord Lytton den Vorschlag, eine königliche Kommission von Männern mit Erfahrung in Verfassungsfragen des Reiches nach Palästina zur Untersuchung der dortigen Verhältnisse zu entsenden, wie dies im Falle Indiens geschehen sei. Das würde die Regierung in die Lage versetzen, die öffentliche Meinung in England und in Palästina zu erkunden, bevor sie ihre Politik bekannt gebe.

  15. 1907-08-30 · Heft 34 (30.8.1907) · page 7

    Co wen aus London, betonte mit Nachdruck den politischen Charakter der Bewegung, die nicht zu einer Wohltätigkeitsgesellschaft für praktische Kleinarbeit in Palästina hinabsinken dürfe. Wir dürfen die Einwanderung nach Palästina nicht ermuntern, solange wir nicht die öffentlich rechtlichen Sicherheiten haben, deren Erlangung der eigentliche Zweck unserer Bewegung ist. … Auch die Machthaber der politischen Welt werden unsere Resolutionen solange nur sympathisch aufnehmen, als sie nicht sehen werden, daß wir imstande sind, Palästina zu besitzen. Der politische Zionismus muß eine Synthese zwischen praktischer Arbeit in Palästina und ' den Bemühungen darstellen, die Judenfrage zu einer internationalen zu machen.

  16. 1910-01-07 · Heft 2 (7.1.1910) · page 8

    Cohen- Jaffa verlangt, daß die Mitglieder der Leitung in Palästina wohnerr. müssen. Äronowitsch rügt die Art der Verwendung des- Jüdischen Nationalfonds in Palästina. Dieser sei in erster Linie für die Arbeiter bestimmt, indessen trage die Verwaltung diesem Umstande nicht Rechnung. … K oh a n-B e r n st e i n-Jaffa verlangt gleichfalls eine Zentralinstanz in Palästina. Er kritisiert die Art der Verwaltung der zionistischen Institutionen in Palästina und rügt den angeblichen Jnteressenmangel der Leitung gegenüber den plästinensischen Forderungen.

  17. 1930-05-23 · Heft 21 (23.5.1930) · page 1

    Nach diesem blutigen Aufstand der Araber ist bekanntlich von der englischen Regierung eine Kommission unter Vorsitz von Sir Walter Shaw nach Palästina entsandt worden, die die Aufgabe hatte, „die Ursachen, die unmittelbar zu dem Aufruhr in Palästina den Anstoß gaben, zu untersuchen und Vorschläge zu machen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um eine Wiederholung ähnlicher Unruhen zu vermeiden." … Majestät bald eine klare und entschiedene Deklaration der Politik erlassen soll, die hinsichtlich der Regulierung und der Kontrolle weiterer Palästina. jüdischer Einwanderung nach Palästina befolgt werden soll, und daß sie bei der Abfassung dieser Deklaration unsere Konklusionen über das Thema der Einwanderung berücksichtigt.

  18. 1937-12-10 · Heft 49 (10.12.1937) · page 5

    Heuer Oberkomntandierender der britischen Streitkräfte in Palästina. An Stelle von Generalmajor Wavell wurde zum Oberstkommandierenden der britischen Streitkräfte in Palästina Generalmajor Robert Hadden Haining ernannt. … Sie hätten jedoch die Bedingung gestellt, daß die im Oktober deportierten arabischen Fülirer wieder nach Palästina zurückgebracht werden. Die Leo-Gesellschaft und die Palästina-Teilung. Der Professor an der katholisch-theologischen Fakultät der Wiener Universität Dr.

  19. 1937-07-23 · Heft 29 (23.7.1937) · page 3

    Dieser Ausweg ist in der ungeheuren Verlegenheit gefunden worden, in welche Großbritannien durch die Vorkommnisse in Palästina versetzt wurde. Er kann nur England momentan selbst befriedigen und vielleicht noch den Emir von Transjordanien, den zukünftigen Beherrscher des arabischen Palästina, sonst niemanden." … „Die Assimilation der verwandten jüdischen und arabischen Rassen in Palästina konnte in den letzten zwanzig Jahren — nicht mehr Zeit stand zur Verfügung — nicht angebahnt oder erreicht werden, weil Araber und Juden, national verhetzt und verblendet, die gemeinsamen Vorteile eines einheitlichen arabisch-jüdischen Palästina nicht erkennen konnten."

  20. 1903-11-20 · Heft 43 (20.11.1903) · page 4

    Aber dieser exotischen Massenkolonisation 'beipflichten, sie unterstützen, indem wir die langsame Kolonisation in Zion aufgeben, das können und dürfen wir Palästina-Freunde nun und nimmermehr. Denn es tritt klar bis zur Evidenz hervor, daß der einzig richtige Punkt für ein zukunftreiches jüdisches Kolonisations'Zentrum Palästina ist, daß das einzig angezeigte Gebiet für eine sofortige Rettungs- Kolonisation der Länderkreis um Palästina herum ist, und daß der einzig richtige Weg der der ununterbrochenen, allmählichen Erwerbung und Besiedelung dieser Landstriche ist. … Während in Basel das ostafrikanische Projekt angenommen wurde, reiste einer der eifrigsten Vorkämpfer des Zionismus, Ussischkin, in Palästina, um dorc Terrainankanf und langsame Kolonisation wieder zu inaugurieren. Auch aus den Brotlosen aus Kischeuew wollen politische Zionisten zwei Kolonien in Palästina bilden. .