-
spielen als in den Ländern ihrer Herkunft, ihrer Körperpflege noch größere Aufmerksamkeit widmen müssen als früher, und so werden sie auch das Gebot des Händewaschens vor jeder Mahlzeit in seiner ursprünglichen Bedeutung, wenn auch im allgemeinen ohne Segensspruch, wieder zu erfüllen lernen. Das Palästina-Amt hat schon vor Jahren unter meinen Vorgängern im Amte des Hauptvertrauensarztes, den Bundesbrüdern C z a p s k i und Neu* mann (jetzt in Jerusalem), kurzgefaßte Anweisungen, sogenannte Gesundheitsregeln, für das zur Vermeidung von Infektionen notwendige Verhalten in Palästina herausgegeben, die jedem Auswanderer unentgeltlich ausgehändigt werden, Im letzten Jahre ist im Verlage und auf Veranlassung des Palästina- Amtes Berlin eine Gesundheitsbroschüre ,,Briuth" erschienen, die in erschöpfender, für Ärzte und Laien gleich instruktiver Weise Auskunft gibt über die gesundheitlichen Gefahren, die dem Neueingewanderten in Palästina drohen, und über die Möglichkeiten ihrer Verhütung und Bekämpfung (Verfasser der Broschüre ist Dr. … Die alte Erfahrung, daß Gefahr abstumpft, gilt auch für Palästina. Die Sorglosigkeit, mit der man die Warnungen in den Wind schlägt, hat leider schon manches Opfer gefordert. Es ist die Pflicht der verantwortlichen ärztlichen Stellen in Palästina und in der Diaspora, immer wieder zu belehren, zu mahnen und zu warnen, um den Verlust an Menschenleben auf ein Minimum zu verringern.
-
-Arbeit liegt bei den Bundesbrüdern, welche nach Palästina gegangen sind, und bei den Hachscharahgruppen, von denen das Gesicht des Kartells in der Gallith nunmehr bestimmt werden muß. … Diese Arbeit soll von den Bundesbrüdern in Palästina geführt werden, und von der Entwicklung des K.J.V. in Palästina, insbesondere der Frage, ob es hier gelingen wird, zur besonderen Lebensform und zu einer eignen kollektiven zionistischen Arbeit des K.J.V. zu gelangen, wird es im wesentlichen abhängen, in welcher Weise der besondere Weg der Hachscharah für das K.J.V. verlaufen kann.
-
Walter Erhard und Gattin Aus dem KJV ausgetreten: Dr. Walter Eichenberg, Palästina Heinrich Raczkowski, Palästina Dr. Kurt Rosenzweig, Palästina Benjamin Pin, Palästina Seine Wiederaufnahme beantragt: Dr. … Friedrich Perles und Gattin Ins Kartell wieder aufgenommen: Dr. Siegfried Jachmann, Berlin R. Kallner, Palästina Willy Lichtenthai, Palästina Martin Lux, Dar-es-Saalam Adolf Zimmermann, Palästina Betr. Inhaltsverzeichnis. IWir fügen dieser Nummer ein Inhaltsverzeichnis bei, das die im J.W. 1933-1936 ersdiienenen Veröffentlichungen umfaßt und nach bestimmten Gesichtspunkten ordnet.
-
Im Churchillschen Weißbuch vom Jahre 1922 wurde die englische Palästina-Politik restriktiv interpretiert: „Unautorisierte Erklärungen wurden abgegeben in dem Sinne, daß das beabsichtigte Ziel die Schaffung eines vollkommen jüdischen Palästina sei. … Die Bai* four-Dekleration, heißt es in dem Weißbuche, besagt nicht, „das Palästina als Ganzes in eine jüdisch-nationaTe Heimstätte verwandelt werden soll, sondern daß eine solche Heimstätte in Palästina begründet werden soll".
-
Die Araber müßten also die Sonderstellung Palästinas als jüdische Heimstätte mit allen darauf bezüglichen Rechten der Juden anerkennen, andererseits würden aber die Araber Palästinas soweit als möglich politische Rechte für das Gebiet der ganzen arabischen Föderation erhalten. Ferner soll ihre Rechtsstellung in Palästina nicht gemindert werden, es müßten ihnen daher auch in Palästina die politischem Rechte (Wahlrecht, Fähigkeit, Beamter zu werden) gewahrt bleiben. … Soweit diese Sonderstellung es gestattet, kann auch Palästina mit der arabischen Föderation oder dem arabischen Gemeinwesen verbunden werden, also durch eine Zollunion, Konventionen über das Rechtswesen', Verkehrswesen.
-
Daraus ergibt sich aber zugleich für die Jugend die Entscheidung einer für sie unmittelbar praktischen Frage. Denn für alle diejenigen, die in Palästina die Aufrichtung einer gerechten Gemeinschaft verklangen, kann die Frage ihrer Stellung in dieser und zu dieser Ge^ meinschaft wohl so gestellt werden, ob sie in Palästina unter allen Umständen eine jüdische Gemeinschaft wünschen, gleichviel wie diese lebt, oder nur dann, wenn diese Gemeinschaft auch ein gerechtes Leben verwirklicht. Denn diese Frage kann nach dem Vorausgesagten leicht so beantwortet werden, daß ein nur äußerlich jüdisches Palästina noch nicht die Erfüllung wahrer jüdischer Sehn^ sucht sei. Nicht kann aber die Frage so aufgeworfen werden, ob der einzelne nur dann bereit sei, sich der neuen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen, seine Übersiedlung nach Palästina in Aus*
-
Wir glauben auch, daß schon mit Rücksicht auf die vielen Nichtzionisten, die nach Palästina gegangen sind, die Eingliederung der deutschen Juden wesentlich erleichtert würde, wenn sie über eigene kollektive Gruppen erfolgten. … Das Präsidium hat daher beschlossen, in absehbarer Zeit die Erziehungsaufgaben in einer Reihe anderer Aufgaben auf Bundesbrüder zu übertragen, welche schon heute in Palästina leben. Es ist jetzt ein Kreis der besten Menschen des jüngeren Kartells mit dem festen Willen zur Umschichtung, teilweise auch schon nach einer kurzen Hachscharah, nach Palästina gegangen.
-
Daß wir in diesem Jahr in ganz besonderem Maße versucht haben, den Konnex mit Palästina möglichst eng zu gestalten, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Situation des K.J.V. in Palästina hat sich grundlegend geändert* Hier erwachsen dem K.J.V. völlig neue Aufgaben. Das K.J.V. wurde ja bis zur Alijah 1933 in Palästina für recht überflüssig gehalten. In diesem Jahr kamen nun Hunderte neuer Bundesbrüder nach Palästina, und zur Zeit leben etwa 400 bis 500 Bundesbrüder drüben.
-
Blumenfeld in seinem Referat gemacht hat, insbesondere gegen den Vorwurf, daß die Revisionisten Propagandisten einer anarcho-individualistischen Wirtschaftsauffassung seien. Die Privat-Initiative sei in den letzten Jahren in Palästina nicht in dem erforderlichen Maße gefördert worden. Hauptsinn der revisionistischen Politik sei« nach Palästina in möglichst kurzer Zeit eine möglichst große Zahl von Menschen zu bringen. … Er warnt das Kartell, durch eine falsch verstandene „Neutralität" sich den Wirklichkeiten des jüdischen Lebens in Palästina zu entziehen. Wenn der ganze Mensch von den Entscheidungen in Palästina wirklich betroffen wird, muß das Kartell auch die Kraft haben, sich von solchen zu trennen, deren Grundlage menschlich nicht tragbar ist.
-
Hierbei muß klar ausgesprochen werden, daß diese Gruppen und da* K.J.V. in Palästina überhaupt sich nicht abschließen und beschränken dürfe» auf die aus Deutschland stammenden Menschen» Im Gegenteil, muß es m. … Nach alledem bin ich der Ueberzeugung, daß das. Schwergewicht der K.J.V.-Erziehungsarbeit nach Palästina zu verlegen ist. Deshalb muß m. E* die Schaffung der landwirtschaftlichen Siedlung in Palästina bald in Angriff genommen, ebenso mit der Bildung von Handwerkergruppen usw. begonnen werden.
-
Ueberhaupt ist heute eine Sonderexistenz des K.J.V. und darüber hinaus des deutschen Zionismusals Gruppe nur gerechtfertigt, wenn wir besondere Aufgaben für Palästina in Angriff nehmen. Ein Gruppenleben hier und eine zionistische Erziehung hier haben nur dann einen Sinn, wenn sie zu bestimmten realen Gruppen in Palästina oder zu neuen zionistischen Zielen für Palästina führen. … Matf er noch so verschiedene Vorstellungen über Endziel und Methoden der Verwirklichung haben, er muß versuchen,' diese in die großen gemeinsamen Aufgaben einzuordnen. Wir können jedoch nicht nach Palästina gehen, mit der
-
Der konkreten Aufgaben in Palästina gibt es heute schon genug. Es braucht hier nur daran erinnert zu werden, daß mit den deutschen Zionisten eine ungeheure Anzahl von deutschen Juden nach Palästina gegangen ist, die bestenfalls dem Zionismus sympathisch gegenüber stehen. … Die Idee der landsmannschaftlichen Siedlung hat sich heute in Palästina fast überall durch*- gesetzt. Die deutschen Zionisten, die heute in größerer Zahl nach Palästina;
-
Daher sind nicht: neue Formen, sondern neue Menschen die erste und wesentlichste Forderung für den Ausbau einer gerechten Ge^ meinschaft in Palästina, so daß letzten Endes die Verwirklichung dieses Zieles auch hier mit der Erziehung unserer Jugend zusammenhängt. Wie unser Nationalismus in seiner ersten Form kaum anderes war, als die Erkenntnis der äußeren Tatsache, ein Volk zu sein, ging die Erziehung bis kurz vor dem Krieg dementsprechend darauf aus, die Notwendigkeit der Konzentrierung des jüdischen Volkes in Palästina zu erweisen, und erst in der letzten Zeit mit dem wachsenden Zusammenhang zwischen Jugend und Land kam als letztes Ziel in der Erziehung die Forderung dazu, daß der einzelne nach Palästina hinübergehen mülTe, um dadurch für sich und das Volk die Frage zu lösen. … Für sie ist auch die Not^ wendigkeit der Liebersiedlung kein Problem mehr, sie sucht nur noch nach dem Wege, der am , besten nach Palästina führt. Wer die Verwirklichung der gerechten Gemeinschaft will, muß der Erziehung ein neues hinzufügen: er muß die Jugend lehren, daß mit der Übersiedlung noch nicht alles getan ist, daß es auch in Palästina noch gilt »Zionist« zu sein, und das die wahre jüdische Gemeinschaft dort eben nur durch gerechtes Leben verwirklicht werde, daß »Zion nur erlöst werde durch Gerechtigkeit«, daß aber dazu, zur Befreiung Zions, notwendig sei, daß jeder einzelne sich selbst befreie, indem er sich nicht nur äußerlich von Galuth losmachen, beim Übergang nach dem Orient, sondern auch: innerlich, wenn er wirklich den »Staub« Europas, das Unreine von sich abschüttelt und so in Palästina als neuer Mensch ein neues Leben beginnt, ein Leben der Gerechtigkeit.
-
Wir können es uns auf die Dauer nicht leisten, eine immer nur negierende Politik zu treiben, die praktisch darauf hinausläuft, Palästina als einziges noch übrig gebliebenes A-Mandat so lange zu erhalten, bis wir uns stark genug fühlen, selfgovernment unter zionistischer Flagge zu verwirklichen. … Wer nüchtern denkt, der kann sich nicht darüber im Zweifel sein, daß die Verpflichtung zur Errichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina für das Britische Empire eine schwere Belastung seiner ganzen Near-East-Politik werden kann und daß der politische Nutzen, den ein jüdisches Palästina dem Empire unter gewissen weltpolitischen Voraussetzungen bringt, unter 34
-
^chteinmischun^ Augenblick, in dem etwa von Bundesbrüdern hier eine Stellungnahme zu den Vorgängen in Palästina, sei es nach der einen oder anderen Richtung, gefordert wird; müssen wir hier im deutschen Kartell dieselbe Auseinandersetzung führen, die in Palästina zu dem Austritt von 75 Bundesbrüdern geführt hat. … V. (im alten SinneJ vorbei sei, hat durch die Vorgänge in Palästina eine schnelle Antwort erfahren. Man hat uns belehrt, daß für das K. J. V. in Palästina „der Gedanke der politischen Neutralität unter den hier gegebenen Umständen überhaupt seine Bedeutung verloren habe", und man hat sich eindeutig für eine bestimmte Pafteigruppierung entschieden.
-
Hier wird der Versuch gemacht, eine möglichst billige aber ebenso wertvolle Volksausgabe der jüdischen Schriften zu * Palästina BiMerkarten v.Photo-Mosbadier, Kassel,Queralfee 21. 40 verschiedene Palästina-Aufnahmen (das alte Palästina, Landschaft und Moscheen, arabische Typen, das moderne Palästina usw.) in 8 Serien zu je 5 Stück. … Die Bilder, die in echter mann, der in anschaulichster Form auf die Fragen des täglichen Lebens eingeht. Eine Karte von Palästina vervollständigt dieses Alijaheft, Was einer Aenderung bedarf, ist vielleicht die Einfügung der Inserate in der vorliegenden Form.
-
Mit diesen Vorbehalten möchte ich dem im Rundschreiben von Konrad Jacoby dargelegten Plan einer landwirtschaftlichen Siedlung des K.J.V. in Palästina zustimmen. Denn ich glaube, daß das Kartell der oben skizzierten Aufgabe, seine politische Tradition in Palästina fortzusetzen, nur gerecht werden kann, wenn ein Kern des Bundes geschlossen siedelt. … Dazu, ob dies durchführbar ist, werden ebenfalls unsere Bundesbrüder in Palästina Stellung nehmen müssen. Die Bundesbrüder, denen es wirklich vollkommen unmöglich ist, Beiträge zu zahlen, bitten wir, uns das mitzuteilen.
-
Dementsprechend lehnt er eine Uebertragung der palästinensischen Beschlüsse auf das deutsche Kartell ab. Sie bittet, daß das Palästina- Präsidium angesichts der beginnenden Befriedung innerhalb des Gesamtzionismus alle Anstrengungen macht, um die Einheit des Palästina-Kartells wiederherzustellen. … Ich weiß nicht, ob Ihr die Krise empfindet, in der sich heute der Zionismus befindet. Zionismus ist nicht identisch mit Palästina-Wanderung. Es kommt darauf an, daß es gelingt, die Menschen zu einem Volke zusammenzuschweißen und sie in Palästina zu verwurzeln.
-
In Palästina wird vieles erschüttert. Den 75 Leuten bis auf 5 Revisionisten ist der Revisionismus Hekuba, Und die Methoden des Revisionismus werden von ihnen verurteilt, wenn es dazu kommen, wird, daß der Friede in Palästina zustande kommt, dann wird vielleicht unter dem gewaltigen Eindruck einer Friedensbewegung wieder eine Fusion stattfinden. … Georg Joel, Breslaus Ich bin vor mehreren Wochen von einem längeren Aufenthalte in Palästina zurückgekommen und habe dort Gelegenheit genommen, mit einer Anzahl von Bundesbrüdern über den Revisionistenbeschluß zu sprechen. 24
-
Weil sie nur an die grauenvolle Realität der Judennot, aber nicht an die ebenso reale Wirklichkeit Palästinas dachten. Die Palästina-Regierung aber hat zwar die Einsicht gehabt, daß eine jüdisch-arabische Verständigung in Palästina das notwendige Ziel jeder richtigen Palästina-Politik sein müsse. … Nicht die Politik des jüdisch-arabischen Ausgleichs ist gescheitert, sondern die englischen Methoden sind an der Aufgabe des Palästina-Mandates gescheitert. Daraus folgt, daß man die Bemühungen um den jüdisch-arabischen Ausgleich nicht aufgeben, wohl aber die Methoden der Palästina-Politik ändern muß.