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19171922
Most mentioned on these pages: Leonhard Frank 1Leopold von Ranke 1Memmingen 1
  1. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    Die vorhandenen einzelnen Fachlente und die wenigen jüdischen Bauernfamilien, hie. iM Osten Europas in echt bäuerlichem Sinn auf ihrer, ihnen lieb gewordenes Scholle leben,, können nnd dürren nicht maßgebend sein für die Erwägung, welche Betriebsart bei der jüdischen Kolonisation in Palästina Auswahlen sei, da sie ja nur eine Ausnahme bilden und nur wenige von diesen wenigen große Luft zur Auswanderung nach Palästina bezeugen. kt> vk :. . * - z Es handelt sich ja in der Hauptsache um Leute, die — das sei gern zugegeben — mit grrten Eigcllschaften des Geistes und der Seele ansgestattet such; Manche bringen auch die rein körperliche Eignung zu.- manuellen Arbeiten mit, aber eS find doch mit verschwindenden Ausnahmen Menschen, die bis zu ihrer Einwanderung in Palästina nicht nur keine Arbeit tu Feld^ und Garten ausgeführt haben, sondern auch selten aus der Stadt herausgekommen.sind und fast nie Sinn urd Interesse für ländliches Leben und landwirtschaftliches Schaffen hatten. Diese und solche Menschen können, sofort auf kleinbäuerliche Betriebe gesetzt, me und nimmer sich und das Siedlungswerk in Palästina vorwärts bringe Das nationale Judentum, das sich eine eigene Volksgemeinschaft grüßen >suL Muß vorerst auch in bezug auf Berufseignung und Derufsschichtung eine Regenerations- Periode durchmachen.

  2. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 42

    Wie und wo soll nun der junge Mann die landwirtschaftliche Vorbereitung auf Palästina in Deutschland betreiben? Wie lange Zeit hat er darauf zu verwenden? Wer kann überhaupt auf Et folg rechnen? Die letzte Frage will ich zuerst beantworten. … Denn ein Teil der genannten Schwierigkeiten liegt an der goitischen Umgebung und entfällt später in Palästina« Wer 42

  3. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    Wer die Mittel besitzt, wird auf ein bis zwei Jahre nach Kalifornien oder in ein anderes, Palästina im Klima ähnliches Land, wie Südfrankeich. Sizilien, zur weiteren Ausbildung gehen. Man darf jedoch nicht vergeffeu, daß der Bedarf an solchen Inspektoren in Palästina nur ein sehr geringer ist. Und auch der. Großgrundbesitz im engeren Palästina wenig Aussichten hat. In der Regel wird man daher nach 2- bis 3 jähriger Lehrzeit in Deutschland, als Landarbeiter nach Palästina gehen, und etwa nach 2 jähriger Arbeit die Eignung zur Anfiedlung besitzen.

  4. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 37

    Uod was wollen sie überhaupt mit den theoretischen Kenntnissen ohne genügende Praxis in Palästina anfangen? Der Drang in möglichst kurzer Zeit viel zu lernen und zu wissen, um möglichst bald nach Palästina zu gehen, ist verständlich, aber geradezu verhängnisvoll iür unsere ganze Arbeit. … Ob sich nun die Kolonisation in Palästina im Sinne Soskins oder Ruppins oder irgend eines andern Volkswirtschafllers entwickeln wird, spielt für die Ausbildung nur eine sekundäre Rolle.

  5. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    . - : Es Ware jedoch denkbar, daß bei sehr günstiger politischer Konstellation das Hinterland von Palästina nicht mehr das arme Syrien mit seinen ca..3'/r Mill. Menschen, sondern das -schon recht hoch entwickelt«: Aegypten mit seinen ca. 15 Mill. … Msummen sind hier, vertan worden; zahlreiche Existenzen sind gescheitert, und viele, zur Auswanderung gezwungen, haben Palästina verlassen müssen. Die Menschen, die Palästina braucht, sind wirklich ttichtige Landwirte, die nicht nur eine gute Gesinnung, sondern ein noch besseres Können mitbringen.

  6. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    Die Ausbildung zum Landwirt wird ja vorläufig nur in Deutschland, und nicht in Palästina erfolgen können, was übrigens, nach Ansicht der meisten Fachleute, der jüdischen und deutschen, auch wünschenswert fern soll. Ruppin und Oettinger dagegen ziehen ein sofortiges Beginnen der Lehrzeit in Palästina vor, weil - die Anpassung an Land und Klima, nach ihrer Ansicht, die in Deutschland bestehenden Vorteile der besseren Landwirtschaft aufwiegt.

  7. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    „Die Zeiten", so schrieb mir ein Führer Wsdem Felde, „in denen der Zionismus für viele nichts weiter als ein Ideal wmr also tm Ding, das nicht erreicht werden konnte, find vorüber und jetzt, wo dir Er» Wllung des Zionismus in allergrößte Nähe gerückt ist, kann man fich einer Mnz nüchternen, realen Lösung der Frage nicht mehr entziehen." Wir haben es nicht mehr nötig, das Gehen nach Palästina zu begruMeu. und den persönlichen Nutzen zu beweisen. Nicht daß wir gehen, sondern wie wir gehen, und ob wir gehen können, heißt jetzt das Problem. … Nawratzki: Die Kolonisation Palästinas. D uv i s T r i e t s ch: Palästina-Handbuch. O ettinger: Methoden und Kapitalbedarf jüdischer Kolonisation in Palästina. (Nationalfonds-Vibliothek.) Erez Israel.

  8. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 40

    Es gibt auch Ausnahmen, aber leider bestätigen diese Ausnahmen die Regel. Für die Vorbereitung als Kolonistenfrauen für Palästina wäre es aber gut, daß die Mädchen sich einige gärtnerische Kenntnisse aneigneten, am besten in Haushaltungsschulen, in Küchengärten und in Privatgärten. … Landwirtschaftliche Ausbildung. Sich in Deutschland auf den Beruf eines Landwirts in Palästina vorbereiten, ist eine schwierige Aufgabe. Zu den allgemeinen und oft besprochenen Schwierigkerten-der körperlichen und seelischen Umstellung jüdischer Stadtkinder auf den Beruf des Landwirts kommen die Verschiedenheit der natürlichen und wirtschaftlichen Produktionsbedingungen zwischen Palästina und Deutschland und die große Unsicherheit über die Siedlungform in Erez Israel.

  9. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    schmerzloser vorgenommen werden kann, und daß dann irr Palästina die Akklimatisierung der die Landwirtschaft gewohnten Leute weit schneller und besser geschehen wird. Manwird damit rechnen müssen, daß viele ihren, gewählten Beruf wiederaufgeben, aber einige werden in praktischer Arbeit die Schaffensfreudigkeit erneut erwerben, die ein an ein Leben der Arbeit nicht mehr gewohntes Volk in Langer Ghettozeit verloren hat. … Anm-4. . r Berlin. •/.> - Walter Moses- Zur Kolonifationsfrage In Palästina 1 jAus den Neuen jüdischen Monatsheften mit Genehmigung des Verfassers.) Von S. D yk, Administrator der Kgl. Prenß.

  10. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    Der Binnenhandel, also die Verschiebung der eigenen Erzeugnisse innerhalb des Landes, spielt bei einem Agrarland wie Palästina eine ganz geringe Rolle. Industrie ist nicht vorhanden und kann in den nächsten Jahren noch nicht entstehen. Die Landwirtschaft exportiert heute bereits für einige Millionen,- doch ist dieser Handel in seinen Hauptzweigen genossenschaftlich so organisiert, daß er in wenigen Händen liegt. Der Import von Waren wird zwar bei stärkerer Einwanderung bedeutend steigen, aber für alle diese möglichen Berufe sind genügend .Kräfte vorhanden, und der Umfang dieses Handels wird selbst im besten Falle noch in so bescheidenen Grenzen bleiben, daß stets nur ein geringer Bedarf an Kanfleuten vnd anderen, durch den Handel bedingten Berufen, entstehen könnte. Solche berühmten Schlagwörter, wie „Palästina, das Mittlerland zwischen Orient und Oecident", und die Vergleiche mit früheren Zeiten, in denender einstige Welthandel zwischen Mesopotamien und Aegypten seinen Weg über Palästina nehmen 04

  11. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 48

    Es sind nur Richtlinien und Ihre Erfahrungen und besonders diejenigen der aus Deutschland nach Palästina Gegangenen müssen die Wege der Ausbildung hier dauernd korrigieren. Wir stehen im Anfang und die Ent-. Wicklung Palästinas muß unsere Methoden der Vorbereitung bestimmen, bis Palästina selbst auch die Ausbildung übernehmen kann. Jetzt fehlt es allerorten am Geld und in Palästina herrscht Arbeitslosigkeit Wenn aber das Geld da sein wird, dann wird es an vorbereiteten Menschen fehlen, das Tempo der Kolonisation zu beschleunigen.

  12. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · page 3

    Im übrigen war zu bemerken, daß alle Praktikanten in gleicher Weise auf dem Standpunkt standen, es sollen nur diejenigen Landwirte und Gärtner werden, die sich zu diesen Berufen berufen fühlen. Diese Berufe zu ergreifen, nur um nach Palästina hinüber gehen zu können, ist ganz unmöglich, denn sie fordern den ganzen Menschen, "und in Palästina wird sie eben nur der ausüben können, der als ganzer Mensch sie» beherrscht. … Erfreulich war auch der ziemlich einheitliche Wille, sich in Palästina in Kwuzdth zusammen zu schließen und möglichst schon hier in Arbeitsgruppen zu arbeiten, um drüben dann um so leichter zusammen arbeiten zu können.

  13. 1921-03-01 · 6-7 (3.1921) · p. Seite 116

    Selbstverständlich gibt es noch eine große Anzahl anderer technischer Berufe, die die meisten von Euch ja kennen und die für Palästina in Betracht kommen: Tischler, Zimmerleute, Sattler, Schlosser — sowohl Feinmechaniker als auch Reparaturschlosser —, Betriebselektriker ohne akademische Bildung. … Derartig Ausgebildete können späterhin als Maschinenmeister oder dergleichen in Palästina in vorhandenen Industrieen angestellt werden; Voraussetzung ist, wie ich noch einmal betonen möchte» eine ganz zuverlässige Ausbildung und eine sichere Beherrschung ihres Faches.

  14. 1921-03-01 · 6-7 (3.1921) · page 32

    in Palästina ebenso gebraucht werden wie Landwirte. Es ist höchste Zeit, an die Organisierung des technischen Chaluz heranzugehen. … Sehr förderlich wäre nach dem Vorbilde des Praktikantenbundes eine baldige Tagung, in der die wesentlichen Fragen der Einrichtung der technischen Berufsberatung, mit Rücksicht auf Palästina, zu besprechen wären. Vorher wird durch Anfragen und Besprechungen in kleineren Kreisen eine möglichste Klärung der ganzen Frage zu erstreben sein.

  15. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    - Ein Teil der bereits in Palästina vorhandenen Kolonistenstellen könnte ebenfalls als Lehrstatte benutzt werden. . Bis jetzt war es eine harte Zumutung an den schon an sich knappen Geldbetrag des Kolonisten, neu in Palästina eingewanderte junge Leute als „Arbeiter* zu beschäftigen und sie zu entlohnen, daß ihnen ihr Auskommen gewährleistet war. … Der Einwanderer muß entweder vor seiner Auswanderung oder in Palästina erst durch physische Arbeit auf dem Acker seine Muskeln und Knochen stählen und zur Ausdauer geübt machen, muß erst den landwirtschaftlichen Beruf erlernen.

  16. 1918-08-01 · 5 (8.1918) · p. [Seite]

    DaS Ziel des Bundes jüdischer Wanderer ist die Bildung einer auf den Grundsätzen der gemeinsamen produktiven Arbeit und liebevoller gegenseitiger Hilfe snsgebauten jüdischen Gemeinschaft in Palästina. g. Alle Gegenwartsarbeit des Bundes empfängt Sinn und Richtung durch dieses Ziel. Sie gliedert sich demgemäß in: ‘ ' a) Schaffung und Erhaltung von Institutionen, die deli^Bundesgenoffen die Möglichkeit der Vorbereitung auf ihren künftigen Beruf bieten^ d) Schaffung und Erhaltung eines Verbindungsamtes, das die Aufgäbe hat, die Verbindung mit allen gleichem Ziel zustrebendeu Gruppen einerseits, andererseits mit allen für die Siedlung in Betracht kommenden Faktoren der zion. Organisation in Europa. und Palästina aufrecht zu erhalten.. - c) Mitarbeit an den erzieherischen und verwaltnngstechnischen Aufgaben des Blau-Weiß. <l) Schaffung von Institutionen, die den Bundesgenossen die Fortentwicklung im jüdischen Sinne erleichtern. 4.

  17. 1918-03-01 · 4 (3.1918) · p. [Seite]

    - Gegenwärtig aber schon die Bauernkolonisation als vorwiegendes System der Mischen Kolonisation zu empfehlen, halte ich für verfehlt, ja für Verderben bringend, trotz aller Theorien, aller glücklichen und unglücklichen Motivierungen, aller künstlich konstruierten und scheinbar empirisch festgestellten Tabellen und Berechnungen, rmd sogar für den glücklichen Fall, daß für die Palästina-Kolonisation gewaltige fiumrzielle Mittel zur Berfiigung stehen sollten. Jetzt schon in der Hauptsache eine Bauernkolonisation in Palästina durchzufübren, hieße die Pyramiden vom Gefilde Moph auf ihre Spitzen setzen wollen.

  18. 1921-03-01 · 6-7 (3.1921) · p. Seite 115

    Auch wird die Zusammenarbeit sich dann ergeben, sowohl mit den zuständigen Stellen in Palästina, als auch mit dem Verband judischer Ingenieure, der Berufsberatungsstelle des K J V., Jüdischen Bauunternehmern, und einem weiteren Kreise beratender Freunde, der Mahpecba, dem Arbeitsamt, den Cbaluzorganisationen anderer Länder. 1 Nürnberg. … Die Ausführungen gelten nicht für Leute, die die Absicht haben, in einem oder „allerhöchstens" in zwei Jahren nach Palästina zu gehen, sondern für diejenigen, die tatsächlich die Energie und die Ausdauer haben, eine Lehre und Pjaxis von vielleicht 5 bis 6 Jahren durchzumachen.

  19. 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 46

    Bietet sich nach Abschluß der praktischen Lehrzeit keine Möglichkeit, nach Palästina zu gehen, so kann man evtl. noch einmal einen Winter Theorie treiben. Es gibt ja auch landwirtschaftliche Wintersehulen mit zweisemestrigen Kursen. … Dazu kommt der Vorteil daß sich eine Arbeitsgemeinschaft bildet, die vielleicht den Kern* zu späterer Zusammenarbeit in Palästina bilden kann. Hierfür brauche ich keine Propaganda zu machen, da der Andrang ohnehin größer ist als die Zahl der Vakanzen; deshalb sollten die Einzelnen — abgesehen von den Leitern rauch nicht länger als ein Jahr dort verbleiben. % 2.

  20. 1921-03-01 · 6-7 (3.1921) · p. Seite 118

    Auch muß jeder, der eine derartige Ausbildurg durchmacht danach streben, Kenntnisse im technischen Zeichnen sowie möglichst auch kunstgewerbliches Wissen zu erwerben. Ein Handwerk erfordert, wenn man es in Palästina nutzbringend ausüben will, sehr vielseitige Erfahrung und bedeutende Kenntnisse. Ich möchte das wieder an meinem Fach erläutern. … Da die meisten ostjüdischen Handwerker nicht so vollkommen ausgebildet sind, werden Leute, die ihr Fach durch und durch kennen, wahrscheinlich sehr benötigt sein, und es müßte daher jeder unserer Handwerker möglichst viel Fachkenntnisse zu erlangen suchen, selbst wenn er dadurch erst eine gewisse Zeit später würde übersiedeln können. Für die Arbeit in Palästina wird sich wohl gerade beim Handwerk ein Zusammenschluß mehrerer ausgebildeter Leute zu einem genossenschaftlichen Betrieb empfehlen, zunächst wegen des in diesem Falle bedeutend kleineren Aufwandes an Kapital, weil in einer mittelgroßen Werkstatt natürlich wesentlich billiger und schneller gearbeitet werden kann, als in einer entsprechend kleineren, weil zu einer größeren Werkstatt verhältnismäßig weniger Werkzeug benötigt wird, vor allem aber, weil hier viel eher und in besserer Ausführung die notwendigsten Maschinen gehalten werden können, die der Einzelne sich meist gar nicht leisten könnte, die aber heute in den meisten Handwerken zu einer rentablen Arbeit gar nicht zu entbehren sind.