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19261933
  1. 1928-02-01 · Heft 2 (Februar 1928) · page 4

    n de r M ei » ung (iifjt, Z» de» Tinge», die verschiedenerlei Meinung Anlassen, gehöre oucfj das Palästina-Problem, lieber dieses Problem könne >na» jrl]i' wohl in einem Gksinnnngsverein, ivie der Centrnlvcrein es |ci, verschiedener Meinung sein. … innner mehr verbreitet sich die Vorstellung, a»S g«l)örten die dcntschen Juden nicht zum deutsche», sondern vielmehr zu einem über die ganze Erde verstreuten, in Palästina beheimateten jüdischen Volk. Dieser Zustand bringt die Errungenschaften eines mehr als hundertiährigcn Emauzipationskampscs in crnstcst« Gefahr.

  2. 1931-02-01 · Heft 2 (Februar 1931) · page 4

    Der Inhalt ihres Heimaterlebens ist nicht das deutsche Land, die deutsche Kultur, die deutsche Volksgemeinschaft. Sie bekennen, daß ihre „eigentliche Heimat Palästina ist; sie bekennen ausdrücklich, daß die deutsche Nation nicht ihre Nation, das deutsche Volk nicht ihr Volk ist, sondern die jüdische Nation und das jüdische Volk. … Sie Nüssen: Heimaterleben ist Heimatbesitz, und da der Inhalt ihres Heimaterlebnisses nicht Deutschland ist, so sprechen sie die Wahrheit, wenn sie sagen: Unsere Heimat ist nicht Deutschland, sondern Palästina. Sie sind Gäste, gewiß ehrenwerte, pflichtbewußte Gäste des deutschen Volkes, aber nicht organisch verbundene Glieder der deutschen Volksgemeinschaft, und sie wollen auch nicht so genannt sein; denn chr tiefstes Heimat- und Gemeinschaftserlebnis gehört ihrer Nation, der jüdischen Nation, und mit keiner Silbe wollen sie diesem Erlebnis untreu werden.

  3. 1929-03-01 · Heft 3 (März 1929) · page 1

    Die älteren Schichten und Neberliefernngen des Talmud gehen ja in die erste christliche und sogar in vorchristliche Zeit zurück und stammen aus Palästina, so. daß sie schon aus diesen Gründen über die U in weit Jesu unb d e_8 R tuen Te st a w c n t c § viel ausznsagcn haben. … Man denke da an Dalinans „Orte und Wege Jesu", ferner an sein Buch „Arbeit und Sille in Palästina", außerdem etwa an sein „Aramäisch-Neuhebräisches Wörterbuch" und seine „Aramäischen Tinlettprvben". Damit, daß die rabbinischen Studien ihren Sitz in der neut e st a in entti ch e n Wissenschaft haben, die ja für die gesamte Theologie zentrale Bedeutung hat,!

  4. 1927-03-01 · Heft 3 (März 1927) · page 7

    In Lagen, wo es hart auf hart zu gehen drohte, — in solche Lagen geriet er ans dem Balkan, in Kleinasien, in Palästina — war er von stärkster Kaltblütigkeit und unerschütterlichem Gleichmut. Und dann diese uns Jüngere beschämende Kenntnis des nationalvkouomischen, geschichtlichen, politischen führenden deutschen und ausländischen Schrifttums, nicht minder der schönen Literatur; stets bereit, seine Rede mit Zitaten ans erster Hand — französische liebte er bezeichnenderweise — zu . beleben. … Das leuchtende S ch n l w e r k des H i l f s v e r e i n s der deutschen Juden im Orient, vor allem in Palästina, James Sinwns, Bernhard Kahns und vor allem seine Lebensarbeit, zertrat der Allvernichter Krieg. Im Heiligen Lande sollte 1914 das Technikum in Haifa eröffnet werden und den planmäßigen Aufbau, der vom Kindergarten an einsetzte, krönen.

  5. 1928-09-01 · Heft 9 (September 1928) · page 2

    Ich wies den jungen süddeutschen Philosophen, der mir die Auswanderung nach Palästina nahegelcgt hatte, ans die Unterdrückungen, Ausbeutungen, Verinogenserpressnugen, Martyrien und abergläubischen Vorurteile hin, unter denen die Juden von jeher zu leiden hatten und über die sich jeder ehrliche Forscher mit Leichtigkeit informieren könne. … Aber, um ans meinen Mann zurückzukommen, so machte ich ihm bemerklich: Trotzdem Ihre persönlichen Erfahrungen also die erfreulichsten sind, verlangen Sie, daß die Juden verschwinden sollen, womöglich vom Erdboden, denn was sollen sic allesamt in dem kleinen Palästina? Einen neuen Nationalstaat ansrichten zu den anderen künstlichen? Sich von Türken, Arabern, Griechen, Persern langsam nrassakrieren zu lassen?

  6. 1929-05-01 · Heft 5 (Mai 1929) · page 6

    „Wenn Ivir im Sinne unseres Ideals arbeiten, indem wir immer wieder durch Verbreitung unserer Anschammgcn nicht einen auf Phrasen gegründeten, sondern in der Gesinnung verticston Stolz erzeugen, wird auch innerhalb mifcrcr deutsch-jüdischen Welt die Last zu leben und Leben zu geben, sich steigern." Zum Schluß seht Holländer sich noch mit dem Palästina- Problem auseinander. Durch Palästina kann die Jndensrage nicht gelost werden. Wer mit Leidenschaft diese Dinge in die Debatte wirst, überschätzt ihre Bedeutung.

  7. 1929-09-01 · Heft 9 (September 1929) · page 7

    Ob cs nicht znm Besten der Menschheit und ihrer Kultur gereiche, diesen Nntcrschicd in Vergessenheit kvnunen 31t lassen?" Auch von einer Rückkehr nach Palästina will Mendelssohn nichts wissen und spricht das heute gewiß bedeutsame Wart aus, dass eine gehoffte Rückkehr nach Palästina ans unser bürgerliches Verhalten nicht den geringsten Einfluß haben könne.

  8. 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · page 6

    Demnach wird der kleine Adolf aus Bayreuth bald die Ehre haben, den: großen Adolf, dem Meister Hitler, die zackige Rechte in Palästina zu drücken. Diese Zukunftsaussicht ist nicht zu kühn, wenn man bedenkt, wieder Herr Studicnprofessor sie sozusagen beweist. … Jetzt ist es klar, diese Beweisführung ist zwingend, Juden, die nicht „nationaljüdisch^ sind, gibt es ja nicht, und Hitler wird nach Palästina gebracht werden. Wozu sonst die Parteien? Ueberhaupt diese Parteien! Das deutsche Volk muß ja, das ist einer von den nationaljüdischen Träumen, zersplittert werden.

  9. 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · page 7

    Dieser Gott hatte die bisherigen Götter verdrängt; als Israel nach Palästina kam, war die Erinnerung all sie bereits fast erloschen. Natürlich zeigt sich diese Jahvereligion, als ausschließender Eingotbglmrbe, durch viele Fäden verknüpft mit einer uralten midianitischen und hebräischen Vergangenheit des Gottesbildes. Der Berggott des Sinai löste sich von seiner altgewohnten Stätte, zog mit Israel und wuchs zum Landesgott Palästinas — bis er sich auch von- Israel und Palästina befreite, durch die Propheten die Welt eroberte und zuln Gott des Universums wurde. Doch Mose hat, als der Stifter dieser Volksreligion, den Grundstein zur Weltreliglvll gelegt, als er in den Feuergluten des Vulkans Gott und Israel zusammenschweißte.

  10. 1928-09-01 · Heft 9 (September 1928) · page 1

    Was wollte nun der Mann von mir, dieser deutsche Philosoph und Idealist? Er legte mir nahe, nach Palästina auszuwandcru. Er legte es mir nicht nur nahe, sondern er forderte cs von mir, und z>var so kategorisch, das; ich bei der Lektüre seines ersten Briefes das Gefühl hatte, es handle sich uu; einen Polizeibefehl.

  11. 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · page 7

    L i t a u en, B e ß a r ab i e n, der K r i in und anderen mehr, die von der „Joint" und der Gesellschaft „Ort" ausgchen, und um Kolonisationen in Palästina auf inchtnationnljüdischer Basis. Die Sammlungen für den jüdischen N a t i o n a l f o n d s sind dagegen nur mit süns Millionen Dollar veranschlagt. Die amerikanischen Zionisten rücken das nationalistische Moment sehr wenig in den Vordergrund, legen vielmehr das Hauptgewicht aus die kolonisatorischen Bestrebungen in Palästina. Ans diesem Grunde gibt es in Amerika auch nicht eigentlich Antizionisten, sondern nur entiveder Z i o n i st e n oder N i ch t z i o n i st e n.

  12. 1931-04-01 · Heft 4 (April 1931) · page 1

    Ves. a. O., Berlin - Lichterfelde Solange unsere Ahnen in Palästina noch in völkischer und staatlicher Selbständigkeit und Geschlossenheit lebten, waren sie durch das ganze Bolk hindurch von sehr wehrhafter Gesinnung.

  13. 1931-04-01 · Heft 4 (April 1931) · page 5

    Unb bmut kam das Christentum, später kehrten mit ihren jüdischen Frauen die germanischen Kämpfer Noms aus Palästina zurück, denen vielfach ihrer Frauen Brüder und Schwestern svlgten, alsdann kamen die durch Kämpfe und Gebietsveränderungcn begünstigten Vermengungen mit andern, meist slawischer:, bereits zum christlicher: Glauben bekehrten Stäuunen und Völkern; und es entstand das von tiefster Neligiosität erfüllte neue deutsche Volkstum, das unabhängig von jeder konfessionellen Zerklüftung die herrlichsten Blüten innigsten Gottesbekeuueus trieb, der ganzen Welt religiöse Impulse gab, die sich als richtunggebend allswirkten und weiter answirken sollen!

  14. 1930-05-01 · Heft 5 (Mai 1930) · page 6

    Und als ob er vorahnend in konnnende Dinge eingegriffen hätte: er verlangte, die Juden sollten die „alten Nationalvorurteile" ablegen und „ihren geistigen Tempel nicht auf ben nackten Bergen Palästinas errichten"; ihr Palästina sei überall dort, „wo sie leben und edel wirken".- So wies Herder den Juden seiner Zeit den Weg, auf dem sie ihre Menschenwürde behaupten und zu nützlichen und geachteten Mitgliedern der Gesellschaft werden könnten: er brauchte ihnen nur den bedeutendsten ihrer Glaubensgenossen, Moses Mendelssohn, den er nach seinen eigenen Worten von Herzen hochschätzte, als Idealbild vorzuhalten, um sie der Erfüllung ihrer hohen Aufgabe entgegenzuführen.

  15. 1932-04-01 · Heft 4 (April 1932) · page 7

    Auch der General Ludendorff hat sich dieser Fälschung s bedient, um nachzuweisen. daß die „Oberleitung 's des jüdischen Boltes" idie es naehgewiesener- . maßen seit der Ochnner';eit, d. h. seit der Zer s störting des jüdischen Staates m Palästina, nicht - mehr gibt!) mit Frankreich tind England Hand { in Hand gearbeitet habe, tun in Teutsehland; den Juden dieselbe Stellung ztl verschaffen ivie ^in jenen Ländern, „die sich dem Judentum schon ^ergeben haben".

  16. 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · page 11

    Im „Evangelischen Deutschland" finden sich 1931/32 unter dem Stichwort „Judentum" im Register nur einige Mitteilungen über den Zionismus in Palästina, ferner Notizen über erfolgreiche jüdische Missionstätigkeit unter Christen in Amerika und über die Wanderung der Juden von Osten nach Westen.

  17. 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · page 2

    Tas zeigte sich gleich bei Beginn, als der Redner auf die Leipziger Zivischeilsülle einging und den Kommunisten den Rat gab, «nit ihre:« " Gönnern nach Palästina anszuivandern, das setzte sich fort, als er die Sowjetrepublik als Werkzeug der „jüdischen Weltsinanz" hinstcltte, kurzum, das ganze, wohlbekannte Register der Antisemiten zog, die ihre geistige Nahrung aus den „Geheimnissen der Weisen von Zion" «ind ähnlichen trübe«« Quellen beziehen.

  18. 1926-11-01 · Heft 11 (November 1926) · page 6

    Einmal die Begründung eines neuen jüdischen Staatswesens tu Palästina. Der Zionismus, bis dahin eine vage Schtvärmerbetvegnng, erhielt plötzlich feste Nahrung. Keine Rede davon, das; mm mit einem Schlage eine große Masse deutscher Inden sich danach gesehnt hätte, tmch Kleinasten anszuwandern.

  19. 1930-11-01 · Heft 11 (November 1930) · page 4

    Längst war der Glanz des jüdischen Staates gewichen, und von seiner Selbständigkeit war nicht viel übriggeblieben. Palästina war ein Vasallenland, und die Oberherrschaft hatten die Syrer. Ein Königtum gab es nicht mehr, und die höchste geistliche Würde, das Hohepriestertum, das Symbol göttlicher Hoheit und Reinheit, wurde zu einem käuflichen Objekt.

  20. 1926-07-01 · Heft 7 (Juli 1926) · page 7

    Diese Erörterungen in Form freier Diskussion mit Abschweifungen aller Art, erbaulichen, geschichtlichen, allgemein-wissenschaftlichen Inhalts wurden in knappem Lapidarstil schriftlich festgehalten, Aus den jahrhundertelang festgesetzten Sammlungen solcher Protokolle über Debatten zu den einzelnen Mischnahstücken entstand die G e in a r a — Erläuterung, In Palästina legte N. I o ch a n a n im dritten Jahrhundert zu einer solchen Protokollsammlung den Grundstein, aus der der j e r u - s a l e m i s ch e Talmud erwuchs.