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Es erhielt einen solchen Vorrang, daß man es als sündhaft erachtete, nach Palästina zu überstedeln. Wol treffen wir auch hier romantische Gemüther, in denen die Sehnsucht nach Palästina glüht, aber sie gehören zu den Ausnahmen. … Die Messiaszeit ist nach einem dortigen Lehrer die Wiedererlangung der politischen Unabhängigkeit. In Palästina stand es fest, daß man Rechtssprüche blos von einem Gericht verlange, in Babylonien wurden die auf rechtlichen Grundsätzen gebauten Staatsgesetze als religiös gültig gestempelt.
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Sir Mvses Montefiore, Baronet. 2t'> nen und manchen: Bedrängten Hülfe zu bringen, von der zwar das interessante Tagebuch nichts berichtet, die aber dem Paare in Palästina und Aegypten ein segensvolles Andenken sicherte. Die Eindrücke dieser Pilgerfahrt blieben maßgebend für Montesiore's ganzes Streben, ohne ihn dem heimischen Gesichtskreise im geringsten zu entfremden. … Als im Herbst 1838 dies ruhmvolle Jahr abgelaufen war, rüstete sich Mvutesiore zu einer zweiten Reise nach Palästina, wo noch so viel Plane zur Verbesserung der Lage der palästinensischen Israeliten, nachdem die erste Reise dies angeregt hatte, der Erfüllung harrten.
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Interessen des Judenthums. Kritische Anzeigen. Wanderungen durch Palästina, von Konrad Furrer. Zürich, Orell, Füßli u. Comp. Preis 1 Thlr. 20 Sqr. 3 Fl. - 6 Fr. vr. Titus Tobler spricht sich folgendermaßen über dieses Werk aus: „Ich habe die «Wanderungen durch Palästina voll Hrn. … Dem Buche ist eine Ansicht und ein Plan von Jerusalem, sowie eine Karte von Palästina beigegeben. Die Ausstattung überhaupt ist recht gefällig. KbÜÜMlMe. Vom 20. Oct. bis 20. Nov. 1865. Bo» vr. Alois Müller.
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Chanina (Taanit 0, 1) erst sechzig Tage nach dem Aequinoctium; allein da man in Palästina schon im September um Regen flehte, weil inan dessen schon im September bedürftig war, so sollten wir, die wir ja in derselben Lage sind, uns nach Palästina und nicht nach Babylon richten, weil bei uns andere klimatische Verhältnisse obwalten als in Babylon. … Mail». Mischna-Commentar eonstatirt auch, daß man wol in Palästina am siebenten Tage des Monats Cheschwan mit dem Gebet um Regen begann, daß dies aber außerhalb Palästinas »ach den jeweiligen Bedürfnissen zu geschehen habe.
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Juni 1832 eroberte es jedoch wieder Ibrahim- Pascha für seinen Vater, den Vicekönig Mehemed-Ali von Aegypten, dem es die Pforte 1833 nebst Syrien und Palästina abtrat; aber schon im Jahre 1840 nöthigten infolge des Londoner Vertrags vom 16. Juli die europäischen Großmächte Mehemed- Ali, Syrien und Palästina dem Sultan zurückzugeben.
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Ich theile daher die Meinung, daß dieser hier erzählte Aufstand von einem gewöhnlichen Juden angezettelt, obwol sehr unbedeutend, dennoch dem grausamen Kaiser zu seiner gewaltsamen Maßregel eine günstige Gelegenheit geboten habe. Doch auch die Lage der Juden in Palästina wurde eine schlimmere. Die Macht der Kaiser war gesunken, sie mußten sich bequemen, die Provinzen an römische Ritter zur Verwaltung zu übergeben. Antonius Felix, trotz seines Beinamens „der Glückliche" ein schrecklicher, unheilverkündender Name, erhielt Palästina. Es war ein furchtbarer Zustand unter seiner Gewaltherrschaft. Selbst Tacitus, der nüchterne Geschichtschreiber, weiß keine Worte zu finden für die Willkür und Zügellosigkeit, mit der er das Land drückte.
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Da haben wir den wesentlichen Unterschied zwischen dem talmudischen Verfahren in Babylonien gegen Palästina, das eben wegen seiner Einfachheit, die jede weitläufige Ausgesponnenheit der Gedankensäden verschmähte oder dem Schritt des mit allem Erreichbaren sich rüstenden Geistes nicht zu folgen vermochte, in einen, breiten Zwiespalt sich zu Babylonien setzte. … Seine Schulen zu Sepphoris, Tiberias und Lud wurden 352 geschlossen, die Städte zerstört*), und, wie ehedem die Babylonier nach Palästina strömten, um dort im Heiligen Lande und zu den Füßen seiner großen Lehrer die talmudische Deutung des Gesetzes zu vernehmen, so zogen jetzt die Palästinenser flüchtig nach Babylonien **), um Leben *) Grätz, „Geschichte", IV, 394. **) Jerusch.
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Abahu, ihr eifrigster Opponent-, veranlaßt, das als Manifestation der absoluten Einheit Gottes laut zu beten. Was Wajomer betrifft, so wußte man lange nicht in Palästina, daß man es Abends beten müsse, bis B. Soma diese Verpflichtung lehrte. Dennoch berichtet eine spätere Nachricht (Berachot 14, 2), daß man in Palästina Wajomer Abends nicht betete.
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So kehrte er, außerdem von der Kaiserin reichlich beschenkt, »ach Palästina zurück, .vier aber war alles egen die Römer voll Grimm und Eritterung; jener unheilvolle merkwürdige Krieg begann, der den jüdischen Staat zertrümmern, der Selbständigkeit der jüdischen Nation ein Ende machen und unermeßliches Unglück über Palästina, bringen sollte.
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Derselbe stellte eine Art Monument dar, an welchem David, das Lamm aus des Löwen Klauen rettend, Moses, Esra sowie schön componirte Basreliefs besonders künstlerisch ausgeführt waren. lieber diesen vielfachen Anerkennungen, deren äußerlicher Reiz ihn leicht hätte blenden können, vergaß Montefiore nicht das Ziel, dem er zustrebte. Noch immer war die Kolonisation in Palästina eine seiner Lieblingsideen. Ihm lag daran, die in Palästina lebenden Juden aus der Verdumpfung, in welche sie versunken waren, durch Schulen, Ackerbau, Druckereien, Krankenpflege, geregelte Geschäftsthätigkeit auf eine höhere Culturstufe zu heben.
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Infolge von Verleumdung aus seiner Heimat vertrieben, lernte derselbe die Karäer zu Palästina, Aegypten, Syrien, Irak und Persien aus eigener Anschauung kennen und studirte überall die Werke der Alten. Die prächtige Karäerbiblothek in Kahira fand er jedoch im Jahre 157 l nicht mehr vor; sie war ein Jahr früher vom arabischen Pöbel verbrannt worden. … Mittlerweile war der Trieb für Kenntnisse unter dem Druck der besonders in der europäischen Türkei auftauchenden Verfolgungen untergegangen. Die Gemeinden in Palästina und Aegypten waren zurückgekommen, es bildeten sich bereits mehr nach Westen hin Gemeinden, theils in der Krim, theils in Polen (Halicz, Luzk, Torok), ohne daß jedoch diese neuen karäischen Colonien zu literarischer Bedeutung gelangten.
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Wir wissen, das; dieses in ei» Urchristenthum, wie es ursprünglich und anfänglich in Palästina bestand, und ein historisches Christenthun,, wie cs sich in der Geschichte factisch gebildet hat, geschieden werden muß. Das Urchristcnthum der jüdischen Partei in Palästina hielt auch an dem jüdischen Begriff der Messiasidee fest; darum beginnt auch Matthäus mit der Genealogie Jesu zum Nachweis seiner Davidischen Herkunft.
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„Was", fragt Herr Zimpel, „wird solchen Juden, die heute nicht im entferntesten an eine Auswanderung, am wenigsten nach Palästina denken, übrigbleiben, als der' Einladung ihrer Brüder in Palästina zu folgen, mehr auf ihr, d. h. auf das Alte Testament und die darin von allen Propheten ihnen vorhergesagte Rückkehr ins Land ihrer Väter zu blicken, um die Verheißungen des alleinigen Gottes in Erfüllung zu bringen?
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Und damit trifft eigentlich der Abschluß der Mischna zusammen, seit welcher Zeit die Leiden des jüdischen Volks in Palästina**) immer größer wurden, das Studium des Gesetzes immer dürftiger, während Babylonien***) unter seinen Herrschern durch die freie Verfassung, welche es den Juden gestattete, deren wissenschaftlichem Streben reiche Förderung bot. (Schluß folgt.) geographische Hharakterbilder aus Palästina. Die UMtblliM dm KiMÄnZ. Von I. W. Damaskus, August 1865. Vor einigen Tagen machte ich von hier einen Abstecher nach Zebdanh (Zebdenh, spr.
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Im Gefühl dieser Zukunft, die ihre traurigen Anzeichen längst ausgesteckt hatte, wurde in Palästina das talmudische Material gesammelt und zu einem geborgenen Schatz zusammengetragen*), damit es in der Stunde der Gefahr wie ein Ganzes erscheine und seine Träger auf dem dornenvollen Wege geleite, der ihrer wartet? … Bathra, gen diese Lehrthätigkeit erzeugte oder die fremden Gesetzeskundigen, welche aus Palästina herbeikamen, die Opposition erst hervorriefen; genug, die zugespitzten Discussionen stießen auf starken Widerstand*), die talmudische Gesetzesdeutung von Pumbadita gerieth in den Ruf einer bloßen Spitzfindigkeit**), und der Strom der Wissenschaft schien sich seines Quells bewußt zu werden, den er fast verloren hatte.
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Alterthums. weil er auch als eine Schlitzwehr gegen die bis in die neneste Zeit sich wiederholenden Anklagen gelten kann, die alle von dem Gedanken erfüllt sind, daß die Inden keine gute Deutsche, daß sie überhaupt keine Deutsche seien, daß sie noch an Palästina, als an ihrem alten Vaterlande hingen und sich nach demselben sehnten mit dem innigsten Wunsche ihres Herzens. Diese Palästina- Romantik und Jerusalem-Schwärmerei, die sich, ich leugne es nicht, noch bei manchem finden mag, ist — so drückt sich einer der ersten Vertreter der neuen Bestrebungen im Judenthnm aus — „eine Pflanze, die durch künstliche Treibhaushitze erzeugt, nicht von dem warmen Strahl der Sonne hervorgebracht ist."
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Volkmar, bringt in seinen einleitenden Kapiteln eine sehr anziehende Schilderung von Land und Leuten in: heutigen Palästina und Syrien. Der in Pesth erschienene „Naovar i/n-arckita" hat der hohen Caution wegen zu erscheinen aufgehört. l)r. … Es sind dies vier Pilgerschrifter: christlicher Jerusalernpilger aus dem Mittelalter, vor: welchen die erste (von Burchardus) die wichtigste ist, die manche interessante Mittheiluna über das damalige Palästina bringt. Sie erschien schon früher in nicht weniger denn zwanzig Ausgaben. Hr. Laurent hat der: verloren gegangener: Urtext dieser Pilgerschrist wiederhergestellt und mit 660 Anmerkungen versehen.
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Die von dem Verfasser angeführten Belegstellen, Jos. 10,41 und 11, 16, fallen somit weg. Herr Radenhausen meint nämlich, daß Palästina zu jener Zeit eine ägyptische Provinz war. Der Herr Verfasser erklärt es für einen Jrrthum der 70 alexandrinischen Uebersetzer der Bibel, daß sie für das Wort „Mizraim" das griechische „Aegypten" setzten, ohne diese — offen gesagt, geradezu lächerliche — Behauptung einer weitern Begründung bedürftig zu halten. … Der Herr Verfasser will aber diese Bezeichnung auch auf das, seiner durch nichts, nicht durch die leiseste historische Ueberlieferung begründeten Meinung nach zur Zeit des Moses unter ägyptischer Herrschaft gestandene Palästina ausgedehnt wissen und diese seine lächerliche Meinung durch ebenso lächerliche etymologische Haarspaltereien und Wortverdrehungen, durch einzelne aus dem Zusammenhang gerissene, schlecht interpretirte Bibelstellen begründen!
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Trotz dieser glühendheißen Liebe für das Heilige Land finden wir nichtsdestoweniger, daß, als Eyrus den Juden die Rückkehr nach Palästina gestattete, ein großer Theil derselben in Babylon, wo sie sich inzwischen heimisch geinacht hatten, zurückblieb. Es ist bekannt, daß in späterer Zeit Babylon als ein zweites Palästina betrachtet wurde, und erinnern wir daran, daß der babylonische Talmud einen größern Werth und eine höhere Bedeu-
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Der Libanon, und seine Cedern. 145 geographische Charakterbilder aus Palästina. und Zeine Ledern. i. ^aß mich doch hinüberziehen ^lmd schauen das schöne Land, das jenseit des Jordan, dieses schöne Gebirge und den Libanon*) — so drückt der erste und größte aller Propheten seine Sehnsucht wie Duft des Libanon." *) Aber nicht blos die glühende Phantasie der orientalischen Dichter schmückt den Libanon und dessen Umgebung mit allen Reizen der Natur aus, selbst kältere Reisende aus dem Abendlande in alter und neuer Zeit sprechen mit Begeisterung von diesem an der nördlichen Grenze Palästinas stellenden Gebirge.