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19301938
  1. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 247

    Branntweinbrenner und Pächter Abraham Aussee zum Gegenschreiber bei der Approbierung des Gemeindeetats und zum Revisor für die Palästinagelder ernannt50. Die Palästina-Gabboim in Kremsier überdauerten alle Veränderungen des Gemeindewesens und beinahe sogar die Assimilationsepoche. Bis zum Jahre 1880 wurde diese aus dem 17. … Bei der Abschaffung dieser Bestimmung setzte die Gemeinde 10 fl. für Palästina in den Etat ein51. Bis zur Entstehung der modernen jüdisch-nationalen Bewegung war diese Kasse und ihre Organisation eine bedeutende finanzielle Stütze der palästinensischen Judenheit.

  2. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 244

    Der Nikolsburger Kassierer hatte sie dann gegen eine Quittung nach Wien zu übersenden. Die Palästina-Kassierer für die drei Kreise (sowie der vierte Kassierer zu Nikolsburg) wurden auf dem Waad Hamedinah, der in Abständen von je drei Jahren stattfindenden Landesversammlung,, auf der auch die Landesältesten und Landeseinnehmer (d. h. … Geradezu vorbildlich hatte also die mährische Judenheit die Geldersammlungen für Palästina zentralisiert und organisiert. 244

  3. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 243

    Trotz dieses schwer auf ihr lastenden Druckes sah sich die mährische Judenheit durch die bis zu ihr dringenden Hilferufe aus Palästina dazu veranlaßt, auch die finanziellen Lasten der palästinensischen Juden zu erleichtern. Aus diesem Bestreben resultiert wahrscheinlich die Verpflichtung der mährischen Judenheit. … Eine gewisse Abhängigkeit dieser beiden Kassen voneinander ist daraus zu vermuten. In Wien befand sich also damals die mitteleuropäische Palästina-Zentrale;34 es steht dahin, ob das Geld von dort aus über Venedig oder Konstantinopel nach Erez Israel überwiesen wurde.

  4. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 237

    Wie die mährische Judenheit die Geldsammlungen für Erez Israel regelte. Von Bernhard Brillin g, Breslau. I. Vorläufer einer Palästina-Sammelorganisation. Bereits seit den frühesten Zeiten des Galuth hat die europäische judenheit ihre Pflichten gegenüber ihrer Heimat und den dort wohnenden Juden erfüllt. … In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts werden schon von christlichen Beobachtern Palästinageldsendungen erwähnt2; aber €s begegnen uns auch in dieser Zeit Vorboten einer Organisation der Geldersammlungen im Galuth; aus Deutschland und Italien pflegte man regelmäßig Gelder nach Palästina zu senden3. Und wohl in Italien werden uns auch in dieser Zeit zuerst ausdrücklich, „die ( mjttttT DH1K by'Wüti w ffffl ) mit der Verwaltung der Erez Israel-Gelder Betrauten" als besondere Funktionäre in den jüdischen Gemeinden genannt4.

  5. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 240

    In jeder Gemeinde gäbe es einen „Verwalter der Erez Israelgelder" ( YH1 ), der zumeist dem jüdischen Gemeindevorstand eingegliedert war, und der die für Erez Israel bestimmten Gelder in Empfang nahm.16 Auch die Gelder der damals in den Gemeinden entstehenden besonderen Hilfsvereine17 für Palästina flössen wahrscheinlich in diese Kasse, so daß also in jeder Gemeinde die für Palästina eingesammelten Gelder einer Stelle zugeführt wur- 240

  6. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 245

    Wie aus den weiteren Beschlüssen hervorgeht, hatten es auswandernde Juden aus Mähren von den Landesältesten zugesagt (und wohl auch eine Obligation darauf) erhalten, daß man ihnen jährlich von der mährischen Landjudenschaft aus eine gewisse Geldsumme schicken werde.40 Diese weitgehende Ermächtigung der Landesältesten wurde dahin eingeschränkt, daß sie nur noch das Recht hätten, einem nach Palästina Auswandernden zuweilen nach ihrem Ermessen etwas zu übersenden, ohne sich dabei aber zur ständigen Übersendung dieses Betrages zu verpflichten. Wollte jemand nach Palästina auswandern und bat vor seiner Abreise um Unterstützung, so hatten die Ältesten die TatsäcMichkeit seiner Absicht zu untersuchen und ihm einen Höchstbetrag von 5 Reichstalern auszuzahlen.41 Verlangte der betreffende Jude aber eine Unterstützung erst nach seiner Ankunft in Erez Israel, so stand es den Landesältesten frei, ihm dorthin eine größere Summe zu überweisen.

  7. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 246

    Die Gemeinden, die, wie die Verfassung des Landeswaad bestimmt hatte, die für Palästina gesammelten Gelder an die Kreiskassierer abzuliefern hatten, organisierten die Geldaufbringung für Erez Israel in einer noch heute geradezu vorbildlichen Weise. … An jedem Montag und Donnerstag mußten sie in der Synagoge mit Büchsen für die Juden in Erez Israel sammeln gehen45. Das für Palästina gesammelte Geld mußte besonders aufbewahrt und bei Abschluß 246

  8. 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 45

    LITERATUR DER PEEL-BERICHT DEUTSCH. Bericht über Palästina, erstattet durch die Britische Königliche Palästina-Kommission unter dem Vorsitz von Earl Peel — 480 Seiten Großoktav mit 9 Karten in Zweifarbendruck, kartoniert RM 6.—; Der Bericht der sogenannten Peel-Kommisson, der wegen seiner Empfehlungen für eine umwälzende Neugestaltung der Palästmapolitik so außerordentliches Aufsehen erregt, erweist sich bei näherer Bekanntschaft in allen seinen Teilen als ein Dokument von höchstem Rang.

  9. 1931-03-01 · 3 (März 1931) · p. Seite 187

    In Rechnitz wirkte er etwa 20 Jahre, worauf er, seine Familie dort lassend, nach Palästina auswanderte, wo er aber bald — noch vor 1804 — starb. Als tüchtiger Prediger ließ er im J. 1786 in Sulzbach ein Homilien zum 1.

  10. 1931-09-01 · 1 (September 1931) · p. Seite 86

    Auch ein Aufsatz des Greifswalder Alttestamentlers Schütz über Ausgrabungen in Palästina wird weite Kreise fesseln; erfreulicherweise sind ihm, wie auch dem Aufsatz der Frau Wischnitzer, Bildbeilagen hinzugefügt.

  11. 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 188

    Auch finden wir ihn bei einer Synode, die unbestimmten Datums in Nürnberg stattfand.5 Dort wurde er gefangen genommen und in den Kerker geworfen,6 was darauf schließen läßt, daß er auch bei der Behörde als der größte Rabbiner angesehen wurde. Während der Hussitenkriege wanderte er allein nach Palästina aus und hinterließ seinei Frau, sie solle, falls sie einen gewissen Lärm hören würde, mit einem Messer alle ihre Kinder und hierauf sich selbst töten, damit sie nicht in die Hände der rohen Soldateska und Mörder fallen.7 R.

  12. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 238

    So war nun der Zentralisierung sowohl der Sammlung als." auch der Verteilung im weitesten Maße vorgearbeitet und auch eine gewisse Sicherheit des Einganges von Geldbeträgen gewährleistet worden7. Die Gründung der Palästina-Zentralkasse in Venedig. In der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts hatten sich die Verhältnisse der palästinensischen Judenheit sehr verschlechtert. 1594 hatte die gefürchtete.

  13. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 242

    Abraham Wahl geleitet wurde, wie wir bereits im vorigen Abschnitt erwähnt haben. Zwischen 1614 und 1625 muß dann die eigene Palästina-Saminetorganisation der mährischen Judenheit gegründet worden sein. Die Gemeinde Proßnitz, die 1614 noch ihre Palästinagelder an den Prager Nassi geschickt hatte,29 übersandte 1625 bereits ihre Palästi- 242

  14. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 255

    Familienforschung 1930, H. 21 S. 219. 41 Es kam z. B. vor, daß jemand, obwohl er nach Palästina gehen wollte und eine Unterstützung bekam oder bekommen sollte, diese Reise nicht'antrat. Oft war dies auch unverschuldet, wie bei dem Chacham Jacob Sasportas in Hamburg, s. meine Arbeit a. a, Ö.

  15. 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 251

    I, 81. 2 S. meine Arbeit „Die frühesten Beziehungen der Juden Hamburgs zu Palästina" i. Jahrb. d. Jüd.-lit. Ges. XXI. (Frankft. a./M. 1930) S. 19/20. 3 S. *H. I. Zimmels, Erez Israel i. d. Responsenlit. d. spät.

  16. 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 14

    Cheschwan 1776) Günzburg und Enkel des auf dem Wege nach Palästina in Sidon verstorbenen Prager Rabbinatsassessors Moses Günzburg, war einer der bedeutendsten Schüler des Prager Rosch-Beth-Din R.

  17. 1930-12-01 · 2 (Dezember 1930) · p. Seite 131

    Heinemanns Nachweis, daß die alexandrischen Juden im Gegensatz zu ihren Zeitgenossen in Palästina eine besondere Profangerxhtsbarkeit nicht besassen, und Matthias Mieses' Aufdeckung der jüdischen Vorlage der Johannes-Apcfkalypse.