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  1. 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. 1 · Palästina

    PALÄSTINA Organ für die wirtschaftliche und kulturelle Erschliessung des Landes, HERAUSGEGEBEN VON DER Kommission zur Erforschung Palästinas Berlin HJ. 15, Uhlandstr. 175. … Zunächst aber ist es ein dringendes Gebot, neuen und unerprobten Versuchen, die jüdisches Leben und jüdisches Geld auf's Spiel setzen, die Ausnützung bekannter Möglichkeiten vorzuziehen. Palästina ist keine terra incognita mehr für uns. Palästina ist uns nicht unbekannt, wiewohl noch so wenige Juden die richtige Vorstellung davon haben.

  2. 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 2 · Palästina

    fest: alle die gediegenen Männer mit gutem Willen und tüchtigen Fachkenntnissen, die in Palästina gearbeitet haben und arbeiten, stimmen darin überein, dass Palästina und der benachbarte Orient zu den zukunftsreichsten und für eine jüdische Kolonisation aussichtsvollsten Ländern gehören. … Zu diesen allgemeinen günstigen Bedingungen des Landes tritt für uns Juden als besonders ins Gewicht fallendes Moment hinzu, dass wir hier schon eine so ansehnliche Summe von Arbeit geleistet und bereits eine beachtenswerte Stellung errungen haben. Tatsächlich erstreckt sich auf Palästina die Tätigkeit der wichtigsten jüdischen Organisationen und Parteigruppen, sodass sich hier schon die Interessen des grössten Teiles der Judenheit treffen: neben der stärkst organisierten jüdischen Partei der Zionisten, die zahlreichste der Orthodoxie; neben der kapitalkräftigsten Institution der Jewish Colonization

  3. 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 3 · Palästina

    Unsere Zeitschrift soll nun nicht allein dazu beitragen, die theoretischen Unterlagen für eine gedeihliche Tätigkeit in Palästina festzustellen, sondern auch zum Vereinigungspunkt aller in Palästina arbeitenden jüdischen Organisationen werden. Der erste Schritt nach dieser Richtung ist bereits getan, indem ausser der Zionistischen Palästina-Kommission auch die grössten Kolonisationsvereine: das Komitee der Chowewe- Zion in Odessa, der Esra in Berlin und der neugegründete Kolonisationsverein in Wien sich an der Herausgabe der Zeitschrift beteiligen. … Die Redaktion. ZUR FRAGE DER AUSBILDUNG VON KOLONISTEN- FRAUEN IN PALÄSTINA. von Professor O. Wärburg. Trotz der unleugbaren Fortschritte, welche die jüdische Kolonisation Palästinas in den letzten Jahren zu verzeichnen hat, sind wir doch noch immer recht weit davon entfernt, eine Methode gefunden zu haben, die uns befähigt, in der Zukunft

  4. 1908-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 202 · Palästina-Reisen [Nachricht] / Palästina <Redaktion>

    Bei zahlreichen Anmedlungen unserer Leser werden wir einen Palästinakenner zur Führung und zur Aufsicht mitentsenden. Die Redaktion der Zeitschrift „Palästina". München, Pettenkoferstr. 25. **• Systematische Palästinaarbeit. 2. Di e H ochschfule. Als wir unsere Artikelserie „Systematische Palästinaarbeit" mit der „Schulfrage" eröffneten, haben wir nicht geglaubt, dies Thema noch weiter ausspinnen zu müssen.

  5. 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 152 · Palästina-Kurse

    Auf die Anregung des Herausgebers dieser Zeitschrift ist, ähnlich wie in Berlin, auch in Breslau ein Palästina-Kursus innerhalb eines Kreises von Zionisten begründet worden. Das war im Frühsommer laufenden Jahres. Nachdem der „Palästina-Abend" dann längere Zeit all wöchentlich einmal stattgehabt hatte, trat die Sommerruhe dazwischen. … Die Mehrzahl der Herren (nämlich alle ansässigen, nur von den studierenden erwiesen sich einzelne als Zugvögel) trat wieder zusammen, neue Teilnehmer gesellten sich hinzu, und so konnte der Palästina-Kursus als feste Institution betrachtet werden — wenn es nur gelang, ihm eine feste Konstitution zu geben. Diese glauben wir darin gefunden zu haben, dass nach einem gründlichen und öfter wiederholten Ueberblicke des ganzen Landes (wozu schon der Artikel „Palästina" in Meyers Konversations-Lexikon genügt) Baedekers Führer durch Palästina und Syrien*) mit verteilten Rollen von Woche zu Woche in freier Wiedergabe durchgenommen wird, so dass an jedem Abend eine abgeschlossene Reiseroute darankommt, das Ganze aber sich zu einer „Wanderung durch Palästina" zusammenfügt. *) Leipzig 1900.

  6. 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 153 · Palästina-Kurse

    — 153 - Zur Orientierung für die Zuhörenden hat jeder Kieperts Handkarte von Palästina (vorzüglich, 60 Pf.) vor sich liegen, indes der Vortragende den Baedeker und Fischer und Guthe's Handkarte von Palästina (noch genauer als jene, neuest revidiert, Preis 1,50 M.) benutzt. … Andererseits hat das Andauern dieser für die Teilnehmer wirklich mühelosen Wanderung durch Palästina den Vorteil, dass sich all- DIE JORDAN QUELLE BEI DAN.

  7. 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 154 · Palästina-Kurse

    Hier in Breslau können wir schon etwas weiter kommen; Ritter's- Erdkunde, welche das Material der älteren Quellen bis etwa 1850 zusammenfasse Raumer's Palästina, Ebers' und Guthe's Prachtwerk, die vorliegende Zeitschrift, die Zeitschrift und Mitteilungen des Deutschen Palästina-Vereins und noch einiges mehr stehen uns zur Verfügung- Wesentlich erfolgreicher könnten aber Gruppen in Berlin und Leipzig' (Bibliotheken der Universität und des Deutschen Palästina- Vereins in letzterem Orte), in München und Wien, Paris und London und so manchen anderen Zentren der orientalischen Studien arbeiten.

  8. 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 41 · Palästina-Aphorismen

    (fc -^ Staatliche Agrarbanken gibt es neuerdings an vielen landwirtschaftlichen Zentren der Türkei, in Palästina zunächst nur in Hebron. Dieses Institut gewährt mohammedanischen Grundbesitzern Darlehen gegen Verpfandung der Besitzurkunden (Kotschan). … Einen jüdischen Agrarkredit zur Hebung der landwirtschaftlichen Kolonisation zu schaffen wäre ein grosses Verdienst..... Dr. Tschlenoff ibidem. ' =S Dr. Emil Lery-Berlin. Palästina-Aphorismen. 6. Im Lande der Väter fühlte ich mich nicht als Zionist, denn meine Seele war ausgefüllt. Eigenartig vertraut blickten mich Berge und Fluren an, und es war mir zumute, als wäre mein Geist schon vor Jahrtausenden im Lande gewesen. 7.

  9. 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 42 · Palästina-Aphorismen

    Wer den Psalmisten so recht verstehen will, der höre in Palästina die. hebräisch stammelnden Kleinen. Was keine Gelehrsamkeit der zehnmal WTeisen erkünstelt, das bewirkt hier die allmächtig waltende Natur; was die christliche Sage von den drei Königen erzählt, wird zur jüdischen Wahrheit: Gläubig kniet er vor dem unmündigen Kinde, der skeptische Zweifler, und zum Schweigen gebracht werden Feind und Widersacher. — 11.

  10. 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 43 · Palästina-Aphorismen

  11. 1910-01-01 · Heft 1 · p. Seite 14 · Palästina-Aphorismen

    Dr. Emil Levy-Berlin. Palästina-Aphorismen. l. Wollen wir der jüdischen Nation den Platz anweisen, auf dem sie ihre völkerverbindenden Neigungen und Fähigkeiten am fruchtbringendsten für die Menschheit entfalten kann, so gibt es keinen idealeren Punkt auf unserm Planeten, als jener Ort, wo drei Weltteile zusammenstossen. „Wäre Palästina nicht, so müsste man es erfinden". 2. Was wir wollen, im Bilde sei es ausgedrückt. Aus dem Abäje, dem Mantel der Palästinenser, ist unser Talith entstanden.

  12. 1911-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 274 · Palästina-Korrespondenz

    Am Ende wäre es doch nicht die Aufgabe der Alliance, in Palästina Halb- und Viertelfranzosen, sondern gebildete und ihres Volkstums bewußte Juden heranzuziehen? Wenn es der fürsorglichen Pariser Diplomatie gelingt, ihre meisten Schulen vor unerwünschttr Besichtigung hermetisch abzuschließen, so gibt es doch noch Schulen, bei denen dieses System nicht gut.durchführbar ist. … Nur das möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß dieser Skandal der Sache der gesamten jüdischen.Kolonisation in Palästina außerordentlich schadet. Man kann nicht erwarten, daß der .fernstehende Beobachter die verschiedenen . jüdischen Unternehmungen auseinanderhalten soll und diese Zustände in.

  13. 1911-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 275 · Palästina-Korrespondenz

    Das Strahlenkreuz, auf dem der Mittelschild ruht, ist von einer Kette umgeben, auf der die rätselhaften Buchstaben stehen: "J S R R R S (Mitteilungen und Nachrichten des Deutschen Palästina-Verreines.) V Künstliche Brunnen. In Queensland gibt es gegenwärtig 532 artesische Brunnen mit einer Durchschnittsbohrung von 1197 Fuß Tiefe, zu einem Kostenpreis von 25 Shilling pro Fuß. … Ein im Bahnhof von Perth gebohrter; Brunnen von 700 Fuß Tiefe ergab reichlich hervorquellendes, ausgezeichnetes Wasser. („Himmel und Erde", 1911.);;v; Dlxngungsyersuche in Palästina. Von Fr. Keller, Leiter der ^Ackerbauschule Wilhelma bei: Jaffa. Gleich eingangs möchte ich erwähnen, daß das zu Düngungsversuchen benutzte Land aus einem mittelschweren Lehmboden besteht, der seit urdenklichen Zeiten nach dem System der Eingeborenen ausgesogen 275

  14. 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 150 · Palästina-Touristik

    Da haben wir zunächst den uns vertrauten Typus des Juden, der, Zionist oder Nichtzionist, jedenfalls an der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina interessiert ist und sie kennen zu lernen wünscht. Diesem Typus sind auch zahlreiche Nichtjuden an die Seite zu stellen, für die eine Fühlungnahme mit den aufbauenden Kräften des Jüdischen Palästina den Hauptreiz der Palästinareise darstellt. … In Palästina hat selbst Cook nur verschwindend wenig Geld investiert. Daraus ergibt sich die Politik der Reisegesellschaften, die stark daran interessiert sind, den Touristen solange als irgend möglich in Aegypten festzuhalten und sehr wenig daran, ihn nach Palästina gehen zu lassen Sie bieten höchstens einige Tage Palästina als kleine Abwechslung.

  15. 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 151 · Palästina-Touristik

    Und, last not least, unsere Arbeit in Palästina gibt dem Lande einen Anreiz, den kein anderes Land aufzuweisen hat: Freilich, das Emek als solches ist keine Sehenswürdigkeit, Der Tourist hat schon schönere Dörfer gesehen. … Das Chausseenetz reicht noch lange nicht aus, die Hotels sind relativ teuer, ohne doch eine Konkurrenz mit den ägyptischen aushalten zu können. Ueberhaupt sind die Preise während der Saison in Palästina außerordentlich hoch. Die palästinensische Saison ist kurz, der Reisende, der meistens aus Aegypten kommt, wo um die Pessachzeiit herulm die Saison bereits vorbei ist und die Preise relativ niedrig sind, staunt und ist entrüstet, daß er in Palästina im Hotel, fürs Auto oder an seinen Führer mehr zahlen muß als in Aegypten, das, wie bekannt, die größten Luxushotels der Welt aufweist.

  16. 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 152 · Palästina-Touristik

    Der Autor hat in Kanada reiche Erfahrungen in der Milchwirtschaft .gesammelt; wir halten es dialher von Interesse, seinen Vorschlag zu veröffentlichen, wenn auch manches darin, wie die Erkenntnis, daß Getreidebau in 'Palästina nicht loOnnenid ist, etc., nicht neu ist und wir seine Hoffnung, den Milchabsatz in Palästina bei (billigem Prelis <ungeme>s;sen ausdehnen zu können, nicht teilen. Die Red. Es scheint, daß das Problem, wie Palästina — auf einer Basis, die in der kürzest möglichen Zeit den Aufbau des nationalen jüdischen Heims verbürgt — mit einer jüdischen Bevölkerung besiedelt werden soll, noch weit von einer Lösung ist, und daß ferner die in der Kolonisation erreichten Resultate niemand befriedigen können: denn der Boden ist unergiebig und ungenügend gedüngt; der Siedler hat nicht genug Boden,, oder keine Bewässerung und zu wenig Milchvieh, und die Zionistische Organisation ermangelt des Geldes, weil ihre Investitionen sich nicht verzinsen.

  17. 1902-01-01 · Heft 1 (Januar 1902) · p. Seite 42 · Zur Palästina-Bibliographie

    Neufeld in den Nummern 28 und 44 der „Welt" (1901) gegeben und vom Wiener ,»Verein für technische Studien in Syrien und Palästina" aufgegriffen worden. Es handelt sich um Anbahnung jener wissenschaftlichen Vorarbeit, welche nicht nur die Wiederbevölkerung Palästinas, sondern selbst der theoretischen Erforschung des Landes voranzugehen hat, nämlich um die Sichtung der Palästina-Bibliographie. … Was uns heute not thut, ist hauptsächlich die Orientierung in der modernen wirtschaftlich-technischen Palästina-Litteratur; diese aber ist — relativ — ebenso überraschend klein, wie die allgemeine Palästina- Litteratur überraschend gross ist.

  18. 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 211 · Olivenbau für Palästina

    Von Davis Trietscli. Die Lage der jüdischen Tagelöhner in Palästina sowie der Stadtbevölkerung zu heben, ist eine der dringendsten Aufgaben der Palästinafreunde. Das wird allmählich so weiten Kreisen klar, dass nicht viel Worte darüber zu verlieren sind. … Dagegen ist in Bezug aut Oliven-Bau von jüdischer Seite durchaus nichts geschehen, was der Bedeutung dieser Kultur gerade für Palästina auch nur einigermassen entspräche. Dazu kommt noch, dass die Olive, nachdem sie einmal gepflanzt ist, eine unverwüstliche Lebenskraft zeigt.

  19. 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 212 · Olivenbau für Palästina

    Ganz besonders eignet sich aber die Olivenkultur für die j üdisc h e n Kolonisationsbestrebungen in Palästina, weil dadurch — bei den grossen Schwierigkeiten einer Vergrösserung sowohl des Landbesitzes als der Seelenzahl — eine bessere Ausnutzung des bereits in jüdischem Besitz befindlichen Landes und vor allem eine Arbeitsgelegenheit für sehr viele Menschen ermöglicht wird.

  20. 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 213 · Olivenbau für Palästina

    — 213 — ebenso wie den Bestand und Ausbau der palästinensischen Kolonien sichern helfen kann. Wenn die Palästina-Bestrebungen der verschiedenen Arten eine Lebensberechtigung haben wollen — wenn sie mehr sein wollen als blosse Gelegenheiten, um schöne Worte zu machen und sich zu begeistern, so muss es doch gelingen können, die Auswanderung — die Exfiltration der Tagelöhner zu verhindern, die mit zu dem besten Menschenmaterial gehören, das wir in Palästina haben!! * * * Was zuerst den Olivenbau von Palästina selbst betrifft, so zeigt der englische Konsulargericht für die Jahre 1898 und 1899 einen Export über Jaffa von 4500 Pfd.