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Mai d. I. „Pro Palästina" veröffentlicht. Seine Ausführungen sind als programmansch und.wie wir anzunehmen Grund haben, für die Leitung des Komitees als verbindlich anzusehen, weshalb wir einen kurzen Auszug veröffentlichen. „Wenn das Ziel der Ansiedlung von Juden in ihrem alten Stammland Palästina sich zu einem Teil mit dem der zionistischen Bewegung deät, wenn naturgemäß auch zahlreiche ausgesprochene Zionisten "dem neugegründeten Verein beigetreteu sind oder beitreten werden, so haben doch die Gründer des Vereins, die sich zudem ganz überwiegend aus
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Bisher richtete sie sich vorzugsweise nach Nordamerika. Wenn mau einen Teil dieses Auswandererstroms nach Palästina lenken könnte, so würde das nach den verschiedensten Richtungen sehr erwünscht sein.— Nach der Eroberung Jerusalems durch die Engländer haben diese mit der ihnen eigentümlichen Geschicklichkeit der Welt das Zukunftsbild eines unabhängigen jüdischen Nationalstaates Palästina in Aussicht gestellt. In Wirklichkeit liegt ihnen nur daran, den Indischen Ozean zu einem geschlossenen englischen See zu machen, die Brücke von Aegypten über Palästina, Mesopotamien, Persien und Afghanistan nach Indien zu schlagen. Palästina würde als sogenannter jüdischer Staat nur eine englische Kolonie sein.
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Das kann von uns selbstverständlich nur im vollen Einverständnis mit den türkischen Behörden geschehen, ebenso wie das mit den früheren jüdischen Vnstsdlungen in Palästina der Fall war. Dis große Masse der Juden wird nach wie vor in den Gebieten ölsibeu, wo ihre Wiege gestanden hat. Die Forderung der Kultur ist, sie überall Zu gleichberechtigten Staatsbürgern zu machen, dafür Sorge zu tragen, daß sie auch gssellschaftlich nicht hinter den Leuten anderer Abstammung ZurückstehenR Dis hier vertretenen Anschauungen, die Geh. … Gothein in jener Berliner Versammlung gemacht hat, stehen auch wir den Bestrebungen des Komitees „Pro Palästina" wohlwollend gegenüber. Wie der Centralverein mit den Zionisten überall, wo gemeinsame Ziels zu. erreichen Zufammenzuarbeiten bereit ist, ungeachtet der grundsätzlichen rchiedenheiten ihrer Programms, ist in dem Aufsatz: „Glaube und Heimat"' (Im deutschen Reich 1917, S. 888) des näheren ausgeführt.
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äftrrra. Reuter teilt in einem Längeren Telegramm mit, daß in Palästina mit der Rekrutierung unter der jüdischen Bevölkerung begonnen worden sei. — Das ist also die Befreiung, die England den Völkern bringt.
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Daß ein erheblicherer Teil der Juden der Welt hier ein Unterkommen finden könnte, behaupten auch die Zionisten nicht. Die in Palästina ansässigen und die nach Palästina einwandernden Juden wird die englische Regierung zweifellos gerecht behandeln und ihnen jene Freiheiten gewähren, über die herkömmlicherweise die Kolonisten Englands verfügen, welcher Religion und welcher Rasse sie auch, angehören. … Die englische Politik wird den zionistischen Juden Spielraum genug gewähren, um in Palästina wie bisher an der Klagsmauer beten zu können; um in Palästina den Acker zu bebauen und Waren ein- und auszuführen; jüdische Siedlungen werden zweifellos auch Selbstverwaltung erhalten, wie denn nach diesen Grundsätzen die Engländer überall in der Welt verfahren.
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Tie jüdisch-«atio«als Heimstätte in Palästina 8- Das ist letzt geschehe«, und das mußte geschehen, da es eine Illusion war, anzunehmen, England würde Palästina den Juden politisch zur Verfügung stellen; ein Land, das Mohammedanern, Juden ustd Christen heilig ist; in dem Mohammedaner, Juden und Christen zusammenwohnen, und in dem es gefährlich ist, durch Bevorzugung der einen religiösen Richtung den Fanatismus der anderen religiösen Richtungen anzusachen. … Aus der „historical connection“, die den Juden in bezug auf Palästina zugesprochen wird, ergibt sich nichts, aber auch gar nichts von greifbarer Bedeutung. Diese historische Verbindung, die eine unbestreitbare .
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Eine angemessene jüdische Vertretung jewish Agency" soll als eine öffentliche Körperschaft anerkannt werden für M Aufgabe, der Verwaltung Palästinas in solchen wirtschaftlichen, sozialen und anderen Angelegenheiten Rat und- Mitarbeit zu gewahren, die die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte und die Interessen der jüdischen Bevölkerung in Palästina betreffen, und immer, vorbehaltlich der Kontrolle durch die Verwaltung, Lei der Entwicklung des Landes zu helfen und teilzunehmen. … Sodann bringt der Artikel 7 eine Anweisung aus die Zukunft. Die Verwaltung von Palästina soll demnächst ein Gesetz erlassen» das den Juden, die ihren dauernden Aufenthalt in Palästina nehmen wollen, die Annahme der palästinensischen Staatsbürgerschaft erleichtert.
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Die jüdisch-nationale Heimstätte in Palästina S7 „daß diese unter billigen und gerechten Bedingungen irgendwelche öffentlichen Arbeiten und Betriebe errichtet oder betreibt und die Naturschätze dcs Landes ausbeutet, soweit dies nicht direkt von der Verwaltung unternommen wird". … Der englische Vorschlag gewährt den Juden ausreichende Rechte im Rahmen der allgemeinen Rechte und ausreichende Bewegungsfreiheit, um sich in Palästina neben den anderen Volkselementen nützlich und wohltätig für sich selbst und für die Gesamtheit betätigen zu können.
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War vor dem Kriege von 1614 bei allen Unternehmungen in Palästina mit willkürlichen türkischen Eingriffen zu rechnen, so wird nunmehr englische Gesetzmäßigkeit zuverlässige Garantie für die Entwicklung des Landes bieten. … Auf Grund der heute bekannten Tatsachen kann nur gefolgert werden, daß Palästina sich zu einem Lande mäßigen agrarischen Wohlstandes entwickeln kann, und damit ist auch der Rahmen für die Einwanderung der Juden gegeben.
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Die jüdisch-naNonalL Heimstätte irr Palästina losigkeit zusammen; dieser Gegensatz kann nur seine Nahrung finden Ln veralteten Kontroversen, in nachwrrkendeu Rankünen, im Streit der Vergangenheit. … Die in früheren Jahren veröffentlichte Liste muß wegen Raummangel herausfaüen. Die Verknüpfung des jüdischen Palästina mit der Kultur der Welt kann zweckmäßigerweise heute nur durch die Angelsachsen vermittelt werden. Der Weltkrieg, der in der Gegenwart über die deutschen kolonialen Bestrebungen entschieden hat, hat die Entscheidung auch auf dem engen Gebiet des jüdischen Palästina heröeigeführt.
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Wir deutsche Juden können unsere Augen von Osteuropa heute nicht fortwenden. Unsere Sympathie aber bleibt Palästina, wo ein gemeinsames Wirken aller Juden demnächst als durchführbar erscheint. Zeitschau. Wahlen. Reichs- und L a n d t a g s w a h l e n in Ostpreußen!
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Danach habe ich folgendes gesägt: „Und nun komme ich auf eins: Palästina. Ich habe in der, Reihen unserer Freunde einen großen Zwiespalt erlebt. Ich habe FreuNde, die mir gesagt haben: Was geht uns Palästina an; uns ist Deutschland näher als Palästina. Das ist, verzeihen Sie mir, ein beschränkter Standpunkt. Palästina wird als eine jüdische Heiinstätte erstehen . . . Ich darf die Fäden, welche die deutschen Juden mit Palästina verbinden, nicht zerreißen, uNd wir müssen auch an Palästina Anteil nehmen.
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Wenn „Heimstätte" aber bedeutet, daß dieses Wort verhüllend für den Begriff jüdisch-nationaler Staat gebraucht wird, so muß auf die Gefahren hingewiesen werden, die solchem Streben innewohnen können. — Ich kenne Palästina, denn ich bin wohl ein dutzendmatz für kürzere und für längere Zeit dort gewesen. Palästina ist zum ganz überwiegenden Teil von Arabern bewohnt; Palästina birgt die heiligsten Erinnerungsstätten des Katholizismus, des Protestantismus, der gesamten Christenheit der Welt. Der Fanatismus der Araber ist gerade in Palästina groß, und jene Christen, die in Palästina leben, sind gleichfalls viel von religiösen Empfindungen beseelt, die dem Fanatismus sehr nahe kommen.
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Aber selbst einmal zugegeben, diese kausale Auffassung bestände zu Rechts Die jüdische Nation in Palästina wäre die Ursache für das Erscheinen religiöser Genien gewesen, so ist damit in keiner Weise schon der zweite praktisch allein bedeutungsvolle Satz zulässig: Auch ein zweites Mal wird jüdische Nation in Palästina Religion hervorbringen. … Wie weit ist das alles entfernt von dem „Anstreben einer modernen jüdischen Vollkultur in Palästina"! Gewiß unter dem
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Tschleno w - Moskau beantragte Gründung einer Agrarbank,- Kann-Haag sprach über Handel und Industrie in Palästina. Am Mittwoch hielt der bekannte Berliner Sozialökonom vr. Fr. Oppenheimer einen Vortrag über das System der S i e d e l u n g s g e n o s s e n s ch a f t e n, das zwar in Deutschland keinen Erfolg gehabt habe, sich aber für Palästina sehr gut eignen würde. … Die Einsetzung eines besonderen Agrarkredit aus schusses und die Einschränkung der europäischen Geschäfte der Kolonialbank wurden beschlossen, die Verlegung der Bank nach Palästina aber a b gelehnt. Der Antrag auf Vereinheitlichung des Bureaus wurde einer Kommission überwiesen, ein solcher auf Ankauf von Oedländereien und auf Errichtung von Arbeiter- Häusern in Palästina der Verwaltung des Nationalfonds zum Studium empfohlen.
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In erster Reihe ertönt zumal bei den Betroffenen das Wort Palästina, und es ist geradezu rührend zu beobachten, welches unendliche Vertrauen die Aermsten der Armen auf das Heilige Land setzen. … Nachum Goldmann im „Juden", Heft 7 (Oktober 1920) Seite 424 sagt: („Palästina ist keine Lösung dieser Augenblicksfrage, Palästina rettet nicht das Ostjudenturn von der drohenden Gefahr seiner Vernichtung.")
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Warum und wo kolonisiert werden muß- 40c aufgegeben werden. Aber man ist nicht lediglich auf das Stückchen Palästina angewiesen. Ist man denn dort auch nur um einen Schritt vorwärts gekommen? Türmen sich nicht ungeahnte Schwierigkeiten besonders politischer Natur dem leisesten Versuch entgegen, in Palästina den schönen Entwürfen reale Gestalt zu geben? … Palästina soll hier indes nicht unter die Lupe der Zweckmäßigkeit für die Colonisierung genommen werden. Aber schon eine oberflächliche Betrachtung wird das heilige Land nicht als das für unsere Besiedelungszwecke einzig mögliche ansehen können.