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  1. 1897-09-15 · Heft 22 (15.9.1897) · p. Seite 6

    Seit 17 Jahren ist man thätig, und kaum konnten 10.000 jüdische Bauern in Palästina angesiedelt werden, wahrend dieser Zeit aber über eine Million Juden allein aus Rußland nach Amerika, Argentinien re. ausgewandert sind; dies würde anders werden, wenn für die Ansiedlung in Palästina eine gewisse Garantie geboten wäre. … Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Zur Erreichung dieses Zweckes nimmt der Congress folgende Mittel in Aussicht: L Die zweckdienliche Förderung der Besiedlung von Palästina mit jüdischen Ackerbauern und Gewerbetreibenden.

  2. 1892-04-01 · Heft 10 (1.4.1892) · p. Seite 4

    Aus Neh. 2, 8, wo Artäxerxes dem Nehemia eine Anweisung an Assaph. den Holzfürsten des Königs,׳ mitgibt, geht hervor, dass der Perserkönig in dem nach der Wegführung in die Gefangenschaft weniger bevölkerten Palästina königliche Forsten pflegen ließ. Noch auf eine andere Thatsache will ich aufmerksam machen. Wüsten im eigentlichen Sinne hat es in Palästina nie gegeben, heute so wenig, wie ehedem. … Wann diese Arbeiten ausgeführt wurden, ist schwer zu sagen;' jedenfalls aber: zu einer Zeit, wo das, was man in- Palästina ״Wald" nennt, in engere Grenzen^gebaimt war, als heute. . . Ich wende mich nunmehr der Frage zu, ob andere Zeuguiße eine Aenderüng des Klimas im ׳Wandel historischer Zeiten wahrscheinsich machen.

  3. 1887-09-04 · Heft 29 (4.9.1887) · p. Seite 6

    In mehreren Tages-und auch jüdischen Wochenblättern tauchte vor Kurzem die Meldung auf, die jüdischen Colonien in Palästina hätten unter Garantie der״ Alliance Israelite Universelle״ Münzen geprägt. Zur Richtigstellung dieser Thatsache wird der ״israel. … Die Nachricht ist schon von vornherein nicht zu glauben,, da ja die türkische Regierung keinem Institut in Palästina gestatten würde, eigenes Geld zu prägen. Die Sache verhält sich aber folgendermaßen. Das Kleingeld ist sehr rar in Palästina, und wer öfters braucht, muss es sich auf irgend eine Art künstlich ersetzen.

  4. 1892-03-21 · Heft 9 (21.3.1892) · p. Seite 4

    Wer aber nicht vom Schicksal den Berns erhalten hat, sich mit dieser Menschenclaffe abzugeben, der bleibe Zur Geschichte -er Gsdencultur und -es Klimas von Palästina. Von Dr. Otto Ankel. Vielfach kann man — von gelehrten und ungelehrten Leuten — die Behauptung hören: Her Palästina sei der ״Fluch des Herrn" hereingebrocheft; aus dem Lande, in dem einst Milch und Honig floß, sei ein Land der Dornen und Disteln geworden; wo einst Wald und trefflicher Weidegang, grünende Auen und gut bewässerte Gründe, da trage heute die Natur einen öden, unfruchtbaren Charakter. … Das ursprüngliche Pflanzenkleid der jungfräulichen palästinensischen Landscholle ist im Verlaufe der Erd- und Menschheitsgeschichte ein anderes geworden. In der Tertiärzeit trug Palästina einen tropischen Pflanzenwuchs, dessen verkümmerte Reste noch im Ghor (Jordanthal) zu finden sind; die Eiszeit ging nicht spurlos an der Vegetation vorüber; darauf hat die Mittelmeerflora das Land besiedelt.

  5. 1896-02-01 · Heft 4 (1.2.1896) · page 1

    Aber sie könnten noch weiter gehen. Unser Urahn Abraham ist nicht in Palästina geboren, sondern erst dahin eingewandert, und er selbst bezeichnet sich vor den Einwohnern des Landes als Fremdling. … Aber seine sämintlichen Kinder, unsere Stammväter, waren, mit Ausnahme des Jüngsten, Benjamin, nicht in Palästina geboren. Und nun kommt noch etwas für ein antisemitisches Gemüth ganz Entsetzliches: Der ausländische Hebräer Joseph wird Vicekönig in Egypten und lässt noch seine ganze Sippe mit herüberkommen!

  6. 1882-03-04 · Heft 9 (4.3.1882) · p. Seite 6

    sagte der fromme Mann zürnend, ״״Du weißt es nicht, ob Dein Vater lebt und zogest hieher nach Palästina, durchziehst viele Jahre hindurch die Welt und eilst nicht zu ihm, um Dir seine Verzeihung, seinen Segen auf den Knieen zu erflehen? Kehre um, richte Deine Schritte der Heimat zu und Gott wird Dich schützen. Ich will für Dich beten."" ״Und ich verließ Palästina, wanderte wieder der Heimat zu. ״Zweiundzwanzig Jahre sind es, daß ich sie nicht wieder gesehen und jetzt, wo ich fast am Ziele angelangt, befiel mich diese Krankheit, der ich fast unterlegen wäre, wenn Gott mir nicht feine Engel zu Hilfe gesendet hätte."

  7. 1882-03-20 · Heft 11 (20.3.1882) · p. Seite 5

    Der allbekannte Menschenfreund Sir Moses Montefiore "נ, wie auch Herr Doctor H. Adler נ״י treten besonders für die Ansiedelung in Palästina ein. Alle Diejenigen, welche nach Palästina gehen wollen, sollen sich an die genannten edlen Herren' wenden. Hebräische. … Der Plan, die russische Judenfrage durch Auswanderung der Juden nach Amerika oder Palästina zu lösen, wird gegenwärtig von dem Erfinder desselben, Aschkinasi, auch in der Pariser Presse besprochen. Aschkinasi hofft zu diesem Zweck ein Capital von 300 Millionen Francs zusammenzubringen.

  8. 1882-12-04 · Heft 42 (4.12.1882) · p. Seite 5

    Joch an an — dem angeblichen Verfasser des jerusalemischen Talmuds — wird auf dem Schriftvers 1m hohen Liede: ״Sie setzten mich ein zur Hüterin der Weinberge, meinen Weinberg habe ich nicht gehütet", die hübsche Deutung gemacht; ״warum muß ich Weinberge hüten? — d. h. warum muß ich außer Palästina so viele Satzungen üben? — weil ich meinen Weinberg nicht gehütet — d. h. weil ich in Palästina die einfachen religiösen Vorschriften vernachlässigte. Warum muß ich in Syrien — d. h. außer Palästina — zwei Festtage begehen? weil ich im eigenen Lande den einen nicht beachtete!und R. Joch an an — hört!— wendet darauf den Spruch an: ״ich habe ihnen Gesetze gegeben, die nicht gut sind, und Satzungen, mit denen sie nicht leben können", (Ezech. 20, 25.) — darauf wird berichtet, daß man zu Alexandrien am ersten Tage des Hüttenfestes, der auf einen Sabbath fiel, den Feststrauß zur Hand nahm — d. h. daselbst keinen zweiten Feiertag hielt und deßhalb die bezügliche biblische Vorschrift am ersten Tage übte, auch wenn er auf einen Sabbath traf.

  9. 1893-05-01 · Heft 12 (1.5.1893) · p. Seite 7

    Uibas S;1ul, Das vor Kurzem unter diesem Titel erschienene Werk enthält in drei Theilen eine Abhandlung über Palästina aus alter und neuer Zeit nebst einer instructiven Tabelle fäurmtlicher Herrscher und Könige von Moses bis heute und die Reisebeschreibung von Europa nach Palästina. … Trauenfelsgaffe 4 zu beziehen^ Erwähnt sei noch bei diesem Anlasse das im Jahre 1889 von demselben Autor herausgegebene ״Panorama von Palästina". Haiiinuzeuct!. Wir haben bereits in einer der jüngsten Nummern auf dieses, das gesammmte Chasonus umfassende Synagogengesangswerk des Collegen M.

  10. 1892-04-15 · Heft 11 (15.4.1892) · p. Seite 4

    Jakob aber heuchelte nicht und Zur Geschichte der Kodemultur and des Klimas von Palästina. Von Dr. Otto Ankel. (Fortsetzung.) Demgegenüber glaubt der Stuttgarter Geologe O. Fraas au tiefgreifende klimatische 'Aenderungen in historischer Zeit, während er der türkischen Uneultur nur einen bescheidenen Äntheil an der Berwabrlosung des Landes zuschreiben möchte. … ״Welcher Boden könnte von 'Natur fruchtbarer uud zum Anbau günstiger sein, als der von Palästina? . .'. So sehr aber auch das eigene Volk des Landes, aus 'Neid gegen den srentden Eroberer und Herrscher, und so sehr die Feinde desselbett, deren Zorn so oft diese Stätte der alten Segnuttgen traf, gegen den innerett Wohlstand derselben gewüthet haben, i]t es mir dennoch unbegreiflich, dass nicht blos Spötter uttd geistige Feinde des Landes, sondern selbst manche frühere )weisenden Palästina als eitte natürliche Einöde, als einen Boden, der weder vormals noch jetzt zum eittträglichett Attbau taugte, nt böses Geschrei bringen konnten.

  11. 1886-12-16 · Heft 40 (16.12.1886) · p. Seite 3

    Die an den Aufenthalt in Palästina geknüpften Gebote beeinträchkigen nicht unsere Freiheit, vermehren vielmehr unsere Verdienste. (5. 25) ״Und wenn man auch, ohne des Erfolges sicher zu sein, der Gefahr des Meeres und der Wüste sich aussetzt, so gelte die Reise an sich schon als Selbstzweck, als Buße und Sühne, als Reinigung und Befreiung von Sünden (5. 23. 27). Mit einer Handlung des Königs hat das Buch begonnen, und mit einer Handlung des Meisters schließt es, mit dem Wege nach Palästina, dem letzten seines Lebens (1140—1146). Als hätte er es geahnt, so blieb ihm keine der Mühseligkeiten zu Wasser und zu Lande erspart.

  12. 1891-06-21 · Heft 16 (21.6.1891) · p. Seite 6

    Bekanntlich bestehen zwei Ansiedlungspläne für die vertriebenen russischen Juden: jene des Baron Hirsch, welcher seine Stammesgenossen in Argentinien anzusiedeln beabsichtigt, und der Vorschlag eines jüdischen Vereins, welcher Palästina im Auge hat.*) Was das erstere Project anbelangt, so hat Baron Hirsch Herrn Arnold White im Interesse des Planes nach Rußland entsendet. … ״Nowoje Wremja" wie ״Garaschdanin" versichern Baron Hirsch der weitestgehenden Unterstützung der russischen Regierung und geben dem Wunsche Ausdruck, das Project möge bald verwirklicht werden. Was die Colonisations-Jdee in Palästina anbelangt, so hat ein jüdischer Colonisations-Verein in London bei Lord Salisbury den Beistand der englischen Regierung nachgesucht, um vom Sultan die Erlaubnis zur Ansiedlung russischer und polnischer Juden in Palästina zu erhalten.

  13. 1892-04-01 · Heft 10 (1.4.1892) · p. Seite 5

    Ich würde das Andenken der Entschlafenen zu entweihen fürchten, wenn ich von dem Glanze spreche, in dem sie ausgewachsen und aus dem sie hinweggerissen ist, von dem Glanze, der vor dem Tode erbleicht Wer fragte auch vor dem vielbewunderten Bilde eiyes Eine wesentliche Acnderung des Klimas hat in dem histo rischen Palästina nicht stattgefunden. Zugeben muß man freilich dass die durch zahlreiche Umstände hinlänglich bewiesene Zunähme der Trockenheit des großen Steppen- und Wüstengürtels, der vom atlantischen Ocean bis fast an den Stillen, reicht, vor allem der Sahara, nicht spurlos an den benachbarten Gebieten vorübcrgegangen ist, sondern örtliche Modifikationen des Klimas, der Vegetation und Lebewelt zur Folge hatte. So mag cs auch in Palästina sein. In der Hauptsache aber sind es geschichtliche Vorgänge, die dem Lande das vielfach verödete Aussehen verliehen haben. .Auch für Palästina gilt, was Th.

  14. 1892-04-15 · Heft 11 (15.4.1892) · p. Seite 5

    ״In Palästinas Boden sind die Bedingungen vorhanden, die reichste Vegetation zu erzeugen." (van de Velde, Reise durch Syrien und Palästina.) ״Die schönsten Weizen- und Gerstenfluren sprießen zuweilen aus steinbesäeten Flächen, welche in unseren Breiten gewiss ohne Eulturen sein würden." … Als Nebeka dies hörte, war sie, die von dem Treiben Esau's besser als Die natürlichen Voraussetzungen zu einer höheren Eultur sind gegeben in Palästina. Doch wer soll dieselbe bringen? Etwa die vielgeplagten Nachkommen Abrahams? Spaten und Pflug sind ihnen fremd geworden.

  15. 1885-07-20 · Heft 25 (20.7.1885) · page 1

    Nach dem Vorbilde dieser babylonischen Synagoge verpstanzten sie sich auch eiuzelweise in das Mutterland Palästina, und als später Alexander der Große (333 v. d. g. Zeitrechnung) die Israeliten nach Egypten und auch anderswo hin ziehen ließ, da wurde die Zahl der Synagogen sehr groß. … In den Makkabäerzeiten (160 Jahre v. d. g. Ztr.) hatte schon jede mittelmäßige Stadt in Palästina wie früher in Babylon ihre Synagoge. Als die Nachfolger des Antiochus Epiphanes der Judengemeinde zu Antiochia, der größten und bedeutendsten Stadt Syriens, die geraubten Tempelgefäße wieder gaben, stellten die Juden ihre Synagogen auf, und in hundert Jahre später erfahren wir beiläufig von Synagogen zu Nazareth *).

  16. 1883-10-26 · Heft 36 (26.10.1883) · page 1

    — Die Hauptmomente nur des öffentlichen Wirkens mögen einen Platz hier finden. Vor Allem gedenken wir des heiligen Landes, Palästina, der heiligen Stadt Jerusalem. Diese waren ihnen wie Lieblingskinder tief in'8 Herz gewachsen. Innerhalb der Jahre 1827—1857 hatten die Ehegatten fünfmal den heiligen Boden betreten. … Sir Moses und Lady Judith Montefiore haben das Alles für Palästina und Jerusalem gethan, janoch mehr, weit mehr. Im Jahre 1840 war in Damaskus unerklärlicher Weise Pater Thomas, ein Mönch mit seinem Diener verschwunden.

  17. 1891-08-01 · Heft 20 (1.8.1891) · p. Seite 7

    Der Wegfall der erwähnten Abgabe aber könne nicht berücksichtigt werden, da der Bezug der Ethrogim aus Palästina nach dem Urtheile von Fachmännern von unberechenbarer Bedeutung für die ganze Colonisationssache sei, vor dem Interesse de! … Wenn die in der ״Habazeleth" geäußerte Meinung bezüglich der in Palästina gegenwärtig aufzubringenden Onantität von Ethrogim richtig ist, so müsste für einige Jahre das Manco aus türkischen Gegenden gedeckt werden.

  18. 1888-02-06 · Heft 5 (6.2.1888) · p. Seite 7

    Wie man hört,׳ ist es Herrn Baron von Hirsch, der auch zur Tafel des Sultans geladen war, gelungen, bezüglich des Aufenthaltes fremder Juden in Palästina einige Erleichterungen zu erlangen. War es diesen bisher nur gestattet, sich 30 Tage in Palästina aufzuhalten, so soll .ihnen jetzt ein Aufenthalt von 3 Monaten zustehen..

  19. 1882-02-08 · Heft 6 (8.2.1882) · p. Seite 2

    Ich hab's schon — der Jstoczy hat wieder eine judenfeindliche Rede vom Stapel gelassen und es am Ende doch durchgesetzt, daß die Juden nach Palästina auswandern müssen. — Erschrocken richte ich mich im Bette auf, denn das geht schon über'n Spaß und umsonst geräth mein Freund nicht so außer Rand und Band, ziehe in der Verlegenheit meine Schlafmütze vom Haupte und — reibe mir mit derselben die schlaftrunkenen Augen. … Er allein wird und muß es durchsetzen, daß die Juden nicht in das gelobte Land auswandern müssen. — Was sollte auch aus seiner von ihm ״unterhaltenen" Cantorenschule — der Pflanzstätte für künftige Chasonimmärkte — werden, wenn auch er,- selbstverständlich als der längste aller Cantoren, als Tambourmajor, an der Spitze derselben nach Palästina wanderte?" . . . ״Lächerlich, Freund, es wird nicht so heiß gegessen, als ..." — Aber so , lese doch, es handelt sich ja gar nicht um eine Judenvertreibung, sondern um eine . . . eine . .. wie sag.' ich nur gleich . . . eine Cantorenzertreibung!"

  20. 1882-02-24 · Heft 8 (24.2.1882) · p. Seite 7

    Da machte ich mich auf und wanderte weiter, immer weiter, das Ziel meiner Wanderung sollte Palästina sein, Palästina, das heilige Land unserer Vorfahren und auf ״Erez Jisroel" wollte ich sterben." (Fortsetzung folgt.)