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Und auch das wohlverstandene Programm der Zionisten lässfc keinen Zweifel, dass da kein auf seine kleinsten Dimensionen reduziertes Palästina gemeint sein kann. Man braucht nur für die Vokabeln des ersten Programmsatzes die entsprechenden Zahlenwerte zu setzen, um die absolute Haltlosigkeit einer solchen Annahme sofort einzusehen: Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk (10—12 Millionen Seelen) die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina (28000 Quadratkilometer). … Also wer immer aus einer Art Palästina-Zelotismus oder aus Missverständnissen heraus bisher nur das engste Palästina hat gelten lassen wollen, der möge nur nochmals die Grundelemente dieser Lösung der Judenfrage überdenken, und er wird zu dem Resultate kommen, dass das historische grössere Palästina die jüdischen Orientbestrebungen aus ihrem bisherigen Stadium in einen sofort ausführbaren Plan einer grossen Volkshilfe umwandelt, an dem wir alle zu unserem Teile mitarbeiten können.
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Aber dieser Einwand, der für Palästina und die unter türkischer Verwaltung stehenden Nachbarländer zur Zeit noch Geltung hätte, wird sofort hinfällig, wenn wir in das Gebiet des jüdischen Orients zwei der nächsten Nachbarländer Palästinas einbeziehen, in welchen nichts einem sofortigen Beginn der Thätigkeit entgegensteht, und welche sogar in administrativen und sonstigen Hinsichten zur Zeit wesentliche Vorteile über die türkisch regierten Länder des Orients aufweisen. Es sind dies die ägytischen Grenzgebiete Palästinas, von welchen das vor 15 Jahren an Aegypten abgetretene Gebiet nordöstlich vom Nachal Mizrajim sogar zum engsten Palästina zu rechnen ist, und die englische Inse] Cypern, die nur wenige Dampferstunden von Palästina entfernt und von den hohen Bergen der palästinensischen Küste mit blossem Auge sichtbar ist. 252
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So geben die beiden oben genannten Gebiete und vielerlei, was man trotz des Einwanderungsverbots heute schon in Palästina, in Syrien und Kleinasien thun könnte, Gelegenheit genug zu einer neuen Aera der jüdischen Orientkolonisation, die unverweilt begonnen werden kann und — einmal in Fluss gekommen — immer weitere Gebiete uns zugänglich machen wird. … Bevor wir schliessen, wollen wir noch dem Einwand begegnen, der uns beim heutigen Stand der verschiedenen Palästina-Bestrebungen wohl noch hier und da gemacht werden kann, nämlich, dass hier zu unrecht von Palästina und seinen Nachbarländern als der historischen und künftigen Heimat gesprochen wurde. 253
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In dem Jüdischen sozialistischen Verband Poale-Zion war es die österreichische Landespartei, die das Entstehen der Landarbeiterfrage in Palästina voraussagte und als erste auf die Siedlungsgenossenschaft hinwies. Schon im Jahre 1906 (am III. Parteitag in Lemberg) wurde in den Programmentwurf der Satz aufgenommen: „. . . … Parteitag in Lemberg) wurde in einer Resolution die landwirtschaftliche Produktivgenossenschaft als das einzige Mittel bezeichnet, um die proletarischen Einwanderer in Palästina an den Boden zu fesseln. Dieser Forderung der österreichischen Poale-Zion schlössen sich die Jüdische sozialistische Partei Poale-Zion Amerikas und schließlich auch die in Palästina an.
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Schechter: Die Chassidim, gebunden ...... „ Junge Harfen (Gedichte), geb. „ York-Steiner: Talmudbauer, geb. „ 1 — 2,25 2 — 5,25 Palästina, Jahrgang I, geb. Wik. 4,— UNSERE NEUE SUBSKRIPTIONS-SERIE bietet u. a. eine Auswahl aus nachstehendem: Achad Haam: Am Scheidewege Jüdischer Almanach II Jüdische Künstler II Moses (literar. … Ein Palästina-Sammelbuch. — Ein jüdisches Jugendbuch. Prof. S. Schechter: Das Kind in der jüdischen Literatur. Ferner: Ausgewählte Erzählungen und Skizzen von Scholem-Alechem, Abramowitsch, David Pinski und Ch.
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Sein Lohn ist daher niedriger als das Existenzminimum eines städtischen Proletariers, der Landarbeiter werden will. Palästina bietet uns das seltsame Beispiel eines Landes, in dem einwandernde Proletarier die Einheimischen durch ihre Konkurrenz nicht bedrohen, sondern im Gegenteil überbieten und derart ihren Wohlstand erhöhen**. … Freilich darf die zionistische Organisation die verhängnisvollen Fehler der galiläischen Enteignungspolitik der Ica niemals wiederholen. Es ist wahrlich in Palästina Raum genug für beide stammverwandte Volker. 202
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— die Juden aus den Ländern der Diaspora direkt nach Palästina. Und da die historische Notwendigkeit die Lösung der Judenfrage auf sich genommen hat, so bleibt natürlich den „Poalei-Zion" nichts übrig, als einen unverhüllten rein^proletarischen Klassenkampf zu führen. … Wenn man es aber unternimmt, theoretisch zu beweisen, daß die allmächtige blinde historische Notwendigkeit gerade Palästina als das Territorium erkoren hat, wenn man auf diese Weise die soziologische Prognose in geographische Bahnen lenkt, — so kann das nicht ernst genommen werden. — Auch ist es schwer zu begreifen, wie der Klassenkampf der „Poalei-Zion" in Rußland, den sie als einzig mögliches Mittel der Realisierung des Territorialismus betrachten, — zur territorialen Autonomie der Juden ... in Palästina führen kann.
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Landarbeiterfrage in Palästina, Von SALOMON KAPLANSKY. in Werk von unermeßlicher sozialwirtschaftlicher Tragweite soll in Angriff genommen werden. … Doch was im Jahre 1901 die Sehnsucht eines einzigen Weitblickenden nach einer gerechteren Ordnung des Lebens war, wurde 1910 nach sieben Jahren zionistischer Siedlungspolitik in Palästina zu einem Gebot der Notwendigkeit. Das jüdische Kolonisationswerk in Palästina hat eine abgeschlossene Entwicklungsperiode, die der Geschichte angehört.
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Mit Hilfe dieser Institutionen wird die zionistische Organisation den Bodenerwerb in Palästina und das Entstehen jüdischer Farmer und Gutsbesitzer gewiß bedeutend fördern. Das technische Kolonisationsproblem ist seiner Lösung nahe. … Die soziale Seite des Agrarproblems wurde sichtbar. Von 1500 bis 2000 jüdischen Arbeitern, die nach Palästina in den letzten Jahren einwanderten, um Landarbeiter zu werden, sind kaum 500 zurückgeblieben. Nicht weil sie für den Ackerbau etwa untauglich wären.
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Dazu kommen noch andere, gleich wichtig und ausschlaggebend: das Land: Palästina. Die spezielle Disposition Israels kann ihrer wahren Funktion nur in dem rechten Lande gerecht werden, in dem Lande, „dessen Luft weise macht". … Mit Ausnahme des Berges Sinai, der bestimmt war, die Erscheinungsstätte für die höchste Stufe der göttlichen Form zu werden, jene höchste Form, die in dem Lichtglanz auf Moses' Angesicht ihren äußeren Ausdruck gefunden, gibt es kein Land auf Erden, dessen Klima so geeignet wäre, die nötige Disposition für das Göttliche zu erzeugen, wie das Land Palästina, das Land der Prophetie, „das Land, auf das die Augen Gottes stets gerichtet sind." Alle Prophetie hatte Palästina zum Schauplatz, oder stand wenigstens in Beziehung dazu.
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Ja nicht durch Phrasen, die dabei das völlige Mißverstehen des Wesens und der Ursachen der Assimilation bekunden, sondern durch langsame Ansammlung von sozialen und kulturellen Werten in Palästina. Denn nur auf diese Weise können wir den Glauben an den tätigen Messianismus im Judentum wiedererwecken. Und in dem Momente, wo es diesen Glauben wiedergewonnen hat, ist die Assimilation mit einem Schlage vernichtet. … Diese Gesundung kann nur durch die praktische Kolonisationsarbeit in Palästina, mit der die ganze geschichtliche jüdische Seele, unsere ganze geschichtliche * I b i d e m, 57. 64 * I b i d e m, Vorwort, XVI.
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Der Zwang der Verhältnisse, nicht eine ideologische Aufwallung war es, die auch die zionistische Volksorganisation — die vorwiegend aus kleinbürgerlichen Elementen zusammengesetzt und von ihnen geleitet ist — bewogen hat, den Poale-Zion nachzugeben und ein Kolonisationssystem in Angriff zu nehmen, das sozialistische Entfaltungsmöglichkeiten besitzt. Die jüdische Agrarfrage in Palästina ist von zwei Gesichtspunkten zu beurteilen. Es gibt ein Agrarproblem für die besitzenden Einwanderer, die im Judenlande selbstwirtschaftende Bodeneigentümer und Kolonisten werden wollen. … Die Lösung der Agrarfrage wurde mit der Vermehrung des jüdischen Landbesitzes in Palästina identifiziert. Die zionistischen Bemühungen waren in erster Linie darauf gerichtet, die Bedingungen für eine landwirtschaftliche Kolonisation zu schaffen, der die Fehler und Gebrechen der früheren Siedlungsmethode nicht anhaften.
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Denn jede ^uciisclie Kolonie, jede Schule, jede noch so unansehnliche Institution in Palästina stellt einen reellen, selbstgeschaffenen Wert dar, der sich sofort mit unserem geschichtlichen Inhalt anfüllt, der eine Konkretisierung unserer Teleologie von demonstrativer Macht wird. … Die Minorität muß mit dem Golut und mit allem, was daran hängt brechen und ihre ganze Lebensenergie nach Palästina übertragen. Mancher diplomatische Zionist wird uns vielleicht Chowewe-Zionismus vorwerfen. Mag auch richtig sein. Nur hat kein Volk bis heute seine Freiheit und Selbständigkeit von Anfang an durch Diplomatie erreicht.
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LÄDIER: Eine Talmudsage. 197 SALOMON KAPLANSKY: Landarbeiterfrage in Palästina. 198- ARTHUR SILBERGLEIT: Moses. 207. Dr. J. ELIASCHOFF: Die Toteninsel. 208 EVA ASCHER: Gruß. 212 MANIA ROTENSTREICH: Gott vor Gericht. 213
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Denn im Golut muß jede Reformation unbedingt zur Häresie werden. Das Christentum ist nicht •in Palästina, sondern in den griechischen Kolonien und - Städten ausgewachsen und nicht der palästinensische Christ, sondern Paulus des Golut ist sein Begründer. Spinoza im jüdischen Palästina — wäre ein großer Reformator des Judaismus geworden. Spinoza in Amsterdam — mußte als Häretiker betrachtet werden.
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Er muß die Schönheit und Größe früherer Kulturperiöden dem Volke zeigen, die Trostlosigkeit und Lebensdürre der Gegenwart zu Gemüte führen und Zukunftsahnungen wecken. Er soll nicht in Palästina aHein das Ziel seiner Bestrebungen sehen, sondern das arme Volk aufmerksam überwachen, dem Pochen des kranken Volksherzens lausdien, ob sich darin ein gesunder Schlag ankündigt.
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Solche gut geschulten Arbeiter, die für den Kooperationsgedanken begeistert sind, gibt es noch viele in Palästina selbst, aber auch in Amerika, Rußland und Österreich-Ungarn werden sich hinreichend Bewerber finden. Die genossenschaftliche Kolonie soll nur allmählich aufgebaut werden.
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Die Schule ist die erste Kunstschule Palästinas, die Fahne ist das Sinnbild der Nationalisten, die Palästina für die Juden haben wollen. In dieses Jerusalem seiner Sehnsucht kam endlich, endlich Samuel Hirszenberg. Welche Bewegung ergriff ihn, als er von ferne das Gestade Palästinas erblickte, mit welchem Herzklopfen betrat er zum erstenmal den vaterländischen, heiligen Boden!
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.---------------- Auch sagen die Araber — und man sollte meinen, es sei eine jüdische Tradition —: „Palästina ist der Mittelpunkt der Welt, Jerusalem der Mittelpunkt Palästinas, der Tempelplatz der Mittelpunkt Jerusalems, das Allerheiligste der Mittelpunkt des Tempels, die Bundeslade der Mittelpunkt des Allerheiligsten, und vor der Bundeslade war ein Felsen, genannt der Grundstein der Welt."
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Zunächst ist es dasjenige, welches alle, und mögen sie noch so oberflächlich sich mit dem Problem beschäftigen, ganz instinktiv in Frage ziehen: das alte Judenland — Palästina. Aber nicht nur die Gleichgiltigen werden ohne Besinnen zuerst an dieses Land denken, sondern unter den Juden selbst alle diejenigen, die den Zusammenhang mit Religion und Tradition, mit ihren Vätern und Grossvätern und mit ihres Volkes Geschichte noch nicht verloren haben und ihn nicht zu verlieren entschlossen sind.