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19341937
  1. 1937-05-01 · 5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 6

    Internationale Konventionen, wie sie insbesondere auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vielfach abgeschlossen sind, können von England mit Wirkung für Palästina mit abgeschlossen werden und früher abgeschlossene Konventionen können auf Palästina ausgedehnt werden. Das ist im Laufe der Jahre in erheblichem Umfang geschehen, sodaß Palästina den wichtigsten internationalen Abmachungen angeschlossen ist. … Dieser ist für die Bearbeitung der palästinensischen Mandatsangelegenheiten zuständig. Bemerkenswert ist, daß das englische Parlament, da Palästina keine Kolonie und nicht Bestandteil des britischen Reichs ist, keine unmittelbare gesetzgebende Gewalt über Palästina hat.

  2. 1935-12-01 · 12 (1.12.1935) · p. Seite 8

    . — Für besinnliche, besonders weibliche Leser, auch für jüngere Menschen. H. G. 2. Palästina. Bücher über Palästina: Herrmann, Hugo: Palästina, wie es wirklich isL (3. Aufl.). Wien-Leipzig: Fiba-Verl. 411 S. — Gottgetreu, Erich: Das Land der Söhne. … (Schaubücher 13.) — Casparius, Hans u. Rundt, Arthur: Das Palästina- Bilderbuch. Leipzig-Wien: Tal 1934. 96 S. — Landauer, Georg: Palästina. Berlin: Jüdische Buchvereinigung 1935. 120 S. — Morpnrgo, Luciano: Erez JisraeL Palästina. 265 Originalbilder.

  3. 1936-10-01 · 10 (1.10.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 2

    Hunderttausend Juden sind in dreieinhalb Jahren aus Deutschland ausgewandert, davon ein Drittel nach Palästina. Traub stellt einen Wanderungsplan für weitere fünf Jahre auf und verlangt, daß bis 1941 abermals 100 000 Juden Deutschland verlassen, und zwar die Hälfte davon, nämlich jährlich 10 000, nach Palästina. In Palästina sieht Dr. Traub unverändert den „Schwerpunkt konstruktiver jüdischer Aufbaupolitik“, obwohl, wie er ausführt, „die Zahl der Einwanderungskandidaten für Palästina in verschiedensten Ländern der Erde unvergleichlich größer ist als die Zahl der Menschen, die Palästina in absehbarer Zeit beherbergen kann“ (S. 44).

  4. 1936-03-01 · 3 (1.3.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 8

    Am gleichen Abend hielt Kurt Blumenfeld sein Referat: „Zionismus — Palästina — Judenfrage“. Er umriß die politische Konstellation um Palästina, legte die Haltung Englands dar und behandelte die Frage des Legislative Council. … Michael Traub über „Funktion und Bedeutung des nationalen Kapitals für den Palästina-Aufbau“. , Die Schlußsitzung brachte die Annahme der Resolutionen. Die sehr zahlreichen Beschlüsse umfassen das gesamte Gebiet zionistischer Arbeit: Tätigkeit des Palästina- Amtes, Finanzangelegenheiten, Keren Hajessod, Keren Kajeineth, Probleme der jüdischen Schule, der Hachscharah, der Jugend-Aliiah; sie wenden sich gegen jede Erschwerung der Palästina-Einwanderung und des Bodenkaufs und fordern die Jewish Agency zu entschiedenen Maßnahmen auf.

  5. 1936-03-01 · 3 (1.3.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 9

    Doch läßt sich Endgültiges zu allen diesen Fragen aus den Regierungserklärungen noch nicht entnehmen. Was das religiöse Leben in Palästina anbelangt, so ist der deutsche Rabbiner Dr. Diene mann (Offenbach) von der „World Union for Progressive Judaism“ in London gebeten worden, eine Palästina-Reise zwecks Feststellung der Bedingungen für die Entwicklung moderner religiöser Formen in Palästina zu unternehmen; doch handelt es sich nicht darum, Formen des jüdisch-religiösen Liberalismus aus europäischen Ländern einfach nach Palästina zu übertragen. — Die Auswanderungsfrage beginnt, in ein neues Stadium zu treten. … Im Lichte solcher Vergangenheit, im Lichte der Geschichte Israels schauen wir unsere Zukunft. 2 Sonderreisen nach Palästina 24 000 To Luxusdampfer V U L C A N I A 2. IV. ab Neapel (Ftkrtimr3'/,Ti|i) Preise Neapel — Haifa; 1. Kl. Tour. KL III.

  6. 1936-11-01 · 11 (1.11.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 5

    In Palästina existierte bereits eine in den Anfängen stehende organisierte religiöse Arbeiterschaft unter dem Namen „Hapoel Hamisrachi“. … Chaluziut (Pioniertum) und Datiut (Gesetzestreue) sindjg untrennbar miteinander verbunden. * Aus der ideologischen Grundlegung folgen mit Notwendigkeit die praktischen, auf Palästina' gerichteten Forderungen. Die Vorbereitung (Hadufcharah) für das Leben im Lande gliedert sich in die beiden sich von selbst

  7. 1936-11-01 · 11 (1.11.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 6

    Seit einigen Jahren ist man dazu übergegangen, Jugendliche im Alter von vierzehn Jahren an nach Palästina zu bringen, um ihnen dort die Möglichkeit zu geben, in zweijähriger Ausbildungszeit handwerklich und geistig vorgebildet zu werden. … Der Brith Chaluzim Datiim stellt die Nachwuchsbewegung des „Poel Hamisrachi“, der organisierten religiösen Arbeiterschaft in Palästina, dar. Sie ist als selbständige Arbeitergewerkschaft in Palästina anerkannt, hat bei der letzten Wahl erfolgreich abgeschnitten und ist in allen maßgebenden Gremien Palästinas vertreten.

  8. 1937-04-01 · 4 (1.4.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 2

    Nach vorsichtigen Schätzungen sind im letzten Jahr 24 000 Personen ausgewandert, von denen 9000 nach Palästina, 10 000 nach Übersee, 1500 nach Europa und etwa 3500 in ihre alten — meist osteuropäischen — Heimatländer gegangen sind. Diese Zahlen zeichnen in großen Zügen die Richtung der Auswanderung ab. Palästina hat trotz der verstärkten Schwierigkeiten 9000 Juden aus Deutschland auf genommen. Diese Zahl konnte nur dadurch erreicht werden, daß durch die großzügige finanzielle Hilfe des Council for German Jewry 1200 Sonderzertifikate von der Palästina-Regierung bewilligt wurden.

  9. 1937-05-01 · 5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 5

    Palästina ist das einzige Land der bewohnten Erde, in dem die Juden ein verbürgtes Recht auf Einwanderung haben. Auf Grund des Mandats ist jüdische Einwanderung und der Erwerb der palästinensischen Landesangehörigkeit durch Juden zu erleichtern. … Die Landesangehörigkeit kann nach drei Jahren . erworben werden, auch das ist eine Frist, wie sie so kurz in keinem ändern Einwanderungsland bemessen ist. Palästina untersteht als Mandatsland zwar englischer Verwaltung, ist aber kein Bestandteil des britischen Empire. Das hat zur Folge, daß der Palästinenser nicht Angehöriger des Empire wird, er ist in England und allen Kolonien genau so Ausländer und braucht ein Visum, wie übrigens der Engländer selbst in Palästina Ausländer ist, der keineiiei Vorzugsrechte vor den Angehörigen anderer Länder genießt.

  10. 1935-06-01 · 6 (1.6.1935) · p. Seite 8

    Doch das wäre nichts Besonderes, hätte sich nicht gerade in die jüdischen Gratulationen noch ein anderer Klang gemischt —: der Dank an den Herrscher, . unter dessen Regierung die Voraussetzungen des neuen Palästina Werkes geschaffen werden. -Kein Wunder, daß das Jubiläum in Palästina besonderes Echo erweckte. Zwei Einzelheiten sollen hier berichtet werden, je eine aus England und aus Palästina. … Und ferner: König Georg V. hat seine Zustimmung gegeben, daß durch den Jüdischen Nationalfonds in Palästina ein seinen Namen tragender Wald gepflanzt werde; die diesbezügliche Aktion seitens der zionistischen Körperschaften ist bereits feierlich eingeleitet worden.

  11. 1937-06-01 · 6 (1.6.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Halle, Bremen, Nordwestdeutschland, Stettin und Pommern) · p. Seite 15

    MITTEILUNGEN DER SVNAGOGEN-GEMEINDE ZU STETTIN UND DER SYNAGOSEN-SEMEINDEH POMMERNS Zuschriften für diesen Teil des Blattes sind za riditen an das Verwaltungsbüro der Synagogen>Gemeinde, Stettin, Rosengarten 9»10 Juni 1937 Der neue Palästina-Film „Hatikwah“ in Stettin Am Mittwoch, d. 12. M a i 1937, zeigte die Stettiner Zionistische Vereinigung in zwei überfüllten Veranstaltungen den neuen Palästina-Film „Halikwa — Dokumente einer Hoffnung“. … Der — aus vorhandenem Bildmaterial der Archive zusammengestellte — Bildstreifen unternimmt als „historisches Dokument“ erstmalig den Versuch, besonders wichtige Ereignisse aus der Geschichte der modernen Palästina-Kolonisation im Bilde wieder aufleben zu lassen. So verdienen u. a. die Aufnahmen vom Einzuge Sir Herbert Samuels in Palästina, von der Grundsteinlegung für die Hebräische Universität auf dem Skopus und vom Bau des Ruthenberg-Kraftwerkes eine besondere Beachtung.

  12. 1936-10-01 · 10 (1.10.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 13

    Neuerscheinungen Palästina-Kalender M97 herausg. von der Zionistischen Ver- einigung für Deutschland. Berlin: Verlag der Jüdischen Rundschau G. m. b. … Die Photos geben auch eine lebendige Schilderung des öffentlichen urid ethnologischen Lebens in Palästina. Eine willkommene Gabe für jeden Freund dieses Landes. D. Levy, Rudolf: Palästina A. B. C. Berlin: Atid-Verlag 1936. 132 Seiten.

  13. 1936-07-01 · 7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 6

    Chronik des jüdischen Lebens Noch immer stehen die Ereignisse in Palästina im Vordergründe des Interesses. Nicht nur die Nachrichten von dort werden eifrig gelesen, sondern auch die Debatten im englischen Unterhaus und die Verhandlungen der Ständigen Mandatskommission in Genf sind lebhaft beachtet worden, und die Beiratstagung der Jewish Agency mit ihrem Appell an die Judenheit in Deutschland, die Mitarbeit am Palästina-Werk verstärkt fortzusetzen, hat überall herzlichen 'Widerhall gefunden. Daß dieser Aufruf sich mit Meinung und Maßnahmen der Mandatarmacht deckt, ist an anderer Stelle dieses Blattes ausgeführt, und zweifellos löst es weithin Befriedigung aus, daß die Palästina-Einwanderung weitergeht. In den nächsten Wochen wird neben der Palästina-Wanderung freilich auch die allgemeine Auswanderung Gegenstand der öffentlichen Aufmerksamkeit sein, soll doch am 2.

  14. 1935-09-27 · 10 (27.9.1935) · p. [Seite]

    Alles Wichtige und Wissenswerte über Juden, Judentum, über Judennot und Judenschidcsal, über den Zionismus, über Palästina und das jüdische Leben in anderen Ländern erfahren Sie regelmäßig und schnell durch die JÜDISCHE RUNDSCHAU Seit vierzig Jahren ist sie das Sprachrohr der zionistischen Bewegung in Deutschland. … Berichterstattung aus allen Ländern der Erde, besonders ein großer Palästina-Teil und eine reiche Bildausstattung bestimmen den Charakter der Zeitung. Der geistige und kulturelle Teil ist mit größter Sorgfalt redigiert und gibt ein Bild des jüdischen Geisteslebens in Gegenwart und Vergangenheit.

  15. 1936-02-01 · 2 (1.2.1936) inkl. Mitteilungen der Synagogen-Gemeinde zu Stettin und Pommerns · p. Seite 8

    Mit Genugtuung darf bemerkt werden, daß das herzliche Verhältnis besonders der englischen und der palästinensischen sowie der am Palästina-Aufbau interessierten Juden aller Länder zur Person des verstorbenen Königs völlig unberührt geblieben ist von den zeitweise aufgetretenen Spannungen mit der Regierung. … Der eine Kampf geht um den Legislative Council (Gesetzgebenden Rat), den die englische Regierung in Palästina einsetzen will, er soll eine Art parlamentarische Körperschaft sein, in der u. a. auch Juden und Araber Sitze einnehmen sollen; doch wird die Teilnahme an ihm wie überhaupt die Schaffung dieser Einrichtung von den Juden aller Länder und aller innerjüdischen Richtungen leidenschaftlich abgelehnt, weil man eine Gefährdung der ferneren jüdischen Palästina-Einwanderung und einen Bruch der durch die Balfour Deklaration den Judeneingeräumten Rechte darin erblickt.

  16. 1936-07-01 · 7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 2

    Diese Ueberzeugung hat auch heute noch jedermann, und erst die Tatsache, daß trotzdem die Unruhen nun schon bis in den dritten Monat hinein dauern, hat in vielen die Erkenntnis hervorgerufen, daß es sich bei den Vorgängen in Palästina um Dinge von der allergrößten Bedeutung handelt. Heute denkt jeder wieder daran, daß Palästina ein unentbehrliches Glied in der Verbindungskette England—Indien ist, und angesichts der Ereignisse um Abessinien, der Entwicklung in Aegypten, der nicht mehr ungefährdeten Lage des Suezi Kanals betrachtet man die Palästinafrage heute wieder mehr als je zuvor als eine reine Angelegenheit der Empire-Politik, und zwar als eine von durchaus erstem Rang. Die englische Presse aller Richtungen hat zu dem Palästina-Problem Stellung genommen, teils in sehr einseitiger Parteinahme für die Araber, zum größeren (und wertvolleren!) Teile aber in objektiver Würdigung der verbrieften Rechte der Juden.

  17. 1936-08-01 · 8 (1.8.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Halle, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 10

    Wir empfehlen, in Zweifelsfällen bei uns Rückfrage zu halten. Hadisdiarah für Palästina-Siedler Die vom Palästina-Amt Berlin organisierte Mittelstandshachscharah macht es sich zum Ziel, allen denjenigen, die mit eigenen Mitteln (£P. 1000.— und mehr) in Palästina landwirtschaftlich siedeln wollen, eine systematische Ausbildung zu ermöglichen. … Die Ausbildungskosten umfassen: Unterbringung, Verpflegung, Wäsche, Unfallversicherung und Unterricht und betragen pro Person RM. 85.— monatlich. Anfragen sind an das Palästina-Amt Berlin, Abteilung Organisation zu richten. Jubiläum in Münstermeifeld Am 4. Juli 1936 beging die Gemeinde Münstermeifeld ihr 50-jähriges Synagogenjubiläum.

  18. 1936-10-01 · 10 (1.10.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 3

    Luzatto, geboren 1707 in Padua, gestorben 1746 zu Akko in Palästina. Wir sahen sein Bild und daneben das seines Namensvetters S. D.' Luzatto, der 1800 in Triest das Licht der Welt erblickte und 1856 in Padua starb und der zu den Begründern der Wissenschaft vom Judentum zählte. … Schon vor mehreren Jahren entstand die Serie jüdischer Köpfe aus Palästina, die der Meisterpbotograph Lerski aufnahm. Einprägsame Tafeln an den Wänden boten schlagkräftige Beispiele für die Einwanderung und ihre Einzelheiten.

  19. 1937-01-01 · 1 (1.1.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Tilsit, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Stettin und Pommern) · p. Seite 16

    November vor einer sehr gut besuchten Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe, Bremen, über das Thema „Palästina-Wirtschaft 1IM, Kriaen-Aufbau — Zukunftsmügllebkeltcn“ Der Redner erinnerte daran, daß sich der Jahrestag der Balfour-Deklaration am 2. … Wir können dem Jischuw für seine Haltung nur dankbar sein, und es ist für alle Juden jetzt an der Zeit, die Palästina- Freundschaft durch aktive Mitarbeit zu ergänzen. Am Mittwoch, den 9. Dezember veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe in den Räumen des „Hotel zum Falken“ ihre Chanukkah-Feier.

  20. 1935-11-01 · 11 (1.11.1935) · p. Seite 8

    Wir Juden sind schon mit ganz andern Schwierigkeiten fertig geworden — in alten Tagen, aber auch jetzt. Denn im Zeichen der Berufsumschichtung und des Palästina-Aufbaus haben unsere Menschen gelernt, die Unterscheidung zwischen „wertvoller“ und „weniger wertvoller“ Arbeit aufzugeben, da jede Arbeit gleich wertvoll ist, wenn sie notwendig nnd nützlich ist und mit Sorgfalt und Hingabe verrichtet wird. … Da ist zunächst zu sagen, daß die Einführung der Monarchie in Griechenland die Stellung der dortigen Juden nicht gefährdet; im Gegenteil darf das monarchische Regime als Garant der jüdischen Gleichberechtigung betrachtet werden. — Und ebenso wenig bietet der italienisch-abessinische Krieg einen Grund zur Beunruhigung für die Juden in Palästina. Der High Commissioner für Palästina, Sir Arthur Wauchope, weilt zur Zeit in England und hat an die Bevölkerung Palästinas eine Botschaft gelangen lassen, in der er darauf hinweist, daß er selber infolge der gesicherten Lage erst Mitte November nach Jerusalem zurückkehrt und daß kein Grund zur Beunruhigung vorhanden ist — Inzwischen ist bekannt geworden, daß Palästina an den Sanktionen gegen Italien teilnimmt, aber die dortige Bevölkerung wird davon nicht betroffen, ebenso wie auch die Einwanderung durch die Lahmlegung des italienischen Schiffsverkehrs keine Unterbrechung erleidet 8