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  1. 1925-08-18 · 7 (18.8.1925) · p. Seite 147 · Palästina [Nachricht]

    Nr. 7 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 147 vücherschau. Palästina. Unter diesem Titel erscheint ein Bilderwerk, das 300 bisher unveröffentlichte Bilder des Landes zusammenstellt. Das Vorwort ist von Sven Hedin geschrieben, ein ausführlich beschreibender Text gibt die notwendigen Erläuterungen.

  2. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 61 · Jugendnot in Palästina

    Eine so erzogene Volksschuljugend steht irgendwie auf dem Boden des werdenden Palästina. Schwerer ist es, sie weiterzuführen. Ihre Ausbildung darf mit vierzehn Jahren nicht abgeschlossen sein. Das Problem der weiteren Erziehung bleibt im Grunde dasselbe: das Neben- und Ineinander der beruflichen und geistigen Ausbildung. … Aber diese ganze Hand wer kslehre ist doch nur ein Surrogat für die zu erstrebende erste Ausbildung in Handwerksschulen, wie es sie sonst in der Welt gibt und wie sie der „ORT" überall im jüdischen Osteuropa gründet, aber nicht in Palästina. Ich verrate vielleicht eine naive Unkenntnis der inneren jüdischen Politik, wenn ich gestehe, es nicht zu begreifen, daß man den „ORT" noch nicht zur Gründung einer solchen Schule hier veranlaßt hat.

  3. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 51 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina dem Gewordenen zusteht; der handelnde Mensch, der wollende, nicht der betrachtende, findet hier seinen Platz, und im Grunde ist nur für Glaubende Raum in unserer Mitte. … Unter diesem Vorbehalt muß alles gelesen werden, was über Palästina ausgesagt wird, unter diesem Vorbehalt sind folgende Zeilen geschrieben worden. — Was geschieht in dem Prozeß, den das neue jüdische Palästina darstellt, für die Jugend?

  4. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 52 · Jugendnot in Palästina

    Anfänge von Landwirtschaft gibt es fast in allen Dörfern, und die Schulen im Emek sowie das dortige Kinderdorf weisen schöne Leistungen auf. Aber wir sind streng in unseren Forderungen an Palästina. Uns genügen diese Anfänge nicht. Und man kann die Lehrerschaft nicht frei von Schuld an der Stagnation der Schule sprechen.

  5. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 53 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina nicht in alter Stärke lebendig. Eine gewisse Ermüdung und Sättigung ist eingetreten. Der Stand der Lehrer im ganzen ist älter geworden, hat Familiensorgen, ist verbürgerlicht. … Hier wie dort fehlt es an Mitteln, aber der rechte Weg zur Einfügung der Jugend in das arbeitende Palästina ist hier beschritten. Schwerer noch als die Einstellung der Lehrer und der Schulen, die nicht genügend dem wirtschaftlichen Leben des Landes angepaßt sind, drücken auf die Entwicklung der reiferen Schüler allgemeine Verhältnisse.

  6. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 54 · Jugendnot in Palästina

  7. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 55 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina losen Zimmer arbeiten, zahlte jedem 3 Piaster (60 Pf.) täglich und konnte dank dieser Vergewaltigung von Kindern eine Zeitlang seine „Fabrik" aufrechthalten.

  8. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 56 · Jugendnot in Palästina

  9. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 57 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina schulen zu, von denen jede ihre besondere Eigenart hat. Ich will sie nicht im einzelnen charakterisieren, dafür ist eine deutsche Zeitschrift nicht der Ort, und dazu fehlt mir die Qualifikation, da ich ihnen teils zu nahe, teils zu fern, keineswegs über ihnen stehe.

  10. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 58 · Jugendnot in Palästina

  11. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 59 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina Zunächst durch die Umformung der allgemeinen Volksschule auf dem Wege, der von jüngeren Lehrern schon beschritten wird. … Darum müssen die Mittel aufgebracht werden, um Halbheime, wie eines oben als Schule der Arbeiterkinder genannt wurde und wie es solche auch sonst in Palästina gibt, gründen zu können. Sie können in oder bei der Stadt, und selbst im Dorfe, ihren Zweck erfüllen. Bedeutsamer und eigentlich erst entscheidend wäre die Gründung von Landerziehungsheimen.

  12. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 60 · Jugendnot in Palästina

  13. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 62 · Jugendnot in Palästina

  14. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 63 · Jugendnot in Palästina

    Jugendnot in Palästina Wenn wir so einem großen Teil der Jugend den Eintritt in das unmittelbar schaffende Leben des Landes gewähren können, dann werden sich von selbst die Fragen der Mittelschule lösen.

  15. 1925-12-01 · Heft 12 (Dezember 1925) · p. Seite 254 · Palmen in Palästina

    254 M E N O R A H PALMEN IN PALÄSTINA Von NADJA ORNSTEIN Palästina brachte mir das Erlebnis der Palme. Gewiß, ich hatte Palmen schon vorher gesehen. Aber clie in glasgeschützten Wintergärten und dämmerigen Salons, in überhitzten "1 reibhäusern und abgezirkelten Parks, -waren denn das auch Palmen gewesen?

  16. 1925-12-03 · 11-12 (3.12.1925) · p. Seite 210 · Das älteste Palästina

    Mir scheint nun, daß dieses Problem vielleicht auf folgende Art am besten zu erklären ist, wobei ich allerdings von der Annahme ausgehe, die mit der heutigen allgemeinen Ansicht nicht ganz im Einklang steht, nämlich, daß der ägyptische Einfluß auf Palästina in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Ehr. stärker war, als man glaubt! Wenn man dort auch in babylonischer Schrift abgefaßte Tontafeln, im gleichen Stil hergestellte Statuetten usw. gefunden hat, so darf man doch nicht vergessen, daß in der Zeit von ca. 1500—1100 v. Ehr. Palästina ägyptische Provinz war, und die es beherrschende Macht das untertänige Land, (bald stärker, bald schwächer, je nach der politischen Lage) natürlich in erster Linie mit seiner Kultur befruchtete!

  17. 1925-12-03 · 11-12 (3.12.1925) · p. Seite 211 · Das älteste Palästina

    Ophel und Moriah in eine Mauer einzuschließen war damals unmöglich. Als dann ca. 1500 Palästina ägyptische Provinz wurde, wählten die Statthalter des Pharao sich diesen Ort zur Residenz, weil sie nach orientalischer Anschauung erst dann als Herrn des Landes anerkannt wurden, wenn die heiligen Stätten in ihrem Besitz waren.

  18. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 64 · Das hebräische Schulwerk in Palästina

    Es ist deshalb um so merkwürdiger, mit welcher Gleichgültigkeit die zionistische Öffentlichkeit ihrer wichtigsten Erziehungsposition gegenübersteht, dem hebräischen Schulwerk in Palästina. Immer wieder betont man, daß jede jüdischnationale Erziehung außerhalb Palästinas Stückwerk bleiben müsse, daß auch die beste Erziehung das fremde Milieu nicht auszuschalten vermag, daß nur auf dem Boden Palästinas, im hebräisch sprechenden Milieu, eine neue jüdische Generation erzogen werden kann. … Seit 1913/14, da der Streit um die Unterrichtssprache am Technikum den Schulkampf in Palästina entzündete, da der Jischuw in erstmaliger Aktivität die zionistische Bewegung zwang, die allenthalben im Lande entstandenen hebräischen Schulen zu übernehmen, seit dieser Zeit ist das Interesse der Öffentlichkeit für das Schulwerk beinahe wieder erloschen.

  19. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 65 · Das hebräische Schulwerk in Palästina

    Das hebräische Schulwerk in Palästina liehe Erbauer des Landes ist, empfindet der hebräische Lehrer in Palästina vielfach geradezu mit Verbitterung, wie wenig man seine Leistung zu schätzen versteht, wie wenig seine Arbeit, in einer Atmosphäre der Anteilnahme vor sich geht. … Der Zionismus lehrte, daß die seelische und moralische Situation des heutigen Juden ein . zwangsläufiges Produkt des Galuthdaseins sei, daß der Zwang zur Anpassung die Einheitlichkeit der Persönlichkeit vernichten und jenen Typus des Galuthjuden hervorrufen müsse, den zu überwinden der eigentliche Kerngedanke des Zionismus ist. Demgemäß mußte die erste in Palästina aufgewachsene Generation jenen Typus aufzuzeigen haben, oder ihm wenigstens nahe kommen, der das Gegenbild des Galuthjuden darstellt.

  20. 1925-01-01 · 2 (1926) Sonderheft Erziehung · p. 66 · Das hebräische Schulwerk in Palästina

    Vor allem ist ja das Leben jener 150 000 Juden, die die heutige jüdische Volksgemeinschaft in Palästina ausmachen, noch nicht das einer normalen Volksgemeinschaft. Aber neben diese negativen Faktoren treten doch schon heute bemerkenswerte positive Momente. … Man blickt nicht etwa, wie so oft befürchtet wird, sehnsüchtig über die Grenzen Palästinas zu den Verlockungen Europas, sondern sucht sich ruhig den Platz in Palästina, wo man dereinst arbeiten will, nüchtern und ohne hochfliegende idealistische Pläne. Man empfindet hier manchmal, daß diese Generation zu früh, zu gründlich normalisiert wurde, daß sie quietistisch einen Zustand bejaht, der doch nur als ein Anfang angesehen werden darf.