Mannheim
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  1. 1930-10-01 · Heft 77-78 (1.10.1930) · page 6

    Aber der Strom floß schon zu stark und bequem im Bett des gewohnten politischen Getriebes, als daß man ihn grundlegend hätte umleiten können. Durch die Staatsidee in Palästina, der sie starr und unverwandelt anhingen, gaben die Zionisten das Ewige, den innersten, unantastbaren Kern ihrer Idee preis. … Er verliest zur besseren Unterstreichung seiner Gedankengänge markante Stellen aus dem Aufsatze Grabowskys über den Zionismus in der ״Zeitschrift für Politik״, der überdies noch den Teilnehmern der Konferenz als Sonderdruck überreicht wurde. Bei der Stelle ״Palästina kann nur gewonnen werden durch Eroberung, die gerade dann nicht gewaltsam zu sein braucht, wenn der Jude von vornherein mit dem Anspruch, das Herrenvolk zu sein, in Palästina aufgefreten wäre, die aber auch vor Blut und Opfern nicht zurückscheuen darf“, dröhnt der Saal vor Beifall.

  2. 1930-02-01 · 2 (2.1930) · p. Seite 23

    S c h ö n f e 1 d s, der ja nur kurze Zeit als Mitglied der Wieltzentrale des Misrachi und Vorsitzeuder der misrachistischen Schulinspektion in Palästina gearbeitet hatte, schlug natürlich geringere Kreise: immerhin veranstaltete der Misrachi eine besondere Trauerversammlung, auf der gleichfalls die Rabbiner Kuck, Berlin und Berman sprachen. … Einer der Beter unseres Minjan — ohne Minjan wird man nie in Palästina heimisch! — ist ein Jude aus Ninive. Er ist von Beruf Gärtner, vor allem aber Thorajude. und zwar im engeren Sinne des Wortes: mehr bibelals talmudkundig und hat eine besondere Spezialität: Targum.

  3. 1926-02-09 · Heft 11 (9.2.1926) · page 5

    Da erzählt Agnon die wunderbare Geschichte von dem Patästinaboten, den die Bewohner der gelehrten polnischen Stadt mit ihrer Gelehrsamkeit beschämtes. Aber da der Bote verachtet die Heimreise nach Palästina an* trat, erhob sich das Beth Hamidrasch und folgte ihm nach. In künftigen Zeiten werden alle Bethäuscr und alle Lehrhäuser von Babel im Lande Israels ihre Stätte finden. … Sic sollte von unseren nationalen Fonds gesondert herausgegeben werden. Es wäre die innigste Palästina- Propaganda, die denkbar ist Von Men führt der kürzeste Weg nach Palästina. Die wunderbare Ziege, von der Agnon im Kindertone berichtet, weist den Weg nach Palästina und alfsabbatlich entflieht sie dahin und kehrt nach dem Sabbat zurück und ihre Euter strotzen von Milch und die Milch hat den Geschmack des Paradieses. — Dieses Buch von der Galuth in Polen wurde in Palästina geschrieben, in Tel-Awiw (Verlag ״Hedlm“) verlegt Ein Denkmal. h. b.

  4. 1928-03-23 · Heft 24 (23.3.1928) · page 2

    -V.er glaubt wirklich, daß ohne Zionismus die Palästina-Sache ein weit größeres Ausmaß haben würde. Dabei gibt der sonst als Autorität empfundene Dr. Alfred Wiener wenigstens zu, daß der jüdisch-nationale Gedanke die treibende Kraft im jüdischen Leben Palästinas sei. … Limitiertes Judentum — ausgerechnet und abgezirkelt — alles hat darin Platz; auch kolonisatorische Unternehmungen, auch Palästina hinter der Kolonisation in Rußland und bei sorgfältiger Ablehnung der Balfourdeklaration — in der Palästina-Frage identifiziert sich diese Jugend übrigens in viel höherem Grade mit der antizionistischen Haltung Dr.

  5. 1938-03-10 · 10 (10.3.1938) · page 18

    Die Rednerin ging auf viele brennende Einzelprobleme ein und betonte abschliessend, Palästina bedeute nicht die Lösung der Judenfrage, wenn es auch die ganze Judenheit angehe. Palästina und Diaspora müssten den Blick aufeinander gerichtet durch die Geschichte gehen und sich wechselseitig befruchten. … David S c h 1 o s s b e r g (Berlin) unter dem Motto: „Die Zukunft Palästinas — das Schicksal des jüdischen Volkes" für Palästina. Sclrvv. Hamburg In einer Veranstaltung der Franz-Ros e nzweig-Gedächtnis-Stiftung sprach Amtsgerichtsrat i. R. Otto May.

  6. 1927-07-29 · 30 (29.7.1927) · page 4

    Wer unsere übrigen bündischen Voraussetzungen erfüllt. kann auch als Zionist bei uns sein, wenn er Deutschland als Heimat und Vaterland empfindet und seine jüdische Arbeit in Deutschland nicht lediglich auf Palästina eiustellt, sondern sie im Bewußtsein des Eigenwertes deutschjüdischer Arbeit für das Judentum leistet. Die Entwicklung im Zionismus geht unseres Erachtens immer mehr dahin, an Stelle der Ausschließlichkeit der Pro-Palästina-Arbeit die Notwendigkeit der selbständigen und auch in sich allein begründeten Galuth-Arbeit im Dienste des Judentums anznvrkennen. … Andererseits sind wir uns längst darüber einig, daß die Mitarbeit am Aufbauwerke in Palästina keinen Gegensatz zu unserer deutsch-jüdischen Richtung bedeutet. Wenn wir auch von Bundes wegen keinen Anlaß haben, zur Palästina-Arbeit Stellung zu nehmen, sind wir doch wohl ausnahmslos der Meinung, daß jenes Aufbauwerk die Hilfe jedes deutschen Juden beanspruchen darf. .nsrBon hier aus gesehen sind die Begriffe „Zionismus" und „jüdische Nation" in ihrer heutigen Vieldeutigkeit zur Abgrenzung gegen das Deutsch) udentum nicht mehr geeignet.

  7. 1930-07-10 · Heft 134 (10.7.1930) · page 6

    Jakob Horowitz herausgibt. In dieser Zeitschrift, die, eine Kampffront der jungen Palästina-Schriftsteller gegen das Althergebrachte, — verknöcherte und des Lebens Unfähige bildet, ist er im Sinne des StrCbens nach neuen Schäffensformen hervorragend tätig. … Von Prag begaben sich die Wilnaer nach Karlsbad, wo sie ihr Gastspiel Förtsetzen. J. R. «Palästina», Monatsschrift für den Aufbau Palästinas, 13. Jahrgang, Juni 1930. In der Nummer 6 finden wir folgende Aufsätze: «Ueber die Wandlungen in der Struktur des Grundbesitzes in Palästina», von Dr.

  8. 1936-11-24 · Heft 94 (24.11.1936) · page 11

    Die Foyer-Ausstellung Im Kulturbund-Theater zeigt diesmal unter dein Motto: ״Palästina von heute“ anstatt der sonst gewohnten Gemälde eine Photo-Ausstellung. Diese Photos sind allerdings besonderer Art. … Ihre Photographien wollen als Bilder gewertet sein. Ein Teil von ihnen ist aus dem ״Palästina-Kalender“ bekannt. Von über 500 Aufnahmen, die Aenne Mosbachcr von ihren beiden Studienreisen mitgebracht hat, zeigt sie hier 50 Bilder.

  9. 1937-03-26 · Heft 24-25 (26.3.1937) · page 3

    hat, erinnert sich nid eindrucksvollen perdie sterblichen Ueberrcste Bewegung, des Bab (1830), (1021) und ihrer Jünger, i" ' und Wallfahrtsorte von nfipfung mit Palästina itsprechend ausgenutzt islul/t. Dennoch soll i/.istisclicti Walliniolge der Be- - den Weg zu gefunden haben,;en, daß gerade Palästina auserschen war .....- und dies im Jahrhundert —■ wiedertun r e 1 i g i o s e s Z e 11 t r 11 in für diese weltumfassende Gemeinde der Behai-Gläubigeu zu werden. j Jacob de Haas j Im Alter von 63 Jahren ist in New York nach mehrwöchiger Krankheit tler ehemalige Privatsekretär Theodor Herzls, Jacob Judah Aaron de Haas, gestorben. … DAS SPEZIALHAUS für Stoffe ' Wäsche Kleidung Teppiche Gardinen Möbel Ausrüstung für Palästina und Übersee Sduilüidi* Anfragen an die Übersee-Abtcihmg / Telefoolsdi« Verabredungen unter Ea 001t > _i

  10. 1925-07-24 · 30 (24.7.1925) · p. Seite 517

    Das Bedeutsame der vorstehend geschilderten Ereignisse in Palästina liegt darin, daß sie dies Doppelspiel für die Zukunft unmöglich macken. Mögen auch auf dem bevorstehenden Zwnistenlongreß, wie in Palästina selbst, durch einen von uns schon als wahrscheinlich bezeichneten Kompromiß die gegenwärtigen Tisscrenz-en aus der Welt geschafft werden, so siegt es doch in der Natur der Sache, daß sie bald wieder um so stärker austreten müssen. In Palästina handelt es sich eben nicht nur um synagogale und Kult fragen, sondern um die Kardinalfrage: Soll innerhalb der der stidisck>en^ Gesamtl>eit gewährten Autonomie das moderne Recht oder das 'jüdische Gesetz Zur Geltung gelangen.

  11. 1928-09-13 · Heft 72-73 (13.9.1928) · page 4

    Er begnügt sich nicht damit, festzustellen, daß ״diese Begeisterung für Kampf und Blutvergießen im vollständigen Gegensatz zu unseren nationalen und mensehheitüclien Idealen und zu unserer Arbeit in Palästina steht“, daß diese ganze Bewegung nur zeige, wie leicht wir geneigt sind, ״uns und unsere Bestrebungen zu vergessen und zu verraten, wenn andere uns auch nur zulächeln“. … Liegt nicht darin, daß man dem Volke erlaubt hat, ein wildes Tier zu sein, die Quelle aller Widersprüche, aller Lügen und Häßlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens? Ich dachte, wir suchten in Palästina neue Wege, um uns und unser Leben zu erneuern . . — Gordon begnügt sich nicht mit dieser ersten Abwehr. Er gräbt tiefer.

  12. 1933-08-18 · 33 (18.8.1933) · p. [Seite]

    Die Versammlung ist polizeilich genehmigt. Zionistische Vereinigung Leipzig. Besondere Palästina-Beratung: Donnerstag, den 24. ds. Mts., vormittags von 10—2 Uhr und nachmittags von 4—7 Uhr, findet in dem Büro der Zionistischen Vereinigung Leipzig, Keilstr. 4, eine besondere und eingehende Palästina- Beratung und Auskunfterteilung über alle wirtschaftlichen, klimatischen, gesundheitlichen, kindererzieherischen und allgemeinen Fragen statt. … Auerbach, der zu diesem Zweck hier anwesend ist, ist ein ausgezeichneter Kenner aller palästinensischen Verhältnisse, da er seit mehr als 17 Jahre in Palästina — mit einer kurzen Unterbrechung — ansässig ist. Interessenten, die diese Beratung in Anspruch zu nehmen gedenken, wollen sich schriftlich mit Angabe der zu stellenden besonderen Fragen an das Zionistische Büro, Keilstr. 4, bis spätestens Dienstag, den 22. ds.

  13. 1937-01-21 · Heft 3 (21.1.1937) · page 6

    Aber behalten wir das Ewigbeständige in uns, und wir sind nirgends fremd. Wie Palästina oder andere Länder unsere Menschen formen werden, entzieht sich unserem Einflüsse. In Palästina können wir unser Mögliches dazu tun, wenn wir das dortige agudistische Schulwerk genügend unterstützen. … *'THöf^blI^:'üttd dere heiligen Geräte. werden ^ur'^fyst^niätisch.e fassung .vor Verlust geschützt,, und an neug«gründd|ej Gemeinde-! in- Uebersee, >auch? 'in Palästina^ weitejr-J gegeben. Es wird ' weiter1 /übetjd:! Kuftura'rBeit c^sj Landesverbandes berichtet/ zu\4jespr .gehprt au|hj eine Wanderbüchere i„ Der^Etat .deSfLandesver- Landes weist die Ziffer von RM. 545,000 auf.

  14. 1927-07-15 · 28 (15.7.1927) · p. [Seite]

    Schmieger, Das Ghetto in der Wiener Lcopoldstadt m. 2 PI, und 18 Abbild, a. 1() Tafeln. Wien 1020 ((ieb. M. 5,—). Said, Ann, Palästina, das heilige Land der Zionisten. Bcrhn-Hessenwinkel. (M. 2, -, Lw. 3, ). — Schnitzler, Arthur, Der (ieist im Wort und der (ieist in der Tat. Herlin 1027 (M. 3, ). Schöenaich, Paul I reih, v., Palästina, Line Fahrt ins Gelobte Land Halberstadl 1027 (Hlw. 2,75). — Schönberg, Jakob, Die traditionellen Gesinge des israelitischen Gottesdienstes in Deutschland.

  15. 1931-03-13 · 11 (13.3.1931) · p. Seite 171

    Nr. 11 Das Jüdische Echo 171 verstorbene Gattin eröffneten Palästina-Museums gewidmet. Einwanderung und Auswanderung im Monat Januar 1931 Im Monat Januar sind in Palästina 262 Personen, davon 150 Juden, 97 Christen und 15 Mohammedaner eingewandert.

  16. 1932-06-23 · Heft 26 (23.6.1932) · page 7

    Die Regierungskommission für Zuführung der Juden zu Landwirtschaft und Industrie, Komzet, hat beschlossen, für das Jahr 1932 4000 Visa für ausländische Juden, die sich in dem jüdischen Rayon Biro-Vidschan anzusiedeln wünschen, zur Verfügung zu stellen. Komzet hat soeben 62 Visa nach Amerika, 64 Visa nach Palästina, 139 Visa nach Frankreich, 17 Visa nach Polen, 10 Visa nach Lettland und 26 Visa nach Südamerika für Juden, die sich in Biro-Bidschan ansiedeln wollen, überwiesen. 100 Visa sollen demnächst für Juden in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. … Das zeigt klar genug, daß wir im Golus in religiöser Hinsicht keine Zukunft haben. Ich will nicht die Fehler des neuen Jischuw in Palästina außer Acht lassen, aber könnten wir nicht, wie Herr Schachnowitz so treffend bemerkte, darauf hinarbeiten, daß es uns gelingen soll, ein Winkelchen an ws bma für uns zu erobern, wo wir einerseits einen Ton in die gesamte Harmonie von Tönen hineintragen können, andererseits unser eigenes Leben führen, so wie wir es hier im Golus führen müssen.

  17. 1923-08-16 · Heft 70 (16.8.1923) · page 6

    ״י ׳ ,, Mlfteltang des PalSslinaamles Frl. Y. Lewinski möchte umgehend ihre Adresse dem Palästina-Amt, Berlin, Einser Str. 12/13. mitteilen. Es handelt jskh um die Einreiseerlaubnis nach Palästina. ‘ יי " ‘ •; Palästina-Amt, BerSa. … Juli 1923 in Bad Hom• bürg v. d. H. eine Vorführung des Palastina-Films statt. Herr Rechtsanwalt Dr. Arthur Rosenblatt, Ffiti., hielt die Ansprache ■und begrüßte insbesondere die anwesenden Schriftsteller Bialik und Achad Haam.

  18. 1919-05-15 · Heft 20-21 (15.5.1919) · page 35

    DIE ARBEIT * ————ü^—■ 1 ORGAN DER ZIONISTISCHEN VOLKSSOZIALISTISCHEN PARTEI HAPOEL-HAZAlR i ——■— r Soeben erschien die Palästina-Sondernummer mit Beiträgen von Viktor Ch. Arlosoroff (Hechaluz) Dr. Albert Baer (Die Nationalisierung des Bodens) ✓ Martin Buber (Revolutionäre Kolonisation) / A.

  19. 1923-01-19 · 3 (19.1.1923) · page 3

    Das alles sind alte verstaubte Galuth-Bräuche, Diaspora-Requisiten, die der Vergangenheit angehören. Im Palästina der Zukunft wird „die Unbedingtheit. ernster Religiosität der ausschließliche Maßstab alles religiösen Lebens sein1'. … Wenn aber das Leben im künftigen Palästina ganz von dem Gedanken der Anknüpfung an die religiöse Vergangenheit des jüdischen Volkes beherrscht sein wird, wie vereinigt sich damit, wenn auf der anderen Seite derselbe Keren Hajessod verkündet: „Während in Palästina an Stelle der religiösen die nationale Gemeinschaftsform tritt, wird das Diaspora-Judentum religiöse Gemeinschaft bleiben und auch seine innere Kraft aus religiösen Quellen schöpfen."

  20. 1925-05-15 · 20 (15.5.1925) · page 10

    Der Verfasser ist Misrachist und erstrebt mit allem, was er. schreibt, die Durchdringung der Palästina-Aufbau-Arbeit, der . dort ansässigen und neu einwändernderi Juden mjt positiv religiösem Geiste, wie er andererseits die Galuth-Organisationeri, insbesondere die Agudas Jisroel für die zionistischen Aufgaben gewinnen will. … Denn darauf weisen wir immer wieder hin, daß uns religiöse Juden ein areligiöses Palästina nicht interessiert, daß es uns wesentnur sein kann als lebendige Zentralquelle gleichsam, der jüdischen gemeinsam in einer gleichartigen Gesamtheit gelebten Religiosität.