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  1. 1898-02-04 · Heft 5 (4.2.1898) · p. Seite 54

    Konfessionelle, innertürkische und internationale Verhältniffe sprechen in gleicher Weise gegen die Möglichkeit der Gründung eines jüdischen Staatswesens in Palästina, diesem centralsten und verwundbarsten Theile des ottomanischen Reiches. Ja, selbst wenn das türkische Reich gar nicht mehr bestände, selbst dann noch wäre ein Judenstaat in Palästina, falls cs je zu seiner Gründung käme, kein Gebilde von Dauer; den» Palästina ist das prädestinirteste christliche Land, und keine Macht der Welt wird verhindern können, daß das Heilige Land nach Untergang der Türkei Besitzthum der Christenheit, genauer: Besitzthum irgend eines der christlichen Staaten werde. … Daran wird auch die weitestgehende zionistische Organisation nichts ändern. Ich behaupte sogar, daß heutzutage ein jüdisches Palästina noch viel weniger von Bestand wäre als im Alterthum. Ja, es war schon damals ein nie wieder gut zu machender politischer Fehler, daß die Kinder Israels das Land Palästina besetzten.

  2. 1928-03-29 · Heft 13 (29.3.1928) · page 2

    „Wenn man von der Schaffung einer jüdischen Mehrheit spricht, so meint man wohl nicht die gesamte Judenheit, aber doch die Mehrheit der Galuth ij\ Palästina anzusiedeln. “ Weiß Prof. Hersch nichts davon, daß in fast jeder das zionistische Problem behandelnden Arbeit immer wieder ausdrücklich hervorgehoben wird, daß der größte Teil der Judenheit in der Diaspora verbleiben wird, daß nur ein geringer, wohl aber der beste Teil des Diaspora-Judentums nach Palästina übersiedeln wird? … Hersch widerlegt nun diese angeblich unter den Zionisten bestehende Ansicht mit den Argumenten, Palästina habe drei Viertel des Flächeninhaltes der Schweiz, die heute ca. 4 Millionen zählt, Palästina könnte also höchstens 3 Millionen fassen, es würden demnach 12 Millionen in den Galulhländcrn. verbleiben — die Entdeckung Amerikas!

  3. 1918-06-14 · Heft 23 (14.6.1918) · p. Seite 3

    Die Odessaer jüdische Gemeinde hat ebenfalls beschlossen, eine Million Rubel für die Begründung einer genossenschaftlichen Kolonie in Palästina aufzubringen. An Mrs. Fels, deren verstorbener Gatte ein bekannter Förderer her Single-Tax war, ist der Nationalfonds mit einem entsprechenden Kolonisationsplan herangetreten, und es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß sie den Betrag von einer Million Pftlnb für eine Kolonie in Palästina stiften werbe. Bor dem Kriege besaß der J4iF. 20000 Dunam Land aus den 40000 Dünam, die Juden jn Palästina gehören. Es ist bemerkenswert, daß auf den Besitzungen des INF. nahezu 25°/« aller jüdischen Arbeiter in Palästina beschäftigt waren.

  4. 1911-01-01 · 3 (1911) · page 13

    Den Rest der Spende gedenkt die Akademie der Wissenschaften für archäologische Ausgrabung im Orient, insbesondere in Palästina, zu verwenden. Die Zahl der wissenschaftlichen Körperschaften, die in Palästina arbeiten, nimmt somit in der letzten Zeit rapid zu. Regenmangel in Palästina Das Ausbleiben eines genügenden Frühregens beginnt auf alle interessierten Kreise beunruhigend zu wirken. Bis nun ist nur wenig Regen niedergegangen, so daß harter Boden noch nicht gepflügt werden kann.

  5. 1920-09-03 · 25 (3.9.1920) · p. Seite 3

    Der Bodenkauf in Palästina durch Juden soll bei einem offiziell anerkannten, unter der Kontrolle der Zionistischen Organisation stehenden Institut zentralisiert werden. 6. … Palästina wird genug Einwanderer finden. auch .wenn das Geld für die Hebung der produktiven Tätigkeit der Juden in den europäischen Ländern verwendet werden wird.

  6. 1926-12-03 · 12 (3.12.1926) · p. Seite 317 · Dr. Menki Ichenhäuser [Nachricht]

    Abend: Die Hettiter und der Jnselkreis. 8.12.26 — 5. Abend: Palästina. 15.12.26 — 6. Abend: Die Einflüsse des alten Orients auf den Occident und bis heute. Jeweils Mittwoch von 7.15 Uhr bis 8.15 Uhr im Bibliotheksaal. … Curtiß hal ein dickes, dreibändiges Werk geschrieben, in welchem er nachweist, daß der Islam der heute noch in Palästina lebenden Fellachen und Araber eigentlich kein solcher ist, sondern nur ein mit einem notdürftigen Mäntelchen behängtes Heidentum kanaanitischer Provenienz.

  7. 1920-08-27 · Heft 59 (27.8.1920) · page 5

    Ein Teil der Lehrer muß auch für eine gewisse Zeit nach 'Palästina geschickt werden, um sich dort zu guten Hebraisten I1cranzubild.cn und sicli vom Geiste des Judentums durchdringen zu lassen. … Außer der Emigration nach Amerika macht sich auch eine Emigration nach Palästina bemerkbar. Diese aber trägt einen ganz anderen Clin rakter. Sie ist nämlich keine j\1s!,ive, sondern eine aktive und reiilt die idenlistlsche jüdische Jugend mit, die in Palästina ein jüdisches Staatswesen zu gründen strebt.

  8. 1898-01-07 · 1 (7.1.1898) · p. 2 · Abrechnung

    — bei den „assimilierten" Juden des Continents, die doch am eigenen Leibe spüren sollten, wie traurig und wie verächtlich die Rolle ist, die sie spielen. Und Palästina ist das Ziel der zionistischen Bewegung, weil Palästina die Heimstatt der Juden ist, ihre historische Wiege, das Land ihrer Verheißung, das seit zweitausend Jahren ihnen im Gebet des Morgens und des Abends den erschütternden Schrei einer unauslöschlichen Sehnsucht entlockt. … Nur soviel soll wahr werden, dass die Juden, wenn ihnen die gesicherte Heimstatt in Palästina beschieden, mit rechtschaffener Culturarbeit sich selbst genügen und dass sie von Europa eine Schmack abwaschen, indem sie sich selbst von ihr befreien.

  9. 1938-03-25 · Heft 24 (25.3.1938) · page 11

    Uebrigens bleiben viele bedeutende Juden jener Zeit (so z. B. auch Jehitda Halcvi) unerwähnt. Palästina spielt in der arabischen Gesamtscliau nur eine Nebenrolle. Das einzige Kapitel, in dem Palästina in den Mittelpunkt rückt-, ist das Kapitel über die Kren zzüge. … Dies alles ist — wenn auch die Analogie natürlich nicht übertrieben werden darf — von großem Interesse auch für unsere Zeit, wo wieder vom Westen her eine Bevölkerung nach Palästina kommt. Im übrigen werden wir uns bei dieser Dar- Stellung auch bewuBt, wie eng zu jener Zeit Palästina, obwohl sein Charakter, wie die Kreuzznge beweisen, niemals unbestritten moslemisch war, doch mit der arabisch-moslemischen Kultur jener Zeit verbunden war, was ja auch architektonisch und traditionsmäßig im heutigen Bild des Landes noch hervortritt.

  10. 1890-06-26 · N° 26. (26.6.1890) · p. [Seite]

    Die Funde bei TeH el-Amarna haben gezeigt, dass gegen 1400 ante ein bedeutender schriftlicher Verkehr zwischen Assyrien, Babyloiiien, Nordsyrien und Palästina nnd zwar zwischen den Städten' Tyrus, Sidon, Askalon, Lachisch, Megiddo etc. einerseits nnd den egyptischen Pharaoh’s, Ameoophis nnd Amenophis IV. andrerseits stattgefanden hat and :dies zu einer Zeit, als der grösste Theil der Hebräer in Goschen wohnte. Aus den neuesten Thaterweisen geht klar hervor, dass beim Beginne des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts das heilige Land nicht bloss yon so vielen Elementen der Caltur and Wissenschaft amgeben war, sondern aach mit diesen in directe Berührung kam, dass es absolut unglaublich ist, dass die Kinder Israels bei ihrer ersten Ansiedlung in Palästina und zur Zeit der Richter nicht schon im Besitze einer Litteratur gewesen sein sollten; auoh der Glaube, dass Moses die Worte desDeoalogs buchstäblich niedergeschrieben, ist. historisch keineswegs so tfnwahrsoheinlisoh, als einigo heutige Schriftsteller uns glauben machen wollen.

  11. 1928-03-29 · Heft 13 (29.3.1928) · page 3

    Hersch absichtlich, daß mit der zunehmenden Einwanderung der Juden nach Palästina und mit der infolge derselben zu verzeichnenden gesteigerten Zivilisation und Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der nichtjüdischen Bevölkerung ein Rückgang ln der Geburtenzahl der Nichtjuden eintreten muß und eintreten wird? … Wie wir bereits berichtet haben, wurde der in Brüssel stattgefundenen Tagung der Minoritätenkommission der Union der Völkerbundligen von den Delegierten der jüdischen Ligen in Palästina, Oesterreich, der Tschechoslowakei und Bulgarien ein Memorandum über die letzten Vorgänge in Rumänien überreicht, das bei der im Juli d.

  12. 1934-05-25 · Heft 41-42 (25.5.1934) · page 8

    Eduard Glaser wendet); Hcrzls ״Botschaft au die amerikanische Zionistenkonferenz" im Jahre 1808; aus demselben Jahre eine ״Boischaft an die englische Zionistcnkonfcreiiz“; ein Aufsatz über diese, betitelt: ״Clcrkcnwcll Town Hall“: ein Artikel zum zweiten Zionistcnkongreß (1808); der Bericht über Hcrzls Palästina-Reise im Jahre 1808; ein Brief ati die Wiener Jugendzeitschrift ״Unsere Hoffnung“, mit dem Titel ״Reise-- segen“,Hcrzls Reden über ״Palästina oder Uganda" auf der Konferenz des (Iroflcn Aktionskomitees in Wien, 1004, kurz, vor seinem Tode; ferner der letzte Artikel Hcrzls, ״Die Konferenz der Verständigung“ (über die genannte A. … 51^ Anschlußfhige nach den außcmirop.iisehcn 1 ämw, 11'f geben werden, sind augenblicklich vier Luftpost-Vcrbi1 ״ *"Kt־ nach Palästina vorhanden. Bei den für den Postverkei *י'" Palästina in Frage kommenden Fuftpostlinicn handelt ״,ck meist um Linien holländischer, französischer und *י',.®?

  13. 1890-12-15 · Heft 18 (15.12.1890) · p. Seite 7

    Der Correspondent ver ügt über eine beißende Ironie; leider sind seine Bemerkungen nur allzu oft vollständig gerechtfertigt. (Jüdische Urbevölkerung in Palästina.) Der bekannte Arabieiircisende Dr. Eduard Glaser veröffentlicht in der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" seine Ansicht, daß die von der „Hazefirah" in die anderen jüdischen Blätter (auch in die „Selbst- Emancipation") -übergangene Mittheilung von dem jüdischen Araberstamme „wiad el sechur" in Transjordanicn, völlig unbegründet und als Märchen zu betrachten sei. … Wir sind mit dem Namen, seiner fremden Herkunft wegen (trotz des Hebräisch) nicht zufrieden, wünschen aber nun, wo er gewählt ist, daß die Colonisten wirklich Jordanswächter werden sollen. (Unsere Colonisten) in Palästina erweisen sich als tüchtige, ganze Männer. Wie wir in der „Jüdischen Volkszeitung" lesen, brach am 4. v. M. in einem arabischen Dorfe unweit der Colonie „Jessud hamaaleh" ein großes Feuer aus.

  14. 1908-06-05 · Heft 23 (5.6.1908) · page 18

    Mai. sprach Herr Lazarus Bart 11. Berlin, über die Anfänge einer jüdischen Heimstätte in Palästina. Herr Barth setzte in inhaltsreicher und überzeugender Weise auseinander, was für positive Arbeit bisher von den Zionisten und durch zionistische Anregung in Palästina geleistet worden sei. und erregte mit seinen einständigen Ausführungen das Interesse und den Beifall der gut besuchten Versammlung.

  15. 1905-10-01 · Heft 10-11 (Oktober-November 1905) · p. Seite 655 - 656 · Zum altbiblischen Gebot der Nächstenliebe

    Eduard Glaser: Zum altbiblischen Gebot der Nächstenliebe. 656 jedoch zu den Bewohnern des jüdischen Reiches gehört, ist ihm gegenüber das Gebot der Nächstenliebe durchaus nicht ausgeschlossen, sondern sogar subintelligiert, genau wie hinsichtlich des Freundes, der ja gleichfalls nicht speziell hervorgehoben wird; und wenn man die Bestimmungen der sechs (levitischen) Asylstädte beachtet (Numeri 35, 11 ff.), ^so sieht man, dass sogar dem Totschläger noch Erbarmen entgegengebracht wurde und die Möglichkeit der Rettung, gleichviel, ob er Israelit oder Nichtisraelit war. Und das trotz der in jener alten Zeit in Palästina so gut wie in anderen Ländern zu Recht bestehenden Blutrache! Das christliche Nächstenliebegebot ist im Grunde dasselbe wie das altbiblische, allerdings stellenweise viel mehr spezialisiert, deutlicher ausgesprochen und — dem universelleren Charakter des Christentums entsprechend — scheinbar umfangreicher.

  16. 1905-10-01 · Heft 10-11 (Oktober-November 1905) · p. Seite 645 - 646 · Zum altbiblischen Gebot der Nächstenliebe

    Der jüdische Staat hatte nur die Pflicht, für sämtliche Bewohner des jüdischen Landes — und das sind eben die Ezrachkategorie und die Gerkategorie, zu denen auch der Sakir und der Tosen ab gehören — humane Gesetze zu schaffen, gleichviel, ob es sich um ständige Bewohner oder ob es sich um Ausländer handelte, die nur zeitweilig in Palästina Aufenthalt nahmen, und gleichviel,- welchem Glauben sie huldigten. Um die Nachbarstaaten oder gar um weit entlegene Länder sich zu kümmern, hatte der jüdische Staat kein Recht und auch nicht die Macht.

  17. 1938-03-31 · 13 (31.3.1938) · page 4

    Aber man muss doch bedenken, dass die Entfernung von Babylon bis nach Palästina — für uns heutige eine Entfernung von wenigen Stunden — damals dasselbe bedeutete, wie heute eine Entfernung von Berlin nach Palästina. Und Italien zur Zeit der Römerherrschaft, da die jüdischen Gemeinden von der pharisäischen Organisation der Diaspora mit erfasst wurden, war zu jener Zeit von Palästina so weit, wie heute die Länder der Uebersee von Europa entfernt sind. Wenn einst das Mittelmeergebiet der Ort der jüdischen Zerstreuung war, beute die ganze Welt der Raum ist, über den Juden zerstreut sind, so hat sich an der Aufgabe nichts geändert.

  18. 1908-05-22 · Heft 20 (22.5.1908) · p. Seite 10

    Mai stattgchabten Mitgliederversammlung der hiesigen Misrachi-Gruppe berichtete der Vorsitzende, Herr Hermann Struck, über den Fortgang der Arbeiten für die in Palästina zu gründende Schule, für die Föderation u. a. Es /and dann eine eingehende Besprechung wichtiger Fragen jm Hinblick auf den Deutschen Delegiertentag statt. … Die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas: Professor W a r b u r g-Berlin 2. Kulturelle Aufgaben in Palästina: Dr. Schemarja Lewin - Berlin. 3. Debatte. 4. Wählen in das Zentralkomitee und Zentralbureau. München. Der dieser Tage hier verstorbene Arabienforscher Eduard Glaser propagierte eine großzügige Einwanderung der Inden nach den türkischen Ländern, bis 1897 zwischen ihm und Herzl eine erregte Pretzkampagne entstand.

  19. 1909-05-28 · Heft 20 (28.5.1909) · p. Seite 2

    . — Neben den Schulen hat die Alliance 33 Lehrlingsanstalten für 1400 Knaben und Mädchen, außerdem zwei Ackerbauschulen bei Jaffa in Palästina und in Djederda bei Tunis, aus welchen beiden Anstalten 336 jüdische Landwirte hervorge¬ Frarüfikrter WrvÄitWes FamüienAatt. gangen sind. … Der Alliance liegt ferner ob, im Auftrag der Familie Rothschild deren nach außerhalb, namentlich für Palästina Lesttmmte Almosen und Unterstützungen zu überwachen. Die Alliance unterhält weiter auf Kosten von Sir Edward Stern in London eine Klinik init Apotheke in Damaskus.

  20. 1909-05-13 · Heft 19 (13.5.1909) · page 12

    Möge das ungeheure, mühsam erworbene Material, bas im Nachlaß Glasers aufgespetchert ist, der Wtfsenschast vom alten Orient noch neue, reiche Erkenntniffe bringen. Sd. Zur Regenerationsarbeit in Palästina. Bon Dr. Mettmann. Bortrag. Bern 1908. Der Verfasser tritt als Schulmann für die Aufnahme nicht zu theoretischen, sondern durch Uebung der Sinne und praktische Unterweisung geförderten Unterrichts in ber Naturkunde in den bisher zu einseitigen Lehrplan der meisten Schulen Palästt as ein. … Um diese päoagogschen Bestrebungen zu unterstützen und z organtfieren, und überhaupt das Verständnis für die Natur in der Bevölkerung des Landes durch Borträge, Schriften, Ausstellungen usw. zu wecken, ist ein „Akademischer Verein zur Förderung der Naturkunde in Palästina" inS Leben gerufen werden. Der Hauptzweck dieses Vereins, dem namhafte Gelehrte beigetreten find, ist aber der, die naturwtffenschaftliche Erforschung des Landes selbst zu fördern.