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Armes Palästina, das du vergebens ein ganzes Alterthum hindurch eine Stätte des entwickeltesten Handels seitens der Phönizier und des blühendsten Ackerbau's seitens der Hebräer gewesen bist; armes Palästina, daß du vergebens von den größten und anerkanntesten Geographen der Erde e i n fruchtbaresLand genannt wirst; armes Palästina, daß du vergebens in den letzten zehn Jahren bei zwanzig jüdische Colon i e n trotz Mangel an ausgiebiger Hilfe und einheitlicher Organisation zu nie geahnter Pracht auf deinem Boden erblühen ließest, — und nach Allen dem doch vor der — Thatsache stehst, daß die Thatsachen lügen! … Palästina ist der am meisten umstrittene und blutgetränkteste Boden der ganzen Erde. Opferten doch zur Zeit der Kreuzzüge Hunderttausende begeisterter Kreuzfahrer Blut und Leben."
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Vielleicht war gerade das eifrige Bemühen dieses christlichen Herrn, der entschieden von der Meinung der Wiederherstellung des jüdischen Reiches in Palästina erfüllt ist, mit Schuld, daß die Pforte zu diesem Entschlüsse gekommen. Wenn durch dieses Verbot die Ansichten der meisten westeuropäischen Juden nicht berührt werden, weil sie von der Einwanderung in Palästina unter den vorhandenen Zuständen und Verhältnissen nichts erhoffen, so ist es doch grausam für viele Juden, namentlich in Rußland und den anderen orientalischen Ländern, welche in tiefer Pietät und ftommer Gläubigkeit im h. … Aber die Pforte hat so oft, und nicht bloß von Judenfeinden, namentlich in England von der Wiederherstellung eines jüdischen Reiches in Palästina sprechen hören, daß sie vor dem Anwachsen der Juden in Palästina Furcht bekommt. Hierzu gesellt sich die fabulöse, aber doch so oft ausgestreute Meinung, daß die Juden geheime Zwecke zur Erlangung der Macht verfolgten.
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Dann müssen wir in Betracht ziehen., dass es für die Juden in Palästina andere Möglichkeiten gibt als bloss agriculturelle: dass es industrielle Arbeiten gibt, für die sich das Land in hervorragender Weise eignet. … In welchem Verhältnisse werden wirklich geeignete Juden nach Palästina gehen? Die Unterdrücktesten sind nicht das beste Material für eine Staatengründung. Sie müssen die besten Juden nehmen; Palästina bedarf einer grossen Menge von Gehirn.
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des Zionismus gerichtet werden, oder wie sehr man auch die Fortschritte, die in vielen Teilen Palästinas durch Zionisten gemacht werden, bewundern kann, so ist es doch unmöglich, zu vergessen, daß die Araber, Muselmanen oder Christen von Palästina und den angrenzenden Ländern es nicht ohne Kampf zulassen werden, in wirtschaftliche Abhängigkeit von den Juden zu geraten, und daß die Möglichkeit eines solchen Kampfes sich pari passu mit der Zunahme der jüdischen Bevölkerung von Palästina erhöht. … Oktober brachten die „Times" folgende Entgegnung unseres Gesinnungsgenossen Herbert B e n t w i c h : (Uebersetzung.) Jüdische Kolonisation in Palästina. Die Ziele der Bewegung. An den Herausgeber der „Times"! Der Bericht über die jüdische Kolonisation in Palästina, welchen Ihr Konstantinopeler Korrespondent in Ihrer Ausgabe vom 23.
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Dieser Emigrantenstrom wurde fast ausschließlich nach Amerika abgelenkt, von einer Einwanderung nach Palästina in größerem Stile konnte " damals aus verschiedenen Gründen keine Rede sein. Auch die theoretischen Diskussionen brachten noch keine Klarheit über die Frage Amerika oder Palästina. Von Seiten der jüdischen Notablen wurden allerlei Gründe gegen Palästina geltend gemacht, man berief sich auf die „Alliance", die auf dem Berliner"Kongreß (1878) angeblich Beweise dafür vorgelegt hatte, daß die russischen Juden gar nicht nach Palästina gehen wollten.
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Jetzt gibt es eine Bahn durch ganz Sibirien, und wir haben soeben das Jubiläum des unterseeischen Cabels erreicht. Kann da Palästina seinem Schicksal entgehen? Palästina, der Mittelpunkt der Erde, um welches sich Europa, Asien und Afrika gruppieren! … Das aus dem Spiel gelassene Italien verfünffacht ruhig seine Sehifffahrt nach Palästina'1 und führt eine Danipferlinie ein, während Belgien das Monopol der persischen Zölle übernimmt und seine Beamten in den Haupthäfen des Persischen .
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Wir wissen, welcher Weg mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Sein Name ist nicht Palästina. Der Weg nach Palästina ist nur mit Gold gepflastert. Mit einigen Worten gesagt, wie es in. den ersten Tagen, in den Tagen des Laurence Oliphant, der „Jewish Chronicle" gethan, ist es das Capital, welches erforderlich ist, das Capital, welches, wie diese Zeitung damals satirisch bemerkte, die einzige erforderliche Eigenschaft ist, die unsere Brüder besitzen. … Wenn Landleute in Russland nahe daran sind, des Hungertodes zu sterben, so hilft ihnen die „Iea" über die Krisis hinweg; wenn sie aber in Palästina des Hungertodes sterben, dank» wird uns niitgetheilt, dass die „Ica" kein Wohlthätigkeits-Bureau ist; höchstens könne sie ihnen helfen, Palästina, zu— verlassen.
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Er habe genügend Mittel und nötige Beziehungen, um für die russischen Juden in Palästina am Goldenen Horn die weitgehendsten Privilegien zu erreichen. Ein F i r m a n des Sultans, in dem für dreihundert jüdische Familien staatliche Latifundien in Palästina und Syrien als Geschenk bestimmt würden, sei bereits vollzogene Tatsache, die nächstens veröffentlicht werden solle. … Trübe Aussichten eröffneten sich den seelisch gedrückten, wenn auch noch lange nicht verzweifelten „ersten Vorstehern der Bilu in Stambul“, wie ihre offizielle Bezeichnung lautete. In Palästina ging inzwischen ein großes Werk vor sich. Während die einen in ihrer Naivetät völlig aussichtslose Politik trieben und die besten Kräfte für Luftschlösser vergeudeten, zog ein anderer ins Land, um in aller Ruhe und Geräuschlosigkeit einen wichtigen Baustein für die jüdische Zukunft in Palästina zu legen.
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Die heutigen Times enthalten eine Zuschrift des Herrn Laurence Oliphant, worin dieser mittheilt, daß die türkische Regierung verordnet hat, jeder Jude, der aus Rußland nach der Türkei einwandern wolle, müsse eine Dokument unterschreiben, durch welches er sich verpflichtet, die ottomanische Nationalität anzunehmen, sich ohne Vorbehalt und Einschränkung den Gesetzen und Anordnungen des türkischen Reiches zu unterwerfen und sich nicht in Palästina niederzuläffen. Er versichert, daß die türkische Regierung jetzt keinem Juden aus Rußland erlaubt, in Palästina einzutreten. … Wenn er also von einer „Million" Menschen spricht, so hat ihm seine Phantasie einen Streich gespielt. — Die Beweggründe der türkischen Regierung zu obigem Verbote, liegen offenbar in der Befürchtung, daß eine ungeheure Masse russischer Juden nach Palästina kommen und der türkischen Regierung große Verlegenheiten schaffen würden, um so mehr, als die Verkehrs- und Erwerbs Verhältnisse in Palästina sowie die Bodenbeschaffenheit keine Aussichten auf . eine nützliche Thätigkeit, wohl aber solche auf Verarmen und Verhungern eröffnet.
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Ucbrigcns ist derselbe auch nach Constantinopel abgereist, um mit der Pforte über den Ankauf großer Ländereien in Palästina jenseits des Jordans, woselbst ruffische Juden angesiedelt werden solleu, zu verhandeln. (Ein Bulgare) Herr A. F. S i m i r g i e g e w tritt in seiner in Philip popel erscheinenden bulgarischen Zeitung für die Idee der Wiederctablirung der jüdischen Nation in Palästina ein. . … Es schaut also auch bei dem Argentinien-Projecte etivas für die Palästina- Colonisation heraus. Der Umiveg erscheint uns freilich unnötig. (Cthrogim aus Palästina.) Wie wir bereits in voriger Nummer berichteten, hat sich allerorts ein Protest gegen den weiteren Bezug der, Ethrogini aus Kor f u 'erhoben und ist allgemein, selbst von assiinilirtester Seite, der Bezug aus dem heiligen Lande empfohlen worden.
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Der Berliner Rabbiner und Palästinafreund Israel Hildesheimer unterzog sich der undankbaren Aufgabe, den Fürsten Bismarck gelegentlich des Gratulationsbesuches zu seinem siebzigsten Geburtstage für eine Intervention bei der Hohen Pforte zu gewinnen. Der abenteuerliche Politiker und Palästina-Schriftsteller Lord Laurence Oliphant versprach durch seine Beziehungen am Goldenen Horn den Wortführern goldene Berge in Palästina und warnte vor jedem übereilten Schritt der vvanderbegierigen russisch-jüdischen Jugend, der die schönsten Erfolge vereiteln könne. Schon sei ein Firman des Sultans, der 300 jüdischen Familien staatlichen Grundbesitz in Palästina und Syrien Zusage, unterwegs — — — Und das tatsächliche Ergebnis dieser phantastischen Bilu-Politik? Bald darauf erschien ein großherrliches Irade, das den Verkauf palästinensischen Bodens an russische und rumänische Juden aufs strengste verbot und ihren Einlaß in Palästina äußerst erschwerte.
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Diese Schrift ist für Jeden von größtem Werthe, dem es daran gelegen ist, richtige Aufschlüsse über die gegenwärtigen Zustände in Palästina zu erhalten, Aufschlüsse, die von keinem Vortheil, von keiner Voreingenommenheit dictirt oder gefärbt sind. Einige Auszüge daraus werden deshalb willkommen sein. … Bekanntlich hat vor einigen Jahren der Sultan durch einen Erlaß den Juden die Niederlassung in Palästina untersagt. Da war es die russische Regierung, welche, gestützt auf ältere Verträge, sich diesem Erlasse wiedersetzte.
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Rasch bildeten sich Gesellschaften, hauptsächlich in Rumänien, und in kurzer Zeit hatte Oliphant die Genugthuung, mehrere jüdische Colonien in Palästina entstehen und so seinen Herzenswunsch verwirklicht zu sehen. Drei Jahre darnach trat ein Wendepunkt in seinem Familienleben ein, und drückender Bande ledig, wendete er sich nun ganz seinem Unternehmen zu, jüdische Colonien in Palästina zu gründen. … Wir haben die Gründe, welche in der Adresse für eine Ansiedlung in Palästina angegeben sind, schon früher wiederholt einer Prüfung unterzogen, bedauern aber Ihnen mittheilen zu müssen, daß wir nach reiflichster Erwägung von der Anlegung eiuer Colonie in Palästina unsererseits Abstand haben nehmen müssen.
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Selbst wenn das Capital vorhanden wäre, so wissen wir alle, wie der Mangel an Arbeitskraft die Entwicklung] selbst solcher Gebiete wie Canada oder Rhodesia hemmt. Palästina besitzt nur eine kleine Bevölkerung von Arabern und Fellajis und wandernden, gesetzlosen, räuberischen Beduinenstämmen. Ist es da wahrscheinlich, dass Arbeitskräfte in ausreichender Menge nach Palästina angezogen würden? Ja, es gibt ein Volk, für dessen Massen Palästina das einzige anziehende Land ist, ein Volk, so niedergebeugt durch jahrhundertelanges Leiden, dass es nur ein Gebiet verlangt, um darin zu arbeiten, um seine eigene Geschichte auszuarbeiten, bewahrt vor den fürchterlichen Verfolgungen, welche seit Jahrhunderten sein Los waren.
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Interviewer: Die Rechte der gegenwärttgen Grundbesitzer in Palästina würden unter jüdischer Herrschaft dieselben bleiben? Holman Hunt: Gewiß. Eine Art Rath könnte die Angelegenheit der neuen Natton leiten, bis diese selbst stark genug dazu ist. Interviewer: Wenn der Sultan sich weigerte, Palästina zu verkaufen, was dann? Holman Hunt: Der Türke befindet sich in einem Zustande chronischen Bankerotts. Wenn er sich anfangs weigern sollte, so wird er es sicher später thun.
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Der Berliner Rabbiner und Palästinafreund Israel Hildesheimer unterzog sich der undankbaren Aufgabe, den Fürsten Bismarck gelegentlich des Gratulationsbesuches zu seinem siebzigsten Geburtstage für eine Intervention bei der Hohen Pforte zu gewinnen. Der abenteuerliche Politiker und Palästina-Schriftsteller Lord Laurence Oliphant versprach durch seine Beziehungen am Goldenen Horn den Wortführern goldene Berge in Palästina und warnte vor jedem übereilten Schritt der wanderbegierigen russischjüdischen Jugend, der die schönsten Erfolge vereiteln könne. Schon sei ein Firman des Sultans, der 300 jüdischen Familien staatlichen Grundbesitz in Palästina und Syrien Zusage, unterwegs. Außerdem trat die „kleine Volksarbeit“ mit ihrer „Einzelagitation“ wieder in den Vordergrund.
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Wir haben eine Weltmistion zu erfüll n, und wir hissen, daß wir aus Palästina der M^nschbeit unsere große Botschaft schenken können werden. I tzt aber danken wir Euch für Alles, was Ihr uns gethan habt." General Wilson sagte unter Anderem: „Meine tiefsten Sympathien gehören allen Zielen der zionistischen Bewegung. Palästina ist eine sehr fruchtbare Gegend, und der Reichthum der alten Tage wird wiederkehren." Der serbische Staatsminister Dr.
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Gafter verteidigt die Jewish Colonisation Association in drei Punkten: 1) Die I. C. A. ist für die Verwaltung der Palästina-Kolonien nicht verantwortlich, die einem besonderen Palästinakomitee unterstehen, und die Unhöslichkeit dieses Komitees gegen die Internationale Deputation vom vorigen ist irrtümlich der I. … A. auch von dem Unrecht sreisprechen, daß sie die Delegierten der armen Kolonie Petach Tikovah nicht empfangen hat, die von Palästina nach Paris gewandert sind, nur um dort etwas Ermunterung zu finden. Die I. C. A. ist für die Handlungen des Palästina-Komitees verantwortlich, denn sie hat öffentlich die Verantwortlichkeit für die Rothschildkolonien übernommen.
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Hs sei für Israel besser mit Jsmael als mit Esau zu wohnen.*) Der Türkei könnte eine solche Einwanderung nur. *) Es ist klar, Laß man von Samuel Montagu nicht annchmcn könne, er spreche anders in der.Ocffcnt- . lichkeit als unter, vier.Augen..-.Einer .solchen Annahme aber käme es gleich, wollte man einem in den „Ocster.r. * ' Wochenschrift" püblicirten Berichte Glauben schenken, wonach Montagu in einer Unterredung mit dem Londoner Vertreter des Dcpeschcnbureaus ■ „Herold" ausgeführt habe, „er begünstige, die Auswandcru. g der Juden nach Amerika, weil, er glaube, daß diese Auswanderung derjenigen nach Palästina vorzüziehcn sei. Wenn er trotzdem die Einrichtung von jüdischen, Colonicn in Palästina unterstütze, so geschehe es deshalb, weil er einsehe, daß. der Drang der ruffischen Jude» nach Palästina ein starker.sei." ....... … Herr d'A vi g d o r verurtheilte die Bestrebungen, Juden nach Amerika zu schicken, denn das hieße ja, sie noch mehr zerstreuen. Palästina allein sei das ' geeignete Land, ihre Heimat, das Land der Verheißung, erst dort würden sie Frieden finden. Oberst Albert Goldsmid trat der Ansicht entgegen, daß die Juden bloß ein Handelsvolk seien.
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Zweitens sind die Juden In Palästina stark genug, innere Sabotage und lokale Unruhen von Seiten aufgehetztet Araber zu verhindern oder abzuwehren. Ich kann Deinen Pessimismus ln dieser Hinsieht nicht teilen, besonders nach dem, was ich persönlich letztes Jahr von Palästina gesehen habe. … Ich kann Dir versichern,.daß viele tausende von jungen amerikanischen Juden sieh als Freiwillige nach Palästina melden würden, sobald Hilfe hötig Ist . . . tlnser® Aufgabe ist klar (imrissen; Wir sollen «in Institut aufbaucn, das der rmen nni angewandten* Forschung dient und das durch seine Arbeit die Aufnahmefähigkeit von Palästina für jüdische Imigration vergrößert.