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Das kann von uns selbstverständlich nur im vollen Einverständnis mit den türkischen Behörden geschehen, ebenso wie das mit den früheren jüdischen Vnstsdlungen in Palästina der Fall war. Dis große Masse der Juden wird nach wie vor in den Gebieten ölsibeu, wo ihre Wiege gestanden hat. Die Forderung der Kultur ist, sie überall Zu gleichberechtigten Staatsbürgern zu machen, dafür Sorge zu tragen, daß sie auch gssellschaftlich nicht hinter den Leuten anderer Abstammung ZurückstehenR Dis hier vertretenen Anschauungen, die Geh. … Gothein in jener Berliner Versammlung gemacht hat, stehen auch wir den Bestrebungen des Komitees „Pro Palästina" wohlwollend gegenüber. Wie der Centralverein mit den Zionisten überall, wo gemeinsame Ziels zu. erreichen Zufammenzuarbeiten bereit ist, ungeachtet der grundsätzlichen rchiedenheiten ihrer Programms, ist in dem Aufsatz: „Glaube und Heimat"' (Im deutschen Reich 1917, S. 888) des näheren ausgeführt.
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— 112 — Palästina Kalender für das Jahr 5667 (1906/07) von A. M. Luncz (Jerusalem 1906). Der bekannte Luncz'sche Kalender bringt auch in seinem 12. Jahrgang eine Reihe nützlicher Angaben über das Land: eine Zusammenstellung der rituellen Gebräuche in Palästina, ein chronologisches Verzeichnis der wichtigsten Begebenheiten in der Geschichte des Landes, Umrechnung der üblichen Maße, Münzen und Gewichte, die wesentlichsten Angaben über die jüdischen Institutionen (Schulen, Wohltätigkeitsanstalten) in Palästina.
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Ludwig Aron-Stolp: Jüdische Palästina-Literatur. Auf Veranlassung des „Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas" hat Dr. phil. Peter Thomsen eine „Systematische Biographie der Palästina-Literatur" verfasst. … Die jüdische Ackerbaukolonisation in Palästina und ihre Geschichte. Berlin, Schildberger. Die jüdischen Kolonien in Palästina, ihre Entstehung und Entwicklung. Wien. 1904. 2.
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Nr. 4 89 Gewinnaussichten, weil sich Tel-Awiw in nächster Zeit bis zum Meeresstrand erstrecken wird und das Hotel also nicht nur von der Touristensaison im Frühjahr, sondern auch von der Badesaison im Sommer profitieren könnte. Nähere Auskünfte können vom Palästina-Industrie-Syndikat, Berlin W15, Bleibtreustraße 34/35, oder von Herrn Dr. Arthur Ruppin in Jaffa eingeholt werden. … Februar findet im Herrenhause in Berlin die Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Malaria in Jerusalem statt, in deren öffentlicher Sitzung die ersten Autoritäten über die sanitären Verhältnisse in Palästina Bericht erstatten werden. Die Gesellschaft, deren Vorsitz die Herren Ministerialdirektor Kirchner, Oberhofmeister Freiherr v.
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679 Dr. Alphons J. S,:ssnitzki: Palästina als Kriegsland. 680 Die Straße von Gaza nordwärts wiederum führte durch die Niederungen von Judäa und Samaria, und mündete in der Ebene von Jisreel in eine andere, die von Osten her nach Akko lief. … Mehr aber noch als das wirtschaftliche Moment gereichten die politischen Bedingungen Palästina zum Verhängnis. Als Binnenland war es zugleich der Pufferstaat, der im Zusammenstoß der in der Umgegend befindlichen feindlichen Völker den ersten Anprall auszuhalten hatte.
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Unsere palästinensischen Agrarmarxisten (denn dio palästinensische Industrie Ist ja vorderhand Zukunftsmusik *)) mögen sich also dessen bewußt sein, daß die Sozialisierungsfordenmg weder mit dem Marxismus, noch mit der Vernunft etwas l) Es handelt sich bei den Sozialisierungsbestrebungen in Palastina um die einzig wesentliche und spruchreife Yergesellsehaftlichung (bzw.. „Nationalisierung") des Bodenbesitzes. Dahin zielen auch die Forderungen der
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; daß sie nicht berücksichtigen, daß „nur einer von Hundert aus der ganzen großen jüdischen Masse sich in Palästina ansiedeln kann, während 99 Prozent hier bleiben werden", — damals antwortete ich auf diesen Einwand, daß der Autor deshalb im Irrtum sei, weil er zwei Begriffe miteinander verwechsle: das jüdische Volk und die Juden, jene allgemeinen Interessen, die in Wahrheit allgemeines Bedürfnis der Gesamtheit als solcher sind, und solche allgemeine Interessen, die nur deshalb so genannt werden, weil sie Interessen vieler Einzelmenschen, jedes einzelnen für sich, sind: und hätte er diese Begriffe gebührlich auseinander gehalten, so hätte er selbst erkannt, daß die Zionsfreunde, deren Ziel ausschließlich die Interessen der Gesamtheit bilden, doch nur gleich ihren Brüdern Einzelmenschen sind in allem, was die Einzelbedürfnisse der Individuen der Gesamtheit betrifft; denn auf jenen einen von hundert konzentrieren sich unsere Wünsche und in ihm finden wir die Antwort auf die Daseinsfrage der Gesamtheit, ohne Rücksicht auf die 99 Prozent der jüdischen Volksmasse, d. h. auf die Masse vieler Einzelner, die hier bleiben werden. … Die ausgewählten Abschnitte sind den beiden Aufsätzen »Wahrheit aus Palästina*' entnommen, die 1891 und 1893 erschienen sind, sowie verschiedenen Ergänzungen dazu, aus den gleichen Jahren und dem Jahre 1894.
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26o Achad Haam: sie aufzuhalten vennöchten — sondern an des Volkes Führer und Leiter, seine Schriftsteller und Berater aller Art, die es auf Palästina hinweisen und bemüht sind, dort einen Haufen von Steinen zusammenzutragen, ohne zwischen ganzen und zerbrochenen zu unterscheiden, ohne Ordnung und Einheitlichkeit und ohne festen Plan. * * * Bei Gott! … Nach ihnen betrachte ich die Siedlung „als eine Bewegung zur Belebung der Nation im geistigen, aber nicht im materiellen Sinne"; ich wolle in Palästina „Männer" ansiedeln, „die seine Frucht nicht zu essen und seinen Ertrag nicht zu genießen brauchen"; mit erstaunlicher Naivität belehren sie mich über den Lauf der Welt, wonach „in der Welt der Praxis* * der Mensch ohne Speise und Trank nicht auskommen kann, weshalb auch die Kolonisten in Palästina das Recht haben, dort eine Antwort auf die Nahrungsfrage zu suchen.
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Zweifellos wird man aber in der Ebene Jesreel, Batauf-Ebene, Sahel el Ahma, Jordan-Ebene und Merdj Aiün mit Bohrlöchern von geringer Tiefe Wasser zutage fördern. Die Grundwasser findet man in sämmtlichen Ebenen von Palästina gewöhnlich in einer Tiefe von 3—25 m. In der Saron-Ebene, besonders in der Gegend von Jaffa, schöpfen unzählige Becherwerke mit Göpel- oder Motorantrieb das Grundwasser zum Zwecke der Bewässerung der Obst- und Gemüssegärten« Die vorhergehende Aufzählung mag wohl beweisen, dass Palästina über hinreichende Wasserkräfte verfügt, um die Hebung der Bodencultur und die Gründung einer Industrie zu begünstigen. … Es ist deshalb höchst wa h. rschei nlich, dass das zwanzigste Jahrhundert die von so Vielen erträumte und. so oft besprochene Bückkehr der Juden nach Palästina sehen wird. Der Zionismus, obgleich er als Chimäre in den Geistern der Juden seit tausend Jahren existierte, hat bloss in der letzten Decade praktische Formen angenommen und ist seiner Bealisierimgs-Möglichkeit nähergerückt worden.
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Man kann sicher sein, daß binnen 10 Jahren 2 Millionen Juden in Palästina sein werden." So spricht sich dies ministerielle französische Organ über die Zukunft des Landes aus, muß aber wohl oder übel den jüdischen Einwanderern folgendes Lob zollen: „Das sind keine Bettler, sondern ackerbautreibende Arbeiter, Handwerker und Kaufleute. … Wir glauben aber, daß die Türkei keine Angst vor den Juden hat und mit Vergnügen sieht, wenn tüchtige Leute in Palästina einwandern und dem Lande Segen und Gedeihen bringen. Noch ist Palästina kein Land, das Tausenden und Tausenden von Einwanderern eine Existenz bieten kann.
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Paul Nathan empfiehlt dem Hilfsverein in allen Schulen, die der Verein in Palästina unterhält, das Hebräische eingehend unterrichten zu lassen, daß die alte Sprache der Bibel in unseren Tagen wieder neu aufblühen und zur Sprache des täglichen Verkehrs würde. Auch hat der Hilfsverein eine Musterfarm errichtet, wodurch für die Hebung der Landwirtschaft und Bodenkultur in Palästina und für die Ausbildung von jüdischen Kolonisten ein Schritt vorwärts gethan worden ist. Die Lehrer in Palästina sollen dort auch während ihrer Ferienzeit noch praktische Unterweisung erhalten.
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Im Jahre 1881 ging Conder ein zweitesmal nach Palästina, mit der ungleich schwierigeren Aufgabe der Erforschung des Ostjordanlandes betraut. Es gelang ihm 500 Quadratmeilen auch des Ostjordanlandes zu durchforschen und aufzunehmen. … Diese Arbeiten sind für die Geographie Palästinas grundlegend und sollen auch in Bezug auf die Identifizierung des biblischen Palästina von größter Bedeutung sein. Viele seiner Hauptwerke sind biblisch-archäologischen Inhalts, einesbehandelt die Geschichte des Juda Makkabi. a 131
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Er beachtet es nicht, daß seit mehr als 6 Jahren die praktische Palästinaarbeit der einhellig anerkannte Hauptinhalt des politisch-zionistischen Tätigkeitsprogrammes ist, ja daß sogar die Theoretiker der Organisation, nicht unähnlich seiner eigenen Auffassung, davon sprechen, daß der Zionismus zunächst nicht die ökonomische, sondern nur die moralische Judennot beseitigen könne, daß es daher sein nächstes Ziel sei, in Palästina einen „nationalen Krystallisationskern" zu schaffen, (Ruppin : Die Juden der Gegenwart). Der Spott Achad Haams gilt einer von der Entwicklung schon lange überwundenen Stufe des politischen Zionismus.
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Er meint nur, daß die heutige Judenheit, die zerstreut und zerrissen ist, die durch kein inneres Band mehr zusammengehalten wird, nicht imstande sei, diese große Tat zu vollbringen. Er glaubt daher, daß erst ein Kulturzentrum in Palästina, welches das Judentum wieder als ein geistig-sittliches Sein in Erscheinung bringen wird, durch seine Ausstrahlungen auf die Diaspora die Judenheit innerlich läutern und wieder jüdisch machen wird. … In dreißigjähriger Erfahrung hat sich gezeigt, daß der Achad Haamismus nicht nur keinen Zionisten in seiner Tatkraft gelähmt hat, sondern daß er im Gegenteil die stärksten zionistischen Energien ausgelöst, die Idee vertieft und gerade jene Pioniere befeuert hat, welche in Palästina das kolonisatorische und kulturelle Zentrum aufbauen. Nicht als zerstörende, als belebende Kraft hat sich der so kritische Denker Achad Haam immer erwiesen, weil jeder fühlende Leser seiner Schriften im tiefsten empfindet, welch' ungeheure Liebe es ist, die ihn zwingt strengste Kritik zu üben.
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Und wenn schließlich Achad Haam so vieles von den Ausstrahlungen der kulturellen Schöpfungen in Palästina auf die Judenheit der Diaspora erwartet, so hat die bisherige Entwicklung gezeigt, daß nicht nur bei indifferenten Juden, sondern selbst bei Zionisten diese Ausstrahlungen die besten Fluida für die Vertiefung der Palästinaliebe sind. … Diese neueste Kolonie liegt zwei Stunden Wagenfahrt östlich von Gaza und ist somit die südlichste jüdische Ansiedlung in Palästina. Der Boden wurde reichen Beduinen abgekauft, welche noch weite Bodenflächen ringsumher besitzen. Der Kauf wurde erst diesen Winter abgeschlossen.
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In jüdischen Kreisen findet man wenig Interesse für das uns so naheliegende Gebiet, obwohl die Ausgrabungen in Jericho und Samarien wenigstens mit jüdischem Gelde finanziert worden sind. — Wir haben die Absicht, Palästina kulturell zu erobern, und die stolze Krönung dieses Werkes soll die jüdische Universität in Jerusalem sein. Es ist selbstverständlich, daß zu einer hebräischen Universität in Palästina auch ein Institut für palästinensische Archäologie gehört, in der die jüdischen Lehrer die Geschichte des jüdischen Landes lernen werden. … Die Gleichberechtigung, die wir für die Universität erstreben, erfordert auch gleiche Pflichten, und die Jerusalemer Universität ist der gegebene Mittelpunkt für alle wissenschaftlichen Interessen, die sich an Palästina knüpfen. Vielleicht werden die Ausgrabungen in Palästina dazu beitragen, auch in jüdischen Kreisen Verständnis für die Notwendigkeit unserer Mitarbeit auf diesem Gebiete zu erwecken.
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Auch später wurde seitens der Behörden nichts getan, um den Ruin des Landes aufzuhalten. Eher das Umgekehrte. Zwei Jahrhunderte lang war Palästina eigentlich von Konstantinopel völlig abgeschnitten und einem syrischen Satrapen ausgeliefert, der das einzige Ziel erstrebte, aus dem ihm anvertrauten Lande höhere Steuern und Abgaben zu erpressen. … Von der Willkür dieser „Statthalter" wissen die Annalen der Geschichte der Juden in Palästina manches Schauderhafte zu erzählen. Im Jahre 1625 verpachtete der Statthalter in Damaskus, dem die Abzahlungen der Juden unterstanden, die Herrschaft über Jerusalem einem Privatmann, Ibn Faruch, der später dieses Geschäft seinem Schwager, Othman Agga, vererbte.