Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 428 (sequence 566)
- Language
- German, English, Hebrew
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428 17. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Organisations-Kommission Als geeignete Mittel hierfür sieht der Kongress an: a) Die Herbeiführung örtlicher Zusammenfassungen der Zionisten eines jeden Ortes zwecks gemeinsamer Informierung über die zionistischen Probleme, die Tatsachen des Palästinaaufbaus sowie Besprechung dieser Fragen. b) Die Bildung von Zweckverbänden zwischen einzelnen zionistischen Verbänden eines Landes und Bearbeitung derjenigen Aufgaben, die ihnen gemeinsam sind." Ich bitte den Präsidenten, über den Antrag in zwei Teilen abzustimmen, den Grundsatz separat und dann die angegebenen Mittel: I. Grünbaum (A. C, Radikal): Gewöhnlich wird bei uns sehr viel über die übertriebene Differenzierung geklagt, wenn man aber etwas Gemeinsames schaffen will, dann werden immer Einwände gemacht. Von links bis nach rechts arbeiten wir zusammen im Keren Hajessod, im Keren Kajemeth, für Palästina, im Schekelverband. Diese gemeinsame Arbeit sollen wir nun ausbauen. Das kann man nur von oben, nicht von unten. Es könnte eine gemeinsame Konferenz in kongresslosen Jahren geschaffen werden, um untereinander die Meinungen auszutauschen. In der Zeit der erweiterten Jewish Agency ist das eine unbedingte Notwendigkeit. Ferner ist es notwendig, dass ein Rat, gewählt vom Delegiertentag geschaffen werde, welcher die oberste Kontrolle über unsere gemeinsamen Institutionen haben soll. Dann werden wir eine gemeinsame Verantwortung haben, und es wird möglich sein, die Zionistische Organisation, besonder? in Osteuropa, gesund zu machen und eine starke zionistische öffentliche Meinung zu schaffen. A. J. Freiman (A. C, Kanada): Man kann nicht die Verhältnisse in Polen auf England, auf Kanada oder Südafrika anwenden. Dadurch wird die Arbeit gestört. Die Vorschläge mögen für Polen oder Deutschland gut sein, in Kanada können sie nicht ins Leben treten. Felix Rosenblüth (Exekutive): Ich begrüsse es, dass das Problem der Vereinheitlichung der Organisation zum erstenmal seit Jahren gründlich in der Kommission und auch im Plenum erörtert wurde. Die Exekutive hat dem Kongress einen Antrag unterbreitet, der eine radikalere Vereinheitlichung der Organisation fordert. Doch kann eine solche Reform nicht zwangsweise durchgeführt werden, weshalb die Exekutive die Vereinheitlichung in der Form des Territorialverbandes nur für solche Länder einführen will, die dazu reif sind. Die Organisation kann wohl nur freiwillig reformiert und vereinheitlicht werden, indem das Organisationsdepartement der Exekutive allmählich in diesem Sinne einwirkt. Aus der bisherigen Erörterung sehen wir: Wo die Verhältnisse für eine Vereinheitlichung irgend welcher Art