Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 538)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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400 15. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Agency-Koramission hätten, dass eine Auflösung der Agency nur mit Zweidrittel-Majorität stattfinden könne, dann hätten Sie unsere Unterstützung für die Agency nicht bekommen. Ich ersuche Sie, es uns möglich zu machen, für die Agency zu stimmen und in die Agency einzutreten. Aber Sie dürfen von uns nicht erwarten, dass wir dafür stimmen, wenn wir jetzt unser eigenes Urteil darüber nicht aussprechen können. Dr. Ch. Weizmann (Präsident der Organisation): Geehrter Kongress! Als wir uns jetzt beraten haben, ob ich zu dieser Frage das Wort ergreifen soll, hatte ich einen Einwand dagegen. In dieser Stimmung, wenigstens bei einem Teil des Kongresses, könnte man glauben, dass ich oder die Exekutive finen Druck auf den Kongress ausüben wolle. Es liegt mir fern, die Freiheit der Organisation, die Souveränität des Kongresses, die mir wenigstens ebenso teuer ist wie manchem Redner, der hier gesprochen hat, und für deren Würde und für deren Inhalt ich genau so gearbeitet habe, wie so mancher hier im Saale, es liegt mir ferne, auf diese Würde und Souveränität irgend einen Angriff zu machen. Es liegt mir auch ferne, im Namen des jüdischen Volkes einen Appell an Sie zu richten. Ich halte mich nicht für kompetent, im Namen des jüdischen Volkes zu Ihnen zu sprechen. Insofern aber ist die Exekutive weniger frei als Sie, weil die Exekutive vol einem bedeutenden Organ des Kongresses den Auftrag erhalten hat, Verhandlungen zu führen. Und wenn man Verhandlungen führt and zu einem gemeinsamen Beschluss kommt, so fühlt man sich durch diesen Beschluss gebunden. Das ist ganz klar. Wir haben genau dieselben Gründe, die hier angeführt worden sind, mit allem Eifer verteidigt. In manchen Punkten sind wir durchgedrungen, in anderen nicht. Aber eine Abmachung ist eine Abmachung. Sie können tun, was Sie wollen, es wird, nachdem Sie den Beschluss gefasst haben, unsere Sache sein, zu sehen, wie wir die Verhandlungen weiterführen. Aber wir haben im Namen des A. C. Verhandlungen geführt und sind bis zu einem gewissen Punkte gekommen, und deswegen fühlen wir uns gebunden und deswegen rate ich Ihnen, unsere Verhandlungen zu ratifizieren. Del. Nahum Goldmann (Radikal): Ist es der Exekutive möglich, falls der Kongress den Wunsch ausdrückt, dass nochmals auf der Basis unseres Vorschlages verhandelt werde, diese Verhandlungen nochmals aufzunehmen? Vors. Motzkin: Die Exekutive erteilt keine Antwort. Der Minoritätsantrag der Radikalen zu Paragraph 12, Absatz 1, wird mit 84 gegen 126 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Radikalen zu Paragraph 12, Absatz 4, dem sich die Kommission anschliesst, wird angenommen.