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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 398

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 398 (sequence 536)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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398 15. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Agency-Kommission Dr. M. Soloweitschik (A. C, Radikal): Das bedarf der Zustimmung der Radikalen. Diese Zustimmung wird nicht erteilt. Wir unterstützen den Antrag der Revisionisten. Nur wenn er abgelehnt wird, werden wir unsere Anträge vorbringen. Felix Rosenblüth (Exekutive): Es ist vielleicht nicht nötig, viel über den Antrag der Revisionisten zu sagen. Jeder, der die Geschichte der Verhandlungen kennt, weiss, dass für den Antrag der Revisionisten stimmen, heisst, gegen die Jewish Agency stimmen. Sie wissen, dass über das Provisorium jahrelang verhandelt wurde, und dass ein Vorschlag entstanden ist, über den der Präsident der Organisation gesagt hat, dass er zwar nicht jenes Provisorium ist, wie es der XIV. Kongress in Aussicht genommen hat, dass er aber alle wesentlichen Interessen der Organisation schützt. Ich habe über diesen Punkt nichts weiter zu sagen und bitte, den Antrag der Revisionisten abzulehnen. Del. Dr. E. Margulies (Radikal — spricht deutsch): Ich halte es für notwendig aufzuklären, dass der Antrag der Revisionisten nicht identisch ist mit dem Antrag eines Provisoriums, sondern, dass er die logische Konsequenz ist eines Vertrages, wie man ihn mit einem andern abschliesst. Ich bin der Ansicht, dass es der Würde der Organisation nicht entspricht, dass der Partner ihr den „Get" geben, dass wir aber den „Get" nicht geben können. Man kann sich fragen, ob die Kündigung nach drei Jahren gegeben werden kann oder nach einer andern Zeit. Das ist eine Frage der Opportunität. Aber dass man überhaupt nicht kündigen kann und die Zustimmung der andern dazu haben muss, dass man mit gebundenen Händen zu den anderen kommt, das kann ich mit meinem Respekt vor der Organisation und dem Kongress nicht vereinbaren. Wir geben uns hin und bleiben bei ihnen, solange sie wollen, mag geschehen, was da will: dafür habe ich kein Verständnis. Wer noch etwas übrig hat für die Würde des Zionismus, muss sich die einzig konsequente, logische Begründung zu eigen machen und für den Antrag der Revisionisten stimmen. Berichterstatter Dr. Halpern: Ich kann diesen matrimonialen Darlegungen des Herrn Dr. Margulies nicht folgen. Die Nichtzionisten können uns keinen „Get" geben, sie können nur weggehen, und dann sind wir in der Lage einer Agunah; das lässt sich noch ertragen. Aber hier handelt es sich um eine sehr einfache Sache. Ueber diese qualifizierte Majorität ist im Aktionskomitee ausführlich gesprochen worden, und das Aktionskomitee hat der Exekutive die Vollmacht erteilt, die qualifizierte Mehrheit anzunehmen. Die Gegenseite war für Dreiviertel-Mehrheit, und wir haben uns auf Zweidrittel-

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