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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 81

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 81 (sequence 219)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7231-3483379
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Brodetsky 81 müssen die Frage des Hebräischen selbst ernst nehmen und ich glaube, dass vielleicht auch schon ein Wort Hebräisch, das von Westjuden und besonders von ihren Kindern gelernt wird, einen nationalen Wert für uns hat. Und nach meiner Erfahrung über die Propaganda in den westlichen Ländern ist es klar, dass eine hebräische Rede, ein hebräisches Lied oder ein Theaterstück eine grosse propagandistische Bedeutung haben. Die Exekutive muss diese Bestrebungen unterstützen und Massnahmen treffen, damit das Hebräische in der ganzen Welt seinen richtigen Platz erhalte, nicht nur als Unterrichtssprache, sondern auch in unserer zionistischen Propaganda. Ich will ferner daran erinnern, dass unsere Propaganda, besonders in einem Teil der Bewegung an einer Sache leidet. Ich muss meinen Freunden von der Linken das Kompliment machen, dass die Propaganda, die sie in ihrer Partei treiben, ganz palästino-zentrisch ist. Die jungen Menschen bereiten sich nicht darauf vor, für Erez Israel zu arbeiten, sondern darauf, i n Erez Israel zu arbeiten. Dasselbe gilt auch für den Misrachi. Wir allgemeinen Zionisten haben in dieser Beziehung noch wenig getan. Ich möchte schon gerne die Zeit sehen, in der wir von der Mitte auch ein Budget für unsere Institutionen und für die Einwanderung unserer Chaluzim brauchen. Und jetzt komme ich zum letzten Punkt in bezug auf Propaganda. Wenn wir das jüdische Leben betrachten, stelle ich ein Schema auf, nach dem es fünf Arten von Juden gibt: den Juden, der ein allgemeiner Zionist werden kann, wenn man ihn bearbeitet und von denen viele jetzt Nichtzionisten heissen. Dann haben wir den Typus des Juden, aus dem ein Misrachist wird, wenn man ihn bearbeitet, und jenen, der ein Anhänger der Poale-Zion oder der Hitachduth wird, was, wie ich glaube, in der nächsten Zeit ein und dasselbe sein wird. (Beifall.) Aber das ist nicht alles. Weiter rechts gibt es eine grosse Masse von Juden, die wir nicht das Glück gehabt haben mit dem Geiste unserer nationalen Idee zu befruchten. Und weit links ist eine grosse Masse von Juden, auf die wir keinen Einfluss gehabt haben. Einige sind in unsere linken Parteien gekommen, aber die grosse Masse fehlt. Und sie bekämpfen uns von beiden Seiten. Wenn man in ein Land wie Polen kommt, versteht man, wie wichtig es ist, zu berücksichtigen, dass es fünf und nicht drei Klassen in bezug auf Erez Israel gibt. Die Revolution, die wir Zionisten in das jüdische Leben gebracht haben, besteht nicht nur in der Schaffung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Erez Israel (das ist nur ein Teil und gerade jener, den die Nichtzionisten akzeptieren wollen), sondern noch in etwas Zweitem. Diese Revolution war gegen die Strömung des 19. Jahrhunderts gerichtet, das jüdische Leben in Stücke zu zerbrechen, aus den Juden nicht ein jüdisches Volk, sondern englische, deutsche und russische Juden zu machen, die einander angefeindet haben. Diese Strömung hat der Zionismus bekämpfen wollen und bekämpft, und unsere Aufgabe ist

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