Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2005
- Issue
- No. 78 (2005)
- Date
- 2005-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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18 Breslau und Niederschlesien im Nationalsozialismus - ein internationales Projekt. Die Edith-Stein-Gesellschaft Polen und das Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland - und Europastudien an der Universität Wroclaw suchen Personen, die über die damalige Zeit berichten können. Mit großem Interesse habe ich einige Seiten der Mitteilungen Nr. 76 des "Verbandes ehemaliger Breslauer in Israel" lesen können. Ein Mitarbeiter des Abraham-Geiger-Koilegs in Berlin, zu dem wir gute Beziehungen unterhalten, hat uns auf Ihre Mitteilungen aufmerksam gemacht und die Kopien einiger Seiten zugesandt. Da wir in Breslau/Wroclaw in der ehemaligen Michaelisstraße ein Zentrum für kulturellen Dialog aufbauen, das sich insbesondere der polnisch-deutschjüdischen Verständigung widmet, ist die Existenz eines "Verbandes ehemaliger Breslauer in Israel" für uns von sehr großem Interesse. Wir wären Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie uns einige Informationen über Ihren Verband zukommen lassen könnten. Insbesondere beschäftigen uns folgende Fragen: Wann wurde der Verband gegründet? Was waren die Beweggründe und der Anlass, eine solche Vereinigung zu gründen? Wie viele Mitglieder hatte und hat die Vereinigung? Welche Aktivitäten auf kulturellem oder sozialem Gebiet konnte Ihr Verband anstoßen? Wir sind wirklich sehr neugierig auf Antworten auf diese Fragen und würden uns daher freuen, wenn sie uns entsprechende Informationen zukommen lassen würden. Darüber hinaus möchten wir Sie über ein historisches Projekt informieren, das wir in Breslau initiiert haben. Eine internationale Studentengruppe erforscht seit November 2004 die Geschichte von Nationalsozialismus und Widerstand in Brelau. Hierzu gehen die Studenten in Archive, um Dokumente zu sichten, suchen nach Spuren im Stadtbild und führen Gespräche mit Zeitzeugen, die den Nationalsozialismus in Breslau erlebt haben. Einen Schwerpunkt unseres Projektes bilden die Erforschung der Geschichte der Jüdischen Gemeinde und des Schicksals der Breslauer Juden nach dem Jahr 1933. Daher wende ich mich mit der Frage an Sie, ob Sie uns bei der Rekonstruktion der Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur in Breslau behilflich sein können. Uns würde jegliche Form von Dokumenten - beispielsweise Photos, Augenzeugenberichte, Briefe und andere Materialien - weiter helfen. Ebenso möchte ich Sie fragen, ob es innerhalb Ihrer Vereinigung Personen gibt, die bereit wären, uns von Ihren Erlebnissen in Breslau zu berichten. Wäre es vielleicht möglich, einen entsprechenden Aufruf in Ihren Mitteilungen zu veröffentlichen? Als Ergebnis des Projektes wird übrigens eine Wanderausstellung entstehen, die an verschiedenen Institutionen und Schulen Breslaus gezeigt werden soll. Außerdem werden wir eine CD-ROM und eine Internetseite erstellen, durch die sich interessierte Personen über die Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur und das Schicksal ihrer Opfer informieren können. Wir sind Ihnen für jede Form der Unterstützung sehr dankbar. Sollten Sie weitere Informationen benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden. Jens Adam Leiter der Programmabteilung Towarzstwo im. Edyty Stein Von Breslau bis Jerusalem Rabbinerseminare in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft Akademische Konferenz zum Andenken an die Gründung des Rabbinerseminars in Breslau vor 150 Jahren Am 7.-8. Dezember 2004 veranstaltete das "Schlechter Institute of Jewish Studies Jerusalem" eine akademische Konferenz zum Andenken an die Gründung des Breslauer Rabbinerseminars vor 150 Jahren. Die erste Sitzung war der Persönlichkeit von Rabbiner Zechariah Frankel und den Mischna-Forschungen gewidmet. Danach referierte Guy Miron über das Breslauer Seminar im allgemeinen und insbesondere über die letzte Generation seiner Absolventen. Die zweite Sitzung war den Rabbinerseminaren in Berlin gewidmet. Dr. Ya'akov Zur referierte über Auseinandersetzungen zwischen Rabbiner Samson Raphael Hirsch und Rabbiner Esriel Hildesheimer in Bezug auf das orthodoxe, von Rabbiner Hildesheimer gegründete Rabbinerseminar in Berlin. Dr. Lehnardt behandelte das Thema des liberalen Seminars (die Hochschule) in Berlin. Mit einem Referat über das Rabbinerseminar in Budapest von Dr. Frojimovics, endete die zweite Sitzung. Die dritte Sitzung war den Rabbinerseminaren in Amerika gewidmet. In der vierten Sitzung fand eine Diskussion über die Ausbildung von Rabbinern und Forschungsinstitute für die Wissenschaft des Judentums statt.