Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 7 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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98 vfc m M HittSns ßörk mir jul“ pf.3<M2. Don Dr. V. UuttNkv in Frankfurt a. UI. Das ^est der Befreiung aus der Anechtschaft Ägyptens, das ^est der ungesäuerten Brote, das schöne Peßachfest steht vor der Thüre. Wenn es auch bei allen unseren festen heißt: „secber lizias mizrojim, zum Andenken an den Auszug aus Ägypten", da sie alle erst eine Folge dieses Auszuges sind, so hat doch das peßachfest ihnen eins voraus; es mahnt uns ganz besonders an die Allmacht und die Gerechtigkeit Gottes. Als Joseph durch seine kluge Dorsorge Ägypten vor dem gräßlichen Hunger bewahrt hatte, sprach der dankbare Pharao zu ihm, er solle seinen Dater und seine Brüder holen; er wollte ihnen den besten Teil des Landes zum Wohnen anweisen. Nur mit schwerem perzen zog der greise Jakob in das fremde Land; aber er sah dort noch schöne Lebensjahre, geliebt von seinem Sohne Joseph und von Pharao. Aber wie veränderte sich im Lause der Zeit die Lage seiner Nachkommen! Sie hatten sich von Jahr zu Jahr vermehrt, so daß die Landschaft Gosen, die ihnen einst angewiesen worden war, für sie zu klein wurde. Anstatt sie nun auch in anderen Teilen des Landes wohnen oder in ihre Heimat ziehen zu lassen, wurden sie, die man einst so freundlich nach Ägypten eingeladen hatte, gewaltsam zurückgehalten, wie Anechte behandelt und zu schweren Arbeiten gezwungen. Und zu dieser Ungerechtigkeit kam dann noch die Grausamkeit. Tin Pharao nämlich befahl, daß alle neugeborenen Anäblein der Israeliten ins Wasser geworfen werden sollten. Durch diesen grausamen Befehl wollte er die Dermehrung der Israeliten verhüten. Aber er irrte sich, und seine eigene Tochter rettete und erzog den Anaben, welcher die Israeliten aus Ägypten führte, freilich ging das nicht so ohne weiteres; es mußten Zeichen und Wunder geschehen und Pharao und die Ägypter schwer geplagt werden, bis sie endlich alle im roten Uleere ertranken. „Da sah Israel die große UI acht, die der Ewige an den Aegyptern bewiesen hatte; und nun fürchtete das Dolk den Ewigen, und sie glaubten an den Ewigen und an Ulose, seinen Anecht." Und Jethro, der Schwiegervater Uloses, der midjanitische Priester, rief begeistert aus: „Nun weiß ich, daß der Ewige größer ist, als alle Götter; denn eben das, womit jene frevelten