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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 3 (1895) · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
3 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 34 (sequence 18)
Language
German
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34 ,/Rammt Rinder, hört mir ps.2,. von vr. V. RuLLner in Frankfurt a. m. I. Nicht wahr, ihr seid gewiß sehr vergnügt, daß ihr jetzt auch eine Zeitung zu lesen habt, wie die großen Leute? Ich gönne euch dieses Vergnügen von Kerzen und freue mich, daß es endlich auch eine Zeitung für kleine Leute giebt. Und eure Zeitung ist sogar viel besser, als die, welche die großen Leute lesen müssen; denn in eurer Zeitung stehen nur schöne Sachen; in der Zeitung der großen Leute stehen aber auch Sachen, über die sie sich oft sehr ärgern müssen. Daruni seid dem „Jugendfreund" doppelt dankbar und lest fleißig darin und beherziget alles, was er euch sagt. Aber so sehr der „Zugendfreund" sich freut, wenn ihr ihn liebt und ihn mit Sehnsucht erwartet, so bittet er euch doch dringend, ihn innner erst dann zu lesen, wenn ihr eure Arbeiten gemacht, und zwar gut gemacht habt. Das lehrt uns der liebe Gott selbst. Ihr alle wißt wohl, daß Gott in sechs Tagen die U)elt geschaffen hat. Das erzählt uns das erste Buch Blose, im Anfang des e.rsten Aapitels. Laßt euch einmal die Bibel geben und leset dieses Aapitel yach, dann werdet ihr etwas Blerkwürdiges finden. Bei allen: nämlich, was Gott in seiner Allmacht und Iveisheit geschaffen, heißt es hinterher: „Und Gott sah, daß es gut war". Und nachdem der Himmel mit Sonne, Blond und Sternen, die Trde und das Bleer, die Pflanzen, die Tiere und der Blensch geschaffen, heißt es: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut". lllerkt ihr schon etwas? Zhr sollt euch bemühen, den lieben Gott darin nachzuahmen, daß ihr bei jeder Arbeit euch überzeug-, daß sie auch gut ist; thut ihr. das, so werdet ihr am Lude, wenn ihr alles sehet, was ihr gemacht habt, gleichfalls sagen können: „Siehe, es ist sehr gut!" und werdet froh und glücklich sein. Habt ihr euch aber überzeugt, daß eure Arbeit nicht gut ist, so zögert nicht und geht frisch daran sie noch einmal zu machen. Besser freilich ist es, gleich von Anfang an fein Augenmerk darauf zu richten, daß die Arbeit gut werde. So, nun wißt ihr, wie eure Arbeiten fein sollen, nun thut auch danach; und wenn ihr gut gearbeitet habt, dann wird euch der „Zugendfreund" doppelte Freude machen.

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