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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 2 (1895) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
2 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 Spät in der Nacht kamen der Brnder und eine Schmestcr des Verstorbenen und mit ihnen noch zwei Männer ans seinem Dorfe. Lipp erzählte ihnen, wie der Lcderherz gestorben sei,'und sie kamen zu mir und dankten mir unter Weinen. Als sic am Morgen mit der Leiche davon fuhren, gab ich ans Freundschaft mit dem Lipp dem Verstorbenen das Geleite an die Grenze unserer Gemarkung. Dies nun ist eine der Erinnerungen, die mir das Herz am tiefsten bewegen. Eine besondere Erhebung ist es mir, daß das ganze Dorf — nicht ein Einziger ausgenommen — cs in Wahrheit erkannte, wie ich an Lcderherz im Geiste der wahren Religion der Liebe gehandelt. Was ich gethan, nmrde damit^um innern für Alle. — - :_ Mose und Aron vor Phnraoh.*) Eine Legende von Albert Katz. Umgeben von Ministern und Räten saß Pharaoh ans seinem goldenen Throne, um die Abgesandten der ihm tributpflichtigen Fürsten und Könige zu empfangen, welche mit kostbaren Geschenken beladen und ihre Götzen mit sich führend vor dem mächtigen Pharaoh der Aegypter erschienen waren, um ihm zu seinem Geburtstage ihre Huldigung und Glückwünsche darzubringen. Auch die Ältesten Israels, Mose und Aron, ließen sich bei Pharao anmelden. Pharaoh, der wohl geglaubt haben mochte, daß auch sie gekommen wären, um ihm zu seinem Wiegenfeste zu gratulieren, befahl, sie vorznlassen. Als er aber gewahrte, daß Mose und Aron weder einen Glückwunsch, noch irgend welche Geschenke ihm dargebracht hatten, fuhr er sie barsch an: „Wer seid Ihr? und in wessen Auftrag konunt Ihr?" - Mose und Aron erwiderten: „Wir sind die Gesandten Gottes und in seinem Austrage kommen wir zu Dir". „So nennt mir seinen Auftrag!" ries Pharaoh ungeduldig. Da sprach Mose: „Also läßt der Ewige, .der Gott Israels, Dir sagen: Entlasse mein Volk, daß es mir diene!" „Was!" schrie Pharaoh in wildem Zorn, „wer ist Euer Gott, auf dessen Wort ich zu hören, dessen Befehl, Israel zu entlassen, ich zu befolgen hätte? Ist denn Euer Gott vornehmer als alle andren Götter und Könige des Morgenlandes, die sich ehrerbietig vor mir bücken und durch Opfer mich anbeten? Nein, ich kenne Euern Gott nicht, und ich werde Israel aus meinem Dienste nicht entlassen". Und Pharaoh befahl, die Geschichtsbücher der Völker vor ihn zu bringen, in welchen er die Götter der Moabiter, der Amoniter, der Zidonier verznchnct fand, nur nicht den Gott Israels, nur nicht den Namen des Ewigen. Da sprach Aron: „So vernimm, o Pharaoh, die Worte dessen, der auf - e Aus dem Legendenschatze der Hagada.

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