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Blätter der Jüdischen Buchvereinigung · 1934-12-01 · 1 (12.1934) · p. [Seite 9]

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Journal
Blätter der Jüdischen Buchvereinigung
Volume
1 (1934)
Issue
1 (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German
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zu ungeklärt, um z. B. Neuralgien als Vorstadien der Beri- Beri aufzufassen. Ebenso werden in dem Kapitel über Harnsäure und Harnsäurestoffwechsel allzuviel noch schwebende Fragen auf allgemeine Formeln gebracht, so daß bei Laien, für die ja das Buch bestimmt ist, die Vorstellung erweckt werden kann, daß es sich hier um bereits gesicherte wissenschaftliche Feststellungen handelt. So wird die Bedeutung der Ernährung für die Ursache der Krankheit mitunter überschätzt, z. B. bei der Hypertonie, obwohl es als unbestritten gelten kann, daß eine richtige Diät hier oft außerordentlich wirksam ist. Den Abschluß bildet der praktische Teil, der Rezeptvorschriften für die verschiedenen Kostformen bringt. Vorausgeschickt werden jedesmal theoretische Erläuterungen, die sich an die des ersten Teils anschließen und dadurch dem Laien mehr als leere Vorschriften — hier ist dies verboten und das erlaubt — sind. Die Rezepte vermeiden das allen Bekannte und bieten die gerade für eine länger durchgeführte Diät nötige Abwechslung und Anregung. Vielleicht wäre zu wünschen, daß der salzfreien Diät der Herz- und Nierenkranken bei dem großen Anwendungsgebiet dieser Kostform etwas mehr Platz eingeräumt wird, und sie nicht nur als Anhang der Gersondiät erscheint, von der sie sich ja prinzipiell unterscheidet. Dagegen bringen die Kapitel der Magen-, Gallen- und Zuckerdiät alles Wichtige mit Berücksichtigung aller nur möglichen Kostformen nebst den erforderlichen Kalorienangaben. Zur Vervollständigung dient eine gedrängte Abhandlung der Säuglings¬ und Kleinkinderkrankheiten, soweit sie diätetisch beeinflußbar sind, die alles Wissenswerte enthält. Das besonders Begrüßenswerte an dem Buch ist, wie ich schon im Anfang erwähnte, die ausführliche Behandlung der normalen Stoffwechsel- und Ernährungsvorgänge, da daraus erst ein wirkliches Verständnis für die Ernährungsforderungen bei Gesunden und Kranken entstehen kann. Es ist also jedem zu empfehlen, der über die rein schematisch erlernbaren Vorschriften hinaus dieses Verständnis gewinnen und andern vermitteln will. Annemarie Cohn Dr. med. Arthur Czellitzer »Mein Stammbaum«. (Philo- Verlag.) Bei dem berechtigten Interesse, das sich jetzt allgemein auch der jüdischen Familienforschung zuwendet, begrüßen wir diese Anleitung zur Anlage eines Stammbaums. Vor allem ist wertvoll, daß er einen Überblick über die staatlichen, amtlich-jüdischen und privaten Quellen gibt. Wir haben hierdurch die Möglichkeit, die Grundlagen zu einem Familienarchiv zu schaffen. In diesen Zusammenhang gehört auch eine kurze Behandlung der Mendelschen Vererbungslehre, die den zweiten Teil dieser Broschüre umfaßt. Li. Werbet neue Freunde, neue Mitglieder für die Jüdische Buch-Vereinigung Mitgliedschaft bedeutet Bewahrung jüdischen Kulturgutes Verlag: Jüdische Buch -Vereinigung, Berlin W15, Pariser Str. 7 / Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Erich Lichtenstein, für die Inserate: Erwin Löwe, beide in Berlin / Druck: Max Lichtwitz, Berlin / Aufl.: 5500 Das deutsche Judentum wird durch seine heutige Situation vor die schwere Aufgabe gestellt, alle Fragen des jüdischen Seins nochmals durchzudenken und einenWeg zum Neuaufbau seinesGemeinschaftslebens und seinerZukunftzu finden DIE „JUDISCHE RUNDSCHAU ii ist das repräsentative Organ, das gegenüber allen Verzerrungen das wahre Gesicht der Judenfrage aufzeigt, die jüdische Ehre verteidigt, die Probleme der wirtschaftlichen Einordnung der Juden, der jüdischen Schule und der Berufsfragen der jungen jüdischen Generation fortlaufend erörtert. Sie ist das Publikationsorgan des Berliner Palästina-Amtes und der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. B R**S fcZÜ OS^Jb«*eU. . norto-^d % ,\\un9 2,— 5,15 ^QÜa^;;ko ten3 Posts0^erUn:BerU^ 92 Vertnebs-^- ReWjhsBe*« Vertriebs-^' _|t^rf-* b* *^ Qe\cKre»en r probat - # RtA. Quarte Nur wer unsere Zeitung ständig liest, ist wirklich über alle jüdischen Fragen eingehend unter* richtet, darum — noch heute bestellen! Verlag, Schriftleitung und Anzeigen Verwaltung : BERLIN W15, MEINEKESTRASSE 10 Fernruf: J1 Bismarck 3181 -82, 7165-70, 7240-42 9

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