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Central-Vereins-Dienst · 1927-11-17 · 6 (17.11.1927) · p. [Seite 1]

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Journal
Central-Vereins-Dienst
Volume
4 (1927)
Issue
6 (17.11.1927)
Date
1927-11-17
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German
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CENTRAlVERElKW-DIEHn >: MITTEILUNGEN Aü$ DER HAUPTGESCHÄFT WELLE DESCENTPÄLVEREIMt DEUTICHEß STAATIBÜRGEß JÜDISCHEN GLAUBENS E.V. :c Berlin SW 68 Lindenstr. 13 / Fernruf: Dönhoff 3594/95 / Drahtanschrift: Centralglauben Berlin Nachdruck auch mit Quellenangabe verboten. Nr. 6 abgeschlossen am 17. November 1927 Jahrgang IV Inhaltsverzeichnis. Jndenhetze. Eine Entgegnung auf Hilaire Bellocs Buch „Die Juden". S. 89—92. Aus der Arbeit. Politisches: Ludendorff: Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse. S. 92. — Keine Enzyklika gegen den Antisimitismus. S. 93. — Ka tholisches Kreuzbündnis (Temperenzler). S. 93. — Deutschgläubige Gemeinschaft. S. 93. — Erpressungsversuch. S. 93. — Mädchenhandel. S. 94, — Gegen Friedhofsschändungen. S. 94. — Was sind Jagdkorps? S. 94. — Flugblattagitation der N. S. A. D. P. S. 95. — Stahlhelm. S. 95. — Arta> manenbewegung. S. 95. — Ein neuer Domela. S. 96. — Flieger Levine. S. 96. — Albrecht Wirth: „Deutsche Geschichte von 1870 bis zur Gegenwart" S. 96. — Monatsschrift für höhere Schulen. — S. 97. — Georg Simmel. S. 97. — Frau Stresemann. S. 97. — Holberg: Ulysses von Ithaka. S. 97. -4* — Der Kronprinzenpreis. S. 97. — Deutsche Volkspartei. S. 97. — „Die Juden in der Wiener Polizei". S. 97. — „Eine lehrreiche Hundetragödie". S. — Kapitänleutnant von Muecke. S. 98. Wirtschaftspolitisches: „Die jüdische Presse. S. 98—99. Offertenblatt für die katholische Geistlichkeit. S. 100. — Allgemeiner Deutscher Automobilclub. S. 100. — Verband der Vereine Kreditreform. S. 100. — Die „Genossenschaftsfamilie". S. 100. — Borkum. S. 101. — „Grüne Briefe für Kapital u. Wirtschaft". S. 101. — Altonas Bevölkerung und ihre Staatsangehörigkeit. S. 101. — Die jüdische Bevölkerung Preußens am 16. Juni 1925 nach Regierungsbezirken, Kreisen und Stadtkreisen. S. 101—105. — Bolschewismus und Judentum. S. 105. — Konfessionelle Schulstatistik. S. 106. — Rechtsschutz: Fingierte Namen. S. 106. — Judenfeindliche Aeußerung anläßlich einer Beerdigung. S. 106. — Aufklärung: Der Judenbrief von Toledo. S. 106—108. — Alt hebräische Musik im Rundfunk. S. 108. — Ein ehemaliger Judenfeind über Müller-Claudius, „Rassenangst". S. 108. — Erfolgreiche Aufklärung. S. 108. — Der jüdische Richter. S. 108. — Die jüdischen Frontsoldaten in Württemberg und Hohenzollern. S. 109.— Innerjüdisches: Die Stellung des Centrai-Vereins zu den innerjüdischen Fragen in den Jahren 1919—1926. S. 109. — Der Genfer Nationalitätenkongreß. S. 110. — Juden, die an Christus glauben. S. 110. — Organisation. Berichterstattung. S. 110. — Vortragsvereinbarungen. S. 111. — Neue Werbemethoden. S. 111. — Pressedienst. S. 111. — Versand der C. V.-Zeitung an Nichtjuden. S. 111. — Keine Entlastung für Ortsgruppenkassierer. S. 111. — Beiträge von Synagogengemeinden. S. 111. — Für Vorträge stehen zur Verfügung. S. 111. — Material aus Büchern, Broschüren und Zeitungen. Dr. Ernst Joerges, „Die weltgeschichtliche Bedeutung des Judentums und seine Zukunft S. 111. — Für und wider das Alte Testament. S. 112. — „Ostmark-Archiv". S. 113. — Die Juden von Nürnberg. S. IVd. — Die Bedeutung der politischen Geographie. S. 114. — Bibliothek: Neuaufnahmen in die C. V.-Bibliothek. S. 114—116. — Vortragsliste: S. 116. — Judenhetze. von Horace James Bridges. (International Press, New York). Eine Entgegnung auf Hilaire Bellocs Buch „Die Juden" Das von dem englischen Schriftsteller Hilaire B e 11 o c verfaßte Buch „Die Juden" ist nunmehr in deutscher Sprache mit einem Vorwort von Theodor Haecker im Verlag Josef Kösel und Friedrich Pustet in München erschienen. Wir haben auf dieses Buch, dasin Deutschland zweifellos großes Aufsehen erregen wird, bereits mit unserem Rundschreiben, Beleg Nr. 1993, hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, daß Sonderdrucke des Aufsatzes von Dr. Felix Goldmann, Leipzig, „Wieder der gelbe Fleck" auf Anforderung zur Verfügung gestellt werden. In Amerika ist jetzt eine Gegenschrift unter dem oben angeführten Titel erschienen, die wir hier in Uebersetzung auszugsweise wiedergeben. I. Das umfassende Wissen, die große Erfahrung und die literarische Gewandtheit Belloc's verbunden mit der Tatsache, daß er als römischer Katholik der äußersten ultramontanen Schule zweifellos Ansichten äußert, die unter den einflußreichsten Mitgliedern der Kirche weit verbreitet sind, geben seinen Ausführungen eine große Bedeutung, die durch den geringen Absatz des Buches nicht abgeschwächt wird. Belloc führt seine vergiftete Feder sehr geschickt, er ist ein Sprachkünstler, der den Eindruck erweckt, daß er das, was er gesagt hat, nicht ganz gesagt hat und der Andeutungen und Anspielungen an Stelle von positiv zu belegenden Angaben macht, um Mißtrauen und Haß bei seinen Lesern hervorzurufen. Die große Menge des von ihm gesammelten Materials kann leicht als Erfindung enthüllt werden und die wahren Darlegungen, die er macht, rechtfertigen nicht die Schlüsse, die er zieht. II. Was an Belloc's Buch beachtenswert ist, ist der Ernst, mit welchem ungeprüfte Annahmen hervorgehoben werden, die weniger durch die Kraft der Argumente, als durch flüchtige Andeutungen und ge-

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