Central-Vereins-Dienst
- Journal
- Central-Vereins-Dienst
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 3/4 (30.5.1927)
- Date
- 1927-05-30
- Page
- Seite 64 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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„Das Los über die Zarenfamilie ist nicht in Jekaterinburg, sondern in I\o s k a u geworfen worden. Goloschstekin hatte persönlich mit Swerd- 1 o w in Moskau die Frage beraten, Swerdlow den Befehl zur Ermordung durch ihn an Jurowsky gelangen lassen." Seraphim gibt die Hauptschuld an dem Tod des Zaren nebst der Schwäche der vorläufigen Regierung der Entente und besonders England. Vom Zarenadler zur Roten Fahne. Von befreundeter Seite werden wir auf den im Verlag Olga Diakow & Co., G.m.b.H., Berlin W. 62, erschienenen dreibändigen Roman von Peter Krasnow1 „Vom Zarenadler zur Roten Fahne" hingewiesen, der bereits in drei Auflagen vorliegen soll. Nach der Voranzeige will der Verfasser in diesem Roman die wahren Gründe des Zusammenbruchs des Zarismus und des Sieges des Bolschewismus darlegen. Das Buch wimmelt von den unglaublichsten Behauptungen über die Juden und gibt die bekannten Behauptungen aus den „Protokollen der Weisen von Zion" wieder. Danach ist die russische Revolution von einer geheimen jüdischen Stelle ins Werk gesetzt worden. Lenin wird als ein Idiot hingestellt, der, lediglich durch jüdischen Einfluß getrieben, angebliche jüdische Gedanken propagiert habe. Durch das ganze Buch zieht sich das immer wiederholte Motto, das Lenin von einem bärtigen Kaftanjuden in der Schweiz ins Ohr geflüstert worden sein soll: „Den Besten der Gojim töte". Bemerkenswert ist noch, daß dieses antisemitische Machwerk von angesehenen Zeitungen, wie der „Kölnischen Zeitung" und der „Berliner Börsen-Zeitung" unterstützt wird. Philo »Verlag Unbenutztes Material. Wir möchten unsere Mitarbeiter auf die unter dem Titel „Schlaglichter" von Zeit zu Zeit als Flugschriften veröffentlichten Aufsätze aufmerksam machen. Diese enthalten wichtiges Material, das noch immer bei unserer Aufklärungsarbeit gute Dienste leisten kann. Wir fügen ein Verzeichnis der noch vorhandenen „Schlaglichter" bei. Die Blätter werden umsonst abgegeben. Schlaglichter. Reihe 1, Folge 1: Prof. Dr. Erik Nölting, Frankfurt a. M. Die Ungeistigkeit des Antisemitismus. „1 „ 2: Prof. Dr. Hugo Preuß. Reichsminister a. D. Die „undeutsche" Reichsverfassung. „ 1 „ 3: Rabbiner Dr. Max Wiener, Stettin. Deutscher Geist und wissenschaftlicher Antisemitismus. „1 „ 4: Prof. Dr. Erik Nölting, Frankfurt a. M. Eine Politik ohne Sinn. „1 „ 5: Justizrat Dr. Gallinger, Nürnberg. Um Deutschtum und Judentum. „1 „ 6: Prof. Dr. Julius Goldstein, Darmstadt. Das Zitat als politisches Kampfmittel. „2 „ 1: H. Stern. Bolschewismus und Judentum. „ 2 2: Dr. Alfred Wiener. Die furchtbare Enthüllung" des Jungdo. Reihe 2, Folge 3: Landesrabbiner Dr. Walter, Dessau. Der wahre jüdische Geist. „ 2 „ 4: Wie sie dem Krieger die Treue brachen. „ 2 5: Dr. Paul Nathan, Berlin. Grenzüberschreitungen, Ostjuden und Antisemiten. „ 2 „ 6: Julius Bab, Berlin. Die „verjudete" Literatur. „ 2 7: Prof. Dr. Hirsch, Staatssekr. z. D. Die „jüdische" Finanz- und Wirtschaftsdiktatur. „ 2 „ 8: Prof. Dr. Julius Goldstein, Darmstadt. Ist der Jude schuld? „2 „ 9: Rabbiner Dr. Levin, Königsberg. Was verlor die deutsche Judenheit durch den Frieden von Versailles? „ 2 „ 10: Prof. Dr. Julius Goldstein, Darmstadt. Amerikanisches Judentum und deutsches Hilfswerk. „ 2 „ 11: Dr. Bruno Weil, Berlin. Zehn Jahre. Ein Rückblick zum Jahrestag des Kriegsbeginns. „ 2 „ 12: Dr. Sternberg, Emden. Der Sozialismus der mosaischen Gesetzgebung. „ 3 „ 1: Freda Maria Gräfin zu Dohna. „Erotik und Rasse." Personalia Eugen Wölbe in der „Deutsche Zeitung". In der „Deutschen Zeitung" hat vor kurzem ein Artikel des Herrn Professors Eugen Wölbe „Neue Briefe vom alten Kaiser" unliebsames Aufsehen erregt. Herr Professor W. teilt uns dazu mit, daß er den Artikel dem Verlag H. F. Köhler zur beliebigen Verwendung zur Verfügung gestellt hat. Hätte er gewußt, daß der Verlag gerade die „Deutsche Zeitung" für die Veröffentlichung wählen würde, so hätte er sich entschieden dagegen gewandt. * Ein langjähriger verdienter Mitarbeiter, dessen wirtschaftliche Lage sich in letzter Zeit verschlechtert hat, sucht einen neuen Wirkungskreis. Er ist zur Zeit selbständiger Getreidehändler, würde aber auch jeden anderen Posten bei dem er seine kaufmännischen Kenntnisse verwerten kann, annehmen. Der Betreffende ist uns nach der menschlichen wie nach der beruflichen Seite hin außerordentlich warm empfohlen. Berichtigungen Auf Seite 8 Spalte 2 der Nummer 1/2 des C. V.¬ Dienstes muß es am Schluß des 1. Absatzes der Urteilsbegründung heißen: „Zum Schutz solcher Empfindungen dient aber § 360 Ziffer 11 St.G. B. nicht." * In Nr. 1/2 des „C. V.-Dienst" vom 15. Februar 1927 berichteten wir auf Seite 7 von einem Vorfall aus einer höheren Töchterschule. Der Vorfall ereignete sich nicht, wie wir irrtümlich angaben, in A u r i c h sondern in Norden. Verantwortlich: i.V. Dr. Alfred Wiener, Syndikus des C.-V, 3erlin SW68. Druck: Max Lichtwitz, Berlin SW 19, Neue Grünstraße 30.