Central-Vereins-Dienst
- Journal
- Central-Vereins-Dienst
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 3/4 (30.5.1927)
- Date
- 1927-05-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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MITTEILUNGEN AUS DER HAUPTGESCHÄFT! IT EILE DES <ENTRÄLVEttEINJ D EUTKHER STAATS BÜRGER JÜDISCHEN GLAUBENS E.V. x. Berlin SW 68, Lindenstr. 13 / Fernruf: Dönhoff 3594/95 / Drahtanschrift: Centraiglauben Berlin Nachdruck auch mit Quellenangabe verboten. Nr. 3/4 abgeschlossen am 30. Mai 1927 Jahrgang IV Inhaltsverzeichnis. Rassenfragen in der Schule. S. 33-34. Wichtige Mitteilungen an die Mitarbeiter: An die auswärtigen Vorstandsmitglieder und die Vorsitzenden der Ortsgruppen. S 35. — Müller-Verband „Glück zu". S. 35. — „Siegfried-Jugend". S. 35. — Deutscher Frauenorden. S. 35. — Ein neuer völkischer Verband? S. 35. - Völkische Redner. S. 35. — Gegenredner. S. 35. — Tätigkeitsberichte. S. 36. — Protokolle der Hauptvorstandssitzungen. S. 36. — Oberstaatsanwalt Frieders. S. 36. Aus der Arbeit des C, V.: Die C. V.-Zeitung in der Provinzpresse. S. 36. — Gegen die rumänischen Judenverfolgungen. S. 36. — Der judenfeindliche Hund. S. 36. — Wiener Messe A.-G. S. 36. — BriefverschluQmarken. S. 37. — Leipziger Polizeipräsidium. S.37. — Einzelrichter Berlin-Lichtenberg. S.37. — Auseinandersetzung über die Rassenfrage. S. 37. — Konfessionelle Ärztelisten. S.37. — Aufklärungsarbeit an Fachschulen. S. 38. — Künstler-Kaffee, Berlin W. S. 38. — Judenfeindliche Prospekte. S. 38 — „Lustige Blätter". S. 38. — Realgymnasium Swinemünde. S. 38. — Die „Bürger'sche Krankheit". S. 38. — Schundliteratur. S. 39: Rechtsschutz: Zur Anwendung des groben Unfugparagraphen. S. 39. — Terminverlegung an hohen jüdischen Feiertagen. S. 39. — Der „Judenspiegel". S. 40. Politische Mitteilungen: Die Judenfrage in Frankreich. S. 40. — Ernst von Wolzogen-Spende. 5.41. — Deutschnationaler Handlungsgehilfenverband. S. 41. — Bund der Guten. S. 41. — Die Standarte. S. 42 — Hitler gegen ein deutsches Tirol. S. 42. — Nationalsozialistische Ehrenlisten. S. 42. — Deutscher Roland-Ritter-Orden. S. 43. — Völkische Presse. S. 43. — Jüdische Separatisten. S. 43. — „Hammerverlag" u. Deutsche Erneuerungsgemeinde". S 44. — Stahlhelmführer Barthel-Roth. S. 44. — Arthur Herbert Wollnzihn. S. 44. — Gymnasium Marienwerder. S. 44. — Zum Eisenbahnattentat in Leiferde. S. 44. — Deutsch-österreichische Reisevereinigung Nord-Süd. S. 44. — Briefmarkensammler-Vereinigung „Tirol". S. 44. — Änderung lästiger Familiennamen. S. 45. — Begnadigte Synagogenattentäter. S. 45. — Schulbesuch an jüdischen Feiertagen. S. 45. — Regisseur Eisenstein — Nichtjude. S. 45. Wirtschaftspolitische Mitteilungen: Falschmeldung über Jakob Michael. S. 45. — Reichsbank und der Jungdeutsche Orden. S. 45. — Das „jüdische Wirtschaftsmanifest". S. 46. — Der „Polnische Zentralverband jüdischer Handwerker". S. 46. — Kaufmännische Methoden im Mittelalter. S. 46. Erfolge unserer literarischen Aufklärungsarbeit. S. 47. InnerjUdisches: Palästina-Bericht Dr. Wiener.. S. 48. — Synagogen-Besichtigungen. S. 48. Beizer Rebbe über den Zionismus. S. 49. — Bankett zu Ehren von Weizmann und Marshall. S. 48. — Der Organisation: Vorbildliche Arbeit in Ortsgruppen und Landesverbänden. S. 49. und S. 50. — Briefaufdruck S. 51. — Vortragsliste: S. 51-54. Bibliothek: Neuaufnahmen in die C.V.-Bibliothek. S. 54 Presse, Bücher, Broschüren: Was jeder Deutsche wissen muQ. S. 56. — Talmudzitate S. 59. — Gustav Freitags Stellung zum Judentum. S. 60. — Tierschutj und Religion. S. 61. — Hans Fr. Blumk, „Zur Rassenbildungsfrage." S. 61. — Rassenwissenschaft und Rassenwahn. S. 62. — Ein Arzt über die Judenfrage. S. 63. — Der Tod des Zaren. S. 63. — Vom Zarenadler zur Roten Fahne. S. 64. — Philo-Verlag: Unbenufctes Material. S. 64. — Personalia: Eugen Wölbe in der „Deutschen Zeitung." S. 64. - richtigungen: S. 64. Rassenfragen in der Schule. Die Feststellungen, die ein Berliner Studienrat (Naturwissenschaftler und Biologe) in diesem Aufsatz gemacht hat, fußen lediglich aut der Lektüre der preußischen Lehrbücher. Wir bitten daher unsere Landesverbände und Ortsgruppen in den Freistaaten Anhalt, Baden, Bayern, Hessen, Sachsen, Thüringen und Württemberg an Schulmänner, die mit der Materie vertraut sind, heranzutreten, damit sie uns ebenfalls eingehend über die hier angeschnittenen Fragen berichten. Im letzten Jahre hat man auffallend wenig von antisemitischen Uebergriffen oder direkter Verhetzung in der Schule gehört. Eine fast beängstigende Stille, beunruhigend für den, der weiß, daß auch im öffentlichen Leben — abgesehen von den Vorgängen in den allerletzten Wochen — die völkischen Kreise ihre Methoden vom Krawall zur Taktik des kalten, „legalen" Weges umzustellen sich bemühen. Sollte das auch in der Schule im Gange sein? Tritt hier etwa schon an die Stelle der offenen Kränkung oder Zurücksetzung die indirekte durch „rassische Aufklärun g", durch einseitige Behandlung der „Rassenkunde". Dieser xWethode gegenüber würden die Schüler noch hilfloser sein als bisher, weil sie im Gewände der „Wissenschaft" auftritt und zu ihrer Bekämpfung ein hohes Maß von Sachkenntnis erfordert, — ganz besonders wehrlos aber, weil sich die Folgen nicht sofort zeigen, sondern erst mit der Zeit sich auswirken. Soll hier nicht unabsehbares Unheil angerichtet werden, müssen alle jüdischen Eltern schon jetzt — obwohl noch keine beunruhigenden Berichte vor-