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Blätter · 1921-10-06 · 27 (6.10.1921) · p. [Seite 5]

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Journal
Blätter
Volume
7 (1920-1921)
Issue
27 (6.10.1921)
Date
1921-10-06
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German
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6. Oktober'^921. Glätte r." Nr. 27. Sette 5. Wort ergriff — dieser Umstand eben führte zu dem oben erwähnten Ziele, daß die Ausübung dieser Mizwoh, die doch weiter nichts war, als eine groß-! Zügige Versammlung, die Teilnehmer zum .Hören,! zuin Lerneil und schließlich zur Jiroh führte. Es ist zu wünschen, daß auf künftigen Agudoh-Versammlungen der Gedanke, der der Mizwnus „Hakhel" zugrunde liegt, mehr Berücksichtigung findet. Wir möchten den Vorschlag zur Abhilfe machen, neben dein Frankfurter Programm, ein wesentlich kürzer gefaßtes und vereinfachtes — auch für andere als Frankfurter Verhältnisse passendes — in kondensiertere Form gebrachtes Programm den Ortsgruppen als verpflichtendes Minimalprogramm zu übergeben, über dessen Durchführung dein Verbandsvorstande vierte»jührlich Bericht zu erstatten wäre. Befriedigen diese Berichte nicht oder gehen sie auf wiederholte Anforderungen nicht ein, dann wäre der betr. Gruppenvorstand von Seiten des Verbandsvorstands zu veranlassen, sein Aint niederzulegen und binnen 4 Wochen eine Neuwahl anzuberaumen. Bei der Wahl in den Vorstand der Ortsgruppen lväre zu überlegen, ob int Hinblick auf die Notwendigkeit frischer Blut-Zufuhr und der lebhafteren Jnteressierung weiterer Mitgliederkreise nicht ein Wahlmodns zu empfehlen wäre, wonach alle 2 Jahre etwa die Hälfte der Vorstandsmitglieder ausscheidet, die für die nächste Wahlperiode nicht wieder wählbar ist (wie bei der Vorstandswahl der Israelitischen Religionsgesellschaft Frankfurt a. M.)- Die Verhandlungen in Frankfurt führten gewiß sehr beachtenswerte Gedankenarbeit zu Tage, die es verdient, den Freunden der Agudas-Jisroet nicht vvrenthalten zu werden, und die es erfordert, daß sich eine ihrer Aufgabe bewußte Presse die Mühe nimmt, sie ihren Lesern in zweckentsprechender Form bekannt! zngeben und selbst dazu Stellung zu nehmen. H. I. C. Auder Sewegung. Jerusalem, 25. August. Die hiesige Ortsgruppe entfaltet eine äußerst rührige Tätigkeit zur Gewinnung von Mitgliedern. Sie umfaßt zur Zeit 700 Mitglieder. Baden-Baden, 18. Septbr. Die Aguda-Jugend Badens gab sich heute hier ein Stelldichein. Unter dem Vorsitz des Herrn Jacob Ettlinger-Karlsruhe tagten die Aguda-Gruppen. Vormittags wurden Organisationsfragen besprochen, Rechtsanwalt Dr. Max Oppenheimer-Mainz hielt das einleitende Referat. Der Nachmittag war den Erez Jisroelfragen gewidmet, das Referat hielt ein Vertreter der Palästinazentrale. In der Debatte sprachen u. a. das Mitglied des Zentralrates E. Botschko-Basel und der Vorsitzende der schweizerischen Landesorganisation der Agudas-Jisroet. Zum Abschluß folgten die Teilnehmer einer liebenswürdigen Einladung in das gastfreundschaftliche Heim von Fräulein Martha Marcus, der auch an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt sei. München, 21. August. Die Keren Hajischuw- Aktion soil hier auf breitester Grundlage durchgeführt werden. Es sind neben einer großzügigen Sammeltätigkeit eine Reihe von öffentlichen Kundgebungen geplant, bei denen u. a..die Herren Dr. Moses Auerbach-Köln und Dr. Pinchas-Kohn-Ansbach sprechen werden. Birstein, 11. Septbr. Gestern hielt Dr. Jacob Levtz-Berlin im Schulsaale einen Vortrag über den Keren Hajischuw. Die anschließend veranstaltete Sammlung ergab ein schönes Resultat. Fulda, 18. Septbr. Heute fand unter zahlreicher Beteiligung ein Delegiertentag der Gruppen des hessischen Bezirks statt. Wien, 11. Sept. Rach 2-tägiger eingehender Beratung hat eine Aguda Konferenz die Gründung der „Industrie-Gesellschaft m. b. H." beschlossen. Es wurdeir bereits bedeutende Beträge gezeichnet.. Eine Gesellschaft von Fachmännern aus der Reihe der Gründer geht demnächst nach Palästina, um die vorgeschlagenen Industrien nach Maßgabe des Resultates der Versuche zu realisieren. Sukzessive werden auch andere Pläne in Behandlung gezogen. Es wird eine Geschäftsstelle in Palästina und eine Zentrale in Europa errichtet. Wien, 25. September. Die „Jüdische Presse" schreibt: Berichten zufolge fand Moze Schabbos Nachmu in Liberias eine Aguda-Versammlung statt. Unter anderen sprach Oberrabbiner Kliers begeistert für den Zusammenschluß der gesamten Orthodoxie innerhalb der Agudas Jisroel. Er verurteilte aufs Schärfste die unreligiösen Bewegungen und den Chillul Schabbos der Chaluzim. Es würde die Gründung einer orthodoxen Mädchenschule beschloffen. Bratislawa. Sonntag, den 15. Elul, land in Bratislawa die ordentliche Generalversammlung der Aguda-Jugendgruppe im Beratungssaale der orth. ijr, Kultusgemeinde statt. — Den Vorsitz führte Herr Samuel Schreiber, der die erschienenen Mitglieder, ferner die als Gäste anwesenden Herren Generalsekretär Braun aus Wien und Rosenheim jun. (Frankfurt a. M.) aufs herzlichste willkommen hieß. Redner warf einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit der Gruppe und über ihr Gedeihen während des verstrichenen Jahres, wobei er zu dem befriedigenden Resultat kam, daß dieselbe in jeder Hinsicht besonderen Aufschwung genommen, und wenn auch die Teilnahme der Mitglieder schwach war, so wurde dennoch ein hartes Stück Arbeit durch einige agile Herren bestritten. Sekretär Frommer erstattet sodann ein ausführliches Referat über die Arbeiten der Gruppe, wobei in erster Reihe auf die der Jeschiwa-Aktion, die ein monatliches Budget von 2—8000 Kronen aufweist, hingewiesen wurde. Die Aktion unterstützte die in der Preßburger und auswärtigen Jeschiwaus lernenden Bachurim mit einem nennenswerten Beitrag, sie besorgte den Bachurim der Jeschiwa und Jeszvda Hathora Quartiere und Kosttage und trug in jeder Hinsicht zur Förderung des „Limud .Hathora" bei. Mehrere von der Wiener Agudagruppe gesandte Bachurim unterstützte sie in besonderem Maße. Die Sektion für Soziale Fürsorge hatte nebst inunerwührenden Unterstützungen, die sie bedürftigen Durchreisenden usw. zukommen ließ, eine Ferialaktion für bedürftige Preßburger Kinder eingeleitet, welche einen glänzenden Erfolg aufweist. Die in Presov und Umgebung untergebrachten Kinder hatten während fünf Wochen des dortigen Aufenthalts tm Durchschnitt 3.5 Kilo zugenommen und hatten sich dort vorzüglich erholt. Die einzelnen Nebenaktionen haben auch Schönes auf diesem Gebiete geboten. Die Palästina-Sektion kann auch auf eine segensreiche Tätigkeit zurückblicken, sie hat vielen Heimkehrern Pässe und Visas besorgt, ist ihnen nach Tunlichkeit an die Hand gegangen. — Die Sammlung für Keren Erez Jisroel wird zwar forciert, ist aber wegen Mangels an energischer Arbeit noch unbefriedigend, Redner bittet, diesem Fonds jetzt bte Hauptaufmerksamkeit zuzuwenden, zumal die beiden Monate, Elul und Tischri, durch den Zentralrat zur Sammlung für diesen Fonds bestimmt wurden. Die Schon: re-Schabbos-Sektion hat mit Hilfe der „Jüdischen Presse", die ihr einen separaten Raum allwöchentlich für die Aktion gewährt, auf dem Gebiete der Stellenvermittlung ersprießliches getan. Schließlich wies der Redner auf die jetzt besonders wichtige Aktion für ukrainische Pogrom- Waisen hin. Die Landesorganisation hatte bei ihrem Trencin-Teplitzer Delegiertentag die Unterbringung solcher Kinder in der Slowakei und die Aufbringung namhafter Summen für diese Aktion beschlossen und wurde dort auf die Mithilfe aller Jugendgruppeti hingewiesen, demzufolge die hiesige Gruppe auch auf diesem Gebiete mit allen Kräften einstehen müßte. — Redner schließt mit einem warmen Appell an die Mitglieder — wobei er sie alle zur Mitarbeit aufforderte — sein Referat. Nachdem Herr D. Ungar sein Finanzreferat erstattete, sprach der als Gast anwesende Generalsekretär der Aguda, Herr Jakob I. Braun, über die Bedeutung der Agudas Jisroel für die Jugend und über die Wichtigkeit der Mithilfe der Jugend im Rahmen der Organisation. Die Agudas Jisroel tritt mit Forderungen an sie heran, aber, damit gibt sie ihr auch etwas Kostbares. Sie akzeptiert den Mut der Jugend, ihren Enthusiasmus, aber sie fordert, diese ihr natürlichen Eigenschaften itt ihrem Rahmen zu entfalten, sie der Thora, der Jüdischkeit dienstbar zu machen. Redner weist sodann auf die Wichtigkeit des Thorastudiums hin und führt unter anderem als Illustration die Leistung der Aguda in Deutschland auf diesem Gebiete an. Redner wirft sodann einen kurzen Rückblick über die Fortschritte, die die Aguda seit ihrer Begründung in Kattowitz erzielte und fordert sodann die Jugend in zu Herzen gehenden Worten zu erneuter energischer Arbeit auf. Nach der Generaldebatte wurde die Neuwahl vollzogen, die folgendes Resultat ergab: Samuel Schreiber, Präses; Dr. Karl R o s e n b a u m und Desider Ungar, Vizepräses; Adolf Fischer Salamon Fischhof, Gtzula Goldberger, Adolf K o h n , Heinrich Kohl m a n n Alfred Rosenbaum, Wolf Weiß und. H. Vogelmann, Hauptausschnß. Während der Sitzung erschienen die Ew. Rabbiner L. Spitzer (Kirchdraus) und Aron Katz (Neutra), die vom Vorsitzenden herzlichst begrüßt, inhaltsreiche „Diwre-Thauro" mit einem anschließenden Wunsch zur gedeihlichen Arbeit der Jugend sprachen. Spendelisten: Aguda-Hauptsond. Gelegentlich der .Hochzeit von Fräulein Marcelle Schvab aus Hellimer mit Herrn Dr. Debrö für Versteigerung des Benschen zu Gunsten der Agudas Jisroel 2000 Mk. Birlin: Dr. E. Brasch 10, Frau Gustav Ebstein 10, zusammen 20. B e r o i z h e i m : durch Lehrer E. Hirsch von Mina Herz 40. Egelsbach: durch Lehrer Kaufmann-Sprendlingen von Daniel Katz 20, Lazarus Simon 5, zusanimen 25. Halberstadt: Teilergebnis der Sammlung bei einer Barmizwo-Feier 200, Für Schabbos- Frühstück danken sich gegenseitig Max Weichselbaum, Alfred Weichselbaum, Daniel Schönfärber, Jacob Joelwhn 100. Hamburg: gesammelt 4900. H e i l b r o n n : Moses Reis 15. Nürnberg: Zur Hochzeit Dr. Eisemann mit Frl. Bachrach-Hersfeld wünschen herzl. Maseltow S. Wißmann 5, H. Wißmnnn 5, zusammen 10 Mk. Saar: Ungenannt 25. Schwabach: M. Ritter 5. W a n d s b e ck : I. M. 5. Zusammen 5300. Thora-Fond. E g e l s b a ch : durch Lehrer Kaufmann-Sprendlingen von Daniel Katz 12. H a c b e r st a d t: N. N. 10. Zusammen 22. Marken-Erlös. Berorzheiin: Lehrer E. Hirsch 50. Emden: Jacob v. d. Walde 200. F r e i b u r g i. B. Professor Dr. Loewh 15. Halber st adt: Lina Auerbach 165. M ü n ch e n : Jetth Levinger 250. Zus 680. Sammelbüchsen. Bad Harzburg: Hotel Parkhaus 150.65. Berlin: A. Capser 23. Derselbe 47.50. Eschwege: durch Curt Wolf: Moritz Werner 221. Moritz Löbenstein 5, Frau Adecheio Wertheim 16.50, Javid Goldschmidt 40, Hotel Löbenstein 5.55, Curt Wolf 51.50, zusammen 339.55. F ürth: durch Dr. L. Teitz: Scheinin 10.60, Jac. Braude 35, Trauerhaus Bernh. Jchenbäuser s. A. 29.40, Lokal der Jugendgruppe 20, zusammen 104. Halberstadt: Esti Kohn 18, B. I. Baer 12, Rosa Rothschild 10.50, Rosenthal 11, Hugo Lamm 15.30, Frau Dr. Auerbach 13.44, Gebr. Sonn 9, Emil Metzer 5, Dr. I. Auerbach 7.58, Casino 37, Nußbaum u. Friedmann 6, Jsak Nußbaum 75, Fanny Sänger 12.50, Jakob Königshöfer 18,80, Herrn. Seckbach 9,60 David Lauber 20, Goldberg 10.90, Ascher 32. I. Petuchowski 5, Dr. A. Neuwirth 17.30, A. H. und S. Abt. Kasse 78,80, A. H. u. Abt. Korresp. 66,60, A. H. u. S. Abt. Fakturenverw. 28.66, A. H. u. S. Erzbüro 29, A. H. u. S. Rotes Zimmer 5.30, Rebecca Ullmann 5.27, Samuel Baers Söhne, Kontorbüchse 1 15.50. II 3170, Metzer 54.92, G. Goldschmidt I 29.70, II 266.95, Mendel Knopf 4.75, Dr. M. Schlesinger 11.05, Dr. Ph. Frankl 15, 5kreuzmann 7.20, A. Hildesheimer, 2.15. Simon 48.25, Schol. Hildesheimer, 615, L. Seckbach 37.96, Hetzrn. Schwarz 4, Auguste Danziger 2.25. Gut Stern 100, zusammen 1210.08. Nieder a u l a : Gans 15, D. Apt. 2, Goldmeier 10, N. Oppenheim 1, Lilienfeld 0.40, I. Jacob I. 65, H. Abt I 15.30, zusammen 45.35. Oldenburg: Siegfr. Meyer-W. 7.88. Siegfr. Porak 10.20, Carl Polak 5, Lindenberg 4,46, Max Lechta 5.50, Podolsktz 8.12, Lehrer Meyberg 29.35, A. Loewenstein 2.45, Liepmann 10, Helberg 10, zus. 92.96. Ges.-Erg. 2013.09. Thora-Bons: H a l b e r st a d t: durch Ferdinand Auerbach 120. Für den Osten: Schwabach: für ostjüdische Flüchtlinge Teilergebnis d. Sammlung bei der Verlobung Fanny Nagler-Pincus Mendelsohn-Fürth 33. Ukraine-Waisenkinder. I. Frankfurt a. M.: durch Jugendgruppe 1380 (Einzelausweis folgt). G e m e n : Oscar und Emil Löwenstein 1000. K a r l S r u h e : durch Rabb. Dr. Schiffer aus einer Sammlung bei den Hochzeiten Fritz Simon- Hedwig Michel-Karlsruhe und Josef Simon- Dora Moses-Darmstadt 500. Kettwig: Felix Müller 50. London: Frau Levi 15. M ü n ch e n : Bon der Hochzeit Bertha Ehrentreu- Dr. Alfred Fränkel 948.15, Jacob Dreifus 25, zusammen 973.15. Ne ü n ch e n - G l a d b a ch : N. Ncumanrt 150. Schwabach: Kultusgemeinde Forty durch Lehrer Levite aus Zedokokasse 30, N. N. 15, zusammen 45. Ges.-Ergebnis: 4213.15. G i e ß e n : Gesammelt von der Agudas Jisroel-Ortsgruppe: Jos. Löwenberg 100, DvraLöb, Wwe. 100, Bernhard Metzer 20, N. I. Dreifuß 5. Leop. Löb 300, Ferd. Bär II 120, A. Fröhlich 100, Familie Sondheim 300, Frl. Hofmann 20, I. Sonn 50, Meier Wertheim 100, Ungenannt 100, Mühlstein 100, Lamm u. Co. 300, M. Schwarz 100, Leopold Blum 100, Jakob Theisebach 200, Js. Stern 100, Josef Stern 20. Salomon Joseph und Salltz Joseph 50, L. Grünewald 20, N. Eharak 10, L.

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