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Blätter · 1921-09-08 · 25 (8.9.1921) · p. [Seite 4]

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Journal
Blätter
Volume
7 (1920-1921)
Issue
25 (8.9.1921)
Date
1921-09-08
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Nr. 25 f eine Summe von nahezu 3501)00 Mark aufzubringenweime in erster Linie dem Erez-Jisroel--FondS zugute kamen nnb zlvar in der Höhe von 243 781 Mark ferner 12 900 Mark dem Iabneh, und rund 33 000 Nik. unferm Kolvnisativnsfonds, der den Namen § ch a u s ch a n a s I a a k a u w trägt. Das einmal erweckte Interesse brachte es mit sich, das; unsere Fonds fortgesetzt bedacht wurden und daß ihnen and) weiterhin reichliche Nüttel zugeführt wurden. Ter Erez JiSroel-Fonds erhielt bis jetzt die -auniine von 511000 M ark, der Iabtteh, 18 000 Mark, der KolonisativttsfvndS 85 000 Mark. Außerdem wur den von verschiedenen Seiten Sonderfonds gegründet. welche zur Errichtung von Häusern in einer zu gründenden Agudakvlonie dienen. dOs solchen nennen wir hier, das Tr. Michael Cahu-Haus, das Tr. Baßfrennd-HanS, das Agndahaus Mainz, das Jeanette Klugmann-Haus, das William Ovpenheimer-Hans. Tie Ok'sapttfuttiM.chieser z. Zt. etwa 17 70l-^M?a^H kfff ,«8 chUäüdänML Einer wichtigen Angelegenheit wandten-wir von Anfang unseres Bestehens an nnfer Augenmerk zn. Zwischen der ältesten PalüstinaOrganisatiou, den Pekidim-Amarealim, Amsterdam, und der AgndaS Iisroel war eine Verstimmung eingetreten, die auf die Zeit vor der Gründung der Palästinazentrale zurückging. Tiefe wünschten wir zn beseitigen, Für die Agndas IiSroel war es nach ihrer ganzen Anlage unmöglich, im Gegensatz zu der altehrwürdigen Institution der Pekidim in Erez IiSroel zu arbeiten. ES gelang nnS das Mißtrauen der Amsterdamer Herren zu beseitigen dadurch daß wir uns mit aller straft bemühten, das ins Wanken geratene bisher so segensreich wirkende Schulwerk der Pekidim zu stützen. Als uns die Gefahr der drohenden Auflösung dieses Schulwerks bekannt wurde das nach der von uns leider nicht mehr aufzuhaltenden Uebergabe der Schulen des Nezach IiSroel an die Zionisten als letzte Stütze der Orthodoxie übrig geblieben war, stellteic wir'uns den Pekidim und Amarkalim zur Verfügung und suchten aus eigenen Bütteln und durch gemeinsame HilfSaktionen^znsammen mit der T. H. P. V. den Bestand dieser schulen zu sichern. Wir bestimmen ferner die gesamten Eingänge unserer Rauschchaudeschspende für diesen einen Zweck. Mit den Pekidim und Amarcalim erzielten wir in gemeinsamer Sitzung völliges Einvernehmen und erreichten, daß diese Schulen in Jerusalem nunmehr den Namen: ,,Schulen der Pekidim und Amarealim und der Palüstinazentrale der Agndas IiSroel" tragen. Durch unsere gemeinsame Hilfsaktion im Beginn des Jahres 1921 und durch unterer SchowuanS-Aktivn gingen bei uns 51 230 Mark und bei der T. H. P. V. 210 000 Nt a r k ein, die Ranfchchandeschspendeu brachten bis jetzt im ganzen 47 166 Mark. Alle diese Gelder stehen nnserm gemeinsamen Schulwerk zur Verfügung, das bisher in seinem Bestand erhalten wurde und hoffentlich auch für alle Zukunft gesichert bleibt. Ohne die bei der T. H. P. V. eingegangenen Gelder in Höhe von 210 000 Mark, au deren Aufbringung wir in hervorragendem Maße beteiligt waren, wandten wir für die schulen bis jetzt etwa '240 000 Mark auf. Leider ist es uns bisher nicht gelungen, das projektierte Lehrgnt als Vorbereitungsstätte für Auswanderer nach Erez IiSroel ins ' Leben zu rufen. Wir wandten jedoch etwa 7000 Nt a r k auf, um angehenden jungen Landwirten eine berufliche Vorbildung zu ermöglichen. Etwa 15 000 Mark wurden von uns verausgabt, um ehemaligen Palästinensern die Rückkehr nach Erez IiSroel zu ermöglichen und ihnen durch den Erwerb von HandwerkSnnsilien dort wieder eine Existenz zu verschaffen. Unsere lebhafte Propaganda sowie die Herausgabe der Agnda-,,Blätter", deren Kostet: wir zu gleich m Teilen mit dem Deutschen Gruppenverbaud getragen haben erforderten reichliche Mittel. Hierfür sowie für die Erhaltung unseres Büros, die Besoldung unserer, Beamten, eie. wurden in den vergangenen lU» Jahren int ganzen 82 000 M a r k ansgewandt. Außerdem beteiligten wir nnS an den Kostet: einer Delegation nach Erez Iisroel, sowie der Errichtung eines Büros in Jerusalem, wofür wir etwa 33000 M a r k anfwenden Innßten. , Auf der Wiener Konferenz wurde bekanntlich eine Teilung der Erez Iisroel-Arbeit vorgenommen, und zwar in der Weife, daß die Behändlnng der politischen Erez Iisrvel-Angetegenheiten sowie die propagandistische Bearbeitung^des Westens dem Londoner Büro, die Aufgabe der Schaffung einer Landesorganisatwn iu Erez Iisroel und die Propaganda in Osten der Palästinazentrale in Wien überwiesen vturdeu, während uns die Behandlung aller kulturellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten zufiel. Tie wirtschaftlichen Aufgaben erfordertet! zahlreiche und umfangreiche Vorarbeiten. Wir hatten mehrere Entwürfe für zu errichtende Kolonien verschiedener Typen ausznarbeiten. Berechnungen anznftelleu und Erkundigungen bezüglich der Eignung uns angebotener Objekte eutznziehen. Von allen Seiten trafen bei uns nun Anfragen ein, wann Gruppen von 10, 30 oder gar loo Ehalusim durch uns nach Erez Iisroel befördert und zur Aufiedlung gebracht werden könnten. Alle diele Anfragen mußten wir leider vorerst abschlägig beantworten. Glu die GrMds^lgeiner Kolonie kann erst dann herangegangen werden, wenn die in der Agadas Iisroel organisierte Orthodoxie den festen Willen zur Teilnahme an dem Aufbau von Erez Iisroel im Weifte der Thaurv durch die Aufbringung der hierzu notwendigen großen Nüttel bekundet hat. Es gilt jetzt den Keren Hajir. September 1921. fchnw zu schaffen. Ter Keren Hajischnw Ne; rngt die Spende jedes einzelnen AgudamitgliedeS. benötigt aber vor allem auch die durch eine ehrliche nnb großzügige ^elbstbestenernng zu erzielende Vermögensabgabe eines jeden im Erwerbsleben stehenden wahren Jehudi! Es ist zwecklos, stets nach dem Westen zu schielen und ans die hohe Valuta der Entente-Länder hinzuweisen. Gewiß, England, Holland und Amerika müssen auch hierfür gewonnen werden, daß enthebt unS aber nicht der Pflicht, nach Kräften für den Keren Hajischnw beizutragen. Hierbei ist eS nicht nun mit kleinen Spenden' allein geschehet:; Isch kematnaS Iodan eine jeder bis zur Grenze feines Könnens, soll einen beträchtlichen Teil seines Einkommens einen erheblichen Bruchteil der Substanz feittes Vermögens hergeben, nur feine Pflicht gegenüber dem Keren Hajischnw erfüllt zu haben. Ter Grund ist bereits gelegt. Zur Erinnerung an d^'n^hMtzereyrteu. früheren Vorsitzenden der Agndas Jisive|‘,Xr.' "Abrahaiii, Hirfch f. dl. haben feilte Wittwe und sein Briider,' Herr Tr. Emil Hirsch dem Keren Hajischnw 200 000 Mark bereits übersandt. Mögen bald viele diesem Beispiel folgen! Tie Deutsche LandeSorganisatwn hat die erste Palästinazentrale der Agndas Iisroel gegründet, sie ist vor 114 -Iahrsv den andern Ländern beispielgebend vorangeschritten. Möge sie auch diestttal an der Spitze marschieren, um in alter Weise die Opferfrendigkeit und die Begeisterung der Deutschen Orthodoxie für die NiizwaS Iifchnw Erez Iisroel durch die weitgehendste Förderung tlttd Mehrung des Keren Hajischnw zu erweisen. (Fortsetzung folgt.) WerMiche Zusammenstellung -er Veschlüffe des Velegiertentages. Antrag Prof. Feilchenfe: d - F ü r t h : Ter Grnvpenverband wolle künftighin mehr für Förderung der bestehenden Talmud Thora-Schulen in Tentfchland tun nnb feinen Mitgliedern ans Herlegen. diese Bestrebungen anfS Kräftigste ^n unterstützen. (Angenommen.). dl n trag R b r. D r. W reich n e r n n d 9i b r. T r. B r a d e r : Der Grnvpenverband wolle auf schleunige Beschaffung leichtfaßlicher Vropaganda- Literatur bedacht sein. (Angenommen.) Antrag I u g e n d o r g a n i s a r i o n : Der Gruppenverband stelle 20"/o der für Deutschland eingehendet: Organisationsgelder der A. I. I. O. zur Verfügung. (Angenommen.) Anträge R b r. D r. Klein: 11 Alle bisherigen Leistungen der Agnda übersichtlich zusammenzustellen: 2) Deutschland in Propaganda-Provinzen einteilen, mit geeigneten Vororten als Centren: 3) alle von der Freiet: Vereinigung und vom Bund gesetzestrener Gemeinden übernommenen Aufgaben moralisch tmd 'tatsächlich zu unterstützen. (Angenommen.) dl t: trag R b r. T r. B r a d e r : Zur Behandlung der Fragen zwischen Ost und Westjuden in Deutschland wird von der Agnda eine Kommission eingesetzt. (Angenommen.) dl n t r a g L v n i s K ahn: Ter Gruppen-, verband wolle Wanderlehrer anstellen und zur Beteiligung an den Kosten den Bund Gesetzestreuer Okutcinben angehen. (Angenommen.) R e s o l u t i o n : Ter Delegiertet,tag der Tentschen Landeszentrale der Agndas Iisroel spricht seilte große Befriedigung über den Anschluß der amerikanischen Inden an Agndas Iisroel a::F? Et c dankt den Delegierten, die die Reise t:ach Atuerika unternommen haben, nt:d sendet seinen herzlichsten Brndergrnß allen Rabbonim und Baute habattim, d:e mit Hingebung für Agndas Iisroel arbeiten. dl n t v a g R v s e n h e i m : Der Telegieptentag fordert die Ortsgruppen auf, daS Frankftlrtcr „Programm" zur Grundlage gründlicher Anssprächet: zu machen und diejenigen zu sammeln, die bereit sind, sich unter Anerkennung seiner geistiger: Grundlagen persönlich in den Dienst seiner Verwirklichung zu stellen. (Angenommen). Aus Der Bewegung. Frankfurt a M. Gruppen, die das vom Delegiertentag anfgenommene (Kruppenbild der Delegierten wünschen, können dasselbe gegen Einsendung voü 50 Mart durch die Frankfurter Ortsgruppe (Briefanschrift Herr Rnben Lange, HansahänS, Frankfurt a. Niain,) beziehen. Bratislava, 2. September. Angesichts der hier herrschenden Wirtschaftskrise hat der' Landesverband der flovakifchen Agndas IiSroel-Ingendgrnppen sich mit besonderem Eifer der systematischen Arbeit auf dem Gebiete der Stelle n v c r in ittlilng zngewandt. Tie I e sch i w a h a k t i o n entwickelt sich in ersreulicher Weise, und fittdet in immer weiteren Kreisen finanzielle Förderung. Wir sind jetzt mit der Vorbereitung des D e l e g i e r t e n t a g e s der Jugendgrupp'en beschäftigt und hoffen noch vor dem Zusammentritt desselben ein eigenes Mouatsb l a t t herausgeben zu können. Aus der sozialen A r b e i t unserer Jugendorganisation ist von der letzten Zeit die dlktion zur Unterbringung erholungsbedürftiger K i n d e r in der Tatra zu erwähnen, d:e uns viel Sympathie eingebracht hat. Wien, 2. September. Die Agnda in TranSf tz l v a n i e n macht gute Fortschritte. In D o s , B i ft r i tz nnb Nt n r nt arvfziget find OrtS- und Iugeudgruppen in Gründung begriffen. Die von Frau Sandor U l l m a'n u iü O r a d e a in a rx, be^-f gvnnene Hilfsaktion f ü r die n k r a i u i f)ch tz'n W a i f e u hat dazu geführt, daß schon in den ersten Tagen sich 20 F a in Uten zur Uebernahme von Kindern, darunter 14 zur Adoption, bereit erklärt haben. Auch in d^n Provinzgemeinden zeigt sich großes Iüteresse für Pie Aktion. Wien, 2. September. Zu Gunsten der KriegSwaifen fand ein von: Kriegswaisenhaus der .,Agndas Iisroel" 'veranstalteter g r v ß e r K i n d e r h i l f s - tag in B a d e n und V ö S l a n statt, der unter allgemeinster Beteiligung der Einheimischen und der Kurgäste ein glänzendes Ergebnis hatte. Um 11 Uhr vormittags erschien der Bürgermeistervereii: Baden im Waisenhanse zu einer Besichtigung der Anstalt, während die Räume des Hanfes dem Publikum um 5 Uhr nachmittags geöffnet wurden. ES herrschte überall große Begeisterung m:d wir dürfen hoffen, daß die Veranstaltung über ihren praktischen und lokalen Wert hinaus, den: Kriegs waisenhilfs w e r k der Agndas Iisroel reiche Förderung gebracht hat. Speu-elisteu: Aguda-Hauptfond. Frankfurt a. M.: Ortsgruppe 1. Rare 1000. H a l b e r st a d t: .Heimkasse der Mädchengruppe 31.75, Joseph und Frida Baer zu Aron Hildesheimers 70. Geburtstag 100, Jugendgruppe .Halberstadt aus Brochüren-Verkauf '30.70, Fanni Goldschmidts Sammelbuch 50. H a m bürg: Gesammelt 150. Saar: Ungenannt 50. Zusammen 1412.45 Ntk. Thora-Kommission. B 6 d P h r m 0 n t : Kurt Kugelmann 30. Ermetzhofen: A. Weil 10. H a l b e r st a d t: durch M. Ni. Seckbach: Elchonvu 20. Mansche ben David 20, M. Weichselbaum 10. Bernhard Frank 10, B. Sonn 10, G. Feilchenfeld 10, A. Weichselbaum 10 Mirjam Baßfreund 10, Fischer 10. Louisenthal: Frl. Tischauer 10, Rosemann - Hamburg 10, Frau Schönstädt 10, Frl. Schöi:- städt. Zusammen 190. Markcu-Erlös. H a l b e r st adt : Lina Querbach 75, Hirsch-Auerbach 5, Iugendgruppe Halberstadt 53.20. Zus.: 133.20 Sammelbüchsen. B a d di e u n d o r f : Pension Adler 217.65. Bad S u d e r o d e : Pension Rosenow 150. K ö n i g st eit: i. T.: Restaurant Cahn 12 20. dc o r d e r n e y : HvffmannS Hotel Falk 60.35. Zusammen 440.20.. *Lrez-Jisroel-Fonbs. K r l S r u h e : R. N. für Dr. Cohn-Haaus auf ben Rauten Meta Eohn-Altmann 50. R ü t t l i n g e tt : M. Reichelsohn 40. T a a r r Ungenannt, ersparte Tischo beaw-Mahlzeit 25. Derselbe nach guter Fahrt und Heimkehr I(i: seiner Schwester mit Sohn 25. Zus.: 140. - Nkraiuehilfe: dllsfeld: dlbr. Rothschild 50. Bad Soden: David Steinberg 317. Fr a u k fu r t a. M.: durch Dr. Hofmaun: L. Berwiez- Wildungen 1000. Osias Reumann 25, R. R. 200, R. R. 300, Gemeinde Büdesheim 385, Ludwig Hamburger 200, Lehrer Adler-Eltville 30. Zusammen 2140 Mark. H a l b e rstädt : Ni. u. F>. Rosenberg 300, u. ök. 2106, Ferienkolonie 8. I. Pachmann 100, G. dieh 100, H. Sentler 200, Dr. Reuwirth 200, di. di. 500, Frau Rechtschaffen 100, Dr. Frankl 200. Rosa Baer 100, Julius Israel 15, Frau Kaufmann 5, Baumoel 50, Samuel Weher 300, La über 20, Rußbanm 20, I. Petuchowski 20, Klara Bachmam: 20 H. Rechrschaffen 15. Justin Berliner 30, Thekla Heschaffen 15, Justin Berliner 30 Thekla HelischvwSka 10, Zusammen 2193 Mark. H a m b n r g : Glaubensgenosse >00. H ettftebt : durch Herist., Adler vvjt'ddr'Bärenizwo- Feier seines SolstkS Adolf 50. Ni e r z i g : Ifaae Schnertz .10(0 Müll he im (Baden): Lh na zogen rat Mar Maier 1710 Aiark. ' Sieg b u r g : dlufruffpeudei: 103. Zuf.: 6463. Verantwortliche Redaktion: Rabbiner Dr. P. Kohn, Dr. S. Ehrmann, I. Sänger. — Druck von Aupert Baumbgch, Frankfurt am Main.

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