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Blätter · 1921-07-14 · 20 (14.7.1921) · p. [Seite 1]

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Journal
Blätter
Volume
7 (1920-1921)
Issue
20 (14.7.1921)
Date
1921-07-14
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German
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M '■«r VII.. Jayrgaug : Wummer 20 : 14. J u ki 1921 8. T a m m u s 5681 Hera u s gegeben u o ni Gruppenverband, der Palästina-Aentra le und der Jugend-Organisation der Agudas Jisroel für Deutschland. Swüo.vvü pikische Bark für Keren Grez JiSroel Warschau, 27. Juni. p Tie Szlome Einuneh Jisroel hat bisher für den „Keren Erez Israel" fiiuf Millionen poln. Mark gesammelt. Tie Zentrale teilt mit, daß dies nur der verschwindende Anfang für einen größeren Erfolg bei geeigneter Organisation sei. Mne große Scheükrmg für I Agudas Jisroel. Frankfurt a. M., 1. Juli. Tie Palästinazentrale der Agudas Jisroel teilt uns mit, daß Frau Tr. Abraham Hirsch in Halberstadt und Herr Dr. Emil Hirsch, Halberstadt zum Andenken an beit leider früh verstorbenen Vorsitzenden der Agudas Jisroel, Herrn Tr. Abraham Hirsch, für Jischuw Erez Jisroel den Betrag von zwethunderttausend Mark zur Verfügung gestellt haben. Tie Palästinazentrale d. A. I. beabsichtigt, diese-hochherzige Spende als Dr. Abraham Hirsch-Stiftung zum Ankauf von Land in Erez Jisroel zu verwenden. Ausführung des Wiener Veschluffes zur Jewish Agency-Fre-e. London, 6. Juli. Tie vom Zentralrat der „Agudas Jisroel" am 31. März in Wien gefaßte Resolution betr. Umbildung der Jewish Agency des Palästinamandates ist der Mandatarmacht nunmehr mit den nötigen Erläuterungen überreicht worden. Es steht zu hoffen, daß es ans diesem Wege^ gelingen wird, der organisierten Orthodoxie die von ihr erstrebte Mitarbeit am Aufban Erez Jisroels in legalem Rahmen zu sichern. Erziehungsarbeit der Agudas Jisroel. Mich quält ein Erlebnis der jüngsten Zeit. ^Jch war Zeuge eines Gespräches zwischen zwei guten Freunden, die sich über Agudas Jisroel unterhielten. Beide waren darin einstimmig, daß es ein Unheil für Agudas Jisroel wäre, wenn ihre Anhänger sich lediglich als Mitglieder einer Partei begreifen und deshalb nicht erfassen würden, daß Agudas Jisroel nichts Anderes ist als eine universale Erscheinungsform des Gesamtjudentums. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde die' Meinung laut, es müsse doch, abgesehen von programmatischer Bekenntnistreue und Bindung an das Statut, irgendwie eine innere Verfassung des Seelenlebens geben, die mit zwingender Notwendigkeit zur Agudah führe und andererseits auch eine klare Grenzlinie bezeichne gegenüber denen, die nicht zur Agudah gehören oder gehören wollen. 'Darauf sagte der eine: „Ich wüßte schon den Ausdruck hierfür, der noch dazu den Vorteil hat, daß er beinahe das lang vermißte und törichterweise so heißersehnte Schlagwort darstellt. Zur Agudah nämlich gehört die eine Er- Einberusung des Aeiegterteutag des Gruppenverbandes der Agudas Jisroel ln Deutschland. Wir laden hiermit auf Montag, den 18. Aw 5681 (22. August 1921) vormittags 9 Uhr nach der Frankfurt-Loge in Frankfurt a. M. zum Delegierten tag des G r u p p e n v e r b a n - des der Agudas Jisroel ergebenst ein. Tagesordnung ü 1. Eröffnung durch den Vorsitzenden. 2. Büro - Wahl. 3. Berichte: a) des Zentralrates, b) des Verbandsvorstandes, c) der Palästinazentrale, d) der Jugendorganisation, ej des Kriegswaisenfonds. 4. Allgemeine Aussprache über die Berichte. 5. Aufgaben der Ortsgruppen an Hand des Frankfurter Programms. Referat und Aussprache. 6. Arbeitsteilung innerhalb Deutschlands. Referat und Aussprache. 7. Straffere Organisation der Ortsgruppen. Referat und Aussprache. 8. Wahl des Vorortes und des Verbands- Vorstandes. Vorschriften für den Delegierientag. 1. Tie Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten erfolgt in einer zu diesem Zweck einberufenen Versammlung der Ortsgruppen. Jede Ortsgruppe von mindestens 10 Mitgliedern wählt einen Delegierten. Ortsgruppen von fünfzig und mehr Mitgliedern wählen für jedes angefangene Fünfzig von Mitgliedern einen Delegierten. Gruppen von weniger als zehn und verkenntnis: Religion ist nicht Privatsache!". Und als der andere betroffen schwieg, fuhr sein Freund alsdann fort: „Ich bin selbst erst nach sorgfältiger Selbstprüfung auf diesen Gedanken gekommen; allein, wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir uns in aller Klarheit einmal fragen, wie weit denn eigentlich auch schon für uns nicht sowohl in Betrachtung der Dinge, als vielmehr in Betrachtung der Personen, Religion zur Privatsache geworden ist. Aber, erschrick nicht, mein lieber Freund, ich will dich nicht zum Ketzerriecher machen und möchte deshalb das Gespräch auf eine andere Bahn lenken. Vielleicht gehören wir zu denen, welche die Gottesähnlichkeit zu weit treiben. Nimm an, wir hätten wieder alle * Institutionen des alten jüdischen Rechtes; nimm ferner an, wir Hütten über jemand zu Gericht zu sitzen, dex ein Mekoschesch Ezim ist. Wir würden dann doch unwillkürlich die sonstigen „ethischen" Qualitäten des Betreffenden in Betracht ziehen etc. etc. Zugegeben auch, wir würden uns im Tribunal genau au die Vorschrift halten, so wäre doch die innere Bewertung des Delegierlentages. einzelt wohnende Mitglieder werden von: Verbandsvorstand unter Berücksichtigung etwaiger Wünsche entweder benachbarten Gruppen zugewiesen oder, wenn tunlich, zu besonderen Wahlgruppen vereinigt. 2. Wählen können alle männlichen Ortsgruppenmitglieder, die ihren Beitrag für das laufende Jahr bezahlt haben. 3. Als Delegierte und Ersatzdelegierte -sind nur männliche Mitglieder wählbar, die in Gesinnung und Lebensführung auf dem Boden des gesetzestreuen Judentums stehen. 4. Stimmberechtigte Mitglieder des Delegiertentages sind: a) die von den Ortsgruppen gewählten Delegierten, b) die Mitglieder des Verbandsvorstandes, e) die in Deutschland wohnenden Mitglieder des Aguda-Zentralrates. 5. Kein Delegierter kann mehr als 5 Stimmen führen. Delegierte und Ersatzdelegierte müssen nicht am Sitz der Ortsgruppe wohnen. 6. Anträge, die sich nicht unmittelbar aus den Beratungen des Delegiertentages ergeben, sowie Anträge auf Aenderung der Statuten können nur dann auf die Tagesordnung gestellt werden, wenn sie den Ortsgruppen vierzehn Tage vor dem Delegiertentag bekanntgegeben worden sind. 7. Äußer für die Referenten (in Referat und Schlußwort) wird die Redezeit auf zehn Minuten begrenzt. Ueber die Geschäftsordnung befindet das Büro allein. Anträge zur Geschäftsordnung sind schriftlich an das Büro zu stellen nnd in der Regel von diesem nach eigenem Ermessen zu behandeln. Das Wort zur Geschäftsordnung wird nicht erteilt. 8. Wlutsche für Hotelzimmer und Hotelbeköstigung nimmt bis spätestens. den 12. Augitst Agudas Jisroel-Jngendgruppe Frankfurt a. M., Hanauerlandstraße 17, entgegen. Betreffenden weit davon entfernt, ihn als Verbrecher anzusprechen. Letztetl Endes rührt das alles daher, daß wir gleich dem Allmächtigen uchtigrzus inqlnnben. .^i'^tab zuschätzen, und daher kommt es auch, daß man es sich allseits gefallen läßt, jüdische Dinge von solchen Ideen und Personen bestimmend beeinflussen zu lassen, welche in der jüdischen Religion nur eine beliebige Anzahl von Vorschriften sehen und alles andere, das nicht durch ihre Auswahl beglückt ist, eben zur Privatsache herabwürdigen. So kommt es ferner, daß, nur heutzutage fast nur noch den Kanrpf mit der Front nach rechts erblicken, während noch vor 120 Jahren eine ausgesprochene Frontstellung gegen links vorhanden war. Agudas Jisroel kann eben nur dann bestehen, \mnu sie auch in der inneren Bewertung zu dieser Anschauung zuriickkehrt, und wenn sie wirklich Sabbatentweiher, wie das voriges Jahr in Nürnberg verlangt wurde, als Volks Verräter erkennt und beurteilt!" Man vergißt nur allzugerne, daß Die in anderen Beziehungen so gern mit Recht betonte

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