Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 7 (1920-1921)
- Issue
- 15 (6.5.1921)
- Date
- 1921-05-06
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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EMe i. Vr. 14 glätter." 5. Mat IM. vatinitiative nicht entbehreil tönnen, daß »vir dielmehr beide, dringend nötig haben, Küsten auh imr, Gelegenheit, sich zu betätigen, und das mit Gewinnchancen, ist für beide genügend vorhanden, uvim?s mich kein arbeitsloses Einkommen nrehr neben wirk? und soll. . Tie Personensrage, von der im Wesentlrch.'n das Gedeihen der Kolonie abhängt und die ivohl nicht leicht zu lösen ist, könnte nilr ein weltfremder ^deausr unberücksichtigt lassen. Uub doch wäre es wahrlich trnuria und trostlos aenua. wenn daran unsere Plane aus diesenr sozialen Chaos zu kommen und tni.J^anoe unserer Väter an der geistigen und sozialen Wt'dergeburt unseres Volkes mit zuarbeiten. Man geht nicht nach Erez Jisroel, wie inan früher nach Amerika gegangen ist, uin dort Reichtümer zu erwerben, womöglich durch arbeitsloses Einkommen. Tas ist gewiß nicht der Endzweck des Wiederausbaus Palä,tiuas. Nicht um nur Geld zu verdienen, um nur materieller Interessen willen sollen wir nach Erez Jisroel gehen, sondern um dort als Juden die alten Thoraideal^ zu verwirklichen und um innerlich glücklich und zusrieden zu leben. Unsere Meinung ist, Erez Jisroel wird reltgiös orientiert oder es wird nicht sein, ^s wird sozial aufgebaut ower ohne Tauer seiir, nn anderes gibt es nicht. Tamit sind urts unsere Wege vorgeschrieöen. Tr. E. CHas ga ll-Fra n kfu rt a. M. Eine Schweizer Stimme über Wien. Ter Vertreter der Schweiz inr Zentralrat M. Botschko-Basel schreibt u. a. im „Jsr. Wochenblatt" für die Schweiz: 6 Monate find verflossen feit der großen Konferenz in Preßbnrg und neuerdings traten die Führer des orthodoxen Judentums zusammen, um üler d-e wichtigsten.Interessen Hchll-Jisrhels zu lernten. Trefflich bemerkte der „Israelit" in seiner letzten Nummer „von Zürich über Preßbnrg nach Wien". .Zürich war also der Grundstein r nd Ansga»egsvunkt -wer neuen Äera der Agndas-Jisroel.. Während die Preßbnrger Konferenz bestrebt war (laut Hadeccch), die Agnda Don dem Geist, der in Zürich herrschte, zu befreien, hat die Konferenz in Wien die nJiPV? mtsy zurückgegeben, und alle diejenigen Gedantm, die an der Konferenz in Zürich zu Tage traten, wieder wachgenrfeu; sie War bemüht, bitleiben nach Möglichkeit zu verwirklichen und all hie Lücken, die die Konferenz in Preßbnrg znrnckgelassen hat, hat die Wiener Versammlung auszuftillen gesucht. Eine riesige Begeisterung, erfüllt oom Willen zur einheitlichen friedlichen Arbeit für die heiligsten und lebensnotwendigsten Interessen des jüdisch.m Voltes, herrschte lückenlos bei alten Kons.renzteilmchmeru. Ein jeder war sich des großen Ernstes d^r Stunde und der großen Ausgaben, die unser harren, vollauf bewußt. 8 Tage, vom früher: Morgen bis spät in die Nacht, tagten die Delegierten und widmeten ihre ganze Energie Israel und seiner Thora. Wien, die österreichische Metropole und Geburtsstadt des modernen Zionismus, hat nun dieses Mat die urohe ,T37 gehabt, die Großen Israels im Tienste Klall Jisroels und Erez Jisroels in wahrem Thorageiste zu sehen. Schwungvolle Reden zum Fenster hinaus, wie man es gewöhnlich auf Konferenzen sieht, die, um die Leidenschaften des Volkes zu wecken, mehr demonstrativen Charakter tragen, waren hier nicht zu hören. Natürlich tauchten bei der einen oder anderen Frage verschiedene Meinungen ans; doch beugten sich alle der Entscheidung der Gebote Hatora. Ganz eigenartig war bei dieser Konferenz, daß , die allergrößten geistigen Autoritäten Israels, worunter die Rabbis von Ger, Tschortkow, Sokolow, Radsin, Sadigora und Genonim wie der Bitschutscher, Broder, Altstätter, Lvdser, Preßbnrger, Kirchdrauser, Ptschaner, Amsterdamer und viele andere bekannte Oberrabbiner, einen besonderen rabbinischen Rat bildeten. Sie nahmen zuerst an allen Plenarsitzungen teil, nur den *?npn rjn zv vernehmen und sich über die Stimmung, die im Volke herrscht, vorerst einen Begriff zu mache-:. Alsdann trat der Rabbinische Rat unter Vorsitz des .Wiener Oberrabbiners Fürst zusammen, um den njn *?npn tri! dem mirn rn in Einklang zu bringen. Schreiber dieser Zeile:: batte. Gelegenheit, auch diesen Beratungen bcizuwohnen und gewann den Eindruck, als wären dies die ehemaligen Sanhedrin, die mit ihrem Scharfsinn über nurw ’ri v^raren. Und diese Großen Israels Halen gezeigt, daß sie nicht außer oder über, sondern in and mit dem Volke leben. Ihre erhabenen Seele:: sind mit der Seele des Volkes eng verknüpft. Als die Rebbes von Sokolow und Radsin über die große materielle, vielmehr noch üler die geistige Tragik der Jud.n des Ostens sprachen, konnte ein jeder instinktiv fühlen, wie das große jüdische Herz dieser Ralbis znsawmengebrockieu ist. Tie göttlicl)e Stimme, bu jeden Tag über die Welt erschallt: W &:zb w mT< enb A cn’SK }rnw füllte während der erschütternden Schilderungen dieser treuen Söhne Gottes das Auditorium. Für die westlichen Telegierten .waren die Weisen des Ostens wie eine seltsame metrologische Erscheinung. Tausende drängten sich, uw den allbekannten Gerrer Rabbi zu scheu, der in seinen greisen Tagen zur Konferenz der Thoragcößen herbe'geeilt und von dort ans im Dienste des orthodoxen Judentums mit einer Anzahl Industriellen sich nach Erez Jisroel begeben wird. — Als die begeisterte,: Stimmen der Gebote hador am großen Meerüig im Talinud-Thorasaal erschallten 'bx 'ib 'ö war die Wiener Judenheit ganz in die höchste ExtaK' ihrer Begeisterung gelangt. Gauz besonders stand d'e Wiener Jugend hypnotisiert unter dein fesselnden Eindruck der beherzten Reden ihrer großen Lehrer und Meister. Unvergeßlich dürste dieser große Moment bei denjenigen bleiben, die das Glück batten, solcw'w bü zuwohnen. Freilich zeigte sich die Wiener orthodoxe Judenheit dieser Ehre durchaus würdig. Bankette wurden von den: Vorsteher der großen Sch'ftgem.nnde, H. S. Bondi, und von der Schiifsgemcinde selbst veranstaltet. Doch nicht bloß dekorative Begeisterung war der Inhalt und Zweck der Konferenz, sondern höchst wichtige Angelegenheiten wurden durchberaten, so daß die Verhandlungen Beschlüsse zeitigen konnten, die die bisherige Passivität in eine intmsive Aktivität umwandeln. Tie polnischen Delegierten, bie am schwersten von den Leiden und Qualen des Krieges betroffen waren und dessen Folgen miterlebten, orachtm neuen Lebensstrom in die Tagung hinein. Tie Rede:: und energische!: Forderungen der Herrief Wreschner begeistert aus. Was blieb noch dann den andern zu sagen übrig? Alle schwermütigen .Herzen lösten sich und - blickten vertrauensvoll in die weiteren Beratungen. , p Wie vorauszusehen, bildete auchwie Besdin-Frag Ueber all diese Fragen wurde?: Beschlüsse von weitgehender Tragweite gefaßt, die einstw.i rn noch nicht ganz veröffentlicht werden können. Aus der Bewegung. Berlin. Letzten Sonntag hat Herr Dr. med. Ca lvarh iit der Synagoge JefÄuas Jacob, Vketzerstraße 29, als Vorsitzender der Ortsgruppe Groß- Berlin einen Vortrag über die augenblicklichen Aufgaben und Ziele der Agudas Jisroel gehalten. Die zu Herzen gehenden Ausführungen des Redn'rs hatten einen überraschende!: Erfolg. Es wurde eine besondere Ortsgruppe Nordost Berlin legrüudet, eine besondere Jugendgrilppe ins Leben gerufen und freiwillige Kräfte für den Bahnyos'sdienst geworben. Um den Erfolg des Abends habei: sich lesonders verdient gemacbt öle Vertrauensleute Mendel Schmerling, Chain:, Rößler und Leisten. Marburg a. d. L. dtach längerer Unterbrechung begann unsere Jugendgruppe im Marschescgwan wieder eine geregelte Tätigkeit. Zunächst fanden einige g e s ch ä f t l i ch e Sitzungen statt, in denen eine Neuwahl des Vorstandes ftattsand nnd neue Statuten (von einer dazu bestellten Kvinmifslon vorbereitetangenommen wurden. Herr Tr. Herz besuchte unsere Gruppe und besprach mit uns in einer Mitgliederversammlung das Winterprogramm. Wir nahmen unsere beider: Schinvim wieder am: Tinim bei Sr. Ehriv. .Herrn Rabbiner Dr. C'ohn und Tuach bei Herrn Oberlehrer Bergel. Beide Herren, ebenso wie die Herren Lehrer und die Mtglieder dw hiesigen Ortsgruppe standen uns stets mit Tat und Tat zur Seite. In: Laufe des Winters fanden folgeube Vortrage statt: Einiges über das Verhältiüs des Glaubens zum Wissen" (zwei Abende) vor: Herrn eancl. phil. Arthur Spier, „Was bedeutet uns Erez Jisroel?" von Herrn Dr. Sal. Ehrn:a:u:-Franksurt a. M., „Von den Gegenwartsaufgaben der jüd'schen Jugend" von Herrn cand. jur. Paul Kulp. Sämtliche Vorträge, an die sich lebhafte und anregende Diskasstonen anschlossen, erfreuten sich eii:es zahlreichen Besuches nnd regen Interesses, auch von N'cht:nitgliedern. Anfangs Nisan durften wir Herrn Tr. Herz nochmals hier begrüßen und mrt ihm über verschiedene Fragen eine unsere Arbeit fördernde Aussprache pflegen. T-er Geselligkeit wurde durch g> rnütliche Freitagabendzusammenkünfte für die auswärtigen jungen Leute und durch zwei recht geruütliche Feiern am Ehanukah nnd Purim Rechnung getragei:. Ter Mitgliederbestand unserer Gruppe hat sich weserttlich vergrößert. Au den Vortrag über Erez Jisrvel schloß sich eine Haussammlung sür das Schulwerk in, hiesigen Lande und eine Werbetätig feit sür die Rausch Ehaude1ck)spe:rde an. P. K. Zürich. In der am 16. April uoit dem provisorische,: Arbeitskomitee der Agudas Jisroel Jugendgruppe einberusenen Generalversammlung erstattete der Vorsitzende Bericht über das Arbeitsvrogramm des vergauger:en Quartals. - Es wurde großes Gewicht gelegt, die thoratreue Jugend für die Ideale der Agudoh zu begeistern. Neben den gemnnsam mit dem Talmnd-Thora-Bereir: abgehalteuen Schiurim fanden verschiedene Vortragsabende statt, llnter «nt» renn sprach Herr cand. phil. Vvgelmanr: über „Als ob im Talmud". Ter Referent verstand es, den Stoff so anregend zu gestalten, daß fiir due Diskussion ein weiterer Abend in Ansprrich gmommcn werden mußte. Herr Tr. Rodert Guggenheim sprach über das Theum „Ter Arzt im jüdischen Älterem". Herr Rabbiner Tr. Lewenstein referierte über „Neue Forschungsergebnisse zur Geschichte der Mcgiloh", wobei er di« Jugend meisterhaft zu sesieln verstand. Eiir weiterer Vortragsabend war dem Kapitel „Miloh" gewidmet, das Herr Joseph Rotschild vom Standpunkt des Mohels, Herr Dr. Robert Guggenhein, von: Standpunkt des Arzü^s beleirchtete unter spezieller Berücksichtigung der Mezizohfragen. Daneben wurde verschiedentlicks über' Agudohfragen referiert und diskutiert. Bei den: Traktandum Neuwahlen wurde von der Versaunnlung lestimmt, daß ein Präsident gewählt werden solle, der das Recht habe, durch Cooption vier weitere Vorstandsmitglieder ^eranzuziehen. Herr Hermann Cohn wr'.^de zum Präftdenten gewählt. Spendenliste: AgudaS JiSroel-yugendorganifattou. K ö l n: Für Beis Jaakauw-Schu.le von Gruppe Fürth 50, für Beis Jaakarrw-Schul: von Gruppe Burgpreppach 100, N. N. fttr Beis Jaakamo Schule 100, für Bahnhofshilse Köln a. Rh. Grrrppe Hanau 520, für Jugend-Organisation Gnlppe Zürich 500, Tr. DzialowSki dankrt Simon Würzburger Mannheim für Uebersendung eirres Buches 10, Jugend-Gruppe Rhina grattiliert ihrem verehrten Lehrer OppHsLLrn. herzl. zum Geburtstage 30, Gruppe Berlin 200. Marken-ErlöS: Breslau: .tz.- Sichel 120, Elly Ephraim 145. Cölu: Jugendorganifatiyu 2. G uxha g e:t: Tavid Pfifferling 11 2. ... $£ Ich enhan s e i:: Fraü Klara' Löwenstkul - M M a n n h e i n:: Sigmund Würzburger 5l>. Maßbach: Lehrer Gustav Neustädter 15. P Mergen tHein:: Rahb. Tr, Kechn 4? N ü r u b erg: Es ras Nofchim Maocheugruppf Rosi Rathaus 150. Rhina: Leo Katzenstein (Jugenooruvpe) 45. Schwab« ch: Rabb. Tr. Mannes 42. brez-AiSroel-KondS: Berlin: Tr. Jacob Levh u. Frau Lanken Awn Kober und Sarah Kohn für nachträgliche Verlobung sgra tulatio n 20. Bifcho f s w erd e r: Frieda Lichkenfeid 48. Braunsbach: Turch Lehrer Mßnar.n aus der Gemeinde 149. Breslaus Turch H. Sichel von Frm: Bruno Mtmann-Kattowitz 40. Freiburg i. Br.: Prof. Tr. Loetvh 30, RechE anwalt Kassewitz 30, Isidor Treyfuß 20^7 Jos. Bloch-Treysuß 10, Jos. Bloch 50, Jul. 20, Salom. Weil 10, Samson Maier 5, Jacob Picard 20, Purimfammlunq durch Eli und Marie Picard 10. H a l b e r st a d t: durch H. Eichelberg 50. Halle (Saale): Ludi, Ruth urrd Bessi.Halberstadt gratulieren der l. Großmama "itm Geburtstag 10. H o m b u r g (S a a r): Heinrich Levh 50. L o u i s e n t h a l: Durch Lehrer Wiesknielder-Eorbach 65. M a n n h e i n:: Durch Sigmund Wür'burger N. N. 100. Nürnberg: Ton Sichel (Nachtrag) 510. Wolfen büttel: Lehrer S. Hirschberg 10. D i e Spendenliste der Palästina-Zentrale kann aus technischen Gründen erst in der nächsten Nr. der „Blätter" erfolgen. mi durch Agudas Jisroel-Jugendgruppe Frankfurt a. M. Montag, den 23. Mal abends 8 *|4 Uhr Im grossen Saale der Frankfurt Loge, Eschenhelmerlandstraüe 27 Oeffentlfche Jugend - Versammlung Redner: 1. Herr Max Cohen-Cöln: Das lozlale Problem des Jttdllclten Volkes und untere Jugend. 2. HerrRechtsanw.Dr.Isaak Br euer-Frankfart-M. Dleldee deeAgudiemus und nufere Jugend. Gäste — Damen und Herren — willkommen. B«,antt»,Echi! Naibiner vr. P. K.hn, vr. «. «brmann, I, - »ruck v«, «aumbach, Kranks-Itt am.Main.