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Blätter · 1920-11-01 · 4/5 (11.1920) · p. Seite 65

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Journal
Blätter
Volume
7 (1920-1921)
Issue
4/5 (11.1920)
Date
1920-11-01
Page
Seite 65 (sequence 25)
Language
German
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65 Der New-Yorker „Tog“ vom 26. September veröffentlicht ein Interview mit dem Czortkower Rabbi (Haupt der nach ihm benannten* Chasidim)* Besonders bem rkenswert ist dessen Mitteilung, daß sein Versuch, eine Verständigung zwischen Schlome Emune Isroel (polnische Landesorganisation der Aguda) und Zionisten herbeizuführen, am Widerstand der letzteren gescheitert sei. Anläßlich des bevorstehenden Zusammentritts der Delegiertenversammlung, tritt der Jerusalemer „Doar Hajom“ mit einem äußerst scharfen Artikel „Wir klagen an" gegen den Waad Hazirim auf, ihn beschuldigend, daß er ganz ins Schlepptau der linken Parteien geraten sei und gegen den ausgesprochenen Willen der Bevölkerung auf dem, jetzt nach San Remo und Ernennung Samuels ganz überflüssigen Zusammentritt der Delegiertenversammlung beharre. Die s. Zt. unter dem Eindruck der Osterunruhen stattgefundenen Wahlen hätten längst ihre Gültigkeit verloren. Damals handelte es sich darum, dem einmütigen Protest der Bevölkerung Ausdruck zu verleihen, weshalb auf die Parteizugehörigkeit der einzelnen Delegierten wenig Rücksicht genommen wurde. So sind die linksradikalen Parteien, die auch sonst durch das Wahlsystem verschiedentliche Bevorzugungen genossen, zu einer überwiegenden Majorität gelangt, die keineswegs dem Willen der palästinensischen Bevölkerung entspricht. Jetzt sind nicht nur alle Orthodoxen geschlossen gegen die Delegiertenversammlung, sondern auch noch zahlreiche andere führende Persönlichkeiten, deren Aeußerungen, wie die Oberrabbiner Kuks, Ben Jehudas und Prof. Slousch der „Doar Hajom“ als erste einer nachfolgenden Serie wiedergibt. Ganz besonders wendet er sich gegen Üssischkin, den er als „Boged“ - Verräter — bezeichnet, der nur, um an Brandeis und an den Amerikanern Rache zu nehmen, sich jetzt den von ihm erst unlängst so sehr bekämpften Extremisten gänzlich verschrieben habe. Er wolle jetzt seinen Willen der jüdischen Bevölkerung aufzwingen, ohne zu bedenken, daß der Zusammentritt der Delegiertenversammlung von nachträglichen Folgen für. das palästinensische Judentum begleitet sein könnte. Spendenliste: Agudo - Hanptfond. Aisbach: Gäste der Pension Lußmann 50 Mk. Alsfe|ld; Hugo Rothschild und Familie lösen R.-H-Glückwünsche ab 10 Mk., Leopold Rothschild Witwe und Familie desgl. 10 Mk. Ansbach: Distriktsrabbinat 200 Mk. Aurich: Frau Lehrer Goldschmidt 10 Mk. Barmen: S. Thal 25 Mk. Bechhofen: D. Steindecker 50 Mk. Berlin: J. David 20 Mk, Fabrikbesitzer Friedmann 200 Mk., Bernh. Winiski 100 Mk., M. Sieaer 100 Mk., Johanna Marbach 500 Mk., Ch. Rand 100 Mk., Dav. Apfelbaum 15 Mk., Lev! Rettig 20 Mk, Gebr. Jungermann 100 Mk., Max Mendelsohn 1000 Mk., Isaac i. Fa. Julius Jeidel 200 Mk., Samuel Haabs 50 Mk., H. Marzyski 100 Mk., H. Lewin 100 Mk., Ch. Willinski 200 Mk., J. R. Sadunischker 100 Mk., Fabrikbes. Affenkraut 100 Mk, L. Natowitz 100 Mk., Schefflan 200 Mk.> M. Glücksmann 100 Mk, W. Haarburger 50 Mk., div. 550 Mk.

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