Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 11 (11.1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- Seite 206 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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206 de, sowie die Treffahrten mit den Nachbat־ gruppen Kitzingen, Marktbreit, Mergentheim und Dettelbach gaben uns stets Gelegenheit, den p'n־<(־Gedanken zu festigen und in gegenseitiger Aussprache neue Anregungen zu gewähren. — Hierauf wurde der schon lange erstrebte Zusammenschluss der beiden Gruppen A. J. J. G. und Chevras Bachurim einstimmig beschlossen. Als gemeinsame Vorstand- Schaft wurden gewählt: die Herren: Dr. G. Feinberg, Herrn. Engel, Herrn. Mandelbaum, Jul. Ullmann und die Damen: Lina Stern, Salie Engel und Erna Ullmann. Möge der Zusammenschluss dazu beitragen, die Arbeit in unserer Jugendgruppe immer fruchtbringender zu gestalten. H. M. Hanau. Im verflossenen Sommer hat unsere Gruppe wieder recht eifrig gearbeitet. Die Schiurim, die wir eingerichtet hatten, erfreuten sich regen Besuches. Von grösseren Vorträgen sind zu erwähnen: Herr Rabbiner Dr. Bamberger: Die Her- Stellung und Einrichtung des Heiligtumes an Hand eines von der Frankfurter israel. Realschule überlassenen Modells. Herr Alfred Stern: Der Prophet Arnos. Herr Studienreferendar Leo Rothschild- Frankfurt a. M.: Die Bedeutung der Ideen des Judentums in der modernen Kultur. Für den kommenden Winter haben wir ein reichhaltiges Programm aufgestellt und hoffen, dass unsere Veranstaltungen recht grosses Interesse finden mögen. Berlin. Am 19. Oktober veranstaltete die Bezirksgruppe Ost der Agudas Jisroel Jugendgruppen ihren zweiten Heimabend, der dank der guten Vorbereitungen einen sehr schönen Verlauf nahm. Nach einleitender Ansprache des Herrn Siegfried Maschler hielt Herr Siegmund Stein die Festrede, in der er über die Bedeutung des Wortes ״Simchasthauroh“ und über die Aufgabe der Agudas Jisroel Jugendgruppen sprach. Er schloss mit dem Wunsche, dass noch mehr als bisher in der Agudoh gelernt werden möge. — Nach verschiedenen Vorführungen, unter denen besonders die von Fräulein Gertrud Frohlieh einstudierten Volkstänze Beifall ernteten, dankte Herr Rabbiner Dr. Löwenthal in einer kurzen Ansprache allen, die zur Verschönerung des Festes beigetragen haben. — Jargonlieder, Geigensoli und humoristische Vorträge unterhielten die Gäste bis die leider allzu frühe Polizeistunde den Darbietungen ein Ende bereitete. Frankfurt a. Main. Unsre Agudas Jisroel Jugendgruppe, beschloss ihre Sommertätigkeit am 21. September mit einer Mitgliederversammlung. Zunächt erstattete Herr Zahnarzt S. Ehrmann Bericht über die Halberstädter Tagung der ״Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums“, Herr Dr. W. Hofmann über die des deutschen Gruppenverbandes der A. J., sowie Herr Hugo Weingarten über die Sommertätigkeit der Jugendgruppe. Aus letzterem ist erwähnenswert, dass die Schiurim und Lehrkurse regelmässig stattfanden, sowie dass einige neu eigerichtet wurden. Die Sammlung für Pogromhilfe ergab Mk. 50 141.28. Für die Jakob Rosenheim Kolonie wurden Mk. 2519.— gesammelt. An den Bericht schloss sich eine sehr rege Aussprache an. Dann berichtete Herr Zahnarzt 8. Ehrmann über die Verhandlung der Jugendgruppe mit den Vereinen ״Mekor Chajim“ und ״Tiferes Bachurim“ zwecks Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft, um eine weitere Zersplitterung der Kräfte innerhalb der thoratreuen Jugend Frankfurts zu vermeiden. Die Verhandlungen sind zu einem befriedigenden Abschluss gekommen, sodass die neue Arbeitsgemeinschaft bereits im Winter in Erscheinung treten wird. Die Versammlung sprach ihr Einverständnis aus. Zum Schlüsse skizzierte Herr Dr. Hofmann den Winterlehrplan. Die bereits bestehenden Einrichtungen werden fortgeführt. Neu geplant ist die Einrichtung von Heimabenden für Herren und für Damen, sowie von Aussprache-Abenden über jüdisehe Weltanschauung. Eine Resolution, in der die baldige Einberufung eines Delegiertentages des A. J. Jugendorganisation gewünscht wird, fand einstimmige Annahme.