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Blätter · 1919-06-01 · 6 (6.1919) · p. Seite 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
6 (6.1919)
Date
1919-06-01
Page
Seite 109 (sequence 19)
Language
German
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109 Guxhagen: Frl. Hanna Lipstadt referierte in unserer Gruppe über das Thema־ -Die Frauengestalten in der Bibel“ Sie schilderte in äußerst fesselnder Weise welche Stellung Gott der Frau in der Schöpfung eingeräumt hat. Anschließend an diesen Vortrag, der am Taanis Esther stattfand, sprach Frl. Lipstadt noch kurz über die Bedeutung dieses Fasttags. Flehingen: Am 20. Kislew gründete hier Herr Lehrer Rabinowitz nach einem ausführlichen, begeisternden Vortrag eine Agudas Jisroel Frauen- und Mädchengruppe. Unsere Gruppe leistete schon in der kurzen Zeit ihres Bestehens in eifriger. intensiver Arbeit viel Fruchtbares. Im Adar 1 konnten wir Herrn Lehrer Rabinowitz aus Frankfurt hier begrüßen, der uns ein Referat über das Thema: ״Jiidisches Volkswesen“ hielt. Seine Inhaltsreichen, tiefdurchdachten Ausführungen hinterließen bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck. - Anschließend an die wöchentlichen Sidravorträge unseres verehrten Vorsitzenden werden jüdisch-aktuelle Fragen e ngehend besprochen!. Weiterhin haben wir auch einen Bin im- Schiur eingerichtet, der stets gut besucht ist. Während des Sommer - Halbjahres werden Vorträge über Pirke Owaus und Haftoroth gehalten. — Es ist uns zu unserer großen Freude gelungen. eine Bibliothek, die erste in unserer Gemeinde, zu gründen, die bereits 130 Bände umfaßt. Wir hoffen, auch weiterhin durch intensivste Arbeit unser Möglichstes zu den großen Aufgaben des Klall Jisroel beizutragen. Hamburg den 2 ב באייר הרע'ט Mai 1919. Nach langer Vorbereitung konnten wir endlich unser Agudohheim eröffnen. Die kleine, schlichte Feier fand 1 ביום בי דר״ח אייר. Mai 1919 satt. Nach dem Gesang ברוך הבה von Herrn Überkantor Groß hielt unser Vorsitzender Herr Jakob Katzenstein: die Eröffnungsrede, ln seinen Ausführungen entwikkeltg der Redner ein Bild der. günstigen Entwicklung unserer Jugendgruppe, die jetzt zur Gründung eines eigenen Heims geführt ,hat. Mit warmen Worten gedachte Herr Katzenstein unserer verstorbenen Vorstandsmitglieder, Herrn Dr. Samson Meyer זצ“ל und Herrn Michael Cahn זצ״ל . die eifrig für unsere Jugendgruppe gearbeitet haben und deren Andenken uns ein Ansporn zum fleißigen Streben für unsere Agudohideale sein wird. Nach dem Lernen der □רבני hielt seine Hochehrwürden Herr Oberrabbiner Dr. Spitzer נ 'י die Festrede. Im Anschluß an die dieswöchentliche סדרה legte der Redner dar. daß nur der Zusammenschluß Gleichgesinnter zur קדושה führen könne. קדשים תהיו Nicht ein Einzelner kann den höchsten Grad der Heiligkeit erreichen, denn קדיש ist nur Gott.סי קדוש ,אט Wenn wir uns bewußt sind, daß nur das Zusammenarbeiten und die Vereinigung aller יראים uns unserem hohen Ziele nähern kann, dann wird sich uns die Verheißung erfüllen: ואתם הדבקים בד איווקיכם חיים בולבם היום• Ferner hielten Herr Dr. Lanzkrön als Vorsitzender d. Ortsgr. u. Herr Dr. H. Hirsch als Vertreter des Delegiertenkollegiums des Deutsch-Israelitischen Synagogenverbandes Ansprachen, in denen sie die Glückwünsche ihrer Vereine darbrachten und auch weitere Unterstützung und Förderung unserer Bestrebungen versprachen, Herr Katzenstein verlas dann die eingegangenen Begrüßungstelegramme des Provisorischen Komitees, des Gruppenverbandes. der Jugendorganisation und einiger auswärtigen Jugendgruppen. Seine Hochwürden. Herr Oberrabb. Dr. Lerner- Altona, der leider verhindert war. zu kommen, hatte seine Glückwünsche in e nein Schreiben zum Ausdruck gebracht. Mit dem Vortrag von מזכור שיר חנוכת הבית durch Herrn Oberkantor Groß und anschließendem מנחה Gebet schloß die stimmungsvoll verlaufene Feier. Möge ה״ב seinen Segen auf diesem Heim ruhen lassen, daß es ein מקדשי מעט werde, aus dem der Quell der Begeisterung für unsere תירה הקדשה in unsere Herzen fließen möge. ויהי נעם הד‘ אלקינו עלינו ומעשה ידינו •בננה עלינו ומעשה ידינו כננהו Posen: Es ist klar, daß die schwierigen politischen Verhältnisse auch unser Vereinsleben außerordentlich lähmen. Trotzdem versuchten wir anfangs März, wieder neues Leben in die Gruppen zu bringen. woran sich Herr C z a 11 a c k hervorragend beteiligte. Ein Aktionskotn i t e e wird gebildet, in das je 2 Vertreter der einzelnen Gruppen sowie des Esra eintraten. Gleich am 8. März fand ein Diskussionsabend statt, in dem Fräulein Ruth Ephraim 1ein Referat hielt über das Thema: Die Mitarbeit der Mitglieder in der Agudas Jisroel.

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