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Blätter · 1919-01-01 · 1/2 (Januar/Februar 1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
1/2 (Januar/Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Zum neuen Jahrgang 1 Der Krieg ist zu Ende, und neues Leben blüht aus den Ruinen. Die Kämpfer kehren heim, und der friedliche Wettstreit der Meinungen beginnt. Der innere Kampf des Einzelnen, das Ringen um Gotteserkenntnis, draußen im Felde oft bis zum Äußersten gesteigert, muß jetzt in der Heimat ausgekämpft werden, bedarf der Unterstützung eines jeden Jehudi: Haucheiach Tauchiach es Amist cho! Unsere neue Rubrik: Jüdische Weltanschauung will hier helfend eingreifen. Die Richtungen in der Judenheil haben sich durch des Weltenkampfs Stürme — wie alle geistigen Störmungen — zu größerer Klarheit und intensiver Zielstrebigkeit durchgerungen. Die Idee setzt sich durch und drängt, ohne Rücksicht auf rechts und links ihren Weg zu verfolgen, Agudas Iisroel und ihre Jugendorganisation --- nun mit einem Programm ausgestattet -- setzen ihre ganze Kraft darein, jeden Paragraphen zu realisieren, jede Forderung zu erfüllen. Zwei Abteilungen : A g u d o b e w e g u n g und Agudo-Jugendbewegung wollen über unser Streben orientieren, über unsere Arbeit unterrichten. Die internationalen Fäden konnten wir wieder aufnehmen, und nun erst kann sich zeigen, ob Agudas Iisroel tatsächlich in weiter Welt Wurzel geschlagen hat. Wir müssen wissen, wie sich gerade in den Ländern der jüdischen Massensiedelung, wie sich im Osten und in Erez Iisroel die Judenheit zu unserer Bewegung verhält, müssen darüber hinaus überhaupt orientiert sein, über die Lebensweise, über das Denken und Fühlen, über die wirtschaftliche und politische Lage unserer dortigen Brüder und Schwestern. Zwei Unterabteilungen sind dieser Materie gewidmet: „Bilder aus dem O st e n" und „Bilder aus Erez Iisroel". Es genügt natürlich nicht, zu wissen, wie es heute in der Judenhen aussieht, die heutige Lage, das heutige Leben, Denken und Fühlen der Jehudim des Erdballs zu kennen. Es ist unsere Pflicht, zu wissen, wessen Nachkommen wir sind, zu wissen, wie unsere Owaus awosenu lebten, unter welchen Bedingungen sie ihren Kampf unis tägliche Brot führten, wie sie dachten, und wie sie ihrer Begeisterung zur Thauroh und Awaudoh Ausdruck verliehen haben. Die Rubriken „Jüdische Geschichte" und „Ans Talmud und M i d r a s ch" wollen versuchen, in dieser Hinsicht Anregung zu geben und zur Weiterarbeit anzuspornen. Und endlich dürfen wir nicht vergessen, daß wir nicht nur „lilmaud" erfüllen, sondern daß wir auch ulelamed wahr machen sollen. Nicht nur wir selbst sollen lernen, nicht nur wtr sollen allen jüdischen Aufgaben gerecht werden, jeder von uns muß auch versuchen, sein jüdisches Wissen und Können den Jüngeren zu vermitteln, die ganz jungen schon in den Bannkreis echtjüdischer Schätze, echtjüdischer Weisheit hineinzuziehen. über diese Arbeit will die „E s r a - R u b r i k" und über ihre Organisation die Abteilung: „Wanderbewegung" orientieren. Was wir wollen, ist klar: Wir wollen aus unseren „Blättern" wirklich eine Zeitschrift machen, aus der jeder Agudist ersehen kann, was er alles zu tun hat, fr-.' W C;' -

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