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Das Echo · 1960-09-20 · 231-232 (20.9.1960) · p. [Seite 7]

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Journal
Das Echo
Volume
11 (1960)
Issue
231-232 (20.9.1960)
Date
1960-09-20
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German
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20. September I960. DAS ECHO” DER SEGEN V" von Rabbiner Dr. Winter (Montevideo) .; Den Abschluss aller Feste des Monats Tischri bildet Simchas Taure. An diesem Tage wird der Segen Mosis, den er seinem Volte vor seinem Hinscheiden erteilte, verlesen. In diesen letzten Worten des grossen Lehrers wird eine Fortsetzung des Segens gesehen, den die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob ihren Kindern erteilten. Jeder von ihnen knüpfte seinen Segen an den seines' Vorgaengeres an. Damit soll ausgedrückt werden, dass es für die Kinder Israel nur einen Segen gibt, der sich vom Vater auf den Sohn vererben soll. Jakob hat in seinem Segen einige einer Soehne zurechtgewiesen und sie sogar getadelt. Mose tat das nicht. Er hat waehrend seines Lebens und Wirkens sein Volk oft genug ermahnt und zurechtgewiesen. In der Abschiedsstunde hatte er nur Worte der, Liebe für das Volk, das er solange geführt hat. Jakob hat seine Soehne zu Lebzeiten leider nicht so oft ermahnt und zurechtgewiesen, deshalb musste er das Versaeumte in der Stunde des Abschieds nachholen. Wer seine Kinder liebt, darf mit Worten der Zurechtweisung und Ermahnung nicht sparen. Tut er es nicht im Leben, dann sieht er sich genoetigt, es am Schluss seines Lebens — nach manchen bitteren Erfahrungen — tun zu müssen. Mose knüpft an den Segen Jakobs an und setzt ihn fort. Wds unsere Vorfahren und Vaeter zu uns sprachen und uns überlieferten, ob liebevoll oder zurechtweisend, ob lobend oder tadelnd — alles gereicht uns zum Segen, wenn wir ihren Lehren und Worte berherzigen. Und wenn auch heute jemand, der sein Volk und seinen Glauben aufrichtig liebt, gegen die Angehoerigen seiner Gemeinschaft einen staerkeren Ausdruck gebraucht und ihnen die Wahrheit sagt, so tut er es sicherlich aus Liebe ■zu seinem Volke und ist gewiss von dem Wunsche beseelt, dass seine Worte denen zum Segen gereichen, an die sie gerichtet sind. Wenn aber heute jemand sein Volk segnen will, so muss er an den Segen Mosis anknüpfen, innerlich, indem er dieselbe "Freude an der Thora” empfindet wie der grosse Lehrer, aeusesrlich, indem er an das letzte und erste Wort der Thora anknüpft. Die Thora schliesst mit den Worten: "Was Mose tat vor den Augen von ganz Israel" und beginnt mit dem Wort "Am Anfang". In Verbindung dieser Worte besteht der Segen für Israel. Was Mose tat, das ist der Anfang: Freude an der Thora! Denn sie bildet den Lebensquell Israels, sie ist der Born allen jüdischen Lebens. Oder wie wir bei jedem Einheben der Thora in den Schrank sagen: Ein Baum des Lebens ist sie denen, die an ihr festhalten, und wer sie erfasst ist gesegnet! Moege Mosis Segen auch uns Heutigen beistehen, uns, die wir in ein Neues Jahr eingetreten sind, das für alle sein moege ein Jahr des Glücks und des Friedens! DAS BEKANNTE REISEBÜRO IR A O N T 1 TÄ L ■ WUENSCHT SEINEN JUEDISCHEN KUNDEN EIN FROHES, NEUES JAHR! IS2III IHB3 bi ■im s SCHNELLVERBINDUNG NACH ISRAEL DURCH 4- SW Unsern Jüdischen Kunden wünschen wir ein gesundes, glückliches Neues Jahr! MHmiHHiiHiininiiuniiiiniuiiiiiniiiiiuiiiiii. ■« ifalfcil ORGANIZATION MUNDI AL DE VIAIES La Paz - Av. Camacho - Edif. Yugoslavo DAS VERTRAUENSWUERDIGE REISEBUERO, WELCHES SEINE KUNDEN IN ALLEN REISFRAGEN BESTENS BERAET! F s I TT IHRE NAECHSTE REISE, LASSEN SIE DURCH EXPRINTER ORGANISIEREN’ VERTRETUNG FUER BOLIVIEN DER ISRAELISCHEN SCHIFFGESELflLSCHAFT ZIM Herzliche Glückwünsche unser Jüdischen Freunden zum Neuen Jahr! I I I

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