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Das Echo · 1960-06-15 · 226 (15.6.1960) · p. [Seite 8]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
226 (15.6.1960)
Date
1960-06-15
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German
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8. i i DAS ECHO” 15, Juni 1960. Der Nordamerikaner lebt besser... Auch die Amerikaner haben ihre “gute alte Zeit” — die "froehlichen neunziger Jahre”, die “glücklichen zwanziger Jahre” und andere in der Erinnerung verklaerte Epochen. Aber im allgemeinen blicken sie lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit: sie glauben fest an den Fortschritt. Dass dieser Glaube berechtigt ist, wurde kürzlich von amtlicher Seite bestaetigt: das amerikanische Arbeitsministerium veroeffentlichte ein«. Studie über die wirtschaftliche Entwicklung seit der Jahrhundertwende Der Titel des Buches, "How American Buying Habits Change”, ist ein typisches “Understatement". Tatsaech- 'lich beweist das Buch nicht nur, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Amerikaner geaendert haben, sondern auch dass sich die Arbeiter und Angestellten heute etwa dreimal soviel feisten koennen wie 1900. automatisch, wenn die Lebenskosten steigen), Krankenversicherung und eine vom Unternehmer zu zahlende zusaetzliche Arbeitslosenunterstützung. Rca lohn dreimal so hoch wie 1900 Aber nicht nur die Arbeiter konnten in den letzten fünf Jahrzehnten ihren Lebensstandard erhoehen, auch alle übrigen amerikanischen Eamilien profitieren heute in gleicher Weise vom wirtschaftlichen Aufschwung der USA. Das durchschnittliche Nettoeinkommen einer amerikanischen Familie ist von 651 Dollar im Jahre 1901 auf 4224 Dollar im Jahre 1950 und weiter bis auf 5610 Dollar im Jahre 1958 gestiegen. Natürlich sind seit der Jahrhundertwende .auch die Preise gestiegen, wodurch die Kaufkraft des Dollars auf etwa ein Drittel verringert wurde. Trotzdem ist der heutige ReaUohn — DIESE KAELTEl — Nehmen Sie doch, bevor Sie ernstlich erkranken: CIPO-CHININ — hochwirksam gegen grippioese Erkrankungen. DUO - PYRIN — Tag'u. Nacht-Tabletten gegen Neuralgien. MENTACILLIN— bewaehrtes Praeparat gegen Hals-Schmerzen. SCHEURICH — ein deutsches Qualitaetszeichen fuer pharmazeutische Produkte In allen guten Apotheken erhaeltlich / Bezugsnachweis: Empresa HUGO LANGER, La Paz, Calle Potosí 1136, Telefon 8443. Eindrucksvoll sind die Veraenderunggen, die sich seit damals in der. Wohnverhaeltnissen vollzogen haben. Kaum jeder fünfte Arbeitnehmer besass um die Jahrhundertwende ein eigenes Haus; die meisten wohnten vielmehr in viel zu kleinen Mietwohnungen ohne Wasser und sanitaere Anlagen. Heute dagegen sind drei Fünftel aller Arbeiter Eigenheimbesitzer. Telefon, fliessendes Warmwasser, Waschmaschine, Bad, Eisschrank und Fernsehgeraet sind Selbstverstaendlichkeiten. fn auffallendem Gegensatz zueinander stehen auch die Arbeitszeiten von einst und jetzt. Noch im Jahre 1913 arbeitete ein grosser Te:i der amerikanischen Stahlarbeiter 7 Tage in der Woche. Und rund ein Drittel der Stahlarbeiter erreichte eine woechentliche Arbeitszeit von mehr .als 72 Stunden! 84-Stunden-Wochen waren durchaus nichts Ungewoehnliches. Der Stun- Hotel NEUMANN Loayza 442 — Casilla 191 Telefon 5445 [DAS BEVORZUGTE HOTEL\ IM STADT-ZENTRUM VON LA PAZ denlohn betrug dabei nur 18 Cent; für Ueberstunden galt derselbe Lohnsatz. Urlaub gab es überhaupt keinen; hingegen wurden zahlreiche Abzüge gemacht — sogar für Eiswasser und Identitaetsplaketten. Heute verdient ein amerikanischer Stahlarbeiter durchschnittlich 3 Dollar in der Stunde. Die Arbeitswoche hat 40 Stunden; Sonntagsarbeit im Rahmen der 40-Stunden-Woche wird mit einem Zuschlag von 25 Prozent entlohnt; Ueberstunden bringen 50 Prozent, an gesetzlichen Feiertagen sogar 125 Prozent mehr Bezahlung. Zwischen zwei und drei Wochen bezahlter Urlaub stehen jedem Arbeiter zu. Zu den zahlreichen, vor fünfzig Jahren noch unbekantnen Lohnnebenleistungen gehoeren ferner Pension, Lohngleitskala (der Lohn erhoeht sich der noch dazu in halb sq langer Zeit verdient wird wie um 1900 — fast dreimal so hoch wie damals. Uebrigens sind nicht alle Preise in gleichet Weise gestiegen. Viele Lebensmittel zum Beispiel sind heute sogar billiger. Einst reichte die Kaufkraft der meisten Amerikaner gerade dazu aus, das Lebensnotwendigste zu erwerben. Heute bleibt Geld genug für Kultur, Vergnügen, Reisen usw. übrig. Im Jahre 1901 mussten für Nahrungsmit- -X -X -X KAUFE -X -X -X -X * * “BRIEFMARKEN” -X -X -X -X -X in jeder Menge -X -X -X zu hoeehsten -X -X Preisen! -X -X -X S . C A H N -X -X ■W- Casilla 384 -X -X COCHABAMBA -X tel, Miete und Kleidung, Licht und Beheizung rund 80 Prozent aller Einnahmen ausgegeben werden Heute braucht man für diese Dinge — sie umfassen jetzt auch die Raten für das Eigenheim und den Strom für Dutzende von Elektrogeraeten — nur mehr 60 Prozent des Gehalts. Wolkenkratzer, Autobahnen, Dü senflugzeuge und Atommeiler sind in den letzten Jahren als eindrucksvolle Denkmale des Atomzeitalters entstanden. Und doch kommt die technische Umwaelzung, die Veraenderung der Lebensweise nirgends so deutlich zum Ausdruck wie im amerikanischen Haushalt, im Bereich der Hausfrau. Ihre Taetigkeit ist heute Iaengst nicht mehr die Schwerarbeit, die sie um 1900 war: Waschmaschine, Staubsauger, Klimaanlage und elektrische Bodenbürste haben die Hausfrau von den unangenehmsten Pflichten befreit. Nahrungsmittel werden nur noch ein- oder zweimal in der Woche eingekauft, im Auto nach Hause gebracht und im Eisschrank aufbewahrt. Die Zubereitung der Speisen erfolgt heute schon zum groessten Teil in den Fabriken: Konserven, Tiefkühlwaren, Kucheninischungen, Suppenpulver und dergleichen benoetigen nur mehr einen Bruchteil der Fertigungszeit von einst. Freilich muss die Hausfrau von heute zahlreiche neue Faehigkeiten besitzen: sie muss sich mit den komplizierten technischen Apparaturen im Haushalt — Elektroherd, Geschirrwaschmaschine, Mixer usw, — gut auskennen. Aber ihr Arbeitstag ist in gleichem Masse kürzer geworden wie der ihres Mannes. Es bleibt nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Zeit für Kultur und Unterhaltung. Die Veraenderungen der amerikanischen Lebensweise wirkten sich sogar auf die Koerpergroesse aus. Die jungen Amerikaner sind im Durchschnitt um mehr als zehn Zentimeter grcesser, als es die Amerikaner in ihrem Alter um die Jahrhundertwende waren. Dieses Wachstum ist wahrscheinlich eine Folge der besseren Ernaehrung. Man isst heute in den USA zwar weniger Fette und Kohlehydrate, dafür aber mehr Eiweiss (1,5 kg Fleisch pro Woche), mehr Milch (2,8 Liter) und vor allem mehr Vitamine und andere wichtige Aufbaustoffe. In engem Zusammenhang mit der verbesserten Ernaehrung und der intensiveren medizinischen Betreuung steht auch die betraechtliche Steigerung der Lebenserwartung. Für einen neugeborenen Knaben ist sie von 51 Jahren um die Jahrhundertwende auf 74 Jahre heute angestiegen; die Lebenserwartung der Maedchen erhoehte sich von 51 a«uf 47 Jahre. Krankheiten, die vor fünfzig Jahren noch die h.auptsaechlichsten Todesursachen bildeten, sind heute bedeutungslos: 1900 starben noch 24 000 Menschen an Typhus; 1955 nur 50. Auf den Strassen Amerikas muss einem wohl das Auto als der sichtbarste Ausdruck des grossen Wande's erscheinen. Noch im Jahre 1918 besass nur jede .achtzehnte Arbeiterfamilie einen Wagen. Heute hingegen haben von drei Familien zwei einen Wagen. Die meisten Familien von Facharbeitern und freiberuflich Taetigen haben auch noch einen denselben Arzt, und seine Kinder gehen in dieselbe Schule und Universitaet wie die Kinder aus andern Kreisen. Die Hauptursache für den allgemeinen Wohlstand war die bedeutende Steigerung der Produktivitaet. Infolge der weitgehenden Mechanisierung, der besseren Arbeitstechnik, Organisation und des wissenschaftlichen Fortschritts produziert ein amerikanischer Arbeiter in einer 40-Stunden-Woche heute rund dreimal soviel wie sein Grossvater in einer 70-Stunden-Woche. Beiget agen EXPRINTER Ltda. COCHABAMBA Casilla 856, Teléfono 2379 Plaza 14 tíd Septiembre REISEBUERO UND WECHSELSTUBE REISE — SCHECKS UND AUSLANDS — GIROS. haben zu dieser Produktivitaet der- Fleiss und die Anpassungsfaehigkeit der Arbeitskraefte, der risikofreudige Unternehmergeist der Geschaeftsleute und der grosse Rohstoffreichtum Amerikas. Wichtig aber war. so so heisst es in dem Bericht, auch der Entschluss der amerikanischen werkschaften, sich nicht gegen das gesellschaftliche System ihres Landes zu wenden, sondern vielmehr zu versu- ZAHNSCHMERZEN? - Nehmen Sie D E N T A SCHLAFLOSIGKEIT? - Nehmen Sie BALDUPURAN NERVOSITAET? * Nehmen Sie PITONERVIN ASTHMA? - Nehmen Sie ASMACITINA Scheurich - Produkte - Qualitatsprodukte! In allen gute Apotheken erhaeltlich / Bezugsnachweis durch Empresa LANGER, Potosí 1136, HUGO Telefon 8443. Zweitwagen. Für das |.ahr 1975 rechnet man, in den USA mit einem Stand von 100 Millionen Personenkraftwagen. Die weite Verbreitung der Autos — die in Preis und Aussehen nur wenig differieren — ist zugleich das Zeichen einer sozialen Nivellierung, emcr weitgehenden Beseitigung von Klassenunterschieden. Der amerikanische Arbeiter traegt die gleiche Kleidung wie die anderen Mitglieder der amenkanischen Gesellschaft, er besucht FISCHER - GOLDMANN - RO RO Eine komplete Auswahl deutscher TASCHENBUECHER im Alleinvertrieb für Bolivien: LOS AMIGOS DEL LIBRO Cochabamba, Perú esq. España. ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► _ k chen, innerhalb dieses Systems einen gerechten Anteil am Wohlstand und einen sicheren Platz zu erkaempfen- (“Allgemeine”, Düsseldorf). l “INCATUR” 1 £ vermittelt Ihnen gutes Rei- £ * s'en durch Flugzeug - Schiff * * oder Eisenbahn! Sorgfadf J tige Erledigung, von Frach- I 4ten und in aHen Teilen j J der Welt! -x I “INCATUR” | *La Paz, Oruro, Oochabamba,£ 4 Potosí, Sucre, Santa Cruz, * * Yacuiba, Tupiza y Tari ja.

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