Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- 225 (30.5.1960)
- Date
- 1960-05-30
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I ~ r I I' Sfef Bt ■ to 30. Mai 1960. Das Stabilisierungsprogramm der argentinischen Regierung hat zweifellos bis jetzt einige positive Leistungen aufzuweisen: die Petroleumfoerderung hat sich nach offiziellen Angaben um ein Drittel erhoeht; der Posokurs ist seit Monaten fast unveraenderlich; die Gold- und Devisenreserven der Zentralbank haben zugenommen; es wurden Gas- und Oelfernleitungen fertiggestellt, die das Energiedefizit bis zu einem gewissen Grade vermindern. Dass alles wurde erreicht durch der Bevoelkerung auferlegte Opfer, die sich bei den aermeren Schichten am drückendsten fühlbar machen. Zu dieser Entwicklung haben wesentlich Investierungen auslaendischer, besonders nordamerikanischer Bankinstitute und an einer Ausweitung ihrer Geschneite interessierter Privatfirmen beigetragen. Die Argentinien gewaehrten Stützungskredite garantieren den derzeitigen Stand der 'Waehrung. Trotz dieser Hilfestellung und der damit im Stabilisierungsplan errungenen Erfolge ist es nicht gelungen, die Geldemission einzudaemmen. Der Geldumlauf hat die Hundertmilliardengrenze bereits weit überschritten. Die Steigerung der Preise hat im Rhythmus wohl etwas nachgelassen, konnte bis jetzt aber nicht aufgehalten werden. Die Innere Inflation ist somit noch nicht zum Stillstand gekommen. Die Regierung startete nun einen Preissenkungsfeldzug, der durch Ankurbelung des Spiels der freien Kraefte zum Erfolg führen soll. Es sind einige kleine Erfolge sichtbar, die offenbar ,aui andere Zufallsfaktoren zurückzuführen sind. Der Kongress der argentinischen Oelindustriellen hat an den Presidenten Eisenhower anlaesslich seines Argentinien HALLE berichtet: DAS ECHO Korrespondent EDWIN unser Argentinien-Besuchs ein Memorandum gerichtet, in dem darauf hingewiesen wird, dass die nordamerikanische Comodity Credit Corporation einige Tausend Tonnen l.einoel nach Europa dreissig Prozent unter dem amerikanischen Stützpreis verkaufte. Die Argentinischen üeiprodukte koennten deshalb nicht ausgeführt werden, wodurch der interne Oelpreis gesenkt werden müsse, was zu Verlusten führe Die landwirtschaftlichen Produzenten erhielten nicht den Gegenwert, der ihrer Mühe und ihren Aufwendungen entspreche. So erlange das Land nicht die erforderlichen Geldmittel, um die für seine Bedürfnisse und seinen Fortschritt notwendigen Importe be zahlen zu koennen. Eine aehnlich Lage besteht bei der Zuckerindustrie. Der interne Preis für Zucker ist in Argentinien zurückgegangen. Diese Preissenkung ist darauf zurückzuführen, dass mangels Exportrnoeglichkeiten die Zuckerindustrie auf ihren Bestaenden sitzen blieb, und die dadurch entstandene kritische Finanzlage sie zwang, die Ware abzustossen. Damit die Zuckerindustrie auf dem internationalen Markt konkurrenzfaehig blieb, wurde sie früher vom Staat*' subventioniert. Der argentinische Verbraucher zahlte über die Steuer und den hohen Zuckerpreis indirekt die Gewinne der Zuckerindustriellen. Die Subventionen w'urden eingestellt. Die Zuckerindustrie war nicht faehig, sich aus eigener Kraft umzustellen. Weder die Zuckernoch die Oelindustrie dachten bisher daran, durch Rationalsierung und Modernisierung ihrer Fabrikationsmethoden den Kostenpreis ihrer Ware dem internationalen Markt anzugleichen. Es wurde weiterhin versaetimt, Mitglied des internationalen Zuckerabkornmens zu werden, sodass Argentinien nach vielen Laendern nicht exportieren kann. Niemand dachte daran, den Konflikt Kubas mit den Vereinigten Staaten auszunützen, um einnordamerikanisches Zuckerkontingent zu erhalten, das ihrem Produkt einen Preis eingebracht haette, der einige Cents über dem Weltmarktpreis liegt,. Die Haeuerpreise senkten sich infolge des Hafenarbeiterstreiks um zehn Prozent, s:nd aber immer noch hoeher als die der andern internationalen Maerkten. Bei Wolle besteht zwisehen dem internen und internationalen Markt ein Preisunterschied von etwas mehr als fünfzehn Prozent. Die Weizenproduktion ist in der Periode 1959/ 60 um rund 17 ‘/c niedriger gegenüber der Vorjahresproduktion zurückgegangen. Die geringen Niederschlaege in den letzten Monaten rechtfertigen die niedrigen Schaetzungen der Produktion verschiedener Getreidesorten wie Mais, Leinsamen, Roggen und andere Auf Grund dieser verschiedenen Ursachen konnte sich der Export aus Argentinien nicht entfalten. Er ist tatsaechiich nach einer Besserung im Zeitraum Februar bis Oktober 1959 um rund zweiundzwanzig Prozent zurückgegangen. Durch die restringierenden Massnahmen der Regierung bei Einfuhren gingen die Importe über vierzig Prozent zurück. Die dadurch erzielte Einsparung an Devisen ermoeglichte es der Zentralbank den Devisenbestand iSSv ¿XS* , zu erhoehen und den Peso gegenüber den auslaendischen Devisen zu halten Infolge uer fehlenden Einfuhren macht sich der Mangel an Rohstoffen in der vv irtschaft immer mehr bemerkbar (worauf auch das Memorandum der Oelindustrie hinweist), und führt letzten Endes zu überhoehten internen Preisen. Die Handelsbilanz ist kurzer Aktivitaet wieder w'orden. Die ¡Regierung nach passiv ge. -x -X -X -X -X ■x -X -X -X -X * Para Los Qua -X Sufren de: — * VÁilcis MEDIAS ELÁSTICAS í D-Scholl CON DOBLE ESTIRAMIENTO PIIKNAS PLACIDAS MUÑAS Y TOSIALOS CANSADOS O MINCHADOS HERMANN BERG DIE INTERNATIONAL VERBREITESTE ZEITSCHRIFT BOLIVIENS hat Freunde in vielen Laendem, sie wird staenidig gelesen in: Argentinien / Australien / Belgien / Brasilien / Chile / Deutschland / Ecuador / Finnland . Frankreich / Grossbritanien / Guatemala / Israel / Italien / Kolumbien / Kuba / Mexiko / Norwegen / Oesterreich / Paraguay / Perú / Südafrikanische Union / Schweiz / Uruguay Venezuela / Vereinigte Staaten von Nordamerika. 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Durch diese Untersuchungsergebnisse ist der Uebertritt des Nikotins in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes wissenschaftlich nachgewiesen AMERIKANISCHE ERFINDUNG Eine New Yorker Fabrik hat eine neue Erfindung herausgebracht, die es ermoeglicht, dass Fensterscheiben sich automatisch schliessen, sobald es zu regnen beginnt, und, wenn der Regen aufhoert, sich automatisch wieder oeffnen. Der Apparat beginnt bereits zu arbeiten, wenn auch nur ein Regentropfen faellt. Die Kosten d«r Installation sollen auch für den kleinen Mann durchaus erschwinglich sein. ORTOPEDICO * Landaeta 48 — La Paz. * leumbedarf das Landes bis Ende 1960 aus der eigenen Produktion decken und damit Devisen einsparen zu koennen. Dann koennten die noch bestehenden Importeinschraenkungen gelockert und die Wirtschaft angekurbelt werden. Sie rechnet hierbei auf die Unterstützung der Vereinigten Staaten, die aus strategischen Gründen ein Interesse daran haben, die Petroleumfoerderung in Argentinien voranzutreiben. Die Erhoehung von Investitionen ist, nach nordamerikanischen Quellen, nur moeglich, wenn die Steuern der investierenden Laender, speziell Nordamerikas heraufgesetzt und deren Militaerausg.aben gesenkt würden. Ob die Steuerschraube in den in Frage kommenden Laender noch weiter angezogen werden kann, und ob deren Miltaerausgaben gesenkt werden, dürfte — wenigstens im Augenblick — zweifelhaft sein. Das Aufbauprogramm Argentiniens ist deshalb auf vagen Spekulationen aufgebaut, zumal der notwendige innere Aufbau des Landes von seiner politischen Entwicklung abhaengt. Das Ergebnis der stattgefundenen Wahlen zeugt von einem starken Widerstand gegen die Wirtschaftsmassnahmen der jetzigen Regiegung und erschüttert, bis zu einem gewissen Grade, das Vertrauen, das man bisher in die Entwicklung Argentiniens hatte. Edwin Ha(!e (Buenos Aires) WENN REISEN - DANN DURCH EXPRINTER IHRE PASSAGEN fuer Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn IHRE HOTEL - RESERVIERUNGEN besorgt Ihnen schnellstens, zuverlaessig und preisguenstig Sf**>CIO MUNDIAl Dt «Ulli ' EXPRINTER LA PAZ Av. Camacho (Edif. Yugoeslavo) Telef. 2560 u. 9265. ▼▼vvvv w w w w ** y ww w'w