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Das Echo · 1959-10-15 · 212 (15.10.1959) · p. [Seite 5]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
212 (15.10.1959)
Date
1959-10-15
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German
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“DAS ECHO” 5 i ND be. mit Hass 1 mcht nur Hass ■ Mt® Vernichockt im Munde. Geschichte : gefunden? Das wir mit innerer 1 stellen haben. er ist die Rücka nach Deutsch- '-her, denn angei Hitler-Deutschst die Rückkehr - nun, last ein e eine Frage: Ist ng deutsch-jüdischenswert oder ite die Riickkher schland als Ausmutigen, wenn bens dafür anas wahre Deutzerstoeren koenloffnung ,in die- :r zaghaften Zu- > Deutsche eine ir dringend be- Anwesenheit der arbeit mit ihnen, Vergangenheit en und zu beiden waechst die genheit zu einem gen. Wir dürfen wie sota die inen, wenn wir allen? Aber bee Gefahr, dass rnem brauchen, mter uns sind? unvergesslichen nschlichkeit ger wechselvollen utschen Volkes;ser Stunde versehe Bundesre- Entschlossenheit , und nichts zu Rückfall in die inde unmoeglich en! i im 15. Oktober 1959. Unser Jischuv besteht aus Taustenden von passiven und nur von sehr wenigen aktiven Elementen. Es geschieht mehr hinter den Kulissen jüdischer Arbeit, ,als der Abseitsstehende weiss, der lediglich die Vorteile dieser Aktivitaet erntet. Umso bedauerlicher ist es, wenn man feststellen muss, dass immer wieder jüdisch-bewusste und aktive Menschen Bolivien verlassen. Jeder Einzelne von ihnen hinteillaesst Lücken, die nur schwer zu schliessen sind. Besonders moechten wir vier Maenmer gedenken, die Wesentliches in ihrer jüdischen Arbeit in La Paz leisten konnten, und die uns kürzlich verbessern EDUARD LACHS, eine Persoen- «ichkeit die an vielen Stellen jüdischer Arbeit sichtbar war, die mit klugem Rat und vermittelnder Diplomatie in vielen Gremien wirkte. Herr Lachs hat sich ganz besondere Verdienste als Jahrelanger Praesident der “Sopro” (des juedischen Hilfsvereins von La Paz) erwerben, indem er das “Altersheim” verschoente und verbesserte und sehr viel Sozialarbeit leistete, die nicht immer dankbar war und von der man auch nicht sprach. Eduard Lachs hat sich nach New York begeben. Eine Persoenlichkeit anderen Formats ist CARLOS FRISTER, der als Praesident der “B’ne ßnth” erfolgreich wirken konnte. Herr. Frisier war aber nicht nur ein wertvoller Logenmann, sondern er zaehlte zu den wenigen wirklich musischen Menschen innerhalb unserer kleinen Gemeinschaft. Frisier ist eine Künstlernatur und ein Kulturtraeger, der des Oefteren seine rezitatorischen und schauspielerischen Faehigkeiten unter Beweis stellte. Unter den vielen meisterhaft interpretierten Rollen, wollen wir nur die des “Otto Frankf” (Tagebuch der Anne Frank) erwaehnen. Frister wirkte auch früher erfreulich aktiv im Vorstand der “Comunidad”, den er dank seines Wertgefühls belebte. — Carlos Frister lebt heute in Quito (Ecuador). ABEL JERMUSZ, ein aeusserst agiler und stets für die juedische Sache fcinsatz bereiter Mann, ist Mitte September nach Sao Paulo umgesie- •deit. Zu seinen Hauptverdiensten gehoert sein Wirken als Generalsekretaer des “Circuflo", dem er durch sein Wirken manchen wichtigen Impuls gab. Jermusz erfreute durch echten Humor, aber auch durch tiefes jüdisches Wissen. Er gehoerte in unserm Kreis zu den Intellektuellen, wo er manches aufbauen konnte. Jermusz ist Mitarbeiter jiddischer Zeitungen und konnte dank seiner weittaeufigen Verbindungen, wertvolle Dienste unserm Jischuv erweisen. Zum Schluss wollen wir noch des jungen und dynamischen HORST BACHENHEIMER gedenken, der sich Erziehungsfragen Der 1. Direktor der Jüdischen Schute In La Paz, der hervorragende Paedagcge PAUL HIRSCH, hielt kürzlHch im Montevideo einen vielbeachteten Vortrag. Hirsch, der seit vielen Jahren als Rabbiner und Lehrer in Buenos Aires lebt und wirkt, ¡Ist eine erzieherische Persoenlichkeit, deren Aeusserungen Gewicht haben. Wir entnehmen dem “Boletin Informativo”, dem Gemeindeblatt von Montevideo, welches der Gemeinde dient, die von dem früheren Landesrabbiner von Bolivien, Dil. Fritz Winter, geleitet wird, fofgnde Ausführungen: Rabbiner Dr. Winter begruesste den Gast im Namen der CENTRA und der NCI als Freund und schilderte seine Verbundenheit mit ihm aus gemeinsamen Schaffen in Bolivien, wo Hirsch als Leiter einer amerikanisch-englischen Schule und als Rabbiner segensreich gewirkt und sich vor allem als Erzieher und Freund der Jugend mit glaenzenden paedagogischen Erfahrungen erwiesen habe. Daher sei er dazu berufen, zu uns ueber das wichtige Thema zu sprechen, das er sich ausgewaehlt habe. Rabbiner Hirsch erwiderte die herzliche Begruessung mit gleicher Waerme: Unsere Gemeinde duerfte gluecklich und stolz sein, einen solchen Rabbiner zu haben. “Gewoehnlich gilt der Prophet nichts in seinem Lande. Aber Ihr Prophet gilt sogar in diesem Lande, und das will etwas heissen! Mir war es schwer ums Herz, als Dr. Winter aus Bolivien schied; das Gleiche gilt fuer seine Gattin”. Zum Thema uebe.rgehend betonte der Vortragende, es sei leichter, Jugend zu erziehen, schwerer, juedische Jugend zu erziehen. Da genuegten nicht Herz und natuerliche Begabung, sondern es beduerfe der_ Vertrautheit mit den neuesten Methoden und besonderer technischer Kenntnisse. Aber in dieser Hinsicht sei eine grosse Rueckstaendigkeit auf diesem Kontinent festzustellen, im allgemeinen wie im juedischen Schulwesen. Mit _einer Anekdote entfesselt der Redner starke Heiterkeit: Ein Schulmaedchen wird nach den 10 Plagen gefragt und nennt als erste: “Du sollst Vater und Mutter ehren!” Wenn das als trefflicher Jugendführer im “Macabi” bfewaehrte, mit zaeher Hingabe und aufopfernder Liebe der Sache unserer Jugend diente. Dass unsere jüdische Jugend sehr wohl weiss, wer mit dem Herzen bei der Jugend ist, wer berufen ist zur echten Jugendführung, bewies der Abschiedsabend, den die Jugendgruppe Bachenheimer zu Ehren verans/tajte. Bachenheimer hat sein Domizil nach Caracas verlegt. Diese vier Maenner waren wertvoll für den pacener Jischuv und man hat sie mit ehrlichem Bedauern aus unserm Kreis scheiden sehen. DAS ECHO wünscht den Herren Lachs, Frister, Jermusz und Bachenheimer in einer neuen Umwelt alles Gute und die Kraft und Moeglichkeit, weiter für die jüdische Sache wirken zu koennen. Curt Ludwig. Kind nach dreimonatigem Unterricht die 10 Plagen mit den 10 Geboten verwechselt habe, so sei dies sein (Hirschs) Versagen. Zu welchem Punkte hin sollen wir die Kinder ausrichten und erziehen? Der Redner vergleicht seine Methode mit einem Dreieck, dessen Spitze der Lehrer und dessen Bassipunkte der Schueler und das Schulziel bilden. Punkt B (Spitze) galt faelschlich alls das Wichtigste. Aber das traegt die Gefahr in sich, dass der Lehrer das Kind nach seinem (des Lehrers) Wesen und Wissen bildet. Wenn dies jeder der einzelnen Fachlehrer taete, was wuerde dann aus dem armen Kinde? Ebenso wenig ist das Lehrziel ^usschlitggiebend (Punkt C). Einzig und allein ist der Schueler (Punkt A) bestimmend: Aus seinen Anlagen ist das Beste herauszuholen. Nicht aber ist ihm der Kopf des Lehrers aufzusetzen, noch jst;das Kind auf ein bestimmtes Ziel hin zu drillen. Hier aber heisst es vorsichtig zu Werke zu gehen, denn die Kinder sind alle verschieden wie die Blaetter am Baume. Der Referent gibt praktische Beispiele fuer die einzelnen Unterrichtsgebiete. So bringt er z.B. im Geschichtsunterricht den Schuelern nicht tote Zahlen bei, — er veranschaulicht vielmehr die Epochen auf einer Leiter, deren Stufen Abstaende von je 100 Jahren darstellen ,in der Weise, dass er Homer und Koenig David (900 vor der buerg. Zeitrechnung) auf eine Stufe stellt. So entstehe Bildung, d. h. die Faehigkeit, auf Grund von Kenntnissen die Zusammenhaenge zu begreifen. Sein eigener Sohn habe durch diese ueber seinem Bette angebrachte Leiter leicht alle wesentlichen Daten gelernt. In der Erdkunde macht es Hirsch so, wie es manche unserer Jungen schon drueben getan haben, als ob sie witterten, dass das Reisen in die grosse Ferne einmal an sie hart herantreten werde: Sie spielen Reisebuero, arrangieren Reisen zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Das sei besser als das Wissen um die Naturschaetze oder Hauptproduktionsgebiete des bietr. Landes. Hirsch beginnt z. B. mit einer Reise nach Israel und findet damit regstes Interesse der Schueler. Im Sprachunterricht, so meint der Redner, reichen 2.000 gut ausgewaehlte Vokabeln selbst fuer einen Universitaetsprofessor zunaechst aus. In Bolivien, auf der amerikanischengtischen Schule, beherrschte der neue Lehrer nicht die spanische Sprache, er lehrte nur in Englisch. Erfolg: in 30 bis 40 Stunden konnten sich die Kleinsten vollstaendig mit ihm verstaendig mit ihm verstaendigen. Sehr abfaellig beurteilt Hirsch das juedische Erziehungswesen im Allgemeinen. Man koenne und duerfe mit einem achtjaehigen Kinde nicht bei der Entstehungsgeschichte beginnen. Da die Schoepfungsvorgaenge ihm unbegreiflich sind, sollte man z. B. mit Israel beginnen und von da aus die Geschichte aufrollen. Bei ällem Respekt vor Cheder und Jeschiwa muesse man eben heute zu moderneren Erziehungsmitteln greifen. ln sehr leidenschaftlicher Weise setzt sich dann Hirsch fuer die soziale Hebung des juedischen Lehrerstandes ein, fuer eine seiner hohen Aufgabe entsprechende Besoldung. Eine Reform des Lehrmaterials sei gleichfalls dringend noetig. In einer bonaerenser Schule wurde eine Fibel angefordert, die schon seine selige Grossmutter benutzt habe. Abschliessend betont der Redner mit grosser Waerme: Es genuegt nicht, seine aeusseren Verpflichtungen gegenueber Israel und dem Judentum zu erfuelien Juedisches Bewusstein ist notwendig! Jede Synagoge muss eine Botschaft Israels sein. Und wenn sie leer bleibt, wird auch das Bewusstein von Land und Staat Israel eines Tages erloeschen. Wir brauchen eine Jugend, die Ja sagt zu dem, was uns allen heilig ist!” COCHABAMBA GEORG WIENER - 90 Jahre Am 19. Oktober 1869 wurde in Oppeln O/S Georg Wiener geboren. Damit begann ein Lebensweg der bemerkenswert gut und gesegnet war von Erfolgen und Freundschaft. Herr Wiener gehoert zu den ganz wenigen Mitgliedern der boliv. jüdischen Gemeinschaft, die wirkliches, natürliches Format besitzen und dessen Persoenlichkeit die Umwelt bereichert. In Georg Wiener schaetzen wir einen Menschen von ausserordentlichen jüdischen und allgemeinen Wissen, einen Menschen von tiefer Religiositaet, der immer bereit war, andern zu dienen und zu helfen. Georg Wiener ist nicht nur Mentor der Loge BB in Cochabamba, die heute seinen Namen traegt, sondern er war auch der Ratgeber und Erzieher unzaehliger Menschen in seiner alten Heimat und auch hier in Bolivien. DAS ECHO wünscht diesem wertvollen Mitglied unserer Gemeinschaft, den Nestor der boliv. Juden, noch viele Jahre in Gesundheit und Frohsinn. Fábrica Boliviana de ¥ ® IR IB Motores © WOH AN KA & CIA. Ltd COCHABAMBA a -* ★ * * * * * * * * * * * * * * RFNmiMímns™ .J j!’1*'“ ~ tT'lla 792 — Teléfonos: 2390 (Fábrica) y 4203 (Gerencia). BENZINMOTOREN 3, 6 und 9 HP auch gekoppelt mit Wasserpumpen und Stromgeneratoren HOLZBEARBEITUNGSMASCHINEN ' .. ... , , InI?3rer "e“,en, Verkaufstelle Calle España esq. Colombia: » Ersatzteile lur Autos, LKW s und Traktoren Unsere Spezialitaet: Waelzlager RJV und Steyr * ******* **********w **** **** »»»»»« w*** wWWW w W aw w w w w w .y r r r r y r* * * * * * * * * * * * * -k *

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