Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 204 (30.5.1959)
- Date
- 1959-05-30
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- La Paz 2× ep/1044973
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Mai 1959, 30. Mai 1959. ‘DAS ECHO 5. ß! , 946- ¿ÿjbet6 ,t deut»;> Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Da Paz übersandte uns folgenden Bericht über, den gegenwaertigen Stand in Sachen Wiedergutmachung Im Verlauf der 2. Sitzung des Unterausschusses “Beweiserhebung im Ausland”, die in Düsseldorf stattfand, wies der Vertreter des AA auf die Kritik hin, die nicht selten von Entschaedigungsberechtigten im Ausland an der langsamen Bearbeitung ihrer Antraege durch die zustaendigen innerdeutschen Behoerden geübt werde. Der Vertreter des AA hob hervor, dass durch diese kritischen Stimmen im Ausland wiederholt sogar der Eindruck entstanden sei, als ob die Wiedergutmachung durch die Bundesrepublik und di« Entschaedigungsbehoerden .mutwillig verzoegert und bewusst schleppend durchgeführt werde. Die auf der oben genannten Sitzung vertretenen Laender. Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen und Rheinland-Pfalz bezeichnten diese Kritik als voellig unberechtigt und brachten übereinstimmend zum Ausdruck, dass die Laender intensiv bemüht seien, die Wiedergutmachung bis zum festgesetzten Termin (Ende Maerz 1963) abzuschliessen. Von einer bewussten Verschleppung und Verzoegerung der Wiedergutmachung oder einer entsprechenden Einstellung der Entschaedigungsbehoerden koenne nicht die Rede sein, ln Wahrheit naehmen die Zahl der erledigten Ansprüche und die Hoehe der EntschaedigungSleistungen staendig zu. Dies gelte auch für die von Antragstellern aus dem Ausland gestellten Ansprüche und die ins Ausland gehenden EntschaedigungSleistungen. Die Haushaltsansaetze der Laender würden laufend erhoeht. Die Vertreter der Laender Nordrhein-Westfalen und Reinland- Pfalz wiesen darauf hin, dass der ganz ausserordentlich hohe Eingang von Antraegen durch Angehoerige der besonderen Verfolgtengruppen kurz vor Ablauf der Anmeldefrist die Schaetzungen bei der Novellierung des BEG (für Nordrhein-Westfalen etwa 12.500 Antragsteller) um ein Vielfaches überstiegen habe. Dadurch seien Stockungen unvermeidlich geworden. Die für die Bearbeitung der Ansprüche der besonderen Verfolgtengruppen zustaendigen Entschaedigungsbehoerden sind zwischenzeitlich personell erheblich verstaerkt worden. Dem Regierungspraesidenten in Koeln stehen im Rechnungsjahr 1959/60 171 Stellen zur Verfügung gegenüber 74 Stellen im Rechnungsjahr 1958/59. Die Landesrentenbehoerde von Nordrhein-Westfalen verfügt im kommenden Rechnungsjahr über 233 Stellen gegenüber 116 Stellen im laufenden Rechnungsjahr. UEBERSICHT DER ENTWICKLUNG UND DES STANDES DER WIEDERGUTMACHUNG IN DER BUNDESREPUBLIK ( Amgemekiete Ansprüche! Erledigte Ansprüche EntschaedigungSleistungen in DM i insgesamt davon Ausland % . insgesamt davon Ausland % insgesamt davon Ausland % 1. 1.1957 1.225.846 748.222 61,0 100.650 53.131 52,8 1.655.608 949.477 57,3 1. 4.1957 1.382.076 869.243 62,9 169.259 90.674 53,6 2.009.622 1.190.971 59,3 1. 7.1957 1.474.409 '951.364 64,5 236.561 129.635 54,8 2.406.861 1.453.930 60,4 1.10.1957 1.613.217 1.064.526 65,9 305.436 170.167 55,7 2.879.151 1.776.754 61,8 1. 1.1958 1.718.912 1.170.421 68,1 378.971 214.669 56,6 3.297.303 2.077.713 63,0 1. 4.1958 1.991.326 1.421.480 71,3 452.535 257.830 57,0 3.711.058 2.381.148 64,2 1. 7.1958 2.319.097 1.723.210 74,3 520.274 298.233 57,3 4.109.642 2.678.152 65,2 1.10.1958 2.445.416 1.817.692 74,3 1- 586.743 339.990 57,9 4.488.538 — 2.986.275 — 66,5 RADIO TELEFUNKEN - eine Hoechstleistung deutscher Radio - Technik! Bevor Sie ein Radio kaufen — überzeugen Sie sich von der Qualitaet der TELEFUNKEN - Geraete! TELEFUNKEN - das Radio von Weltruf! 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Aber der Ausdruck “Wie komme ich den dazu?” hat eine besondere Faerbung. Die zum Prinzip erhobene Kleinzügigkeit wird als Lehrsatz ausposaunt. Er ertoent mit dem Brustton der Ueberzeugung in verschiedenen Nuancen. Der Nachdruck ruht meist auf “komme” oder auf “ich”. Es klingt wie eine Fanfare — und es laesst sich nichts darauf entgegnen. Was soll man denn auch sagen, wenn es sich um jene zarten Dinge handelt, die sich um eine Lebensanschauung herumranken? Erstaunlich vielle Menschen scheinen das Prinzip “Auge um Auge, Zahn um Zahn” auf alles zu übertragen. Schenken — jenes beglückende Spiel, das viel weniger mit Güte zu tun hat, also mit Lebensfreude — ist für si* nur mit Zweck und Ursache verbunden, Sie schenken, weil es das Datum erfordert, oder eine ganz bestimmte Veranlassung, oder aber als Revanche. Wie peinlich berühren einen immer wieder Menschen, die nicht anzunehmen verstehen, die stets nach dem Grund einer Gabe suchen und im gleichen Moment die Belaestigung empfinden, sich revanchieren zu müssen. Sie wissen nichts vom spontanen Bedürfnis, zu schenken — nichts von der spontanen Freude des Beschenktwerdens. Wie komme ich denn dazu, einen Brief zu schreiben, den man nicht schuldig ist, etwas Angenehmes zu verbreiten, irgend jemand irgendeine kleine hübsche Geste zu machen? Ach, es gibt so triftige Gründe dafür! Weil das Wetter grade so herrlich ist, oder weil man ein paar frohe Gedanken hat, oder wall das Herz einfach voll ist von Samen, der herausdraengt, um irgendwo aufgehen zu koennen.... Aber dann sagt jemand: “Ja, wi« komme ich den dazu...?” und aus der kleinen warmen Geste wird ein festgefrorenes Prinzip. Dabei ist die kleine Aufmerksamkeit, wie es so richtig genannt wird, von unermesslichem Wert. Die kleinste Aufmerksamkeit kann unter Umstaenden eine Lebensmüdigkeit verscheuchen, eine menschliche Beziehung herstellen, einen dunklen Horizont erleuchten. Dass Leben ist für die wenigsten Menschen so hell, dass sie auf kleine Lichter verzichten koennten. Die kleine Aufmersamkeit hat nichts mit hoher Ethik zu tun Aber mit Herzensfroehlichkeit, mit Lebenswaerme, mit natürlichem Instinkt für die Berechtigung des Frohsinns Und deshalb ist “Wie komme ich denn dazu...?” eine unausstehliche Redensart WES CANSADOS Y* SENSIBLES — Billa mu; Pédico Dr. Schell rc-J fresca y calma los piesï fatigados y sensibles.* Pídalo en todos los Negocios del Ramo £ * * J y en Farmacias y Droguerías! í '*■ i