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Das Echo · 1958-11-05 · 191 (5.11.1958) · p. [Seite 5]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
191 (5.11.1958)
Date
1958-11-05
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German
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ernber 1958, 5. November 1958» DAS ECHO 5. I| niedergeschrie- 11 Jahr auch he- :n. •rtigen Juden Einige bei- •unthers zur erschütternd. , sind heute tischen Vorzt, dennoch im heutigen aelteren Gearzeln in der t davon ent- £war ist die s nicht mehr junther, “sie mm genug”, r aus, “sind erheit in der : erlaubt ist, che kulturell n”, Juden scheiglich zu sein. Juden heute ier schaetzt Millionen, ln en” autonoim Fernen in etwa die len in Gross- . nicht gehen chaetzt toskaus e sichist. ln slands, r einer id 15% t einer K» der Isbe- AM HANOI BOEHM, NACHFOLGER VON HEUSS? Obwohl es noch geraume Zeit hat bis zur Neuwahl des Deutschen Bundespratesjdenten, wird bereits jetzt in Deutschland und in der ganzen Weit nach dem moeglichen Nachfolger von Theodor Heuss orakelt. Ein immer dichterer Meinungskreis sieht in Franz Boehm den kommenden Deutschen Bondespraesidenten; besonderes Gewicht erhaelt diese Kandidatur, durch das kuezljche Einsetzen der grosssten westdeutschen Zeitung “Die Wel|tf’ fuer Prof. Boehm als Nachfolger von Prof. Heus«. Unsere Leser kennen Franz Boehm als einen edlen Menschen, e'Jnen aufrechten Demokraten, der sehr viel tat* daisis die “Wiedergutmachung” geschaffen wurde, und auch nicht ins Stocken geriet. Boehm hat den Stephen Wise-Preis erhalten, in Anerkennung fuer seine Verdienste um das Judentum. . Prof. Heuss ist dabei, lein schoenes Haus zu bauen, um seinen Lebensabend — wie er sagte — “schreibend zu verbringen”. Es waere schoen, wenn die vornehme Persoenlichkeit eines Theodor Heuss von dem ihm geistig kongenialen Franz Boehm abgeloest werden wuerdte. ERSTES PRIVATES TELE- PHONGESPRAECH ZWI¬ SCHEN LUFT UND BODEN Am 22. August wurde zum erstenmal in der Geschichte der Zivilluftfahrt von einem Flugzeug aus ein Tellephongespraech mit einem privaten Telephonabonnenten geführt. Von einer mit den noetigen Einrichtungen versehenen “Britannia”-Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al aus wurde, als das Flugzeug sich in etwa 6000 Metern Hoehe über Genf befand, ein Gespraech mit New York angemeldet. Einige Zeit spaeter, als die “Brttannia” Groenland überflog, meldete sich die verlangte Privatperson an ihrem Haustelephon in New York, worauf die Gespraechspartner ohne Stoerungen miteinander sprechen konnten. Von nun an wird sich der radiotelephonische Verkehr zwischen Luft und Land nicht mehr auf die offiziellen Gespraeche des Flugpersonals und der Flughafenbehoerden beschraenken müssen. TELEPATHISCHE BOTSCHAFTEN FLIEGENDER TELLER LONDON, (U.P) ■— George King, Sekretaer der “Aetherischen Gesellschaft” und Direktor der Zeitschrift “Kosmische Stimme”, erklaerte der Londoner, Presse es werde hier eine grosse Protestversammlung gegen das behördliche Schweigen über “das bedeutsamste Ereignis unserer Zeiten, naernlich das Auftreten fliegender Tetller” abgehalten werden. Diese seien eine “reale Tatsache” und ihre Besatzungen “ausserirdische Freunde der irdischen Menschheit”. Der 38jaehriige King erklaerte, erstmals persoenlich “telepathische Botschaft” vom “Mars, Sektor 6” empfangen zu haben, die an die “Brüder auf der Erde” gerichtet war u. lautete: “Ihr müsst von euren Regierungen die Wahrheit über unsere Existenz in Gestalt amtlicher Feststellungen fordern”. Die Wasserstoffbombe “würde in einer Woche als Waffe von der Erde verschwinden, wenn die irdischen Regierungen die Wahrheit über das Bestehen lebender Wesen im Weltraum zugeben würden”. Auf der Protestkundgebung sollen nach Bemerkungen Kings Augenzeugen sprechen, “die nicht nur fliegende Teller gesichtet, sondern auch enge Fühlung mit ihren Besatzungen aufgenommen haben”. Auf die Frage eines Reporters versicherte er, er stehe in staendigem “telepathischen Kontakt” mit den aussenrirdischen Wesen und er habe die “Aetherische Geseischaff” gegründet, weil das ihm auf diesem Wege zuteil gewordene Wissen “für einen oder zwei Menschen allein zu viel sei”. Die Gesellschaft besitze bereits Ortsgruppen in Kanada, den USA, Australien, Neuseeland und Südafrika und werde demnaechst eine solche in Japan eroeffnen. Hauptziel der Vereinigung sei, einen intimeren Umgang mit den Bewohnern anderer Planeten zu pflegen und “die Ankunft des künftigen Herrn” vorzubereiten, der voraussichtlich mit einem fliegenden Teller auf der Erde ‘landen werde. Moses und Ulbricht Nichts ist in der kommunistischen Propaganda so bloed, um nicht doch ausgesprochen zu werden. Echo - Leser werden kopfschuettelnd folgendes lesen: Anlaesslich des 5. Parteitages der SED in Os-Beriin wurde u. afolgender Drskussionsbeitrag geboten: Moses ist mit Walter Ulbricht (dem ostdeutschen kommunistischen Parteichef) zu vergleichen. Moses hat Gesetze erlassen, aber leider auf abstrakti-rdigioeser Grundlage. Ulbricht hingegen ist ein Gesetzgeber in voller Kenntnis der Realitaeten des Lehensgesetzes; durch die schoepferische Kraft seiner Gesetzgebung, hat Ulbricht sich als bedeutender erwiesen als Mose. Hoehenfluege kommunistischen Ungeistes. wwww wwwv ww yy Unser in Tel Aviv lebender Mitarbeiter M. KILAI besuchte kuerzlich Frankreich und berichtet im nachfolgenden Artikel ueber die Situation der Juden in diesem Lande. Wenn wir auch nicht in allen seinen Auszehrungen uebereimstämmen, halten wir diesen Aufsatz doch so interessant und aktuell, dass wir diesen unseren Lesern nicht vorenthalten moechten. Frankreich und seine Juden von M. KILAI Frankreich ist heute nicht nur die groesste jüdische Gemeinschaft, sondern auch die unorganisierteste. In den letzten 2 Jahren ist die Zahl der Juden in Frankreich um mehr als 50?r gestiegen und es ist die einzige jüdische Gemeinschaft in der Welt, die eine so rapide Vergroesserung hat, diese 100.000 Neueinwanderer sind in Frankreich eine phaenomale Erscheinung. Wenn vor 2 Jahren ca. 5.000 Juden aus Aegypten nach Frankreich eingewandert sind, so waren sie ein Element, das kein Problem für das Judentum in Frankreich darstellte, sie sprachen franzoesisch, waren meist begütert oder hatten begüterte Familien, denn nur solche aegyptische Juden kamen nach Frankreich; die Armen sind nach Israel gefahren. Und man konnte über die Zahl der Juden, über ihren Wohnsitz, ob sie in Paris geblieben sind oder in die Provinz gegangen sind oder auch, ob sie überhaupt weiter gewandert sind, genau Bescheid wissen, denn bei der Surete, Synagoge, in der es in den letzten Jahren schwer war, ein Minjen auch nur an Schabbath zu bekommen, weil die Juden, die in den Jahren nach dem II. Weltkriege dort wohnten, jetzt meistens begütert sind und nun in eine bessere Gegend gezogen sind. Jetzt haben sich in dieser Gegend einzelne hundert Familien, Juden aus Algerien gesetzt und sind sporadisch und desorganisiert in diese Synagoge gegangen und haben auch schon einen algerischen Oberrabbiner. Diese paar hundert Familien sind nur ein Bruchteil der in Paris sich niedergelassenen Juden ,die als solche erfasste worden sind. Wenn man auch ab und zu in einer Generalversammlung einer jüdischen Organisation oder Chevrah einen neuen algerischen Namen im Vorstand hoerte, so ist das noch eklatanter in der Provinz, wo sich viele Tausende algerische Juden als Fabrik-und Spezialarbeiter befinden, die dort das wenige Judentum, dass sie noch in Unsere naechste Ausgabe: CHANUKAH - das Fest des Schenkens! Fuehrer durch leistungsfaehige Einkaufsstaetten! Wir bitten um itelchtzedtige Aufgabe Ihrer Anzeige in dieser Werbenummer! Annahmen: Ranis, gegenueber Post Echo - Buero, Yungas 36 oder durch Casilla 2217 - La Paz H OTEL H E RS CH >V^-r T H A L "IH HIKZIU CfiCHM&nMUm. Casilla 846, Telegramas: HERSCHTHAL, Teléfono: 4427 » A A >4JLiu der franzoesischen Fremdenpolizei sind sie alle eingetragen gewesen. Dasselbe war auch mit der viel kleineren Zahl einzelner Juden aus Ungarn, die sich waehrend der Revolution nach- Frankreich rüber schmuggelten. Sie sind erst recht bei der Fremdenpolizei eingetragen, wobei bei den letzteren auch viele soziale Faelle waren, die die jüdischen sozialen Fonds in Anspruch nahmen. Die vielen Zahntausende Juden aus Algier sind — man schaetzt ihre Zahl auf 1000.000 — unerkannt nach Frankreich gekommen, denn sie sind nicht als Juden gekommen, sondern als Franzosen, gleichberechtigt mit allen Franzosen, die seit Generationen in Frankreich leben. Diese haben mehr Rechte als ein Grossteil der Juden, die heute in Frankreich leben (es leben heute zahntausende Juden in Frankreich, die vor 1933 in anderen europaeischen Laender lebten), und sie sprechen auch ein besseres franzoesisch als der Grossteil der franz. Juden. Das war der Grund, dass 100.000 Juden in einer Gemeinschaft von c,a. 200.000 Juden untertauchen konnten und sich eingliederten, ohne viel Aufsehen und Probleme gemacht zu haben, wobei man ab und zu von einer Provinzstadt hoerte, dass einmal hier und da ein AFnjen vor den Feiertagen errichtet wurde. Sogar in Paris hat in diesen Tagen eine alte grosse Synagoge Wiederauferstehung gefeiert, ln der Naehe der Bastille gibt es eine Algier pflegten, ablegen und vergessen werden. Nicht nur wegen der Arbeitsplaetze sind diese vielen Juden in die Provinz gegangen, sondern in erster Reihe wegen des Wohnungsmangel, der in Paris herrscht. Und natürlicherweise wird da die Frage aufgeworfen, warum wurde nicht mehr getan, um dieses, algerische Judentum zu erfassen. Zur Ilustration des franzoesischen Judentums folgendes: Bei der Sitzung des Fonds social wurde beschlossen, aus dem Fonds der Bausparkasse als erstes 20 Wohnungen anzuschaffen, die man algerischen Junden in Paris bereitstefllen soll. Dili jungen Mitglieder der Leitung waren der Meinung, dass man diese 2? Wohnungen in einem Wohnblock nehmen soll, wobei eine dieser Wohnung als Social-Centre und Synagoge dieser 20 Familien dienen soll. Das wurde von den Notabein abgelehnt, da man kein Ghetto schaffen will. Und so sind die Juden aus Algier unter dem franzoesischen Volk untergetaucht und sichericli ist.der groesste Teil für das ju dentum verloren. Dazu hilft ihnen die klassische Desorganisation des franzoesischen Judentums. Ausser den Zionistischen Organisationen, die ein besonderes Kapitel bilden, gibt es eigentlich zwei Organisationen, die früher aber nur eine war und das ist die Consttuare, die jüdische Gemeinde, die jahrelang unter dei | Leitung des Baron Rothschild stand. (Fortsetzung Seite 6). Agenda COPACABANA, Hotel Copacabana, Teléf. 12240 - 1-2, Casilla 2606 -•- ' ' ' ■ R9W? VjV&J vz

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